Allerlei verschiedenes
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Hallo, schönen guten Morgen,
wir fahren dieses Jahr im Juni zum ersten Mal nach Kanada.Die Vorfreude ist groß, aber es gibt noch so viel Unklares. Das Forum hier ist große Klasse und ich habe auch schon viiiel gelesen und trotzdem noch manche Fragen.
Heute frag ich nur zu allgemeineren Sachen:
Kreditkarte:
Wir besitzen noch keine Kreditkarte, da wir in Europa bislang keine benötigt haben. In Kanada ist sie scheinbar so gängig wie in den USA. Ich wollte jetzt eigentlich eine Visa-Karte beantragen, habe aber hier im Forum gelesen, dass man damit (und manchmal auch mit der Mastercard) in Kanada Probleme hat. Ist dem wirklich so? Und ist es auch ratsam 2 verschiedene Kreditkarten mitzubringen? An anderer Stelle habe ich von Travellerschecks gelesen, sind die wirklich hilfreich? Wie haltet Ihr das denn?Nach Hause telefonieren
Ab und zu möchten wir uns mal zuhause melden. Hat jemand Erfahrungen mit den prepaid-phone-cards, mit denen man scheinbar relativ günstig telefonieren kann? Ist es problemlos Telefonzellen zu finden oder sind die im Zeitalter der Handys so schwer zufinden wie in Deutschland? Oder wie kommunziert Ihr am Besten?Was unbedingt nach Kanada mitnehmen, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist?
Ich hab schon gelesen, dass man Einmalhandschuhe und Grillanzünder mitnehmen soll, aber was sollte es noch unbedingt sein? Oder gibt es hier im Forum schon irgendwo eine Auflistung?Bücher/Kartenmaterial
Wir haben schon ein paar Unterlagen, einen Reiseführer Kanada-West, eine Landkarte, … für den Kanada-Urlaub gekauft, aber könnt Ihr uns noch ein bestimmtes Buch, etc. empfehlen, das sehr hilfreich ist? Im Fachhandel wird ja viel angeboten, z.B. ein Führer speziell für Wohnmobilreisen auch mit Tourenvorschlägen, das klingt sehr gut und verführt zum Kaufen, aber lieber frag ich Euch noch mal!
Impfungen
Scheinbar braucht man keine besonderen Impfungen außer denen, die auch für Deutschland empfohlen sind. Oder habt Ihr noch einen Ratschlag?Einfuhr von Lebensmittel
Das ist ja ein heikler Aspekt. Ist es möglich Brot einzuführen, wenn es verschweißt ist? Oder wie sieht es mit Schokolade aus? Muss immer alles verschweißt sein oder geht auch das nicht? Und alles im Koffer verstauen anstatt im Handgepäck?Zum Schluss noch eine Frage zur Einreise
Man wird bei der Einreise ja scheinbar befragt, ob man sich den Aufenthalt auch leisten kann. Wollen die dann die Kreditkarte sehen,irgendwelche Belege oder wie muss ich mir das vorstellen?So nun genug der Fragen. Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen. Und schon mal vielen Dank im Voraus.
Gruß
Bianka
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moin reisefreund,
also mal kurz aus meinen erfahrungen (einer einmaligen kanadareise) gesprochen.
zur kreditkarte: ja wir haben es erlebt, dass kreditkarten probleme haben können. diese phänomen betrifft merkwürdigerweise nur deutsche kreditkarten, was auch bei den leuten vor ort zu irritationen führt (wir deutschen wären doch schließlich das sicherste finanzielle land der welt, aber die kreiditkarten gehen dennoch ab und an nicht
) um das problem zu relativieren, bei uns zwei paaren ging sie vllt 1-2 von ca 20-30 zahlungsvorgängen nicht. ein bißchen bargeld hat man ja auch noch zur hand.telefoniert haben wir nur ein oder zweimal ganz kurz nach hause. das haben wir einfach übers roaming gemacht. hat mich am ende drei euro oder so gekostet...daran sollte es wohl nicht scheitern, wenn man sich die reise leisten konnte. ansonsten..hotspots suchen (starbucks bieten sich in der vielzahl an oder auch viele touristencenter haben freies wifi (z.b. Clearwater, mt. robson, jasper, lake louise und davids tea in banff (einfach vor die tür auf die bank setzen))!) und whatsapp/threema-nachrichten schreiben und das eine oder andere handybild mitschicken..so zum neidisch
.ich weiß nicht, ob hier links zu anderen foren erlaubt sind, daher such mal nach einer seite die womo und abenteuer in ihrem namen hat und nimm den ersten link. mit dem dort anhängenden forum hab ich unwahrscheinlich viel planen können. es gibt listen, was man mitnehmen könnte, was man braucht, eine tolle übersicht am campingplätzen mit text und meist auch bildern sowie erfahrungen. grillanzünder haben wir vor ort gekauft, einmalhandschuhe wären echt besser mitzunehmen, kosten nur ein viertel von den dort zu kaufenden.
buch...in meinen augen das beste buch für das erste mal camper in kanada ist nationalparkroute-kanada vom ehe paar walter. hier fand ich all das, was mir das forum nicht gegeben hat. mehr als das buch haben wir gar nicht benötigt. http://www.amazon.de/Nationalparkroute-Kanada-legendäre-Route-Alberta/dp/3943176363/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1422861760&sr=1-2&keywords=reiseführer+west+kanada
geimpft hat sich niemand von uns, würdest du ja auch nicht machen, wenn du nach frankreich oder holland fährst. antimückenmittel brauchst du auch keine mitnehmen, die moskitos sind gegen unser zeug imun.
