Madeira: Autofahren/Rundfahrten/Orientierung usw.
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Hallo zusammen,
um die Themen zur Insel Madeira etwas übersichtlicher zu gestalten, möchte ich diesen Thread zu allen Fragen rund um's Autofahren auf der Insel eröffnen.
Der existierende Thread "Madeira" enthält ja schon etliches dazu, doch es wird dort mit der Zeit etwas schwer, in der puren Masse die Stellen zu finden, welche spezielle Themen ansprechen.
So nach und nach sollten m.M. dann hier die Fragen gestellt werden, die
Autofahren, Rundfahrten, Orientierung, Tagesausflüge -hierbei denke ich insbesondere auch an Kreuzfahrtausflüge- auf Madeira betreffen.Das soll jedoch beileibe kein Egotrip meinerseits werden- ich würde mich freuen, wenn auch andere User/innen von ihren Erfahrungen zu diesen Themem berichten würden, insbesondere wenn sie vor dem Urlaub die eine oder andere Frage hierzu hatten.
boa viagem
das wauzih -
So, und denn gleich mal eine Frage,
eingefügt aus diesem Thread:
Fähre Madeira/Porto Santo 09.08.2014 20:46:13
.../...
Stimmt es eigentlich, dass man auf Madeira auch ohne Navi gut zureckt kommt? Besonders inFunchal, die Stadt ist ja doch nicht ganz so klein?Gruß
Voxy
Hallo Voxy,
das stimmt zwar eigentlich schon, aber wohl anders als es gemeint ist.
An vielen Stellen kann ein Navi auch auf Madeira eine gute Hilfe sein, wie anderswo auf dieser Welt auch.
Das Problem ist jedoch, daß die Navigationsgeräte an vielen Stellen Probleme haben, den genauen Ort zu bestimmen, weil sehr viele Tunnel und oft steile Felswände das Anpeilen der Satelliten erschweren; hinzu kommt noch, daß es etliche Stellen gibt, an denen Straßen dicht nebeneinander, jedoch hohenmäßig stark gestaffelt verlaufen- so kann es durchaus sein, daß zwei Straßen auf der Karte nur 50 m nebeneinander verlaufen, aber ein Höhenunterschied von mehreren hundert Metern dazwischen liegt, was bei erschwerter Peilung durch die Felswände dann schnell dazu führt, daß die Peilung des Navis zwischen den Straßen hin und her springt; wir kommen zwar mittlerweile auf den Hauptverkehrswegen der Insel weitgehend ohne Karte aus, ich hatte mir test- und neugierigerweise vor 3 Jahren aber mal ein Navi geliehen, und das fand sich zwar an vielen Stellen ganz gut zurecht, an vielen Stellen war es aber schon ein bißchen nervig, und meist waren das Stellen, die wichtig sein konnten.
Dazu mal als Beispiel: wenn man auf der neuen Inselschnellstraße VR1/ER101 an der Südküste entlang von Calheta bis Canical fährt klick, so ist das eine Fahrtstrecke von ca. 58 km, man passiert dabei aber insgesamt 36 Tunnel mit einer Gesamtlänge von fast 17 km, die Unterführung der Landebahn des Flughafens noch garnicht mitgerechnet. Insbesondere zwischen Calheta und Funchal folgen die Tunnel dicht hintereinander, die Ausfahrten liegen in diesen kurzen Abschnitten zwischen den Tunneln, und bevor das Navi sich halbwegs orientiert hat, ist man auch schon vorbei.
Okay, auch da geht die Entwicklung weiter, und wie weit die Technik bei den Navis ausserhalb der reinen Satellitennavigation mittlerweile gediehen ist, kann ich leider nicht sagen.
Ich würde derzeit immer noch zu einer guten Straßenkarte raten, die man dann auch ggf. für Wanderungen benutzen kann, und mein Favorit ist derzeit die Tour&Trail-Karte klack.Speziell zu Funchal:
Touristisch gesehen spielt sich in Funchal fast alles in den hier skizzierten Bereichen ab: klick & klack , was man alles zu Fuss oder per Bus erledigen kann.
