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Eure schönsten Reise - Urlaubserlebnisse?

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  • nokiN Offline
    nokiN Offline
    noki
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Hallo ihr lieben User!
    ich möchte auch mal einen thread eröffnen. Leider weiß ich nicht ob der hierher paßt. Die Admins werden's schon richten!
    Also ich denke mal, manch eine/r wird doch wohl schon ein mehr oder weniger schönes oder lustiges Urlaubserlebnis gehabt haben - oder etwa nicht? Laßt es uns doch einfach mal wissen! Aber bitte nur Positives, denn sonst müßte der Titel anders heißen. Ich bin mal gespannt auf Eure Beiträge! Ich bin mir ziemlich sicher, daß die überwiegende Mehrzahl aller Urlauber nicht aus Nörglern besteht, sondern daß sie auch spaßige Begebenheiten, Erlebnisse hatten, und manchen Situationen auch eine lustige Seite abgewinnen konnten! Besonders interessant wären die schönen Erlebnisse mit Land und Leuten dort selbst, bei denen ihr zu Gast gewesen seid.
    Grüße von Dieter

    Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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    • FeuermänninF Offline
      FeuermänninF Offline
      Feuermännin
      Gesperrt
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Hallo Dieter
      Also wir hatten schon sehr viele nette Begegnungen im Urlaub da wir viel unterwegs sind um Land und Leute kennenzulernen.
      Ein Erlebnis davon möchte ich kurz erzählen.
      1889 waren wir mit Bekannten und unseren Kindern (Unsere
      beiden Jungen damals 3 und 7 Jahre, das Mädchen der Bekannten 6 Jahre ) 3 Wochen auf der griechischen Insel
      Santorin.Wie öfters waren wir mit den Motorrollern unterwegs.
      Am späten Nachmittag, wir waren auf der Heimfahrt, meldete unsere Jugend  Durst an. Da er bei uns auch nicht gering war, beschlossen wir in die nächste Taverne zu gehen. Nach kurzer
      Fahrt entdeckten wir ein kleines Schild das in eine versteckte
      Taverne wies. Als wir in den Garten kamen, sahen wir daß die Taverne voll mit Einheimischen war, die irgendein Fest feierten.
      Alle nett angezogen, wir in T- Shirts und kurzen Hosen !!!
      Wir wollten gerade wieder gehen als uns der Kellner zu sich winkte und uns einen Tisch der noch leer war anbot. Bevor
      wir überhaupt zu einer Bestellung kamen, brachte der Kellner drei riesige Eisbecher für die Kinder, eine große Karaffe Wein und Wasser. Als wir etwas verständnislos blickten (aber etwas
      ahnten, da wir die griechisch Gastfreundschaft kannten) erklärte er uns daß wir eingeladen seien.Nach einem freundlichen "Kali spera"  und "Jassu" unsererseits wurden wir
      an den Tisch der Griechen gebeten. Von da an gab es Essen und Trinken in Hülle und Fülle und wir wurden ohne Aufdringlichkeit
      behandelt wie Familienmitglieder.Langsam kam auch eine Unterhaltung, teilweise mit Händen und Füssen in Gange und
      es stellte sich heraus daß eine Taufe gefeiert wurde. Natürlich
      wurde uns das "Familienoberhaupt" und die "Mama" vorgestellt
      uns Familienbilder gezeigt und mit jedem Glas Wein klappte die Unterhaltung besser. Als es dunkel wurde spielte eine einheimische 3-Mannkapelle zu griechischen Tänzen auf,
      und nach dem X-ten Glas Wein und Ouzo funktionierte auch der Sirtaki ganz gut.   😉
      Zu guter letzt als das Fest dem Ende zuging verabschiedeten sich alle einzeln bei und nicht ohne unseren Kindern  noch eine
      Kleinigkeit mitzugeben und besonders unseren beiden Jungen (damals hellblond und der Kleine mit Lockenmähne) zärtlich
      über die Köpfe zu streicheln (Griechen sind ja wirklich Kinderlieb) und uns noch alles Liebe zu wünschen. Als wir
      damals mit leicht glasigem Blick auf die Roller stiegen, wurde
      es im Osten schon langsam hell. Nie werden wir
      diese wunderschöne Begegnung mit diesen unglaublich gastfreundlichen Menschen vergessen !!