ich hab im vorfeld irgendwo mal gelesen, dass man nichts an lebensmittel mit einführen darf. irgendwelche schokoriegel sind vom flug aber mit sicherheit übrig geblieben und wir wurden nicht danach gefilzt. das brot würd ich auch daheim lassen. sicherlich fehlt einem mit der zeit gutes dunkles festes brot, aber naja, für die zwei-drei wochen werdet ihr es auch mit weichem brot und bagels aushalten (kauft euch für nen zehner nen toaster im walmart ;-))also uns hat man nicht gefragt, ob man sich den aufenthalt leisten kann. man beantragt ja eh nur ein kurzes touristenvisum und ich denke, da erübrigt sich das. angeblich soll es ja ab 2015 ein einreiseverfahren wie in den usa geben, keine ahnung was da an neuen vorschriften kommt.
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Hallo,
hier mal ein paar Antworten zu Deinen Fragen:
Ich hatte bisher bei zig Reisen nach Kanada noch nicht einmal ein Problem mit der Kreditkarte, weder bei VISA noch bei Mastercard. Dennoch würde ich beide besorgen, denn auf eine Karte wird mit Sicherheit die Kaution für Euer Wohnmobil gebucht. Das wird dann zwar am Ende der Reise wieder gelöscht, so dass Ihr eigentlich gar nix davon merkt, aber dennoch ist die Summe erstmal belastet. Das heißt, dass man dann auch schnell mit dem Verfügungsrahmen am Limit sein kann. Traveller-Checks hatte ich noch nie dabei und auch noch nie vermisst.
Zu dem Prepaid-Karten kann ich nichts sagen, die hab ich noch nie benutzt, und auch für das Wohnmobil-Zubehör wird sich sicher demnächst eine kompetentere Stimme melden...

Bei den Karten hatten wir immer welche vom Busche-Verlag dabei. Mit denen kamen wir sehr gut zurecht. Dort gibt es auch einen Kartensatz "Canada - The Great Provinces", mit dem Ihr alles von Quebec bis British Columbia abdecken könnt - nur für den Fall, dass es durch zwei oder mehr Provinzen gehen soll. Bei Reiseführen bin ich mit denen aus dem Iwanowski-Verlag immer recht zufrieden gewesen. Aber das ist eben immer sehr stark Geschmackssache - letztlich müsst Ihr selbst entscheiden, welcher Euch gefällt.
Impfungen kannst Du vergessen - brauchst Du nicht. Außer dem, was auch bei uns üblich ist, wie z. B. Tetanus etc....
Lebensmittel würde ich alle weg lassen, das gibt im Zweifel nur Scherereien. Aber ansonsten braucht Ihr Euch wegen der Einreise keine Sorgen machen. Das läuft erheblich freundlicher ab als bei den USA. Im schlimmsten Fall müsst Ihr eine Bestätigung für Euren Rückflug vorzeigen, darum solltet Ihr Eure Reiseunterlagen griffbereit haben und für alle Fälle bei einer Online-Buchung eine Buchungsbestätigung ausdrucken. Das habe ich aber bisher auch nur ein einziges mal erlebt....
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... ich hänge mich mit meiner Frage mal an diesen Thread, im HC-Reiseforum habe ich nur im USA-Forum einen passenden Thread gefunden, vielleicht wurde meine nachfolgende Frage hier auch schon behandelt, wie auch immer, es geht um Stromadapter.
Bei meinen bisherigen USA-Reisen habe ich mit meinem Adapter (und zwei baugleichen) beste Erfahrungen gemacht. Passt das Ding auch in kanadische Steckdosen?
Wiki sagt Steckertyp A und B passen da auch. Doch ich mag kein zusammengegoogeltes Halbwissen und würde mich über eine Bestätigung meiner Recherchen freuen,
vielen Dank
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@pkallief und @struppi2209:
Lieben Dank für die vielen nützlichen Tipps; da können wir ja ohne Bedenken nach Kanada starten.
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Hallo Reisefreund,
halt, noch nicht losfahren!
Ich möchte bitte auch noch was schreiben und Du mußt es lesen 
Ich gehe mal nach Deiner Stichpunktliste vor:
Kreditkarten
Haben bei uns immer anstandslos funktioniert. Wir haben allerdings auch sicherheitshalber mehrere Karten am Mann. Das fängt, wie @struppi schon geschrieben hatte, mit der Belastung der Kaution an, die einen Teil des Verfügungsrahmens blockiert. Dann kann es drüben genauso gut wie zuhause passieren, daß der Lesestreifen irgendwie beschädigt wird und nix mehr geht. Im vergangenen Herbst wurde die Kreditkarte meiner Frau vorsichtshalber von der Software der Bank gesperrt, weil wir morgens mit ihrer Karte das Hotel in Vancouver und mittags den Einkauf in Washington State, also USA, bezahlt hatten. Wenn man dann noch andere Kreditkarten im Necessaire
hat, macht das schon entspannt. Das Telefonat nach dem Urlaub mit der Bank hat übrigens auf die Bemerkung meiner Frau, daß sie doch vorher für den fraglichen Zeitraum mitgeteilt hätte: USA und Kanada! ergeben, daß das die Software nicht interessieren würde, sie müßte dann schon explizit die Herabsenkung des Sicherheitsgrades beantragen. Das war die Bank mit der legendären Doppelspitze und dem früheren Ober-Vorturner mit dem Victory-Zeichen - nur für den Fall, daß es für Dich von Belang sein sollte hinsichtlich der Kreditkartenbeantragung.Unsere anderen Kreditkarten sind Maestro und Visa gemischt von diversen Herausgebern.
