Wird die Welt kleiner...?
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@Hollerie ich schätze Deine Beiträge. Sachlich und fair , so bin ich es in dieser Abteilung von HC gewohnt.
Wenn man einen Militärler befragt wird dieser immer die Gefahr beschwören , das bringt mehr Geld mehr Waffen, mehr Macht. In diesem Fall war es einer der Marine.
Trotzdem in diesem Fall war es ein eigentlich sachliches Interiew.Und was Focus daus gemacht hat ist noch nechts gegen das was die östereischischen Kronenzeitung daraus gemacht wurde.
Wer mag kann das Original Interview hier nachlesen in [Englisch.S](http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/defence/12128328/Isil-wants-its-own-navy-for-attacks-in-the-Mediterranean.html)chöne Cruise!
Werner -
Ist doch letztendlich vollkommen egal, ob der Kerl von der NATO glaubwürdig ist, oder eben nicht....
Klar ist doch wohl, dass der IS eine ernsthaftere Bedrohung darstellt.
Und klar ist auch, dass ein Kreuzfahrtschiffchen ein prima Ziel für deren Propaganda wäre.
Und spätestens seit den Piraterieaktionen im Golf von Aden ist auch klar, dass es zum "kapern" größerer Schiffchen keineswegs einer Kriegsmarine bedarf. Dort kamen die Irren damals mit 2 kleineren Booten, welche mit 'nem Seil verbunden waren, die haben sich dann vom KF-Schiffchen "schleppen" lassen, bis diese Boote links und rechts an der Bordwand waren, der Rest war dann nur noch Kletterei.....Die Gefahr ist m.E. also tatsächlich real.
Muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden, inwieweit er/sie dem IS eine derartige Aktion zutraut.....und schlußendlich geht's bei diesem Thema ja nicht einzig um den IS.....Und eben auf genau solche oder ähnliche Gefahrenlagen war meine Frage bezogen.....d.h. sie war eigentlich auf eure individuelle Wahrnehmung dieser potentiellen Gefahrenlagen und daraus folgernd auf eure individuellen Reaktionen bzgl. eures Reiseverhaltens bezogen......
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@ mylentigo
nein, es ist nicht egal, sondern man kann davon ausgehen, dass die Aussagen auf (vermutlich mehrmals) überprüften Informationen beruhen und insofern die potentielle Gefahr bestätigen.
Nun aber zu Deiner eigentlichen Frage: Ich selbst würde unter den Umständen, soweit sie uns bekannt sind, das Risiko einer Mittelmeer-Kreuzfahrt nicht eingehen, schon allein deshalb, weil mir ständig "die Angst im Nacken" sässe und ich die Reise nicht so richtig geniessen könnte - wahrscheinlich. Vielleicht wäre es aber auch ganz spannend, also gemischte Gefühle.
Allerdings auch, weil ich schon einmal die Erfahrung einer ähnlichen Gefahr (diese hier ist ja weitaus grösser) im Golf von Aden gemacht habe, zwar mit der QM2, die ja allein wegen ihrer Ausmasse kaum gekapert werden kann. Wir hatten aber einen Abend und eine Nacht die Schotten dicht mit allem, was dazugehört. Übrigens habe ich mich vor dieser Kreuzfahrt erkundigt, wer das Schiff führen würde, und glücklicherweise war es der von mir hoch geschätzte Commodore Warner, dessen letzte Kreuzfahrt es war, und glücklicherweise ist nichts passiert.
Wer also den Nervenkitzel liebt, soll sich ruhig einschreiben.
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ein ausgebildeter kämpfer kommt jede schiffswand hoch, egal wie steil.
dafür gibt es vorrichtungen wie magnete und winden etc.
um ein schiff zu stoppen, muss man kein grosses boot haben, sondern nur nahe genug ran um eine haftladung anzubringen. was glaubt ihr wie schnell ein kf schiff dann steht.
offiziell gibt es auf kreuzfahrern keine waffen, sonst wäre es ein kriegsschiff und dürfte die meisten häfen nicht anlaufen.
ich habe aber das gefühl und die hoffnung, dass das nicht ganz so eng gesehen wird.
ich würde mich in der gesellschaft von einem dutzend kräftiger, fitter und durchsetzungfähiger junger männer jedenfalls sehr viel sicherer fühlen. ganz besonders, wenn diese separat mit grossen schwarzen koffern eingecheckt haben.
wie dem auch sei, wir haben das mittelmeer durch und werden unsere fahrten auf die ostsee, norwegen und island beschränken. -
Überflüssiges Zitat entfernt!
@cjmddorf
Naja, bei der QM2 sind immerhin 60m an Höhe zu überwinden, und so schnell geht das nicht. Übrigens hat sie seit Jahren am Heck Schiessanlagen eingebaut und ausserdem backbord eine bewachte Sirene, die es einem unmöglich macht, sich in der Nâhe aufzuhalten. -
bis zu den rettungsbooten sind es ziemlich genau 35 meter von der wasseroberfläche gerechnet. auch noch hoch genug, sollte man meinen.
wie dem auch sei, motivierten kampftauchern oder navy seals, also nicht heruntergekommene somalische piraten, ist es ein leichtes sich, ohne robuste gegenwehr, zutritt zu verschaffen. daran ändern sirenen und wasserkanonen nichts.
die höchstgeschwindigkeit der QM2 von knapp 30 knoten würde ihr sicherlich zeit verschaffen bis hilfe naht.
wie schnell sowas in die hose gehen kann zeigt das beispiel der Seabourne Spirit 2005. -
Überflüssiges Zitat entfernt
@cjmddorf:Es hängt letzten Endes vom Reaktionsvermögen des Kapitäns und der Mannschaft ab, die übrigens (die der QM2) wie man mir sagte, an Waffen ausgebildet ist, und ich finde schon, dass die vorhandenen Waffen effektvoll sind.
Ob die somalischen Piraten heruntergekommen sind, weiss ich nicht, scheinbar handelt es sich jedoch um ein strategisch geführtes "Unternehmen", das äusserst erfolgreich kapert.
Aber lasst uns hoffen, dass es bald gelingt, diesem Terror ein Ende zu bereiten.
Würdest Du ...?