Dazu kommen ggf. noch Ausflüge z.B. nach Monte (bis Monte ist zwar durchgehende Wohnbebauung und somit keine merkliche Trennung von Funchal erkennbar, jedoch ist Monte kein Stadtteil von Funchal), der Hafen von Camara de Lobos und zum Aussichtsberg Pico do Barcelos klick, das war's aber auch schon, der große Rest der Urbanisation Funchal mit seinen vielen Stadtteilen ist weitflächige Wohn- und Geschäftsbebauung.
In der touristischen Zone kommt man auch z.B. mit GoogleMaps ganz gut klar, die Wohnviertel jedoch sind zum großen Teil ein Gewirr von Einbahnstraßen, die oft auch sehr starke Steigungen haben und den Unerfahrenen schon mal zur Verzweiflung treiben können- möchte man dort hindurch, kann ein Navi denn doch gute Dienste leisten.
Doch mein Rat wäre, nur den Hafenbereich von Funchal direkt anzufahren -am besten über diese schon mal anderswo gepostete Route klack -es ist die unkomplizierteste Strecke, auch wenn man aus dem Osten_ der Insel angefahren kommt, und insbesondere bei der derzeitigen Großbaustelle- und das Auto im Parkhaus "Almirante Reis" am Zielpunkt dieser Route nahe der Seilbahn nach Monte abzustellen, dort in der Nähe befinden sich auch die "Zona Velha" (Altstadt), der Markt "Mercado dos Lavradores" und das "Madeira Story Center".
Wenn man außerhalb von Funchal logiert, sollte man sich für einen solchen Besuch möglichst Tage aussuchen, an denen grad keine oder nur wenige Kreuzfahrtschiffe den Hafen bevölkern. Die Ankunftzeiten der Schiffe sind meistens morgens so um 8 Uhr herum, die Abfahrten finden normalerweie am späten Nachmittag und frühen Abend statt, und dann ist auch in Funchal Berufsverkehr angesagt, zusammen genommen ist auf den Straßen im Hafengebiet dann regelmäßig Chaos angesagt. Einen "Fahrplan" der Kreuzfahrtschiffe findet man hier , dort rechts unten auf "annual forecast" klicken.
tschaui
das wauzih -
Hallöchen,
wie schon mal im allgemeinen Madeira-Thread gepostet, ist seit vorigen Herbst die Straße vom Encumeada-Pass zur Hochebene Paul da Serra gesperrt Karte
was derzeit die Erreichbarkeit der Hochebene etwas kompliziert; zudem bietet diese Straße (ER110) in diesem Bereich auch noch sehr schöne Aussichten.
Nach einem Bericht des regionalen Fernsehsenders RTP soll die Straße bis zum Frühjahr 2015 repariert und dann wieder freigegeben werden.
Beim letzten Madeiraaufenthalt sind wir mal zu Fuss vom Encumeada-Pass bis zu der Stelle gegangen, wo ein Felsabbruch die Straße beschädigt hatte, Bilder davon hier, da, da und dort. So wie das ausschaut, ist die Felswand oberhalb der Straße wohl instabil, so daß sie dort wohl noch etwas aufwändiger saniert werden muss, bevor man mit der eigentlichen Reparatur der Straße beginnen kann.
tschaui
das wauzih -
Hallo,
Ich brauche etwas Hilfe ,
Ich würde gerne in meinem Urlaub auf Madeira-Funchal ( 21.09-30.09 ) eine Jeep Safari - West Tour -machen.Leider spreche ich kein englisch und alles was ich im Internet finde läuft in englischer Sprache .Gibt es die Touren in deuscher Sprache überhaupt ? -
Hi isabella,
das Meiste auf Madeira läuft auf Englisch, aber ich habe Dir mal 'ne Adresse per PN geschickt, wo Du normalerweise fündig werden solltest.