Meine Empfehlung nach langer Rede: Nehmt auf jeden Fall nicht unter zwei Kreditkarten mit. Eine Visa und eine Maestro wäre ein guter Mix. Visa/Visa läßt Euch aber auch sicher fahren, da Visa - meinem Eindruck nach - absolut marktführend und unkompliziert ist.
Einzig an Tankstellen kann Dir "Hakelei" mit der Kreditkarte passieren. Das hat mit superscharfer Software zu tun, da Spritklau wohl eine höchst populäre Angelegenheit ist. Oft mußt Du an den Säulen auch den postcode Deines Wohnortes angeben. Wir haben mal festgestellt, daß es unsere PLZ auch in den USA gibt, aber das hat noch nie funktioniert. Ich habe schon gelesen, daß eifrige TV-Konsumenten den post-code dieser Beverly-Hills-Dingsbums-Serie eingegeben haben und es funktionierte.....
Alles zu kompliziert. Wenn Du merkst, daß die Säule Deine Karte nicht mag, stiefelst Du ins Häuschen, sagst, daß Du tanken möchtest, aber eine europäische Kreditkarte hättest. Dann schalten sie Dich entweder komplett frei und behalten Deine Karte so lange, bis Du zum Unterschreiben andackelst oder fragen Dich, für welchen Betrag Du tanken möchtest. Wenn Du jetzt z. B. 100 Dollar sagst, aber nur für 83,89 tankst, bekommst Du den Rest in bar ausgezahlt. Wenn 100 Dollar nicht reichen sollen, gehst Du eben nochmal schnell rein und bittest darum, für einen weiteren Betrag xy freigeschaltet zu werden.
Solltest Du zu den vorsichtigen Kreditkartennutzern gehören, die das kostbare Teilchen ungerne aus den Augen lassen: Einer tankt, einer kommuniziert mit dem Kassenmitarbeiter. Geht alles. Aber Tanken ist meinen Erfahrungen nach die einzige Gelegenheit, in der eine nicht-amerikanische Kreditkarte den Tag ein bißchen bunter machen kann.
Manchmal passiert es Dir, daß beim Bezahlen gefragt wird: Credit or debit? Antworte Credit. Wie Kreditkarte. Debitkarten sind grob gesagt eine amerikanische Variante der EC-Karten, die aber auf Guthabenbasis funktionieren. Sozusagen Prepaid. Und da manch ein Kassierer - es ist so, das ist nix böse Gemeintes - noch am Vortag auf einer Farm gearbeitet hat, kommt es ab und zu mal zu Ratlosigkeiten, wenn der Kassierer eine europäische Kreditkarte in der Hand hat. Er will nur wissen, welche Taste er drücken muß. Und wenn Du ihm dann mit "credit" hilfst, freut er sich

Telefonieren
Keine Ahnung

Womo-spezifische Packliste
Unterliegt persönlichen Präferenzen. Und der Frage, von welchem Vermieter ihr Euer Zuhause bekommt. Beim einen packt man sinnigerweise eigene Bettwäsche ein, beim anderen braucht man nur noch Beiwerk. @pkallief hat die Grillanzünder drüben gekauft und alles war für ihn okay, wir kaufen sie vorher zuhause. Im örtlichen Drogeriemarkt wissen wir, wo die Dinger liegen, werfen sie für 79 Cent ins Körbchen und gut isses. Wir empfinden allerdings auch keinerlei Genuß beim Durchstromern eines nordamerikanischen Supermarktes, uns geht das Staunen ab, uns nervt die Zeit, die man da mit Suchen verbringt. Wir empfinden das als verdödelte Zeit.
Bei welchem Vermieter habt Ihr denn gebucht?
Je nachdem wird die Liste der Notwendigkeiten schon kleiner als ein gelber Klebezettel
ReisebücherHier schließe ich mich @struppi in Sachen Iwanowski vorbehaltlos an. Für Westkanada ist der Band aus dem Michael Müller-Verlag auch noch lesenswert - für Europa geht für uns nix über Michael Müller, weshalb wir für Westkanada möglicherweise ein bißchen sympathiegeleitet sind. In Vorfreude auf den Urlaub ist er auf jeden Fall eine schöne Lektüre - wobei Reisebücher bei uns einen großen Teil der Ideen-Sammelei und Vorbereitungs-Vorfreude ausmachen. Wir lesen Reiseführer nicht nur um des pragmatischen Aspektes willen, wir baden sozusagen in der Lektüre des Reiseführers. Ja. Beim Baden Reiseführer lesen ist toll

Worauf wir auch total stehen, sind die Reiseführer der Stefan Loose-Reihe aus dem DuMont Verlag. Die haben sehr viel Information, teilweise mit sehr geschärftem und kritischem Blick auf die Dinge, gleichzeitig aber Einiges hie und da am Wegesrand erwähnend, das in den anderen Büchern nicht vorkommt.
Wenn Du jetzt zu den Pragmatikern gehörst, niemals badest, sondern ausnahmslos duschst
und wenig Gefallen daran findest, sich stundenlang mit einem Reisebuch in die Ecke zu verkrümeln, dann bist Du mit: Wolfgang Weber, Westkanada aus dem Vista Point Verlag sicher nicht schlecht dran.Dann brauchst Du vor Ort nur noch kurze Anfälle von Neugierde in dem einen oder anderen Visitor-Center zu befriedigen und die Reisewelt ist in Ordnung.
