Route 66
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Wir sind im Oktober mal wieder in den USA unterwegs.
Diesmal geht unsere Tour von Chicago bis nach Las Vegas auf der Route 66.
Wer kann uns hier weiter helfen betreffs Kartenmaterial.
Das Paket vom ADAC ist sehr oberflächlich. Wer ist diese Tour gefahren und hat sich Kartenmaterial gekauft welches er/sie empfehlen würde.Wir bedanken uns im Vorraus Tilo & Nicole
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Hallo,
also eine normale Straßenkarte nutzt Dir gar nichts, da die Straße in weiten Teilen ja nicht mehr als zusammenhängender Highway existiert. Du mußt daher oftmals an jeder Straßenecke wieder schauen, wo es nun weitergeht, zum Teil gibt es dann auch wieder mehrere Varianten, da der Streckenverlauf im Laufe der Jahre nicht völlig identisch war. Manchmal ist die Straße auch plötzlich gesperrt und es gibt gar keinen Hinweis, dann muß raten, wie man am besten weiterfährt und wo man den alten Highway wiederfinden kann. Das ist auch von Staat zu Staat verschieden, einige haben ganz gute Beschilderungen, in anderen findet man fast nichts. Manchmal gibt es nur den Verlauf der aktuellen Interstate, manchmal muß man total kaputte Straßen fahren, wenn man die Strecke möglichst genau nachfahren möchte.Ich hatte verschiedene Bücher, das Angebot ist ja groß, aber für das Auffinden der Strecke hat mit das englischsprachige Buch von Tom Snyder als einziges wirklich weitergeholfen. In dem Buch findet man zusätzlich zu den Streckenbeschreibungen auch einfache, kleinere Karten, so dass man damit die Straße ganz gut findet, zum Teil sind die dazugehörigen Tipps aber schon wieder veraltet.
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Ausser wenn Ihrschon sehr viel von den USA gesehen habt, finde ich, dass eine Reise die Route 66 entlang ziemlich langweilig ist, es sei denn, Du bist mehr an der ehemaligen Geschichte dieser Route interessiert als was da heute noch davon uebrig und zu sehen ist.
- Ein grosser Teil dieser Route ist von den Interstates „geschluckt“ worden und diese Autobahnen sind zwishen Chicao und Denver ziemlich eintoenig und flach. Die verbliebenen Teile der 66 sind entweder ziemlich verwarlost, oder sind vom Marketing uebernommen worden, mit Dutzenden von Route 66 Kaffeetassen und anderem chinesischem Schnikschnack. Von der ehemaligen Romantik ist wenig uebrig. Ich bin die 66das erste mal 1950 gefahren, da war sie noch Spass.
2. Der landcahftlich beste Teil ist in der Gegend von Kingman AZ, also einen Tagesausflug von Las Vegas entfernt.
3. Mitte und gegen Ende von Oktober wirkt die meiste Landschaft zwischen Chicago bis nahe an die Rocky Mountains ziemlich trist..Und im Oktober kann man dann schon in den noerdlichen Rockies manchmal in den Schnee kommen. (Ich wohne auf 2,00m, am Fuss der Rockies suedlich von Denver,kenn also das Klima.) Zumindestns sindinige der schoenen Passe dann sicher schon gesperrt wie die Ridge Road (US34) durch den Rocky Mopiuntain National Park, der Independence Pass nach Aspen, etc. .
Wenn Ihr zeitlich an den Oktober gebunden seid, dann wuerde ich eher den Flugnach Denve (evtl. mit Kurzaufenhalt in Chicago) , und dann eine mehr suedliche Travese in Richtung Las Vegas waehlen - - Santa Fe, New Mexico, sehr schoen und interessant; Durango und Mesa Verde National Park und dann entweder Moab, Utah, Las Vegas, oder Moab, Monument Valley, Grand Canyon, Las Vegas, oder Durango, Tucson, und an der mexikanischen Grenze entlamg nach Yuma, evtl. San Dieo und von dort nach Las Vegas.
Sehr schoen und interessant ist auch noerdlich von Denver bis in die Gegend von den Badlands in South Dakota, dann RapidCity, Mt. Rushmore, Yellowstone NP, von dort suedlich an den Grand Tetosn entlang nach Salt lake City, Moab, etc. Diese Strecke ist dann allerdiungs etwas laenger.
Schaut Euch einmal auf dem Internet die erwaehnten Plaetze an. Vielleicht interessieren sie Euch.
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Also ich fand nicht, dass ein Großteil der alten Route 66 von den Freeways geschluckt wurde, sondern eher nur ein sehr kleiner Teil. Auf einem größeren Abschnitt der Strecke fährt man allerdings quasi direkt neben der Interstate.
Manch ein Touri mit wenig Zeit wird dann vielleicht auf den Freeway ausweichen, was ich aber nicht machen würde - wenn schon, denn schon! Dann sollte man auch versuchen, wirklich komplett die noch vorhandenen Abschnitte auch abzufahren.Langweilig fand ich die Strecke überhaupt nicht, aber es kommt halt darauf an, was man von der Fahrt erwartet. Die ganz großen Sehenswürdigkeiten findet man direkt an der Strecke nämlich nicht und müßte dafür Umwege in Kauf nehmen. Bei der Route 66 muß man das "Morbide, Verfallene" mögen, was man in den USA gerade im Südwesten in dörflichen Regionen ja auch (wenn auch in geringerem Maße) abseits der Route 66 zu sehen bekommt. Den Anblick alter, vergammelter, schon lange nicht mehr in Betrieb befindlicher Tankstellen, Motels usw. muß man mögen, ja auf einer solchen Reise quasi suchen. Dass die Strecke zu kommerzialisiert ist, habe ich auch nicht so empfunden - eher im Gegenteil, für US-Verhältnisse empfand ich es sogar extrem gering.
Übrigens ist man oftmals in so menschenleeren Regionen unterwegs (mit Geisterdörfern, in denen niemand oder fast niemand mehr wohnt), dass ich zum allerersten mal überhaupt auf einer USA-Reise fast mit leerem Tank auf der Strecke liegen geblieben wäre - denn die Tankstellen, die man unterwegs sieht, sind ja vielfach nicht mehr in Betrieb!
Ich bin die Strecke übrigens im September/Oktober gefahren und das Wetter hätte nicht besser sein können.
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Suzanne gibt Euch eine gute positive Darstellung der Eindruecke von der Route 66. Ich hoffe, dass Ihre Beschreibung, wie auch meine, Euch bei der Entscheidung " Route 66 or not" behilflich ist. Hier ist es wirklich eine Entscheidung an was man interessiert ist, mehr so als die Entscheidung welchen Nationalpark im Suedwesten man besuchen soll oder nicht.
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