Speziälitäten-Restaurants gegen Gebühr-- Trend ?
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Das AI Budget kann gekürzt werden, das ist kein großes Thema.
Eines ist richtig, die Kosten steigen gewaltig- weniger die Gehälter. Aber Steuern, Energie und alle öffentlichen Abgaben.
Das Jahr 2014 war für die türkischen Hoteliers nicht einfach, es mussten ständig Preiszugeständnissse
gemacht werden um die Zahl der Touristen zumindest auf dem gleichen Level zu halten.
Eine Steigerung war nicht möglich.
Für 2015 wird es nicht einfacher, weil möglicherweise die russischen Kunden andere, günstigere Ziele anvisieren.Die Hintergründe sind ja bekannt.
Und deren Zahl ist genau so groß wie die der Touristen aus dem Quellmarkt Deutschland.
Also - wird verstärkt um die deutschen Urlauber gebuhlt. Warten wir mal ab, mit welchen Mitteln.Also vermutlich wieder Preiszugeständnisse.Was aber das Thema hier anbelangt: Ich finde es richtig, es zu versuchen.
Nur- die allermeisten anderen 5er Hotels verlangen eben nichts-- und vor dem Hintergrund eines belegungstechnisch sicher nicht einfachen Jahres 2015 werden sie es m.E.auch nicht kopieren.
Und so wird es beim Alibi-Spezialitäten-Restaurant bleiben.
Gleiche Großküche, nur in anderem Ambiente serviert. -
Danke Günter, genau das ist für mich der springende Punkt:
Einfach mal zu thematisieren, was von den "inkludierten"Spezialitätenrestaurants tatsächlich erwartet werden darf - und das ist nun mal das besagte Maiskölbchen am identischen Hühnerbein.
Wenn manche hier kundtun, sie nutzten die Gelegenheit um der "Bahnhofshallenatmosphäre" des Büffetbereichs zu "entfliehen" ist aus meiner Sicht grundsätzlich was am argen - ich möchte kein Hotel buchen, bei dem das tägliche Essen weniger Spaß macht, als der Aufenthalt in der Werkskantine!
Stimmt das Ambiente auch im Rahmen der Büffetverköstigung, ist ein preissensibler Urlauber ja nicht gezwungen, den Mexitürken kostenpflichtig zu frequentieren.
Für mich wäre es eher ein Pro-Argument zur Buchung, wenn ich glauben darf, dass von mir nicht genutzte Upgrades nicht automatisch mitbezahlt werden müssen.Meine Prognose: Sofern die Leistung passt werden sich Gäste finden lassen, die den Aufpreis bezahlen. Falls das nicht zutrifft, hat der Hotelier immernoch die Option den Service zu streichen. Das kostet womöglich ein paar Arbeitsplätze, aber dieses ewige schneller, höher, weiter muss entweder einigermaßen wirtschaftlich bleiben (=kosten) oder eben ein Ende haben.
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@günter und Vschmeling:
Ich sehe mich in meiner Haltung bestärkt, ich persönlich brauche die "üblichen" Spezialitätenrestaurants nicht.
Es spricht meiner Meinung nach auch überhaupt nichts dagegen, auch mal ab und zu die Hotel"mauern" zu verlassen und ein wirklich landestypisches Restaurant zu besuchen, um die tatsächliche Küche des Gastlandes kennenzulernen, auch wenn ich AI-Touri bin. -
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Korrekt--aber auch in den landestypischen Restaurants -darfst Du nicht allzu sicher sein, auch wirklich immer Top-Qualität zu bekommen.
Bezüglich der Kosten haben die nämlich genau die gleichen Probleme.
Und viele haben auch aufgegeben-- -
@günter,
ach ja, sicher kann man hereinfallen, aber das kann mir auch in Deutschland passieren oder wenn ich mal ein neues Restaurant in meiner Nähe ausprobieren will. Ich lasse mich da meist von Optik, Gefühl und gesundem Menschenverstand leiten, ging bisher in den meisten Fällen gut.
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Das Angebot an landestypischen Restaurants außerhalb der Hotels kann zuweilen recht mager sein.
Ich schätze daher die gelegentliche Nutzung von Angeboten des Hotels zum Genuss eines frisch zubereiteten Menüs mit servierten Gängen und zahle dafür sehr gern einen gewissen Aufpreis.
Zugegeben bieten nicht grad viele diese Option, aber ich bevorzuge eben solche in meinem Buchungsverhalten. -
@vonschmeling
Das mag im Einzelfall so sein, aber es ist ja auch nichts dagegen einzuwenden, sich mal die nähere (oder auch weitere) Umgebung des Hotels zu erkunden und dabei nach einem netten Restaurant zu suchen, und sei es allein, um mal etwas "lokale Athmosphäre"
zu schnuppern, für mich gehört das zu einem Urlaub hinzu.