      Es gibt zwei Dinge, die sind unendlich.
      Das Universum und die Dummheit der Menschen.
      Wobei ich mir bei Ersterem nicht sicher bin.

      Albert Einstein

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      • slowhexeS Offline
        slowhexeS Offline
        slowhexe
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Da hast Du Dich aber gut gehalten, wenn dieses Erlebnis
        1889 war!!

        Es gibt Menschen, die sind furchtbar einfach -
        und andere, die sind einfach furchtbar!

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • PescheP Offline
          PescheP Offline
          Pesche
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          Hallo

          Erlebt in Peru. Ich kaufte in einem Supermarkt zwei kleine Tafeln Schokolade und ein Brötchen zum Z’nüni. Hungrig zerbrach ich eine Tafel. Und was sehe ich? Erschrocken schlängelten sich zwei weisse Würmchen an die Oberfläche.

          Zurück in den Supermarkt und heftige Reklamation! Die Verkäuferin sieht mich verdutzt und ungläubig an und sagt treuherzig: <>. Sie nahm mir die Schokolade aus der Hand, entfernte gekonnt die zwei Würmlein und gab mir die Schokolade mit den Worten zurück: <>.

          Andere Länder, andere Sitten!

          Gruss
          Pesche

          Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!

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          • PescheP Offline
            PescheP Offline
            Pesche
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            Hallo

            Noch zwei weitere kleine Episoden, die ich vor Jahren als Bauleiter in Venezuela erlebt habe:

            • Ich beauftragte einen einheimischen Hilfsarbeiter, eine neue Rolle Toilettenpapier in der Toilette einzulegen. Nach etwa 30 Minuten war der Mann immer noch nicht zurück. Ich fand ihn in der Toilette sitzend -- konzentriert beschäftigt, das Papier der neuen Rolle auf die leere Rolle umzuwickeln!

            • Einen weiteren kräftigen Mitarbeiter forderte ich auf, beim abladen von Generatoren etwas mehr anzupacken. Er sah mich treuherzig an und sagte: << Weisst du, meine ganze Kraft steckt in meinen 10 Kindern!>>

            Gruss
            Pesche

            Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!

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            • nokiN Offline
              nokiN Offline
              noki
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              Hallo Bernd und Peter,
              der Tag fängt gut an; ich habe schon herzlich gelacht über eure Beiträge. Auch ich hatte ein ähnliches Erlebnis wie Bernd mit meinen lieben Mallorquinern.
              In einem meiner zahlreichen Urlaube auf der Insel wanderte ich von Can Picafort, besser gesagt, vom Ortsteil San Baulo, nach Son Serra de Marina, immer am Wasser entlang. Es war nur eine kleine Urbanisation - damals - und etwa 6 Km entfernt. Vorwiegend lebten dort Einheimische. Es war sehr heiß an dem Tag, und entsprechend groß war auch mein Durst als ich dort ankam. In dem Ort befindet sich ein großes Restaurant mit einer großen Terasse. Gegenüber liegt die Kirche. Mir fiel auf, daß die Tische im Restaurant schon am Vormittag sehr nobel eingedeckt waren.
              Also holte ich mir ein Getränk und verzog mich auf die unbestuhlte Terasse. Bald darauf öffneten sich die Türen der Kirche und eine vielköpfige Hochzeitsgesellschaft kam heraus und steuerte das Restaurant an. Alle waren sehr vornehm und vom Feinsten gekleidet. In meiner 'Strandkluft' war es mir peinlich zumute, und so verzog ich mich in den äußersten Winkel. Als alle auf der Terasse versammelt waren und ein Getränk hatten, es waren so ungefähr 200 Personen, das ist dort durchaus noch eine mittelmäßige Personenzahl für eine Hochzeit, kam ein junger Mann auf mich zu und deutete mir an mitzukommen. Es war mir sehr peinlich wegen meiner Bekleidung, aber eine Ablehnung bedeutet eine Beleidigung oder Kränkung. Also ging ich mit und war bald umringt von vielen Leuten. So viele Hände wie mir Getänke angeboten wurden hatte ich gar nicht. Alle fragten durcheinander, meistens in Deutsch, nach meiner Herkunft und wollten viel von Deutschland wissen. Mir wurden die Brautleute und deren Eltern vorgestellt, und ich bekam mit, daß der junge Mann, der mich geholt hatte, die Verwaltung des Festes unter sich hatte. Das ging so ca. ein bis zwei Stunden lang. Natürlich begann sich bei mir der Alkohol in der prallen Sonne bald bemerkbar zu machen. Eine Teilnahme an der Festtafel konnte ich aber mit viel Mühe und viel Geschick und einer kleinen Notlüge dennoch ablehnen. Ich mußte ja noch 6 Km nach Hause zurück. Spätestens als ich das sagte, stieß ich auf harten Widerstand. "Das käme gar nicht in Frage, ich werde selbstverständlich mit dem Auto gefahren". Ein Kellner brachte mir noch eine Flasche Hierbas seca (einen trockenen Kräuterlikör, den es nur auf Mallorca gibt), und ein großes Paket mit Fressalien, mit der freundlich gemeinten Bitte diese recht schnell zu essen da sie leicht verderblich seien, von denen ich gut drei Tage hätte satt werden können. Was in dem 'Freßpaket' alles drin war kann ich hierzulande fast nicht bezahlen! Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhr man mich in mein Hotel zurück. Die Füße waren schon leicht rund vom Alkohol. Als ich das im Hotel erzählte, war die Reaktion Erstaunen: " Das ist doch ganz normal, warum hat man dich nicht eingeladen zu übernachten, eine angemessene Bekleidung hätte sich sicherlich auftreiben lassen"! Jetzt war das Erstaunen ganz meinerseits!
              Über soviel herzliche Freundlichkeit lohnt es sich nachzudenken.
              "Freundlichkeit ist wie ein Bumerang, er kommt immer wieder zurück"!
              Gruß Dieter

              Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • nokiN Offline
                nokiN Offline
                noki
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Guten Morgen alle zusammen!
                Ich möchte noch eine kleine Begebenheit von Masca anfügen! Dieser Bericht steht zwar schon an anderer Stelle, aber hier paßt er gut hin.
                Mein Gummi-Bärchen-Dorf Masca auf Teneriffa Ich weiß nicht mehr genau wann, aber vor recht ein paar Jahren war ich wieder mal in Los Gigantes im Hotel Barcelo Santiago, wie immer. Nördlich davon liegt das Teno-Gebirge mit seinen vielen Schluchten (Barrancos). In einer dieser Schluchten liegt das kleine Dörfchen Masca - ein Kleinod auf Teneriffa und ein altes Guanchen-Dorf. Damals noch ohne Strom und Wasserleitung. In diesem Dorf lebten nur alte Menschen und Kinder. Um es zu erreichen mußte man schon ziemlich gewagte Pfade gehen. Und genau dieses Dorf wollte ich besuchen.Nun weiß ich, dass es sich oft empfiehlt ein paar Kleinigkeiten mitzunehmen, gewissermaßen ein paar Gastgeschenke, denn die Einwohner dort sollten sehr scheu und arm sein sagte man mir. Also befragte ich meine einheimischen Freunde dort im Hotel was denn so das Geeignete wäre. Man riet mir zu Süßigkeiten. Schokolade kam wegen der Wärme nicht in Frage. Ich entschied mich für Gummibärchen und Smarties. In meinem Rucksack waren nun neben meiner Verpflegung, der Kamera, ein paar Sachen für die Sicherheit auch massenweise solcher Süßigkeiten. Nach einem langen und beschwerlichen Marsch erreichte ich das Dörfchen – unheimlich versteckt und malerisch gelegen. Es schien ausgestorben zu sein; hier waren die Uhren stehengeblieben. Also setzte ich mich auf eine Mauer, holte meinen Proviant heraus und harrte der Dinge. Nun gibt es ja Gott sei Dank die Neugier, die ja bei Kindern besonders ausgeprägt ist! Schon bald sah ich hinter Hütten und Nischen Kinderaugen. Nun jetzt bloß keinen Fehler machen und zur Kameragreifen, dann ist alles gelaufen. Einige Vorwitzige trauten sich danndoch vor und wollten sehen was der fremde Onkel dort macht und jetzt kam mein Einsatz: Die Gummibärchentüten knistern doch zu schön. Ein paar Kinder hatten sich - Finger vor Scheu und Verlegenheit im Mund - schon bis auf ein paar Schritte genähert. Ich hielt ihnen eine offene Tüte hin und bald traute sich eines und langte hinein. Schon nach einer ganz kurzen Weile war ich, so glaube ich, vom ganzen Dorf umringt und meine Süßigkeiten waren alle verteilt. Alle konnten nochmal in meinen Rucksack hineinsehen und jetzt auch durch die Kamera blicken. Was soll ich sagen, ich durfte alles fotographieren auch im Inneren der Hütten und sie stellten sich alle mächtig in Positur. Die Kinder nahmen mich bei der Hand und zeigten mir ihre Ziegen, Hühner, Esel und sonstiges Getier wovon und womit sie lebten. Der Abschied war eigentlich recht schwer mit viel Winke-Winke und ich versprach wiederzukommen. Das habe ich bis jetzt auch immer so gehalten. Mittlerweile kennen sie mich dort als den Gummibärchen-Onkel aus Alemania und bewirten mich mit Ziegenkäse, Wein und Brot.
                Seit dieser Zeit heißt dieses Dörfchen mein "Gummibärchen-Dorf". Leider ist es nicht mehr so wie es damals war, der Tourismus fordert seinen Tribut - schade. Heute führt eine halsbrecherische Straße dort hinab, aber das Dorf ist auf der ganzen Insel bekannt. Sie sollten es unbedingt besuchen, wenn Sie mal auf Teneriffa sind!
                 Das war die wahre Begebenheit aus meinem "Gummibärchen-Dorf"!Viele Grüße Dieter Nowakowski

