MSC Splendida,Serviceentgelt
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Warum fordern deutsche Touris immer, dass sich die ganze Welt nach ihnen richten solle?
Es ist nun mal ausserhalb Mitteleuropas völlig unüblich, dass Servicegeld in die Preise eingerechnet wird.Das zu verstehen und zu akzeptieren scheint ungeheuer schwierig. Wenn es so unmöglich ist, den gewohnten Rahmen zu verlassen, gibts ja genug Anbieter, die entsprechende Inklusivpreise haben.
Wir sprechen hier auch nicht davon " bei Unzufriedenheit das Serviceentgelt nicht einfach um den ein oder anderen Euro kürzen", sondern von Passagieren, die gleich am ersten Tag alles streichen lassen und dann dennoch gute Bewertungen abgeben, bzw. immer wieder bei den gleichen Gesellschaften buchen.
Daraus kann man nur schliessen, dass manche bewusst diese Variante wählen, um ihren Reisepreis zu verringern. Und sowas ist einfach unbeschreiblich. Ich möchte genau die Herrschaften nicht hören, wenn ihnen der Arbeit- oder Auftraggeber unter fadenscheinigen Vorwänden einfach Gehalt oder Rechnung kürzt...
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Für mich tönt es zu sehr nach fadenscheiniger Ausrede "unzufrieden mit dem Service". Nach 18 Kreuzfahrten haben wir erst ein einziges Mal schlechten Service auf einem MSC Schiff erlebt und auch nur mit einer Person. Aber dann muss ich nicht das ganze Personal abstrafen! Es gab einfach kein zusätzliches Trinkgeld für diese Person und gut war. Hier geht es eindeutig um die so typische deutsche Preisoptimierung, und das ist einfach beschämend.
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"""Hier geht es eindeutig um die so typische deutschePreisoptimierung, und das ist einfach beschämend"""
Ja, natürlich, der ach so typisch deutsche Urlauber-Geizhals, eine derartige Aussage durfte hier ja nicht fehlen....
ManManMan.....
Und mit Pauschalbeurteilungen bzw. -verurteilungen kommt man nicht weiter, lediglich eine Polarisierung ist die Folge, leider aber null Mehrwert für die hier interessiert mitlesenden, welche Infos suchen.....Und wenn für dich "unzufrieden mit dem Service" nach einer fadenscheinigen Ausrede "tönt" (!!!) ist's wohl kaum mehr als deine ganz persönliche Vermutung und nicht mehr als eine Behauptung...... Fakt jedoch ist, dass der Service auch auf MSC-Schiffen nicht mehr das ist, was er mal war.....zumindest sagt mir das meine Erfahrung.....
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Ja, tönt sagen die Schweizer. Ist das ein Drama?
Hat auch keiner geschrieben, dass alle Deutschen so sind, dass diese Preisoptimiererei aber das Steckenpferd hauptsächlich deutscher Touris ist, kann nun keiner leugnen.Sag doch mal, wie man andere Vermutungen als die genannten anstellen kann, wenn jemand gleich am ersten Tag die komplette Pauschale streichen läßt.
Und warum jemand immer wieder MSC bucht, wenn der Service doch nicht so klasse ist. Die Reisen sind ja nun auch nicht grade exorbitant teuer. -
Das Verhalten anderer betreffend sollte man es m.E. in den meisten Fällen vollkommen unterlassen, Vermutungen anzustellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man kaum oder überhaupt keine Infos hat, wieso sich die anderen so verhalten, wie sie es tun.....
Und auch die persönlichen Erfahrungen anderer abzuwerten und/oder vollkommen infrage zu stellen zeugt nicht gerade von einem Wunsch nach objektiver Beurteilung eines Sachverhalts.....
Wieso genügt es nicht seine eigenen Erfahrungen und die das freiwillige Serviceentgelt betreffenden eigenen Verhaltensweisen mitzuteilen....?
Ein Übertragen eigener Regeln auf andere macht in meinen Augen halt mal null Sinn, zumal es hier nicht darum geht andere zu überzeugen oder gar zu bekehren, sondern einzig & allein um eine Bereitstellung von Informationen..... -
Ich (und andere) dürfen also nicht über Erfahrungen mit preisoptimierenden Touristen berichten ohne dass Du Vermutungen anstellst und diese unsere Erfahrungen in Frage stellst?
Ja, man darf das geschilderte Verhalten (auf das offensichtlich viele stolz sind) diskutieren. Noch dazu, weil ja zuerst nur von der erfolgreichen Streichung und dem ersparten Geld gesprochen wird. Erst, wenn sich deutliche Kritik zeigt, kommen einige (!) mit der Ausrede um die Ecke dass der Service nicht so gut wäre, ohne das genauer zu auszuführen.
Grade letzteres wäre wirklich hilfreich für die hier Information suchenden User.Aber scheinbar gehts ja auch nur darum, die Information weiterzugeben, wie man sich vorm Servicegeld drückt.
