Dolomiten oder Meraner Höhenweg
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Hallo,
ich möchte einen Wanderurlaub in Südtirol verbringen. Wir möchten Tageswanderungen unternehmen - es sollten schon anspruchsvolle hochalpine Touren sein, jedoch keine Kletterei bzw. Touren, wofür man Helme oder eigene Seile benötigt.
Derzeit schwanke ich zwischen Meraner Höhenweg und Dolomiten (Grödnertal).
Welche Region würden Ihr für meine Wünsche eher empfehlen?
Bin auch für sonstige Tipps & Empfehlungen offen!
LG
Alex -
Hallo!
Die beiden Regionen unterscheiden sich schon deutlich voneinander. Die Gegend um den Meraner Höhenweg ist sehr schön, wie man so sagt aber eher "lieblich". Man kann nette Tagestouren unternehmen und natürlich das sehr schöne Meran oder auch die Gegend um den Kalterer See besuchen.
Das Grödner Tal ist dagegen wuchtiger, die Berge sind sehr beeindruckend, die Wandermöglichkeiten vielfältiger.
Die Touren im Meraner Land ähneln sich häufig, in Gröden gibt es die ganze Palette der südtiroler Bergwelt.
Ich mache es mittlerweile so, dass ich bei kürzeren Aufenthalten das Meraner Land wähle, dort etwas wandere, bade oder Sightseeing mache, zun Wandern fahre ich hingegen ins tolle Grödnertal. -
Hallo Alex,
wenn es anspruchsvolle hochalpine Touren sein sollen, dann müßt Ihr unbedingt in die Dolomiten fahren. Spazeriengehen könnt Ihr in 25 Jahren auch noch.

Ich kann Dir den Peitlerkofel und den Langkofel samt Plattkofel empfehlen. Wetterbedingt war ich zwar auf keinem der drei ganz oben, habe aber alle umrundet. Die Reisetipps findest Du hier und hier.
Viele Grüße,
BlackCat70
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Hallo,
wenn ihr das Gebiet um die drei Zinnen wählt, würde ich Toblach oder Innichen empfehlen, ansonsten das Eggental oder eben Gröden oder Gadertal.
Lg -
Hallo,
ich kann Euch noch Sexten empfehlen. Liegt auch im/am Pustertal und dort kann man liebliche und auch anspruchsvolle Touren machen ohne das Auto zu bewegen und mit dem Auto ist es zu den Zinnen auch nicht wesentlich weiter als von Innichen oder Toblach.Liebe Grüße
Cathrin -
Hallo Alex!
Die Dolomiten/Gröden sind sicher eine sehr gute Wahl. Aus meiner Sicht bietet sich der Bereich St.Ulrich/Kastelruth als Ausgangspunkt an. Von dort aus erreicht man recht schnell die tollsten Wanderregionen wie Sella, Langkofelgruppe, Geisler, Schlerngebiet oder die Region Seiser Alm. Falls man aufs Auto mal verzichten möchte, besteht ein sehr gutes Busnetz. Zur Nutzung von Bergbahnen gibt es attraktive Kombikarten.
Wenn ihr eine Unterkunft mit Panoramablick sucht, habe ich bei Bedarf einige Tipps parat, ebenso kann ich Tips zu empfehlenswerten Hütten oder Touren geben.Gruß
kutte
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Ich kann Kutte nur zustimmen: Grödnertal ist einfach toll! Allerdings empfehle ich eher den Ort Wolkenstein . Auch von dort komtman zu den schönsten Touren. Mein Tipp: Wenn das Wetter es zuläßt, unbedingt die Sella queren,dabei nicht den Piz Boe auslassen, am besten vom Pordoijoch aus und zum Grödnerjoch absteigen ! Schön ist auch eine Wanderung durch die Steinerne Stadt oder durch die Langkofelscharte auf die Seiser Alm oder über das Cirjoch zur Puezhütte.... Es gäbe noch viele, viele Tipps....
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Wir wohnen bei unseren Wochenend-Ausflügen immer im Großraum Brixen, für einen reinen Wanderurlaub könnte ich mir aber auch Wolkenstein gut vorstellen.