                Hotel aus diesem Beitrag
                88%
                Barceló Santiago - Adults Only
                Teneriffa/Spanien
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                • nokiN Offline
                  nokiN Offline
                  noki
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  Und noch'n Gedicht!
                  In dem schon vorher erwähnten Hotel in Can Picafort, sollte Abends in der Anlage eine Hochzeit stattfinden, mit ca. 400 Personen und vollem Party-Service in großen offenen Zelten. Das ist durchaus nicht ungewöhnlich. Da ich dort nicht nur Stammgast bin, sondern auch schon 'Familienangehöriger', bat mich der Direktor an diesem Abend doch Fotos zu machen. Im Hotel war bekannt, daß meine Fotos von allen Angestellten und ähnlichen Festen bisher alle einigemaßen gut geworden waren. Gut, das wollte ich wohl gerne tun ganz diskret. Abends stellte ich dann fest, daß ich als Amateur, allerdings mit guten Kameras und viel Speicherplatz, einer unter einem Dutzend Profifotographen mit Beleuchtern, Regie usw. war. Gut, die Beleuchter kamen mir recht, aber sie waren ja nicht für mich engagiert worden. Also knipste ich aus der Distanz Schnappschüsse die mir lohnenswert erschienen. Das Fest dauerte bis zum Morgengrauen, aber so lange blieb ich nicht. Um Mitternacht kam ein Paar zu mir und bat mich die Stunden und mein Material (Digitalkameras) aufzulisten. Es gab ja keines, und die Stunden lehnte ich ab, da ich doch nur Hotelgast sei und es mir Spaß gemacht hätte. Danach verschwanden die beiden und kehrten mit einem Umschlag zurück, den ich erst öffnen solle, wenn sie die Bilder auf dem Monitor gesehen hätten. Die beiden waren wieder die Regisseure des ganzen Festes. Das ist dort so üblich! Meistens sind es Brüder oder Schwestern der Brautleute. Am nächsten Morgen schlief natürlich noch alles. Gegen Mittag kam der junge Direktor an meine Liege und sagte daß sie nun bereit wären die Fotos zu sichten, und ob es mir gelegen käme. Erst hinterher stellte ich fest, daß das Hotel einen Anschlag mit der Ankündigung aufgehängt hatte - wie gemein! In einem Konferenzraum hatten sie eine Leinwand und einen Beamer aufgestellt und es fanden sich viele Hochzeitsgäste ein, der Raum war brechend voll, nebst den Brautleuten, Eltern, Hotelmanagement, usw. Das war mir recht unangenehm, aber ich hatte die Fotos vorher schon im hoteleigenen Computer gesichtet. Also gab es eine Diashow. Es kam viel Lob rüber. Danach forderte man mich auf den Umschlag zu öffnen. Darin befanden sich großartige signierte Atelier-Aufnahmen der ganzen Familie nach der Trauung und eine sehr beträchtliche Summe Euros. Als ich jedoch das Geld ablehnte, kam der lapidare Satz: "Das können wir doch nun nicht mehr zurück aufs Konto buchen! Jede Arbeit hat seinen Preis!" Ich möchte nicht wissen was die für die Profis bezahlt haben, die am Abend vorher so eine große Show mit ihrer Super-Ausrüstung abgezogen hatten.
                  Ein herzlicher Dank und Überspielung aller meiner Fotos folgte dem, und eine Woche gratis im Hotel. Hinterher wurde mir gesagt, daß es sehr wohlhabende Leute und Mitbesitzer des Hotels waren. Na denn traf es ja wenigsten keinen Armen!