Ich scheue mich auch nicht, mal den Hotelmanager oder die Rezeption nach einer Empfehlung zu fragen. Bisher habe ich darauf noch nie eine ablehnende Haltung erfahren,
warum denn auch, ich verlange ja auch keine Gutschrift für das "entgangene" Essen im AI-Hotel... -
Ich bin zwar nicht der Meinung, dass dies nicht zum Thema gehört, weil sich die Diskussion zwangsläufig so entwickelt hat.
Aber lassen wir es gut sein. -
@Vienna Mike
Zu Deiner Frage
Ist zwar wieder komplett OT
, aber man spricht davon dass die russischen Warmwasser-Urlauber verstärkt Bulgarien anvisieren.
Ich hoffe nicht, dass man in der Türkei über die Preise geht und daran nach unten dreht.
Wäre aber eine Möglichkeit um ein mögliches Desater für die türkischen Hotels gar nicht erst aufkommen zu lassen. Das meinte jedenfalls ein General Koordinator, auf dessen Aussagen ich mich bislang verlassen konnte...Zum Gesamt-Thema passt übrigens ganz gut auch mein Beitrag zu den brandaktuellen Infos über die "Verschmelzung" von TEZ Tour plus deren Anteile an Amara mit dem Hotelgiganten Crystal.
klick
Da kommt sicher noch mehr.
Was mit den russischen Fernreisenden passiert, darüber gibts im Augenblick noch keine Erkenntnisse.. -
Vielleicht können Rückkehrer ja mal ihre Erfahrungen mit dem Versuch der Stone Group hier niederschreiben? Bert hatte ja angedeutet, dass die Reaktion zu seiner Reisezeit eher verhalten ausfiel ...
Ich meine, die Stone Group hat in der Vergangenheit vieles richtig gemacht und bewiesen, dass sie sich keine Neigung zu unüberlegten Maßnahmen vorwerfen lassen muss. Nehmen wir an, die Leistung der Spezi-Kioske verbessert sich und die Preise bleiben ausnahmsweise mal ziemlich stabil (auf zugegeben hohem Niveau!) - dann kann das u.U. ein vorbildliches Projekt werden.
Wenn man von einem Trend sprechen möchte, so gibt es ganz klar einen zur Differenzierung innerhalb pauschaler Arrangements, und das betrifft ja ganz stark auch den Leistungsteil Beherbergung / F&B.
Sollten hier künftig Wünsche besser bedient werden können werden andere Anbieter sicher nachziehen. -
Unnötiges Zitat entfernt
Hallo Günter,
vielen dank für dein so ausführliches Statement.
Gerade die Fernreisenden hätten mich schon interessiert, schade das es da keine Infos von Insidern gibt.
lg MichL -
Ich selber benutze selten die Spezialitätenrestaurants.Grund dafür ist,dass ich in den meisten Fällen den Eindruck hatte,dass das Essen mit dem Essen vom Büffet identisch war.Ausnahmen bilden hier die Barbecue-Restaurants.Hier war ich total zufrieden.Wie schon von anderen Usern geschrieben,muss sich das Essen bei einer Gebühr deutlich vom Büffet abheben.Dann wäre ich auch bereit,diese Restaurants zu benutzen.Auch gegen Entgelt.Solte nur in der Hotelbeschreibung erwähnt werden.
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Weil gerade in einen Hotel-Thread Ähnliches diskutiert wird, schreibe ich hier auch noch etwas dazu. Ich begrüße diesen Trend sehr. Ich persönlich mache einen großen Bogen um die Spezialitäten Restaurants - mit einer Ausnahme in manchen Hotels, wenn genuine türkische oder osmanische Küche geboten wird. Da bin ich auch gerne bereit, dazu zu zahlen, denn dann kann ich davon ausgehen, dass sie nicht die Köfte aus dem Restaurant rüberschleppen. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn das ausgedehnt würde, zum Beispiel auf manche Abendveranstaltungen. Der Trend geht ja dort auch dahin, dass nicht mehr jeden Abend die Anis auf der Bühne stehen, sondern externe "Profis", oft aus der dritten Liga. Ich gehe da fast nie hin und bezahle es trotzdem. Hardcore AI-ler werden jetzt protestieren, aber ich hätte nichts dagegen, wenn AI sich quasi back to the roots auf normales Essen und Trinken beschränken würde.
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Witzig - ich hatte mir eben selbst überlegt, den Thread mit einem Beitrag hochzuholen ...
