Licht und Schatte in der Karibik
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Wenn so viele Urlauber sich in den Ausführungen des TO wiedererkennen,langjährige RD Urlauber und Menschen die einen Partner aus der RD haben das auch noch bestätigen würde ich mal sagen das der TO mehr Recht hat als ein Urlauber der alles in Zweifel stellt.
Wenn der TO alles nur erfunden hat dann hat er es sehr überzeugend gemacht und viele Berichte über das Land gelesen und sich gute Infos geholt was ich nicht glaube.
Wenn hier einige zweifeln das es keine ältern Domis gibt die einigermassen Deutsch sprechen ist das falsch.Wie schon geschieben gab es Anfang der 1990-er in Bavaro einige Hotels wo fast nur Deutsch gesprochen wurde.Aus welchen Gründen auch immer hat nicht jeder Domi sein Job im Hotel behalten oder wurde als Barkeeper gefeuert.Rum trinken ist der gosse Zeitvertreib.
Im Ex Hotel Carabella stand eine Scheune wo an die Touris Bilder verkauft wurden und der Maler dieser Bilder ist ein Domi der aus dem Hotel gefeurt wurde wegen saufen aber spicht gut Deutsch.Er malt am Strand oder nebenan hinter einem Restaurant.
Es kann durchaus sein das es so ein Domi ist den der TO getroffen hat.Die Jungs waren damals auch 20 Jahre und sind jetzt natürlich was älter. -
papelbon:
Mir fällt in der Dominikanischen Republik auch immer auf, dass man fast nur junge Leute auf der Strasse sieht. Ältere sieht man ganz ganz selten.
Die meisten ausländischen Gäste kamen immer aus Nordamerika. Die Europäer waren immer in der Minderheit.
Händler reden einen natürlich auf Deutsch an mit ihren auswendig gelernten 2 Worten, aber ein Gespräch auf Deutsch ist doch etwas völlig anderes.
Und noch ein letztes, wenn man als Dominikaner auch der deutschen Sprache mächtig ist, hätte man eigentlich super Chancen im Tourismus irgendwo einen Job zu finden. Solche Leute sind bei den Hotels durchaus begehrt, da muß man nicht unter einer Palme wohnen.Nur junge Leute? Wie hoch ist denn die Lebenserwartung in der RD? Die Geburtenrate?
Nein, die Europaeer waren nicht immer in der Minderheit. Je nach Ziel und Hotel dominieren auch die Italiener:-) Franzosen:-)
Superchancen im Tourismus??? Weisst du eigentlich, was da hinter den Kulissen abgeht? Wieviele Bewerber da auf eine potentielle Stelle kommen? Sogar nur um als Praktikant eingestellt zu werden? D.h. im besten Fall gegen Kost und Unterkunft mit 5 anderen in einem dunklen minizimmer? Sogar fuer vielsprachige Gringos geht nicjt alles, du brBitte informier dich, es gibt soooo viele Infos im Netz
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Sorry. Will sagen, dass bei einem solchen ueberangebot an q ualifiziertem, mehrsprachigem Nachwuchs ein "alter" Dominikaner im tourismus kaum eine chance hat. Die haben ja kaum die vielen potentiellen, mehrsprachigen Auswanderer, die in der rd lebn wollen.
Auch hier in d kriegst du kaum noch nen top-job ohne vitamin b.
Daher finde ich, dass du dich erst mal ueber das leben in der rd informieren solltest, bevor du deine thesen hier verallgemeinerst.
Lg
Dagmar -
@papelbor:also das muß ich auch sagen deutsch wir als hauptfach in denn schulen gelernt wenn man es sich aussucht..
und ich persöhnlich habe schon viele leute auserhalb des hotels gesprochen die fließend deutsch können.....
ich finde du hast dich nicht viel mit dem Land beschäftigt sonst würdest du nicht sowas schreiben
gruß andre
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soosi, ergibt sich aus dem Eröffnungsbeitrag