                  Gruß Dieter

                  Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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                  • atheneloriA Offline
                    atheneloriA Offline
                    athenelori
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Mir passiert es immer wieder, das ich in unserem Reiseland Nr. 1, das ist Griechenland, für eine Griechin gehalten werde, die einen deutschen Mann hat. Ich kann die basics in griechisch, und wenn ich dann mit meinem Kalimera jassas grüße kommt es irgendwie immer wieder so akzentfrei rüber, das man mich für eine "von ihnen" hält und ein Gespräch gestartet wird. Wenn ich dann versuche, klar zu machen, das ich beim besten willen nicht alles verstehe, was gesagt wird, schaut man mich oft ungläubig an und bemerkt dann erst, das ich Deutsche bin 😉     
                    So passierte es uns z.B. in Samos, das wir eine Messe mitmachten in einem der schönen Klöster, ich wurde von den alten Damen des Ortes gepackt und mit hineingeschleift und bekam in den Privaträumen der Popen/Nonnen Kuchen serviert und Wein. Mein Mann hatte ich an der Hand mitgeschleift. Es war schon lustig, temperamentvoll wurde dort erzählt und das in einem Tempo, dass ich kein Wort verstand ;), dann schaute man uns beide vorwurfsvoll an, als wir uns nicht mir in die anschließende Messe trauten, wir waren die einzigen Touris unter vielen Griechen. Als man merkte, das ich keine Griechin bin, sondern nur ein wenig so aussehe (wir sind nie sehr touristisch gekleidet, mein Mann immer in 3/4 Hosen und Hemd, ich in überknielangem Rock und relativ elegant, mag sein das es der Grund ist, das wir nicht sofort als Touris entlarvt werden) ... also al man merkte, wir sind Touris, lächelte man uns an, bat uns trotzdem mit herein - unheimlich freundlich.     
                    Wir hatten auch schon oft Erlebnisse, bei denen wir mit Griechen ins Gespräch kamen, einen Kaffee Eleniko in ihrem Hause spendiert bekamen oder mir Blumen aus ihren Gärten geschenkt wurden. Das war immer sooo schön, Die Rosen duften dort noch so gut, nicht wie die, die man hier in germany kauft so künstlich. Man hat uns auch schon Kräuter geschenkt und Feigen. Die Menschen in Griechenland liegen mir sehr am Herzen, ich habe soviele gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Z.B. in einer Taverne, in einem Ort, in den nur sehr selten Touris kommen, gab es keine Speisekarte, nur das was Kostas gerade vom eigenen Hof frisch auf den Tisch brachte, wählbar an dem Tag damals, Souflaki oder Kotlett. Es war das beste, was ich jemals aß! Alles so frisch und lecker von seiner Frau zubereitet. DIe Taverne befindet sich in Samos, im Ort Drakai, KOSTAS (wie der Wirt, der auch deutsch spricht) der Weg dorthin ist landschaftlich einmalig mit dem Mietwagen, gewaltig erhebt sich das Massiv des Kerkis und himmelblau leuchtet das Meer. An den Berghängen wachsen Kräuter ... Ziegen warten darauf gestreichelt zu werden... DAS IST LEBEN; DAS IST DAS; WAS IN ERINNERUNG BLEIBT!