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Gerade ist mir noch eingefallen, daß Bekannte letztes Jahr von diesem Hotel geschwärmt haben. Ist in der Nähe von Kastelruth, wie von kutte empfohlen.
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Hallo Alex,
meine Vorschreiber und Wanderspezies haben dir ja schon gute Tipps gegeben. Wandermäßig kenne ich mich nicht so aus, dafür aber spaziermäßig
.Zu welcher Zeit soll es denn für euch nach Südtirol gehen? Ab Mitte September würde ich euch das Grödnertal nicht mehr unbedenklich empfehlen. Es kann dort in den höheren Lagen durchaus schon sehr kalt sein. Die Temperaturunterschiede zum MeranerLand können dann durchaus über 10 Grad und mehr kühler sein.
Schau mal hier gibt es gute Info zum Meraner Höhenweg, den man in verschiedenen Etappen angehen kann.
LG
reiselilly -
Hallo Alex,
da habt ihr euch ja die teuerste und heißeste Zeit für eure Italienreise ausgesucht. Der Höhepunkt des Ganzen gibt es am 15.8., da ist Ferragosto, und da ist tutti Italien
( gerne in Großfamilien
)unterwegs. Oft gibt es Riesenfeuerwerke in den Touristenorten, und in den Hotels gibt es Galadiners. Ruhiger wird es dann so ab dem 20.August.Im August würde ich auf jeden Fall das Grödnertal bzw. die höheren Lagen bevorzugen.
LG
reiselilly -
Hei AlexThai,
bei einer Reisezeit im August würde ich dir auf jeden Fall Anfang August empfehlen, gegen Mitte wird es so voll, vorallem in den typischen Tourismushochburgen wie im Hochpustertal findet am da dann dielauten Großfamilien, im der Meraner Gegend urlauben ehr deutschsprachige Touriaten, also ehr gemächlicher.
Zu sagen ist, dass es schon im letzten Jahr ehr ruhiger geworden ist, das Geld für die großen Urlaube scheint zu fehlen ...
Lg -
In der Zeit von Ende August bis etwa10. September findet man nicht mehr so viel " italienische Großfamilien " im Hochgebirge. Und wenn Ihr hoch hinauf wandert, gibt es nur noch wenige , aber dann ambitionierte italienische Wanderer... Wir waren mehrfach vom 20.08. ( 22.08. ) bis 10.09. ( 12.09.) in Wolkenstein und haben das so erlebt...
Ferien rund um Meran sind zwar auch wunderschön, aber halt nicht im Hochgebirge.... -
Die getätigten Ausführungen kann ich größtenteils bestätigen. Ein guter Freund von mir ist vor vielen Jahren nach Südtirol gegangen und ist dort in der Tourismus-Branche tätig. Bis vor 2 Jahren waren in der Tat recht viele italienische Familien in der Hauptsaison, sprich August, in den Bergen unterwegs. Die Wirtschaftskrise scheint aber in Italien besonders dazu geführt zu haben, dass weniger Menschen in Urlaub fahren können, zumal Südtirol ja auch nicht als "Schnäppchen" daher kommt. Es kommen derzeit deutlich weniger Italiener nach Südtirol, so mein Kumpel.
Ich habe es bisher auch immer so erlebt, dass nach dem 15.08. eh die große Rückreisewelle beginnt und der Anteil der italienischen Urlauber stetig abnimmt. Davon mal abgesehen haben mich die Leute auch nicht groß gestört, weil sie, wie schon wernerkoervers schrieb, auf den Bergen selten anzutreffen sind. Sie streifen gerne durch die Orte oder halten sich an tiefer gelegenen Hütten auf. Hin und wieder trifft man allerdings verirrte italienische Mamas mit etwas Speck auf den Rippen, angetrieben vom drahtigen Ehemann, in Regionen, die sie besser gemieden hätten. Man kann beobachten, wie rotgeweinte Augen im Geröll nach Trittstellen suchen, um den mit Leinenschühchen umspannten Fuß einen sicheren Stand zu geben. Na ja, immer nur Murmeltiere beobachten ist auch langweilig....
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