Die von @pkallief erwähnten Nationalparkroute/Pazifikroute-Reiseführer haben wir auch. Sie strotzen wirklich vor Informationen. Ich persönlich finde, daß sie für Reisende geeignet sind, die jeden Stein umdrehen und sich off the beaten path bewegen mögen. Gut geeignet für den höchst konzentrierten Leser, um sich Details rauszupicken. Für die Badewannen-Genuß-Vorfreude-Lektüre meiner Meinung nach weniger geeignet, da so mitreißend geschrieben wie ein Steuerbescheid. Für Pragmatiker jedoch bestimmt eine gute Wahl.
Einfuhr von LebensmittelnWie schon von meinen Vorschreibern beschrieben, ist das grundsätzlich heikel.
Eingeschweißtes Brot: Zuhause lassen. Würde ich nicht probieren. Genaues kann ich Dir dazu nicht sagen, ist ne Bauchsache.
Was wir allerdings immer im Gepäck haben, sind Milka-Tafeln. Gerne bis zu 20 Stück. Ami-Schoki schmeckt wohl nicht so dolle und Importe sind sauteuer. Deshalb machen wir gerne die Mitarbeiter an den Wohnmobil-Stationen mit ein paar Tafeln glücklich und wenn auf irgendeinem Campground die Waschmaschinen sich doch als echte Teufelswerke entpuppen und man Hilfe braucht, kann man sich auch super-klasse mit einer Tafel Milka bedanken.
Ein paar Jahre lang hatten wir immer Bauchweh und Rumgeeier im Flieger beim Ausfüllen der Zollerklärung. Zuletzt (Herbst 2014 nach Vancouver) haben wir die Zollerklärung mal ganz genau unter die Lupe genommen und festgestellt, daß keine Frage auf Schoki und Konsorten abzielt. Es wird nach Pflanzen, Gewächsen, Gedöns gefragt und so.... und Fleisch. Kurzum: Wir haben im Herbst mit zwei Dutzend Tafeln Milka im Gepäck grundehrlich alles mit "nein" angekreuzt, weil die Fragestellung so war.
Wenn - wenn! - jetzt der customs officer Euch explizit nochmal fragen sollte, ob Ihr irgendwas zu futtern im Koffer habt, würde ich ehrlich antworten: Ja, Schokolade. Ich bin sicher, daß die durchgehen wird, weil z. B. in früheren Auflagen von US-customs-Formularen die Option "sweets" ankreuzbar war und wenn man dann auf Befragung gesagt hat, es sei Schokolade, war die Chose okay.
Nun weiß man ja nicht, wie das layout
der Zollerklärung sein wird, wenn Ihr in Kanada einreist. Kreuzt es an, wenn nach Süßigkeiten gefragt wird und erzählt dann dem Officer, ob es Ritter Sport, Goldbärchen, Milka oder weiß-der Kuckuck-was ist. Süßigkeiten gehen durch, denn die sind ja in aller Regel recht "durchgekocht".Brot würde ich deshalb nicht probieren und zuhause lassen, weil Ihr ja sicherlich nicht labberiges Weißbrot importieren möchtet, das es im Lande mehr als reichlich zu kaufen gibt. Ihr werdet also eher was mit Körnern einschweißen lassen wollen - da würde ich nicht mehr auf das grobe Empfinden von "durchgekocht" setzen, jedes Haferkorn könnte einen kanadischen Zollbeamten in helle Aufregung versetzen. Von Gerstenkörnern ganz zu schweigen - na gut, eher flaches Wortspiel
Aber ich denke, Du verstehst den unwillkürlichen und möglicherweise reflexhaften Unterschied, der beim Zoll gemacht wird. Auch die Zollbeamten können zwar nicht gerade am Vortag, aber sehr wohl noch im Vormonat auf einer Farm gearbeitet haben. Also lieber den Ball flachen halten und aufs Brot verzichten.Umso besser schmeckt so ein Körnerbrot mit super-duper-Knusperkante dann wieder zuhause -
auch gerne in der Badewanne!

In diesem Sinne eine genußvolle Reise
Harry..... Impfungen und Einreise-Beamten-Fragen nach "kann ich mir den Aufenthalt leisten" habe ich außen vor gelassen, weil meine Erfahrungen keine anderen sind als die schon beschriebenen. Du hast doch sowieso in irgendeiner Form Dein Rückflugticket dabei - und sei es als Ausdruck Deiner Flugbuchungen. Damit ist der Drops gelutscht.
Und nur als Impfungs-Phobiker könntest Du möglicherweise eine gewisse Unterdeckung aufweisen - wenn Du gegen alles Landläufige geimpft bist, was hierzulande empfohlen wird, bist Du auch in Kanada auf der sicheren Seite.
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@harry
ich steh total darauf, supermärkte im ausland zu durchforsten un daher ist mir das auch egal gewesen. egal in welchem land ich mich befinde. ich find es einfach spannend zu sehen, was es anderswo gibt, was es kostet und für was ich mich alles entscheide es zu probieren (vor allem kekse
)...und nein, ich komm nicht aus dem einzelhandel ;).
und je größer der supermarkt, desto spannender (für mich, nicht für meine frau
)die anzünder waren übrigens in kürzester zeit im home depot gefunden.
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Hallo, guten Morgen!
Wir sind auch absolute Kanada-Neulinge und froh, dieses Forum gefunden zu haben, wo wir wirklich schon viele nützliche Informationen gefunden haben.
Unsere erste lang ersehnte Kanadareise ist nun für August diesen Jahres fast gebucht und ich haette auch noch ein paar Fragen, auf die mir hier sicher jemand Antwort geben kann.