Andre, in einem Land mit über 10% Analphabeten, wobei das eine offizielle Zahl ist und ich denke,dass die Dunkelziffer höher liegt, bleibt die Frage, wie hoch die Zahl der Schüler ist, die es bis zum Wahlfach Deutsch bringen und inwieweit diese dann später auf den Ottonormaltouristen treffen. Woher hast Du diese Info, vom Reiseleiter?
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In der RD gibt es eine Schulpflicht für alle Nationen.Auch die Kinder der 2.Hälfte der Insel müssen in die Schule gehen und wenn kein Geld für die Uniform da ist,müssen es die Domis zahlen.
Über die Bildung gegenüber z.B.spanischer Kinder lasse ich mich jetzt mal nicht aus aber die Sprache kann man mit einigen Kanarendialekten vergleichen nur mit wenigeren Wörtern. -
Ist schon recht, Schulpflicht und Schuluniform sind sicherlich schöne Schlagwörter und sogar Ansätze, auf die Umsetzung kommt es an und selbst dann ist es bis zum Wahlfach Deutsch noch ein weiter Weg.
Sorry, aber Andre's Worte hörten sich für mich nach dem typischen Altos de Chavon Vorzeigeschule Geschwafel an und deshalb finde ich es interessant, woher sie stammen...
Merke, nur ein zufriedener und glücklicher Touri ist ein guter Touri und spült weiterhin Geld in die Kassen, also gebt ihm, was er will(am besten mit viel Fusel) und sagt ihm, was er hören mag :?
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Ich hätte den Fausto übrigens sofort erstaunt gefragt, woher er so gut unsere Sprache kann und hätte es bestimmt nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen. Mein Wissen über die Dominikanische Republik hält sich sicher in engen Grenzen. Aber wenn man ein paar mal da war, fallen Ungereimtheiten schon auf. Ich habe auch schon Leute außerhalb der Hotels getroffen, die fließend Deutsch sprachen. Aber ein Dominikaner war bei mir noch nie darunter.
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Gerne würde ich die User wieder auf das ursprüngliche Thema zurück führen.
Das ist doch viel wichtiger, als wer jetzt wirklich welche Kenntnisse bezügl. der Insel hat.Jeder hat die verschiedensten Erfahrungen und Eindrücke, was aber Fakt bleibt, ist die große Armut und der große Unterschied zwischen Arm und Reich.
Mich freut sehr, daß das Thema schon über 1500 Klicks bekommen hat und es somit doch für viele interessant zu sein scheint, auch wenn sich die Diskussion zwischen einigen wenigen abwickelt.
Vielleicht lassen uns ja noch andere User an ihren Eindrücken vom Insel-Leben teilhaben. Mich würde auch sehr interessieren, was es im Raum Puerto Plata, Costa Dorada, für Beobachtungen gibt. -
vladi, die grosse Spanne zwischen arm und reich ist nicht zuletzt auf mangelnde Schulbildung zurückzuführen und eine allgemeine Schulpflicht haben schon ganz andere Diktatoren und Regime als Trujillo dazu genutzt, vordergründig das Volk zu beruhigen und auch die Weltöffentlichkeit, aber sei mir nicht böse, nur die wenigsten derer hatten dabei wirklich altruistische Absichten :?
Dass man bei einer Betrachtung von Licht und Schatten nicht nur eine künstliche Urlaubsenklave ins Auge fassen sollte, ist wohl selbsterklärend, wurde hier auch schon gemacht. Leider wird hier aber immer wieder das reiseveranstaltergeprägte Bild der überwiegend Pauschalreisenden wiedergegeben, was der TO ja gerade durch diesen Thread zu hinterfragen vorgeben wollte. So zumindest meine Auffassung dieses Threads und da diese in diesem Forum deutlich in der Überzahl sind, ist es m.M.n. nur natürlich, dass sich andere User wiederholt hier einfinden.
Dass der Bericht des TO glaubwürdig ist, wurde m.E. schon zur Genüge erörtert, auch wenn sich papelbon da anscheinend etwas verrannt hat

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...zumal wenn man das Wort Karibik und Dom.Rep. ins Verhältnis setzen möchte da die RD nicht die Karibik ist nur ein Land!
Die Schatten sind zahlreich wenn man durchs Land als Touri schaut aber nicht alle Schatten sind, werden auch so von der Bevölkerung gesehen wie es die Besucher sehen.Es ist immer so eine Sache wie man es sieht.Für 9 von 10 Menschen ist es nur Urlaub und sollte es auch nur sein.Wir könnten es nicht ändern da es nicht geht.
Ich will jetzt nach Malle für eine Woche aber da soll es ja noch schlimmer sein wie in der RD.Soll ich nun mehr Hundefutter mitnehmen oder doch nur die Tafel mit Geld beglücken?
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Nene, Du rettest dort gerade den Tourismus, wenn man dem Thread mit dem Flämmchen Glauben schenkt