Um sicher zu gehen, würd' ich dort anrufen oder per Mail anfragen, ob die Touren auch in Deutsch zu haben sind.
tschaui
das wauzih -
Danke schön.Ich glaube,ich bin geretet :-))
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Hallo zusammen,
wir haben für nächstes Jahr im Juni eine Reise nach Madeira gebucht und suchen nun einen lokalen Mietwagen Anbieter. Bisher kenne ich nur Magoscar aus Canico. Da ich aber gerne einen Preisvergleich hätte, würden mich weitere Anbieter aus Funchal interessieren. Vielleicht kann jemand aus eigener Erfahrung berichten ...
Gruß
Isabelle -
Hallo Isabelle,
außer Magoscar gibt es an einheimischen Mietwagenverleihern meines Wissens noch Bravacar, Insularcar, Rodavante und Guerin, Niederlassungen internationaler Verleiher gibt es meines Wissens von Europcar, Hertz und Sixt (Alamo taucht in einigen Angeboten von Brokern zwar auch auf, läuft aber auf Europcar hinaus, ebenso Thirfty, dessen örtlicher Partner Bravacar ist). Neu auf Madeira ist seit diesem Jahr Goldcar.
Die besten Erfahrungen in den letzten Jahren haben wir gemacht, wenn wir über Cardelmar ein Auto von Europcar gebucht haben, die Abwicklung verlief immer flott und problemlos, besonders hinsichtlich der über cardelmar abgeschlossenen Sonderversicherung.
Dabei sollte man auch beachten, daß in letzter Zeit von einigen Verleihern die Rückgabemodalitäten für die Tankfüllung geändert wurden, früher hieß es ausnahmslos "full-full", mittlerweile möchten viele Verleiher, daß man eine Tankfüllung bezahlt und das Auto mit leerem Tank zurück gibt (letzten Sommer bei Europcar war es für uns okay, der Tank hatte höchstens noch 10 Liter bei der Rückgabe, und da die eigentliche Leihgebühr relativ niedrig war, konnte man die 100 € für die fehlenden 60 Liter verschmerzen).
Unsere Erfahrungen mit den einzelnen Anbietern:
Magoscar: okay, nur relativ teuer (schon ein paar Jahre her);
Hertz: Auto okay, auch preislich, aber seeehr kompliziert wegen der Akzeptanz von schon beim Broker abgeschlossenen Sonderversicherungen;
Guerin und Rodavante: ebenfalls Auto okay, nur manchmal etwas kompliziert von der Abwicklung;
Europcar: wie schon oben geschrieben, über cardelmar gebucht unser Favorit;
Bravacar: nein danke;
Sixt, Insularcar und Goldcar hatten wir noch nicht im Sortiment.
Man sollte vielleicht noch dabei bedenken, daß die Niederlassungen der internationalen Kette oftmals von selbständigen Franchisenehmern betrieben werden.
Die meisten Anbieter haben sowohl direkt am Flughafen als auch in der Innenstadt von Funchal zumindest eine Niederlassung.
Beachten sollte man bei der Auswahl noch, daß man nicht unbedingt das kleinste Auto aussucht, die Straßen auf Madeira sind oft doch ganz schön steil, wobei man ein paar PS mehr gut gebrauchen kann, und man sollte auch bedenken, daß die Talfahrten die Bremsen sehr beanspruchen-
stellt man bei der Übernahme des Fahrzeuges fest, daß die Bremsen nicht optimal arbeiten, sollte man es sofort tauschen, es wäre nicht das erste Mal, daß eine Bremsscheibe bricht, weil sie vorher schon mal ausgeglüht war.
boa viagem
das wauzih -
Da möchte ich gleich mal ergänzende Ausführungen machen.
Sixt hatten wir schon wiederholt (Tankregelung voll/voll), war alles problemlos.
Goldcar würde ich nie buchen, da im Web fast ausschließlich negative Erfahrungsberichte zu finden sind.