Also: Wir wandern sehr gerne, nachdem ich jetzt so ein paar Dinge über Bärenbegegnungen in Kanada gelesen habe, habe ich doch etwas Bedenken bekommen, ob man so als normale mitteleuropäische Familie so einfach und lustig durch die kanadischen Wälder wandern kann. Hab von nicht besonders effektiven Bärenglöckchen gelesen, Bärenspray... also, es wäre toll, wenn mir jemand aus eigener Erfahrung sagen kann, wie man die Gefahr realistisch einschaetzen kann und wie man sich vorbereiten kann...?
Natürlich würden wir riesig gerne BÄren sehen, aber eben mit kontrolliertem Risiko ;-):Altenativ habe ich mir überlegt, wenigstens eine Wildlife-Tour zu buchen. Vielleicht in Jasper. Weiss jemand, wo es am besten wäre oder kann sogar eine konkrete Tour empfehlen? Unsere Reise geht von Calgary-Banff-Jasper-Clearwater-Whistler-Tofino-Victoria-Vancouver.
Mit Impfungen war ich mir auch unsicher. Hatte gelesen, dass einen Meningitis-Impfung empfehlenswert ist, habe jetzt aber schon gesehen, dass Ihr das eher für unnötig haltet.
Die Einreise beuunruhigt mich auch noch etwas. Muss man also vorher keine Formulare und Anträge ausfüllen, wie es für die USA nötig ist...?
Vielen, vielen Dank schon einmal! Schaue Euren Tipps und Erfahrungen mit grossem Interesse entgegen!
Liebe Grüsse!
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lettzes, wohl auch dieses jahr, gibt es im flugzeug ein einseitiges formular zum ausfüllen und vorlegen bei der einreise.
bären haben wir keine gesehen, daher auch keine ahnung wie groß das sicherheitsrisiko tatsächlich ist. wir hätten gern welche gesehen (möglicherweise haben wir einen im busch beim wandern gehört, was uns ein wenig lauter und schneller gemacht hat
).
bärenglocken sind uns dagegen mehrere begegnet, was sie bringen? kann mir gar nicht vorstellen, dass sie richtig viel bringen, man redet für gewöhnlich lauter miteinandder (was wohl der beste schutz sein soll), als wie das glöckchen vor sich hin bimmelt. und das bärenspray...naja, läuft der bär auf mich zu wirkt es erst auf ca fünf meter entfernung...selbst wenn es dann irgendwie wirkt, hat der bär genug schwung um mich noch zu überrollen
.
ansonsten bekommt man nur gesagt, auf den wegen bleiben, laut sein und keine lebensmittel nach pausen liegen lassen. geht man abseits der wege, bindet man wohl kleine bunte fähnchen mit datum und namen an die bäume, damit der ranger weiß, dass jemand dort ist...was einem auch immer das helfen mag!? -
Vielen Dank erst einmal für die Info :-)!
Ich sehe schon, wahrscheinlich muessten wir im Monat August unter den ganzen Touristen eher froh sein, wenn wir das Glück haben, einen Bären zu sehen ... ;)!
Hat denn vielleicht noch jemand einen (Geheim-)Tipp, was wir auf unserer Tour (wie gesagt Calgary (1), Banff (3), Jasper (2), Clearwater (2), Whistler (2), Tofino (2), Victoria (2), Vancouver (1) auf keinen Fall verpassen sollten...? Wir möchten v.a. die Natur erleben und meiden die Städte eher. Gestern habe ich z. bsp zufällig von Cathedral Grove (Vancouver Island) gelesen, was sehr schön sein soll. War da schon jemand? Kann man das auf der Durchfahrt sehen, oder muesste man da schon richtig einen Tag wandern...?
Freue mich auf alle Ratschläge und Meinungen! Vielen Dank schon einmal :-)!
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mit geheimtips kann ich wohl leider nicht dienen, war ich ja nur einmal dort.
was uns aber sehr gefallen hat war
-ein tag mit dem kanu auf dem clearwater lake.
-bei banff die wanderung durch den johnston canyon wenn man ihn bis zu den ink pott zu ende geht.
-bei Jasper die sehr kleine pyramid island im pyramid lake.alles im september bestimmt deutlich leerer als es im august sein dürfte.
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Hallo Baloo,
Ihr habt vor, eine vorgebuchte Mietwagenrundreise zu buchen, richtig?
Die klar definierten Übernachtungen an den einzelnen Orten lassen darauf schließen.Auch wenn es unpopulär und old-school
sein mag und evtl. den Eindruck macht, ich hätte keinen Bock, Empfehlungen zu geben, kann ich mir den möglicherweise gebetsmühlenhaft
daherkommenden Hinweis, daß bei den Kosten einer solchen Reise doch die Anschaffung von zwei, drei Reiseführern zu wuppen sein sollte, nicht verkneifen. Und weil ich tatsächlich total hartnäckig old-school-mäßig drauf bin
, bin ich denknotwendigerweise auch der Auffassung, daß man diese Werke ruhig lesen kann.Ich gebe zu, daß ich manchmal rat- bis hilflos davor stehe, wenn danach gefragt wird, was man unterwegs sehen sollte. Da beiße ich fast in die Maus. Das unterliegt doch total subjektiver Einschätzung! Man wühle ein paar Reiseführer durch und zack! ist man in die Lage versetzt zu entscheiden, ob etwas einen anmacht oder eben nicht. Wenn nicht, kann man ja als letzte Maßnahme die fraglichen Seiten rausreißen, das macht das Werk dann auch übersichtlicher. Wenn doch, kann man Eselsohren reinmachen. Oder drin rummarkern. Oder rausschreiben. Was auch immer, in jedem Fall eine Spitzen-Sache!
