Job künden um zu Reisen und Fragen zum Thema Geld.
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Servus

Hab mich gerade neu hier angemeldet, weil mich eine Frage zur Zeit stark beschäftigt.
Ich habe schon viele Städte und Regionen Europas besucht und liebe das Reisen und das Neue und Unbekannte sehr. Höhepunkt dieses Jahres war Malta, wo ich auch Tauchen war. Am liebsten geh ich alleine, so bin ich völlig frei
Fürs nächste Jahr steht etwas grösseres an. Ich möchte im Frühling gerne den Südwesten der USA entdecken! Und je mehr ich mich informiere, desto mehr fasziniert mich das Land und desto mehr weiss ich, dass ich das unbedingt machen will! Die ersten Übernachtungen werde ich buchen, für den Rest bleibe ich wo es mir gefällt und solange ich will. Muss nur langsam Gas geben. Frühling ist bald!
Option 2 wäre anfangs Herbst, ab August oder September, aber das geht noch so lange... ;( andererseits hätte ich da mehr Zeit um noch mehr zu sparen und für die Jobsuche. Frühling wäre aber dennoch die bessere Jahreszeit!Derzeit besuche ich eine Abendschule für Informatik und werde im Frühling das Diplom in der Tasche haben (CompTIA A+). Arbeiten tu ich in der Metallverarbeitung, was mir aber aus diversen Gründen überhaupt nicht mehr passt. Derzeit wohne ich - trotz meines fortgeschrittenen Alters (werde im kommenden Frühling 30) - noch zu Hause und lebe daher günstig. Wahrscheinlich nicht mehr allzu lange. Habe entsprechend ein grösseres Polster auf dem Konto und auch noch keine Familie.
Mir scheint der Zeitpunkt jetzt ideal, mal eine richtig geile, längere Reise zu machen. Auch als Geschenk an mich selbst zum 30. Geburtstag, sowie um den Job zu künden und danach einen Jobwechsel in die Informatik zu machen und neu zu starten.
Vom Geschäft aus kann ich maximal 3 Wochen nehmen, was mir deutlich zu wenig ist. Unbezahlt gibts nicht, weil wir in Arbeit versinken und ich eine relativ wichtige Position habe. Der Chef ist sehr desinteressiert. Als ich ihn auf mein Vorhaben angesprochen habe hat er nur dumm gelacht und ging nicht auf meine Frage ein... Also bleibt nur die Kündigung. Ich hab echt kein Bock mehr, da noch länger zu bleiben.Nun bin ich aber ein sehr vorsichtiger Mensch und möchte mich immer und überall absichern. Nur hier ist das recht schwer. Ich möchte für 2-3 Monate verreisen. Aber was ist, wenn ich zurück komme und ohne Job da stehe? Es ist in der Berufswelt überall so, dass Leute mit Berufserfahrung bevorzugt eingestellt werden. Und ich habe dann ja eben mein Diplom abgeschlossen aber noch keine Berufserfahrung.
Also werde ich wohl nicht drum herum kommen, mich beim RAV zu melden und zwei Monate kein Geld zu erhalten wegen selbst verschuldeter Arbeitslosigkeit...
Das bedeutet im Endeffekt, 4-6 Monate kein Einkommen mehr zu haben! Ich habe etwa 25'000 CHF die ich ausgeben kann. Damit habe ich aber grade einmal den Lohnausfall ausgeglichen. Die Reise ist damit noch nicht bezahlt. Müsste das mal genau durch rechnen...Ich bin sicher nicht der Einzige in einer solchen Situation.
Viele können unbezahlten Urlaub nehmen und haben so den ganzen Stress nicht. In meinem Fall geht das ja nicht und ich will sowieso den Job wechseln.Würde mich sehr freuen, hier einige Anregungen und Tips erhalten zu können. Wie habt ihr das gemacht? Was würdet ihr mir raten? Wie würdet ihr das angehen? Oder ist das alles garnicht so heftig, wie ich meine?
Vielen Dank schonmal!Gruss Simon
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Herzlich willkommen bei HC

Verstehe die Nummer mit dem Lohn ausgleichen nicht so ganz, das müsstest Du auch, wenn Du unbezahlten Urlaub nehmen könntest, oder verstehe ich da was falsch?
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Barton518,
was soll man Dir raten?