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Mam62:
Hat auch keiner geschrieben, dass alle Deutschen so sind, ...Einige Beispiele, nebensächlich, von wem:
....Das ist Deutschland...noch nicht mal gefahren schon wird drüber nachgedacht irgendwas zu streichen
...Die deutschen Kreuzfahrer sind so arm, dass sie sich sonst keine Reise leisten können.
...Warum fordern deutsche Touris immer, dass sich die ganze Welt nach ihnen richten solle?
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Das Wort "alle" wird zwar nicht verwendet, aber differenziert wird auch nicht. -
Ist schon übel, wohin ein eigentlich ganz normales Diskussionsthema abdriften kann.
Ich persönlich kann diesen "Sparfüchsen" auch nichts abgewinnen und habe keinerlei Verständnis dafür (jedenfalls wenn keine entsprechenden "Vorfälle" das rechtfertigen).
Allerdings ist das wie gesagt meine ganz persönliche Meinung.Warum muss ich denn versuchen andere von meiner Meinung zu überzeugen oder gar in Vorwürfe oder pauschale Beschimpfungen abdriften.
Soll doch jeder handhaben wie er es für richtig hält (wird sich ja ohnehin nicht ändern lassen).
Also bitte : Freut euch über eine schöne Kreuzfahrt und lasst bitte dieses vorwurfsvolle Gehabe - wir sind doch hier in einem Reiseforum und nicht bei den Weltverbesserern - oder sollte ich im falschen Forum sein?
Nicht für ungut!
Kalli
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Richtig, Kalli57, jedem das Seine...!
Kreuzfahrten sind doch seit nunmehr mehr als 10 Jahren keine exklusiven Events mehr, sondern knallharter Massentourismus bei welchem es halt ebenso wie z.B. bei Hotel-Pauschalreisen nicht zu vermeiden ist, dass es für den zahlenden Reisenden zu unerfreulichen/ärgerlichen Ereignissen kommt.
Wer dann noch meint keinen Grund für eine Beanstandung und in dessen Folge einer Kürzung des Serviceentgelts zu haben, der lebt einfach mal in einer anderen Welt als ich es tue.....Und um mal zu versuchen dem Thema ein wenig mehr Tiefgang zu verpassen, vielleicht ja einfach mal hier reinlesen.....
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Wie gesagt, das entspricht den Gepflogenheit in den USA. Da gibt man auch noch zum Rechnungsbetrag ca. 20 % der Summe als Trinkgeld drauf (mind. 15 %). Das ist relativ unfreiwillig, da es sich so gehört und erwartet wird. Nur bei nachweislich schlechtem Service kann man kürzen. Die meisten Kreuzfahrtlinien sind amerikanischem Ursprung (Carnival, RCCL etc...)
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Eine Anmerkung zu den beiden verlinkten Artikeln:
Das Urteil gegenüber MSC war ein wettbewerbsrechtliches Urteil, also nicht ein Urteil erstritten von einem Passagier.
MSC hat daraufhin seine Gepflogenheiten umgestellt. Bis dahin handelte es sich um ein zwangsweise zu leistendes Service-Entgelt, das nur ziemlich schwer bis überhaupt nicht stornierbar war. Insoweit ist es völlig richtig, dass es sich hierbei eigentlich um einen versteckten zusätzlichen Reisepreis handelte.
Inzwischen kann bei MSC - wie auch bei vielen anderen Reedereien - dieses automatisch dem Bordkonto belastete Trinkgeld jederzeit und ohne Angaben von Gründen storniert oder in der Höhe angepasst werden (auch nach oben!). Damit handelt es sich nun um ein Trinkgeld, das lediglich "für die Bequemlichkeit des Passagiers" automatisch abgebucht wird. Über diesen "Bequemlichkeits-Faktor" kann man natürlich diskutieren.
Es ist sicherlich auch völlig unstrittig, dass es für den Kunden, aus Ländern ohne ausgeprägte Trinkgeldkultur (und dazu zählen neben den Deutschen beispielsweise auch und sehr extrem die Briten oder Australier), besser vermittelbar wäre, dieses Trinkgeld gleich in den Reisepreis einzuberechnen. Zum einen wird aber leider die "internationale Gepfogenheit" in diesem Bereich durch die dominierenden US Reedereien geprägt (denen sich die internationalen Reedereien MSC und Costa angepasst haben). Zum anderen herrscht natürlich im Kreuzfahrtgeschäft ein großer Preisdruck und entsprechend hütet man sich davor, den Preis um 50 Euro zu erhöhen, wenn die Konkurrenz es billiger (aber ohne Trinkgeld) anbietet.
Rein deutschsprachige Reedereien (also AIDA, TUICruises, Phoenix, Plantours...) passen sich den Gepflogenheiten ihres Landes an und setzen alleine auf freiwillige Trinkgelder - sprich haben, formal gesehen, die Trinkgelder inkludiert.