Da Du ja noch im "fast gebucht"-Stadium bist, ein paar Informationen zur Einreise:
Nein, derzeit muß man vorab nix anderes tun als im Flieger die Zollerklärung auszufüllen. Kanada hat zwar auf dem Zettel, analog zum US-Esta ein Eta einzuführen. Sollte ursprünglich im April losgehen, ist aber auf November verschoben worden.
Die Bären-Sache: Tja. Ich sag's mal so: Wir traben gerne durch die Lüneburger Heide, da ist faunatechnisch außer Piepmätzen und Heidschnucken wenig zu befürchten und das finden wir unseren persönlichen Präferenzen sehr entgegenkommend.
Wenn man im Kanada lostigert, kommt es auch erheblich darauf an, wo. Auf irgendwelchen Hotspot-Trails wird der gemeine Bär eher selten den Weg kreuzen. Natürlich kann immer irgendein Pferd vor der Apotheke kotzen, aber grundsätzlich ist auf Mainstream-Strecken wenig zu befürchten, da die Bären schon mitkriegen, daß da dauernd Leute sind und sich verkrümeln.
Daß die Bärenglöckchen nix bringen sollten, höre ich jetzt zum ersten Mal. Bären haben ein ausgezeichnetes Gehör - ich denke nicht, daß die als Halligalli-Feature verkauft werden. Okay, meine Frau hat ein Bärenglöckchen als Schlüsselanhänger zur Ortung und findet das als bekennende Schlüssel-Schlampe
eine großartige Lösung.... nicht jeder mag stundenlang singen, evtl. brechen nach einer gewissen Dauer der Wanderung auch die Zwangs-Gesprächsthemen um der Bärenvertreibung willen weg und man mag nicht ununterbrochen rumplappern - da hilft so ein vor sich hin bimmelndes Bärenglöckchen durchaus.
Ein Fazit ziehend kann man daher eigentlich nur sagen: Take it or leave it - geht mit einer gewissen Grundausrüstung los oder vertagt Wanderungen auf die Zeit, wenn Ihr wieder zuhause seid, sollte Euch insgesamt beim Gedanken an eine Bärenbegegnung schwiemelig werden - was ich gut verstehen kann, siehe oben: Lüneburger Heide. Das "kontrollierte Risiko", also eine menschenfreundliche Melange à la Hagenbeck oder Serengeti-Park gibt es nicht - die Bären sind da zuhause, wo die Wanderwege sind - die waren zuerst da, die haben "Hausrecht".
Hinsichtlich der Menengitis-Impfung: Die ist für Kanadier obligatorisch, was meiner Meinung nach unmittelbar mit der allgemeinen Bakterien-Hysterie in Nordamerika zu tun hat. Stichwort: Wischtüchelchen für Supermarktkarrengriffe. Wer sich von Babybeinen an konsequent ein Zelt der Sterilität überstülpt, bildet natürlich keine Antikörper und wird von jedem Fliegensch.... umgehustet. Für Touristen wird sie nur bei Langzeitaufenthalten von Jugendlichen/Schülern/Studenten empfohlen. Hier denke ich, daß man angesichts des Langzeitaufenthaltes in super-sterilem Ambiente auf einen drastischen Verlust des körpereigenen Wissens um die Bildung von Antikörpern schließt. Die Menengitis-Sache würde ich also nicht zu hoch hängen. Niemand ist gerade in diesem höchst infrastrukturiertem Reisegebiet Kanadas gezwungen, aus nem Abwasserbach zu schlappen. Für den Fall, daß man tatsächliche arge Sorge hat: Impfen und gut.
Was Cathedral Grove angeht:
Man kommt auf dem Weg nach Tofino unweigerlich dran vorbei. Das als Provincial Park ausgewiesene Gebiet ist - aus europäischer Sicht - gar nicht so klein, die angelegten Wege aber kurz. Man sollte schon anhalten und die Baumgiganten bestaunen. Das kann je nach Tageszeit und damit einhergehender Touristenfrequenz zur Hauptsaison allerdings schwierig bis unmöglich werden, da die Parkplätze links und rechts der Straße arg begrenzt sind. Selbst wenn man von den wirklich eindrucksvollen Baumriesen so geflasht ist, daß man sich eine halbe Stunde hinsetzen möchte (Bänke gibt es dafür übrigens keine.... der Flash muß also stehend bewältigt werden), sollte man dort in maximal - also wirklich als äußerste Grenze, es sei denn, man schläft unterwegs ein - in zwei Stunden durch sein.
Wenn Ihr dort sein solltet: Die wirklich lobenswerte Sache, dieses Gebiet erhalten zu haben, hat das Gesmäckle, nach einem Holzabbau-Giganten benannt worden zu sein. Der war nämlich so überaus großzügig, dieses Areal nicht abzuholzen. Dafür wurde das Gebiet drumrum vor ungefähr 6 Jahren eifrig von einem anderen Unternehmen kahlgehackt, bis Proteste dem Geschehen ein Ende machten. Insofern ist das Besondere an Cathedral Cove eigentlich, daß es ein Restbild dessen zeichnet, wie so ziemlich alle Wälder an der Regenküste mal ausgesehen haben und daß man sich hier im Angesicht der Giants trefflich seine Gedanken darüber machen kann, daß in Kanada mitnichten alles gut ist - sondern die Holzindustrie eine echte Zecke im Pelz der tollen Natur darstellt.