Vermutlich gewinnt die Thematik an Brisanz, der Bettenzuwachs erzeugt Druck und den Main-Streamer (;)) glaubt man immer noch am besten mit möglichst "großem Programm" erreichen zu können. Dass dadurch jedoch die Qualität des Angebotes zwangsläufig leidet und analog der Preis für alle (auch Nichtnutznießer!) angehoben werden muss ist vielen vielleicht nicht so ganz bewusst.
Gerne buche ich für einen bestimmten Betrag ein Abendessen am Strand mit Service, Stimmung und kulinarischen Höhepunkten - und bezahle dafür extra. Gleiches gilt sicherlich für toll zubereiteten frischen Fisch, ein landestypisches Grillerlebnis etc.
Nicht gerne bezahle ich für >300 Mitgäste für Chichi, den ich selbst nicht wertzuschätzen weiß.
Leider beschränkt sich die Tendenz zur Übertreibung ja nicht nur auf F&B, wie man im von rumsstein erwähnten Thread nachlesen kann ...
:? -
"den Main-Streamer glaubt man immer noch am besten mit möglichst "großem Programm" erreichen zu können." Glaubt man? Es gibt doch inzwischen schon Umfragen (oder sollte ich Surveys sagen
), ob man für die Brötchen rechts- oder linksdrehendes Mehl bevorzugt, gibt es denn über die Wünsche und Träume und Zahlungswilligkeiten des Main-Streamers (brrrrr) keine gesicherten Untersuchungsergebnisse? -
Vielleicht hätte ich besser "glaubt man" auslassen sollen?
Bekanntlich sind die net auf da Michsuppn dahergschwommen - und basiert der Trend zu "höher, schneller, weiter" wohl auf ganz ausgefuxten Untersuchungen.
Ich glaub halt persönlich nicht so recht mehr an denMain-Streamer, wobei das Urteil (als maximal vom Thema Werbung entfernte Person) sicherlich sehr angreifbar ist. -
Das wäre meine nächste Frage gewesen, die ich auch fast schon gestellt hätte. Ich habe nämlich auch meine Zweifel an der Existenz des klassischen Main-Streamers, da ja überall Individualität gebetet wird. Meine privaten "Surveys" an Pool und Theke ergeben eher häufigen Nörgelei, dass das entweder alles zu viel sei und man es in der kurzen Zeit nicht nutzen könne oder dass man dies und das gar nicht brauche, aber - in beiden Fällen - dafür zahlen müsse. Das ist natürlich nicht repräsentativ. Ich könnte mir schon vorstellen, dass AI- Konzepthotels, wie Du sie angedacht hast, mit der Abdeckung der basic needs (jetzt fange ich auch schon so an) und kostenpflichtigen Zusatzangeboten durchaus Anklang finden würden. Wenn man das dann dementsprechend transparent machen könnte, würde vielleicht auch die Augenwischerei aufhören, dass man bei mega-ultra-blabla-AI "sparen" würde.
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Eine Mischkalkulation besteht ja nicht nur bei der Verpflegung. Person A ist mit Pommes und Ketchup zufrieden, Person B hätte es gerne etwas anspruchsvoller.
Dafür nimmt Person A dann vielleicht die Kinderbetreuung in Anspruch, welche Person B nicht benötigt.
Person C wiederrum legt keinen Wert auf umfangreiche Verpflegung und Betreuung, nimmt statt dessen jedoch die hauseigenen Tennisplätze oder die Sauna ausführlich in Anspruch.
Irgendwie bezahle ich immer mit, was nich nicht benötige. Andererseits bezahlen andere Gäste auch meine Interessen mit. So ist eben das Konzept von AI.
Mir persönlich ist eine gute Verpflegung wichtig, dies ist für mich ein zentraler Bestandteil eines gelungenen Urlaubs. Mit Animation hingegen kann man mich jagen, Kinderbetreuung und Sportangebote nehme ich ebenfalls nicht in Anspruch. Es gleicht sich irgendwie aus.
Buche ich ein überdurchschnittlich teures Hotel einer bekannten Gruppe welches AI anbietet, habe ich daran auch einen gewissen Anspruch. Hierzu gehören eine zumindest passable Getränkeauswahl sowie eine abwechslungsreiche, kompetente Küche. Es müssen ja nicht immer die teuersten Zutaten sein, die Art und Weise der Zubereitung ist mindestens ebenso wichtig.
Um bereit zu sein, für ein hoteleigenes Spezialitätenrestaurant einen Aufpreis zu zahlen, müsste dieses schon eine wesentlich bessere Leistung als die Buffetverpflegung bieten. Sprich: eine eigene Küche, frisch zubereitete Speisen, exklusivere Zutaten, aufmerksamer Service.
Allgemein buche ich ja bewusst AI, damit eben "alles" oder zumindest "fast alles" mit dabei ist.