Eine ähnliche Diskussion - nur da nicht stornierbar - gibt es auch bei der Mehrwertsteuer, die v.a. die US Reedereien auf alle Käufe an Bord aufschlagen (bei Kreuzfahrten ab EU-Häfen, die keinen nicht EU-Hafen anlaufen). Und da wird halt der Cocktail, der in der Karte mit 12 Dollar steht, mit 18% Servicecharge auf Getränke und 10% spanischer Mehrwertsteuer gleich mal knappe 16 Dollar teuer. TUICruises oder AIDA berechnen ihre Preise - wie von uns gewohnt - inklusive Mehrwertsteuer, so dass es dem Passagier natürlich nicht auffällt, dass er sie dennoch zahlt.
Gruß
Carmen
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Hallo
ich frage mich warum hier eigentlich darüber Diskutiert wird, ob es angebracht ist das Serviceentgeld zu stornieren, zu kürzen oder gar zu erhöhen.Es ist ja von MSC selbst " ein freiwilliges Serviceentgeld ". Freiwillig !!!! Das mir unfreiwillig erstmal von MSC aufgebrummt wird. Bei Freiwillig, habe ich das Recht dies auch zu ändern.
Ich muss ja nicht nur diese freiwillige Serviceentgeld zahlen, sondern bekomme sobald ich kein Getränkepaket gebucht habe auch noch 15 % Servicegebühr für jedes Getränk aufgebrummt. Also dann 2- faches Serviceentgeld ? -
Ich hatte weiter oben schon mal weiter geschrieben, der Europäische Gerichtshof hat die Fluggesellschaften verurteilt Endpreise auszuweisen und nicht mit Billigpreisen zu werben und mit Fußnoten den Preis zu erhöhen.
Es könnte alles so einfach sein, zumindest im EU Raum, aber MSC, Costa und Co gehen halt den anderen Weg und ich hoffe das Sie bald ein ähnliches Urteil bekommen. ein Anfang ist gemacht, mit der Klage des Verbraucherschutzes, denn MSC hatte bis vor geraumer Zeit sich auch noch auf die Hinterbeine gestellt, wie momentan noch Costa wenn es um dieses Thema ging.
Und die Geiz Diskussiion , aus vielen Gesprächen mit MSC und Costa Mitarbeitern weiß ich das nichts unten ankommt, auch bestätigt von einer Kreuzfahrtdirektorin von MSC.
Gabi 2001 ( Franz )
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Joaschapp,
das sind zwei verschiedene Dinge. Nur zur Erläuterung: Das empfohlene tägliche Trinkgeld war klassischerweise für den Kabinensteward (ggfs. seine Assisstenten) sowie für die Kellner im Restaurant. Die Barstewards bekamen davon nichts. Dafür sind die 15 (bzw. bei den US Reedreien inzwischen 18) % auf alle einzeln gekauften Getränke. Beim Kauf eines Getränkepakets sind diese 15/18 % schon pauschaliert mit dabei (auf den Tagespreis des Pakets). Du zahlst also eigentlich nicht doppelt, sondern die jeweiligen Beträge sollten an unterschiedliche Mitarbeitergruppen gehen.
Dies kommt von den US Reedereien und wurde erst später von MSC/Costa übernommen (man passte sich an diese "praktischen" Gepflogenheiten anderer internationaler Reedereien an). Das kommt schlicht davon, dass früher die Märkte klarer abgegrenzt waren. Die großen US Reedereien waren überwiegend auf dem US Markt aktiv (inkl. Kanada). MSC/Costa waren mehr auf dem europäischen Markt aktiv. Inzwischen buhlen aber sowohl die US Reedereien als auch MSC/Costa um Kunden aus aller Welt. Und dann vereinheitlicht man halt solche Dinge.
Gruß
Carmen
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Franz,
wie ich oben schon sagte, die frühere Gepflogenheit von MSC eine praktisch nicht stornierbare Servicecharge zu erheben, verstieß gegen Wettbewerbsrecht (und nicht Verbraucherschutz!!). Dabei handelte es sich um die selbe Problematik wie bei den Airlines.
Das nunmehrige stornierbare Trinkgeld, das lediglich als Bequemlichkeit für den Passagier automatisch abgebucht wird, stellt keinen Verstoß gegen Wettbewerbsrecht und der Auszeichnung mit Endpreisen dar.
Ob das Trinkgeld als Trinkgeld beim Mitarbeiter ankommt oder ob MSC es nutzt, um die Festgehälter der Mitarbeiter zu zahlen, kommt im Ergebnis aufs Selbe hinaus. Würde keiner das Trinkgeld zahlen, dann müsste MSC die Preise erhöhen (oder die Festgehälter senken). So trägt aktuell MSC ein gewisses Risiko, dass Trinkgelder storniert werden. Wie ich oben schon sagte, es würde wohl keiner mehr für MSC arbeiten, wenn er dort nichts verdienen würde.
Gruß
Carmen