Für Madeira sind sie z.B. hier nachzulesen. -
Ich hatte den Mietwagen (Corsaklasse) über Sunnycar in Deutschland gebucht. Inklusive komplettem Versicherungspaket sowie Abholung am Flughafen und Rückgabe im Stadtbüro und 2. Fahrer. War das billigste Angebot und bereits 6 Monate im voraus getätigt. Als Verleiher stellte sich Sixt heraus. Haben das Büro im Flughafengebäude und zum Parkplatz mit Abholung nur den Aufzug runter. Es war ein VW Polo mit 4 Türen und ausreichend PS um alle Anstiege bequem zu meistern. Auch hat der Kleinwagen Vorteile auf den engen Land- und Bergstraßen (die Via Rapida sind wir nur in Ausnahmefällen gefahren). Bis 2 Stunden überziehen wurde toleriert. Einzig der Zustand des Autos, obwohl nur 3 Jahre alt, war nicht mehr der Beste. Einige Dellen und Kratzer, aber egal. Nur die Hinterreifen stellten sich später als fast abgefahren heraus und die Kupplung war auch nicht mehr die fitteste. Ansonsten ganz okay, der Innenraum einwandfrei gepflegt. Rückgabe ohne Probleme. Mir hat das Fahren auf Madeira sehr viel Spaß bereitet. Ach ja, für 8 Tage 215 Euro gezahlt.
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Hallo zusammen,
um den Thread hier mal nicht zu sehr abrutschen zu lassen, aber auch weil's besser hierher paßt als in den allgemeinen Madeira-Thread, mal meine neueren Erfahrungen zur Nutzung von Navigationssystemen beim Autofahren auf Madeira-
das Thema wurde vor längerer Zeit ja des öfteren angesprochen, und seinerzeit war es damit noch nicht so pralle.
Mittlerweile haben die Dinger aber auch Fortschritte gemacht, und ich hab das letztens mal mit dem Navi von Google Maps getestet.
Also damit funktioniert's mittlerweile ganz gut, in den vielen Tunneln rechnet das System die gefahrene Strecke wohl auch ohne Satellitenverbindung weiter. Nur in etwas längeren Tunneln (so ab 3 km Länge) gibt es da wohl leichte Probleme, und wie gehabt auch in sehr engen Tälern, doch für den normalen Gebrauch reicht es mittlerweile aus.
Trotzdem würde ich auch weiterhin nicht auf die Mitnahme einer einigermaßen vernünftigen Karte verzichten.Doch bei Nutzung des Navis wurde mir auch ein anderes Problem bewußt. Je nach Einstellung suchen diese Systeme gemäß den jeweiligen Vorgaben den Weg -schnellste oder kürzeste Verbindung-, und wenn man sich sonst anhand einer Straßenkarte auch unter Berücksichtigung der Höhenlinien und der Straßenführung seine Route selbst sucht, würde man vielleicht die eine oder andere Straße meiden, aber die Navi's kennen da kein Pardon

Okay, mir hat das Fahren auf den dortigen Straßen immer schon Spaß gemacht -auch wenn sie mal etwas "gewöhnungsbedürftiger" sind- und ohne auf'n Putz hauen zu wollen, sag ich mal, daß mir nach so ca. 200 Tagen Leihwagen mit täglich etwa 80 bis 100 km nicht mehr so viele Wege dort unbekannt sind.
Doch wenn jemand beim Autofahren nicht so ganz sicher ist (man sollte dabei die Option "rückwärts den Berg hinauf" halbwegs beherrschen) und ihm/ihr auch schmale Straßen mit "links und rechts garnix" nicht so sehr genehm sind, sollte man den Navi's nicht so blindlinks folgen.Um mal zu verdeutlichen, was ich damit meine, habe ich hier mal ein paar Videos eingestellt (bei Bedarf einfach in meinem Profil gucken), insbesondere letztens eines von einer Straße, die an der Südküste von der ER 102 zwischen den Orten Santo da Serra und Camacha hinab nach Santa Cruz führt klick .Dieser Weg führt bei etwa 6,5 km Länge von etwa 700 m Höhe hinab fast auf Meeresniveau, und da man darin auch die eine oder andere Steigung hat, liegt das durchschnittliche Gefälle wohl bei mehr als 20%, der letzte Kilometer geht dann von etwa 300 m fast bis auf null hinunter, da sind's dann 30%, durchschnittlich wohlgemerkt, wobei man dann nebenbei noch 'ne Gratwanderung auf 4 Rädern durchführt.