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                    • nokiN Offline
                      nokiN Offline
                      noki
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      Hallo athenelori,
                      das alles hört sich beneidenswert an und sind wirklich schöne Erlebnisse. Ich kenne auch viele Griechen hier mit gleich freundlichen Eigenschaften. Gastfreundschaft ist schon ein Kleinod, das man pflegen muß. In Griechenland war ich leider nur zu Konferenzen oder in der Uni z. B. in Thessaloniki oder Athen. Allerdings unternahmen wir einmal eine Fahrt zu den Klöstern von Meteora im Nordwesten Griechenlands. Dort sind wir ähnlich herzlich aufgenommen worden. Eure angemessene Bekleidung hat wohl auch viel dazu beigetragen, daß ihr so herzlich empfangen wurdet. Sieh' sie Dir doch an manche Touris, die in Shorts und Tops in die Klöster und Kirchen laufen und sich dann noch wundern, daß sie mißachtet werden! Mir ist es oft peinlich das zu sehen. Es ärgert mich immer wieder aufs Neue auf meiner Lieblingsinsel Mallorca. Tun die das hier auch? Zu Kostas könntest Du doch jetzt schon Kalimera jassu sagen, oder? Jassas betrifft doch alle und ist unpersönlich, während jassu nur die Person betrifft. Liege ich da richtig?
                      Danke für den schönen Beitrag und Grüße aus Hamburg
                      Dieter

                      Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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                      • nokiN Offline
                        nokiN Offline
                        noki
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Nun habe ich diesen thread eröffnet und will mich auch emsig beteiligen, auch und hauptsächlich um viele Anderen zu animieren ihre schönen Erlebnisse preiszugeben!
                        Vor recht ein paar Jahren war ich auf Teneriffa und lernte dort im Hotel eine junge Dame kennen die, sowie auch ich, alleine dort war und noch nichts von der Insel gesehen hatte. Wir unterhielten uns, und da ich am nächsten Tag eine Fahrt zum Teide in die Las Caniadas plante, lud ich sie ein, wenn sie möchte, mitzukommen. Sie sagte zu und wir fuhren am nächsten Nachmittag los. Dort angekommen, genehmigten wir uns ein Getränk in einem Lokal in dem man notfalls auch übernachten konnte. Als wir wieder losfahren wollten sprang der Wagen nicht mehr an. Nach vielen vergeblichen Versuchen, bei denen sie mich schon etwas mißtrauisch und argwöhnisch von der Seite anschaute, fiel mir doch noch rechtzeitig ein, daß die Autos dort eine eingebaute "Wegfahrsperre" in Form eines sehr kleinen, versteckten Knopfes unterhalb der Armaturen haben, der die Benzinzufuhr gegen Diebstahl sperrt. Den hatte ich natürlich zuvor betätigt. Das Knöpfchen drücken und der Motor sprang sofort an. Noch rechtzeitig bevor sie wohl ausgestiegen wäre. Später haben wir dann sehr darüber gelacht. Die Situation war ja aber auch einigermaßen zweideutig!
                        Ein Schelm der Böses dabei denkt!
                        Gruß Dieter

                        Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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                        • nokiN Offline
                          nokiN Offline
                          noki
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          Hier eine kleine Story zum Schmunzeln:
                           1996 machte ich meinen fuenften Flug in dem Jahr mit Hapag-Lloyd-Kapitaen Berg. Die meisten der Kabinencrew  kannte ich schon. Beim boarding fragte ich dann so aus Spass wer denn heute ausser Herrn Berg wohl fliegen wuerde oder ob er der einzige Kapitaen bei H-L waere! - Nebenbei ein aussergewoehnlich guter Flieger auch bei nicht so angenehmen Landeanfluegen. - Jedenfalls war die Antwort : „ Herr Berg ! “ Darauf ich leise murmelnd: „ Irgendwann moechte ich den mal kennenlernen! “ - Natürlich war das nicht ernst gemeint.Alles klar, nichts weiter dabei gedacht, hingesetzt, entspannt und ein wenig auf die Anlaufgeraeusche der Turbinen geachtet. Neben mir sass ein kleiner, neugieriger und vielleicht auch unsicherer Junge, der vor Aufregung sehr viel fragte. Platz mit Sicht auf die Technik draussen an der Maschine!Start via Teneriffa - nach Mallorca sozusagen meine dritte „ Heimat “. Erster Service vorbei! Position ca. Paris! Huebsche junge Dame vom Einstieg kommt zu mir und bittet mich mitzukommen. Ich frage ganz erstaunt: „ Ist was los, kann ich irgendwas helfen? “ „ Nein, kommen Sie bitte mal mit, da erwartet Sie jemand! “ - Da schwebt man dann nicht nur zwischen Himmel und Erde, sondern auch zwischen guten und schlechten Gefuehlen! - Also ich hinter der huebschen Dame hergedackelt, wahrlich, das fiel mir bei deren Aussehen nicht schwer -!! Der Bub neben mir sah mich wohl schon in Handschellen wiederkommen. So jedenfalls deutete ich seinen Gesichtsausdruck.Weit gefehlt!!! Stop an der Cockpit-tuer; Sesam oeffnet sich. Junge huebsche Dame tritt zur Seite, zeigt auf den Kapitaen - eben auf Herrn Berg - und spricht: „ Da ist er, Sie wollten ihn doch mal kennenlernen! “Mein Gesicht haettet ihr sehen sollen!!!!!!Den Rest des Fluges incl. Landung verbrachte ich dann vorne, aber nicht wegen der fehlenden Handschellen!                                    ------ !!!!  das war’s !!!! ------
                          Eines meiner schoensten Flugerlebnisse!Gruß Dieter