Den Job wechseln wirst Du eh, Deine Fixkosten sind noch relativ gering, kein Anhang in Form von Frau, Kindern - eine solche Gelegenheit kommt nie wieder...
Ob aber Deine Ersparnisse für einen längeren Urlaub plus ggf. einige Monate ausreichen, wie attraktiv Du für den Arbeitsmarkt bist und ob Du passend zum Urlaubsbeginn dann tatsächlich Dein Diplom in der Tasche haben wirst, weißt nur Du alleine...
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Erkundige dich doch mal ob für dich - hinsichtlich deines Reiseziels und (sorry
) auf Grund deines Alters nicht irgendein austauschprogramm in Frage kommen könnte, wie z.B. work and Travel oder so was ähnliches wie Erasmus. vielleicht gibt es da in der Schweiz auch so was.Dann könntest du unter Umständen sogar 6 Monate oder länger im Land bleiben und kämst mit Arbeitserfahrung im ausland zurück.
Birgit
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Erstmal vielen Dank für eure Antworten bisher. Es ist halt mein erstes mal, dass ich mein Leben derart auf den Kopf stellen möchte und ich war auch noch nie länger als 10 Tage von zu Hause weg. Daher sind da einige grössere Unsicherheiten, vor allem wegen dem Geld. Aber ich muss das einfach machen! Die Freude ist schon jetzt riesig, auch wenn ich noch gar nichts vorbereitet habe.
Der Zeitpunkt erscheint mir ideal. Denn, wenn nicht jetzt, wann dann? Aber leider bin ich nicht der Typ, der alles hinschmeisst ohne Rücksicht auf Verluste und ich möchte mich finanziell absichern soweit es geht.Die Schweiz bieten keine Working Holidays Visa. Die ganz wenigen Veranstalter, die so etwas trotzdem anbieten, haben das Höchstalter auf 30 beschränkt und es werden gute Englischkenntnisse erwartet. Mein Englisch ist eher mittelmässig, aber es reicht um mich im Urlaub zu verständigen und mit jedem Mal lerne ich neues dazu. Also wirklich ein Problem war es bisher nie.
Ich stelle es mir auch mehr so vor, dass ich wirklch frei sein möchte und daher lieber auf 6-8 Wochen zurück schraube um nicht mein ganzes Vermögen zu verspielen.
Das Diplom werde ich mit Garantie abschliessen, da habe ich wirklich keine Bedenken, denn ich bin in dem Gebiet gut und ich habe keine Probleme mit dem Lernen.Das Thema mit Lohn ausgleichen: Wäre ich 2 Monate weg und kann danach sofort wieder starten in der Arbeitswelt, ist das nicht so ein Problem. Wenn ich mich arbeitslos melden muss, bekomm ich erstmal zusätzlich 2 Monate nichts und habe trotzdem alle Pflichten vom Arbeitsamt...
Habe vorhin mit Mama gesprochen. Sie meinte, dass ich für meine Reisezeit keine Miete zu Hause zahlen müsste
dann blieben nur noch wenige Fixkosten. Krankenkasse und Steuern wären hier die grössten Posten. Wie gesagt, müsste ich das mal genau durch rechnen.Ich bin ja sicher nicht der einzige, der den Job künden will um zu reisen. Gibt sogar viele die das tun. Nur sind da halt gewisse Unsicherheiten die ich erst etwas abchecken will und daher habe ich dieses Thema eröffnet
Um evtl. Erfahrungen und Tips anderer erhalten zu können, die das gemacht haben.
Wahrscheinlich muss ich dann mal zum Berufsberater, um so einen geeigneten Weg für den Umstieg zu finden. -
@Barton
Auch von mir ein Willkommen im Forum.Ich bin deinen Ausführungen gefolgt und finde es seitens deiner Mama sehr reizend, dass sie dich in deinem Vorhaben unterstützt, indem du im Fall des Falles ihr nun für die Reisezeit keine Miete wirst zahlen müssen.
Meine Frage ist einzig: Soll ich das wirklich alles glauben ? Oder möchtest du die User hier ein wenig auf die Schippe nehmen ?
Ist Letzteres nicht der Fall, bitte ich aufrichtig um Entschuldigung und rate dir zu dem, was du in deinem ersten Posting schriebst:Barton518
Müsste das mal genau durch rechnen...
Ja, das solltest du.
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Bist du wirklich schon 30 Jahre alt?
Und meinst du es wirklich ernst, in einem Urlauberforum wildfremde Menschen um einen Rat zu fragen, den dir keiner seriös geben kann?
Alle deine Fragen kannst du dir doch selbst nach reichlicher Überlegung und mit gesundem Menschenverstand sowie im Hinblick auf deine wirtschaftliche Situation sowie den Arbeitsmarkt selbst beantworten!
Trotzdem an dieser Stelle: Für ein Reisevergnügen würde ich keinen guten Job aufgeben, wenn ich nicht wüsste, ob ich ihn wieder bekäme! :?
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Barton,
Du fragtest ja auch, wie andere es gemacht haben - ich habe zwar keinen Job wg. einer längeren Reise aufgegeben, habe aber gegen Ende des Studiums angefangen mich zu bewerben und angegeben, ab wann ich "verfügbar" wäre, da ich auch erstmal 3 Wochen nach Brasilien wollte... War auch kein Problem: Kurz vor dem Urlaub hab' ich noch 'nen Arbeitsvertrag unterschrieben und direkt nach der Reise konnte ich anfangen..