Vor Tofino gibt es einen schönen Regenwald-Trail, der allerdings auch nur so umme 1,5 km hat - aber in seiner Naturbelassenheit als Teil des Pacific Rim NP eine schöne Ergänzung zu Cathedral Grove bildet.
Einen Tipp kann ich loswerden - zwar keine Bären, sondern Lachse.
Wobei.... so wie Eure Routentaktung aussieht, jagt man Euch in einem Rutsch von Whistler nach Tofino. Sagt also im Zweifel im Hotel in Tofino Bescheid, daß Ihr nicht zur Kaffeezeit auflaufen werdet:Nordwestlich von Port Alberni gibt es den Stamp River Provincial Park. Dort ist Lachswanderung - geht allerdings erst im späten August los. Dort kann man sie springen sehen.... großes Kino.
Unverzichtbar bei zwei Nächten Victoria: Das Royal BC Museum. Auch wenn draußen die Sonne scheinen sollte - auch großes Kino.
Banff: Ausflug zu den Spiral Tunnels. Ganz großes Kino. Aber nicht ungeduldig werden und wirklich warten, bis ein Zug kommt.
Wenn keiner da ist, ist das Kino sozusagen geschlossen, dann guckt man nur auf den Wald und fragt sich: Was soll das, was mach ich hier??Zu guter Letzt: Bevor Ihr aus der fast-Buchung eine tatsächliche macht, solltet Ihr die geplanten Hotels auf einem amerikanisch-lastigen Portal wie TA unter die Lupe nehmen - in aller Regel werden einem bei solchen Touren die allerletzten Raffelbuden untergejubelt.
Und wenn das Ergebnis schockierend sein sollte, was ich fast annehme, dann gibt es immer noch die wunderbare Möglichkeit, schlicht und ergreifend selbst einen Mietwagen zu buchen und die Unterkünfte nach eigenem Geschmack auszusuchen.
Harry
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Vielen Dank für Eure Tipps! Ich habe zwar einen Reiseführer, aber der hat mich bisher nicht begeistert und die Gelegenheit, Ratschläge von Kanada-Profis zu bekommen, wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen ;-)! (Zumal wir jetzt wirklich lange gespart haben und die Reise wohl nicht jedes Jahr werden wiederholen können, wenn wir gaaaanz Wichtiges vergessen ;)...)
Eure Vorschläge sind super und kommen ganz bestimmt auf unsere Reise-Wunschliste. Ganz besonders freue ich mich auf die Kanufahrt und die Lachse :-)!
Wegen der Einreiseformalitäten und Impfungen bin ich jetzt auch beruhigt. Vielen Dank!
Was die Baerenfrage anbelangt, so werden wir wohl eher in der Nähe der Zivilisation bleiben. Meine Teenie-Tochter will sich vorsichtshalber schon mit Baerenglöckchen behängen ;-).
Richtig, wir planen eine Mietwagenrundreise,haben aber die meisten Hotels selbst ausgesucht. In Calgary und Vancouver sind sie weniger schön, aber da sind wir eigentlich eh nur auf dem Sprung. Dazu faellt mir gerade noch eine Frage ein: Haettet Ihr vielleicht noch eine Empfehlung, wo man gut und günstig essen kann? Da wir kein Wohmobil haben, muessen wir ja so über die Runden kommen und ich nehme an, in den HOtels ist es sehr teuer. Ich habe mir gedacht, vielleicht Frühstück im Hotel, dann Picknick/Rucksackversorgung und abends irgendwo ein warmes Essen... Und dann ist da ja auch noch die Trinkgeldfrage. Sind 10% ok, oder ist man da schon ein Geizhals...?
Vielen Dank für alle Infos :-)!
Baloo
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Hallo,
kurz zur Verpflegung: Ihr werdet sicher überall auf der Strecke sogenannte "Diners" entdecken, wo man amerikanische Hausmannskost (die sich von der kanadischen, zumindest im Westen, nur rudimentär unterscheidet) findet. Dies ist auch nicht so fürchterlich teuer. Allerdings läuft man Gefahr, nach der Reise keine Burger und Co mehr sehen zu können....

Auch sogenannte "Family Restaurants" sind in der Regel eher günstig - allerdings ab und an mit einer entsprechenden Geräuschkulisse durch randalierende Blagen.
Frühstück ist in Kanada in der Regel in den Übernachtungspreisen NICHT inbegriffen und bei Extra-Bezahlung auch nicht lohnend. Meine Frühstücks-Empfehlung ist Tim Hortons, eine in Kanada Kultstatus genießende Restaurant-Kette.
Übrigens - bitte aufpassen: Bei allen Preisen, die in Kanada irgendwo ausgezeichnet sind, kommt noch Steuer obendrauf!
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Baloo2015:
... Und dann ist da ja auch noch die Trinkgeldfrage. Sind 10% ok, oder ist man da schon ein Geizhals...?
Ja, absolut. Der Bedienung werden die Gesichtszüge entgleisen.
Zur Erklärung: 10 % sind hierzulande üblich, sind wir da einer Meinung?
Hierzulande ist das Trinkgeld ein "dazu" - ganz im Gegensatz zu den Servicekräften in Nordamerika. Sie haben in aller Regel keinerlei Grundgehalt, sondern das Einkommen resultiert ausschließlich aus den Tipps. Man tippt auch nicht die Qualität des Essens - damit hat der Service nichts zu tun. Das Trinkgeld ist allein für den Service und das, was er leistet. Sei also nicht überrascht, wenn Dich eine Freundlichkeit überströmt, die Du aus Europa nicht kennst. Das hat mit dem gerade beschriebenen, grundlegend anders gestrickten Entlohnungssystem zu tun. Und damit, daß Freundlichkeit, Umsorgen, Bepuscheln, Nachfragen, ob es schmeckt..... dort einen komplett anderen Stellungswert hat als bei uns.