Aber gutt, einmalig ist das auf Madeira nicht, da gibt's wohl mehrere Straßen, die da mithalten können-
soll ja auch nur ein Beispiel sein, und hier mal der Link zum Video: klack
(wobei man dazu sagen muss, daß durch die Konvertierung durch HC beim Hochladen das Video in der Breite etwas geschrumpft wurde, dadurch sieht es stellenweise schmaler aus als es wirklich ist)-
und man sollte dabei auch bedenken, das dies für die Menschen die dort wohnen der tägliche Weg zur Arbeit oder zur Schule oder zum Einkaufen ist.tschaui
das wauzih -
wauzih:
Okay, mir hat das Fahren auf den dortigen Straßen immer schon Spaß gemacht -auch wenn sie mal etwas "gewöhnungsbedürftiger" sind- und ohne auf'n Putz hauen zu wollen, sag ich mal, daß mir nach so ca. 200 Tagen Leihwagen mit täglich etwa 80 bis 100 km nicht mehr so viele Wege dort unbekannt sind.
Doch wenn jemand beim Autofahren nicht so ganz sicher ist (man sollte dabei die Option "rückwärts den Berg hinauf" halbwegs beherrschen) und ihm/ihr auch schmale Straßen mit "links und rechts garnix" nicht so sehr genehm sind, sollte man den Navi's nicht so blindlinks folgen.=======================================================
Wenn du die Insel so gut kennst , warum brauchst du dann überhaupt ein Navi ?
Ist meiner Meinung vollkommen überflüssig, soviel Strassen gibts da nicht, und so gross ist die Insel auch wieder nicht. Mit einer ordentlichen Karte findet man auch überall hin.
Und das man trotz Navi seinen Verstand nicht ausschalten soll ist auch ein alter Hut. -
wiener-michl:
Wenn du die Insel so gut kennst , warum brauchst du dann überhaupt ein Navi ?
...na ja, es ist halt so, daß meinereiner garnicht mal so selten per PN oder auch in anderen Threads zu Madeira die Frage gestellt bekam und bekommt, ob sich ein Navi auf Madeira lohnt, wie zuverlässig es dort ist usw.
Um das beantworten zu können, hab ich mir -gemäß meiner Signatur- in früheren Jahren auch schon mal für kürzere Zeiträume auf der Insel so'n Ding geliehen oder auch schon mal sowas ausprobiert, welches standardmäßig im Auto eines dort wohnenden Bekannten eingebaut ist, und diesmal hab ich's halt mit dem Google Maps Navi auf'm Smartphone getestet.Und um das denn auch nochmal eindeutig zu beantworten:
Für das Erreichen der üblichen touristischen Ziele reicht die derzeitige Technik der Navigationsgeräte voll aus, mit den oben genannten kleinen Restproblemchen.
Und m.M. lohnt sich für einen Ortsunkundigen ein Navi auch auf Madeira, insbesondere weil die Ausschilderung oft doch sehr kreativ ist.
Hinzu kommt allerdings, daß ein Navi auch nur so gut sein kann wie die zugrunde liegenden Kartendaten.
Z.B. für das Erreichen einiger Startpunkte für Levadawanderungen sind die Daten aus den Google Maps derzeit noch nicht so pralle, da sind dann solche Systeme praxisnäher, die auf Karten z.B. von openstreetmap basieren-
wobei meinereiner dort auch schon mal für die eine oder andere Strecke auf der Insel die gps-Daten zugeliefert hat.Doch es sei auch erwähnt, daß es ebenso bei den gedruckten Karten himmelweite Unterschiede gibt. Letztens fragte mich z.B. auf Madeira jemand, wie er mit dem Auto am besten zum Startpunkt einer bestimmten Wanderung kommt. Als ich ihm das auf seiner Karte zeigen wollte (Herausgeber war ein größerer bekannter Autofahrerverein) war die betreffende Straße darauf garnicht vorhanden, und beim näheren Betrachten fielen mir da noch so etliche Unstimmigkeiten auf.