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Dann hast Du sicherlich Glück gehabt. Vielleicht hast Du auch eine Idee, wo sich das abgerissene Hotel direkt am Bavaro Strand befindet, neben dem der gut Deutsch sprechende Fausto unter seiner Palme lebt. Dann könnte man ihm vielleicht mal helfen.
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@pabelbon
Nein, mit Glück hatte das, ehrlich gesagt, nichts zu tun. Vielleicht stellst du dich ja aber äusserst ungeschickt an, oder wirst vom Pech verfolgt??? Wo dein "Fausto" wohnt, kann ich dir leider nicht sagen, meine geschilderten Erfahrungen stammen von einem anderen Teil der Insel.
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@ 40cent:
Das ist ja nördlich vom Hard Rock Hotel. Da laufen aber nicht so viele Touristen herum, denen er seine Körbe verkaufen könnte.@ pursche:
Du schreibst doch selber, dass Du unendlich großes Glück hattest. Ich kann leider nur ein paar Brocken Spanisch, für eine Unterhaltung reicht es bei mir Dominikanern nicht. -
Irgendwie verstehe ich die aktuelle Diskussion nicht - geht es um Kontakte zu Dominikanern ausserhalb der Resorts? Ich kenne die Dominikaner als sehr freundlich, hilfsbereit, kontaktfreudig und neugierig. In touristischer Umgebung wird man sicherlich aus kommerziellen Gruenden angesprochen, aber abseits davon ist der Reisende - wenn er sich freundlich verhaelt - eine willkommene Informationsquelle. Ich war viel mit bezahlten dom. Fuehrern unterwegs, ist halt beim Buschreiten ueblich. Habe dadurch so viele Menschen kennengelernt, einigen davon verdanke ich wundervolle Touren(ohne jegliche Gegenleistung:-) ) und Einladungen, die dom. Gastfreundschaft hat mich sogar manchmal in Verlegenheit gebracht. Denn - zurueck zum Thema - wie verhalt man sich, wenn man bei einer Familie eingeladen ist, die garantiert gerade das Noetigste zum Leben hat? Auf Samana herrscht z.t. bitterste Armut, doch die dom. Gaeste im GBP El Portillo fahren SUV deutscher Nobelmarken. Licht und Schatten... 1972 habe ich einige Wochen auf Barbados verbracht. Verdamp lang her, doch den Kontrast zwischen Arm und Reich fand ich damls schon absolut krass. 5Sterne Nobelhotels, Klientel USA/Canada, und an der Hotelzufahrt standen die z.T. Minderjaehrigen und warteten auf sugar daddy.
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papelbon:
Dann hast Du sicherlich Glück gehabt. Vielleicht hast Du auch eine Idee, wo sich das abgerissene Hotel direkt am Bavaro Strand befindet, neben dem der gut Deutsch sprechende Fausto unter seiner Palme lebt. Dann könnte man ihm vielleicht mal helfen.Dazu fällt mir eine kleine Geschichte ein:
Eine Yacht dockt in der Nähe eines winzigen dominikanischen Dorfs an. Ein amerikanischer Tourist kommt an Land und sieht einem einheimischen Fischer bei der Arbeit zu. Nach einer Weile spricht er ihn auf die gute Qualität seiner Fische an und fragt, wie lange er braucht, um sie zu fangen.
„Nicht sehr lange", antwortet der Dominikaner.
„Aber warum bleibst du dann nicht länger draußen und fängst mehr Fische?“ fragt der Amerikaner.
Daraufhin erklärt ihm der Dominikaner, dass ihm sein kleiner Fang reiche, um seine Familie satt zu machen.
Der Amerikaner hakt nach: „Aber was machst Du mit dem Rest Deiner Zeit?“
Der Fischer erzählt: „Morgens schlafe ich lange, angle einbisschen, spiele mit meinen Kindern und halte dann zusammen mit meiner Frau eine Siesta. Abends gehe ich ins Dorf, um Freunde zu treffen, mit ihnen ein paar Bierchen zu trinken, Gitarre zu spielen und Lieder zu singen. Ich habe ein erfülltes Leben.“
Der Amerikaner unterbricht: „Ich habe einen Harvard-Abschluss, ich kann Dir helfen, mein Freund! Wenn Du jeden Tag viel länger aufs Meer hinaus fährst, fängst Du viel mehr Fische und kannst diese verkaufen. Mit dem zusätzlich verdienten Geld kaufst Du Dir dann ein größeres Boot.“
„Und was mache ich damit?“, fragt der Fischer.
„Mit dem größeren Boot verdienst Du noch mehr Geld. Du kannst Dir ein zweites Boot kaufen, ein drittes und so weiter, bis Du irgendwann eine ganze Flotte von Fischerbooten hast. Mit den großen Mengen, die Du dann jedenTag fängst, kannst Du direkt mit den Verarbeitungsbetrieben verhandeln und benötigst keine Mittelsmänner mehr. Eines Tages kannst Du sogar Deine eigene Fabrik eröffnen. Dann kannst Du dieses kleine Dorf verlassen und nach Santo Domingo ziehen oder nach Los Angeles oder sogar nach New York City! Von dort aus kannst Du dann Dein neues Firmenimperium steuern.“
"Wie lange wird das dauern?" fragt der Dominikaner.
"Zwanzig, vielleicht fünfundzwanzig Jahre", antwortet der Amerikaner.
„Und danach?"
„Danach? Dann wird es erst richtig interessant, mein Freund“, antwortet der Amerikaner mit einem lauten Lachen. „Wenn Dein Geschäft erst mal richtig groß ist, gehst Du damit an die Börse und verdienst viele Millionen mitdem Aktienverkauf.“
„Millionen? Wirklich?“, staunt der Dominikaner. „Und dann?“
Sagt der Amerikaner: „Dann, mein Freund, kannst Du Dich zur Ruhe setzen, in ein kleines Dorf an der Küste ziehen, jeden Morgen lange ausschlafen, mit Deinen Kindern spielen, ein bisschen angeln gehen, Nachmittags dann zusammen mit Deiner Frau eine Siesta halten und jeden Abend Deine Freunde treffen und mit Ihnen das Leben genießen.“

Klar, nur eine Geschichte. Trotzdem frage ich mich, ob "Fausto" unter seiner Palme nicht ganz glücklich ist und ob er unsere Hilfe überhaupt braucht...

LG Klaus