Vielleicht kann man es noch besser mit dem grundamerikanischen Gedanken von: "Der Beste gewinnt" erklären. Wir haben ab und zu auch schon im Restaurant gesessen und uns gefragt, ob es nicht eine Quälerei für das Servicepersonal ist, notorisch so überbordend drauf sein zu müssen und ob man diesen Zwang zum professionellen Lächeln bis nach hinten durch zum letzten unteren Backenzahn nicht evtl. dadurch entschärfen könnte, daß man Grundgehalt plus Trinkgeld einführt wie bei uns - bis uns wieder der amerikanische Groschen gefallen ist: Das Servicepersonal dort würde auf einen solchen Vorschlag mit "geht's noch???" und "was für ein sozialistisch angehauchter Bullsh.... soll das denn sein???" reagieren. Der umsorgendste, der freundlichste Kellner mit den schönsten Backenzähnen auch im Unterkiefer ist der Champion, bekommt am meisten Tipp und damit folgt das Ganze schlicht und ergreifend grundamerikanischer DNA.
Hieraus resultiert: 15-20 % Prozent sind als Trinkgeld fällig. Ganz ehrlich. Unter 15 % bedeutet die Ansage: Der Service war grottig. Und immer "rückrechnen": Selbst wenn die Küche Unterirdisches geleistet haben sollte - man tippt nicht die Küche, sondern den Service.
So tickt Nordamerika....
Zumal wir jetzt wirklich lange gespart haben und die Reise wohl nicht jedes Jahr werden wiederholen können, wenn wir gaaaanz Wichtiges vergessen
Das kann ich gut verstehen. Bei uns gab es auch Jahre, in denen wir schon mal auf Teufel komm raus und die letzte Mark nach Kanada geflogen sind und wir anschließend bangen Herzchens auf die anschließende Kreditkartenabrechnungen warteten.....
Was ich allerdings nicht verstehe, ist: Warum streust Du Dein Informationssprektrum nicht weiter? Warum fügst Du Dich einer derart verpeilten vorgefestigten Planung?
3 Nächte Banff vermag ich bei aller Sympathie für Banff nicht zu verstehen und noch viel weniger, warum man es sich freiwillig antut, in einem Rutsch von Whistler nach Tofino zu fahren.
.... wir alle hier haben mal mit Reiseführern angefangen und vertrauen auch heute noch auf Literatur zum Ziel, so gut wir es auch kennen. Wir Touris können es niemals so gut kennen wie die wirklichen Profis.
Denk nochmal drüber nach, ob Du die Planung wirklich so stehen lassen möchtest -
wäre mein Rat.
Gruß
Harry -
grad in vancouver gab es die eine oder andere servicekraft, die die 10& tip leider nicht verdient hatte

frühstück in vancouver hatten wir bei Nosherie (Adresse: 575 West Georgia). es gab typisch bagels und für fans von cappus auch schöne bilder im milchschaum

wenn ihn in jasper seit, kann man sehr leckere pizza bei Famoso (607 Patricia Street) essen, toller laden, schicke einrichtung und vor allem schmeckt die pizza echt lecker.
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Hello, again!
Vielen Dank für Eure Empfehlungen. Werden alle notiert für die Reiseplanung :-)!
Harry, fast haettest Du mich frustriert, sag doch so was nicht, mit der total verpeilten Planung :(...! Wir haben wirklich auf einen Kanadaspezialisten zurückgegriffen, weil wir ja keine Ahnung haben (weiss nicht, ob NAmen genannte werden dürfen) und darauf vertraut, dass die doch wissen sollten, was sie empfehlen...?!? Warum meinst Du, dass sie so sehr verpeilt ist? Zugegeben, von Whistler nach Tofino sollen es 370km sein, wenn das stimmt, aber von Clearwater nach Whistler sollen es sogar 430km sein, also noch mehr... Findest Du es deshalb so schlimm, weil auf dieser Strecke besonders viel anzuschauen wÄre? Oder sind die Strassen schlechter und man kommt schlechter voran...?
Den Aufenthalt in Banff haben wir absichtlich um einen Tag verlängert (den wir von Calgary abgezwackt haben), weil wir lieber schnell aus der Stadt verschwinden und uns länger in der Natur aufhalten wollten. Wir hatten auch angenommen, dass Banff vielleicht ein guter Ausgangspunkt ist für Unternehmungen (natürlich hatten wir da auch an Wanderungen gedacht, die jetzt vielleicht nicht so grosszügig ausfallenw werden...) Ist dem nicht so? Wo sollte man Deiner Meinung nach lieber noch hin, oder sich länger aufhalten?
Dankeschön für Eure Geduld, aber als Kanadaneuling hat man halt keine Ahnung von den Gegenden und Strecken. Aber ich werde mich jetzt auch mal noch intensiver mit Reiseführern und Karten beschäftigen, ich verspreche es. (Du hast mich schon ganz richtig als Reiseführermuffel identifiziert, ich lese auch nicht gerne Gebrauchsanweisungen... ;))
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Hallo harryhh,
wir sind gerade erst vom Mandelblüten-Urlaub aus Mallorca zurück und deshalb erst jetzt auch Dir tausend Dank für die zahlreichen hilfreichen Infos.
Jetzt habe ich dann Zeit mich der genaueren Planung unseres Kanada-Urlaubs zu widmen und ich zähle auch auf Deine Unterstützung. Aber dazu eröffne ich einen neuen Thread.