Okay, man muss sich nicht gleich die Portugiesischen Militärkarten anschaffen, die "Tour & Trail"-Karte 1:40.000 ist im Normalfall auch für die kombinierte Nutzung als Auto- und Wanderkarte gut ausreichend, und die kostet aktuell mit 11,70 € nicht mal viel mehr als das im vorigen Absatz genannte Druckwerk. Ebenfalls ganz passabel ist m.M. auch noch die Kompass-Karte 1:50.000.Nun ja, und die Meinung "soviel Straßen gibt's da nicht" ist sicherlich individuell diskutierbar, mir reicht's jedenfalls aus, um immer wieder noch neue Ecken und Strecken zu entdecken

tschaui
das wauzih -
Google Maps find ich fürSmartphonenavigation unpraktisch, man hat ja immer nur einen kleinen Kartenbereich zur Verfügung.
Hast schon mal HereMaps propiert ? Coole App, und man hat ein ganzes Land zur Verfügung , sogar offline.
Wobei man aber dazusagen muss das alle Navisysteme, egal ob Gps oder Smartphone, auf Inseln noch mehr Schwächen haben als auf dem Festland.
So oder so- ich war schon mehrmals auf Madeira, immer mit Mietwagen, und habe alles was ich suchte ohne Navi gefunden. -
...glaub' ich Dir ja, ich möchte hier ja auch nur ein paar Hilfestellungen geben für Urlauber, die mit dem Thema Madeira noch nicht so bewandert sind und trotzdem möglichst viel in ihrem Urlaub von der Insel sehen möchten.
Deshalb hier noch ein Link zu einer Karte, die meinereiner mal mit Google My Maps zusammengestochert hat, einfach eine Art Wegweiser zu Aussichtspunkten auf Madeira, die man per Auto erreichen kann: klick
und dabei denn noch der Hinweis, daß z.B. zu dem Punkt "Queimadas" (Point Nr.79) bei Google Maps (noch?) keine Straße existiert, nur mal so als Beispiel.tschaui
das wauzih -
...und wenn man dann der Meinung ist, alles auf Madeira schon gesehen zu haben, dann sollte man vielleicht auch mal einen Abstecher machen zu den "Dörfern am Ende der Welt", wie z.B. im Ribeira-Brava-Tal nach Furnas klick, nach Meia Legua oder Espigão klack oder im Boaventura-Tal nach Achada da Madeira klock oder oder oder...
Dörfer, die nur wenige hundert Meter Luftlinie von den Zentren der größeren Orte entfernt liegen, aber wegen der Geländebeschaffenheit fast unerreichbar scheinen (keine Sorge, auch dort fährt ein Linienbus) wo aber trotzdem vielerorts die Zeit stehen geblieben scheint.
Dort dann vielleicht in ein Restaurant gehen (auch keine Sorge, man wird überall gastfreundlich aufgenommen) und einfach mal die Kartoffeln vom Terrassenfeld nebenan probieren-
die schmecken (noch immer) anders als im nächsten Tal, vielleicht auch mal den Hauswein kosten
(klar, auch und gerade da bringt jedes Tal seine eigenen typischen Variationen hervor), dabei einfach mal in die umliegenden Gärten und Felder gucken, und dann ahnt man vielleicht, was diese eigentlich relativ kleine Insel alles an Variationen hervor bringt, weil sie aufgrund ihrer geographischen Beschaffenheit wie ein Mini-Kontinent funktioniert.Okay, noch besser erfährt man das, wenn man so etwas zu Fuss macht, aber gutt, da fehlt einfach meistens die Zeit dazu, und dies ist schließlich der Thread zum Autofahren auf Madeira

boa viagem
das wauzih