Für Fachkräfte ist die Arbeitsmarktsituation in der CH ja auch nicht so schlecht...

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Barton518:
Servus
Habe entsprechend ein grösseres Polster auf dem Konto ...
Die Sache mit dem Geld solltest Du auf alle Fälle immer für Dich behalten!
Mir scheint der Zeitpunkt jetzt ideal, mal eine richtig geile, längere Reise zu machen.
Dann träume nicht Dein Leben, Lebe Deinen Traum!
Nun bin ich aber ein sehr vorsichtiger Mensch und möchte mich immer und überall absichern.
Man kann sich im Leben nicht gegen ALLES absichern! Ein großes Restrisiko solltest Du schon eingehen, nur dann kann so ein Vorhaben gelingen und Du wirst mit positiven Zufällen und Überraschungen, die das Leben so bereithält, konfrontiert.
Was hältst Du z.B. von "Work&Travel"? Vielleicht findest Du auf Deiner Reise das ultimative Angebot für ein neues Leben. Das setzt aber ein Loslassen des alten Lebens voraus!
Es gibt einige Menschen die so das erste mal gestartet sind in ein anderes Land und wollten danach nicht mehr zurückkehren!
Das Leben ist voller Überraschungen, man muss nur daran glauben! -
@xadoo, dies hast du wohl überlesen:
Barton518:
Die Schweiz bieten keine Working Holidays Visa. Die ganz wenigen Veranstalter, die so etwas trotzdem anbieten, haben das Höchstalter auf 30 beschränkt und es werden gute Englischkenntnisse erwartet. Mein Englisch ist eher mittelmässig, (...) -
tina1312:
Und meinst du es wirklich ernst, in einem Urlauberforum wildfremde Menschen um einen Rat zu fragen, den dir keiner seriös geben kann?Hier stellen täglich Menschen wesentlich unsinnigere und nebensächlichere Fragen. Barton will ja sicher nicht, dass ihm jemand die Entscheidung abnimmt. Aber ein paar Meinungen zur Abrundung können schließlich nicht schaden. Grundsätzlich teile ich jedoch die Ansicht, dass dieses Forum der falsche Ort ist. Hier sind eindeutig diejenigen in der Überzahl, für die Freiheit und Selbstbestimmtheit heißt, 1 x pro Jahr für 2 Wochen die Weide zu verlassen und wo anders ihr Gras zu märmeln. Mäh!

Aus meiner - sehr persönlichen - Sicht kann eine lange Reise die eigenen Sichtweisen zurecht rücken und stark positiv zur Persönlichkeitsbildung beitragen. Auch Dein übertriebenes (?) Sicherheitsdenken kannst Du in den USA gut los werden.
Wenn Du die Kündigung in kauf nimmst, kannst Du gegenüber Deinem Chef ganz anders auftreten. Du hast doch geschrieben, Du wärst in einer recht wichtigen Position. Will Dein Chef wirklich auf Dich verzichten? Wenn er sieht, dass es Dir ernst ist, stimmt er vielleicht zu. Drei Monate "off" waren auch bei meinen Chefs zuerst kein Thema. Ich konnte ihnen aber in Einzelgesprächen klar machen, dass das FÜR MICH persönlich sehr wichtig ist.
Lass Dich von unserer Leistungsgesellschaft nicht einlullen und einnebeln. Solange Du die Trennlinie zwischen den Dingen, die Du für Dich machen möchtest und denen, die andere von Dir erwarten und verlangen, noch sehen kannst, ist es noch nicht zu spät. Mach es!