                          Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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                          • BorneoB Offline
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                            Borneo
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            Wir waren voriges Jahr in Borne,Sarawak am Damai Beach. Gebucht hatten wir Übernachtung und Frühstück, Abends sind wir zum essen größtenteils außerhalb des Hotels gegangen. Dabei sind wir mit noch einem Paar ins Jungle Cafe gegangen es waren 2 Tische besetzt. Als die anderen Gäste gegangen waren kam der Besitzer des Restaurants bei uns an den Tisch und bot Zigaretten an und setzte sich zu uns an den Tisch. Wir verständigten uns untereinander so gut es ging, dann ging er in die Küche und kam mit einen großen Teller mit Garnelen zurück, es wurde ein lustiger Abend. Am nächsten Tag hatte ich anderen Urlaubern von den Restaurant erzählt,als wir dann am Abend hingegangen sind hatten wir gerade noch einen Tisch bekommen,hatte zu viel Werbung gemacht. Für so viele Gäste war die Küche zu klein und das Personal schaffte es auch nicht. Wir bekamen unser Essen um 22 Uhr er hat sich x mal bei uns Entschuldigt. Als wir mit dem Essen fertig waren war das Lokal Lehr,er kam dann mit einer Flasche Französischen Rotwein an unseren Tisch,die er Spendierte, auf der Karte Kostete sie 80€.Wir sind dann Fast immer dorthin zum Essen gegangen. Die Anzahl der Gäste hatte sich wider verringert,da viele von der Wartezeit an den einen Abend abgeschreckt waren. Es war immer sehr schön wenn es leer wurde,dann saß er mit Kellnerin und Köchin bei uns am Tisch,er ist dann immer mal in die Küche und hat Speisen zubereitet die man sonst gar nicht bekommt und wir mussten alles probieren obwohl wir Satt waren. Nebenbei fragte er immer nach der Übersetzung von Wörtern die er in sein Wörterbuch schrieb welches nur aus Zetteln bestand,deshalb geben geben wir dieses Jahr Bekannten die dort Urlaub machen ein Wörterbuch für ihn mit. Vor dem Abflug hat er mir noch einen großen Schreck versetzt, wir warteten im Transitbereich,kurz vor den einsteigen ins Flugzeug kam eine Zollbeamtin auf mich zu und Fragte mich nach meinen Nahmen, darauf gab sie mir ihr Handy am Telefon war der Wirt Goh,er wollte sich noch von uns am Flughafen verabschieden,hat uns aber verpasst,da ist er in den Flughafen und hat solange diskutiert bis er Nummer von der Beamtin bekam um uns Anrufen zu können.
                            Gruß
                            Borneo

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                            • FeuermänninF Offline
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                              Feuermännin
                              Gesperrt
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              @ungeschminkt  (und Alle)
                              Sorry  sollte natürlich 1989  heissen !!    😄
                              (So ein Methusalem bin ich nun auch wieder nicht   😉   )

                              Es gibt zwei Dinge, die sind unendlich.
                              Das Universum und die Dummheit der Menschen.
                              Wobei ich mir bei Ersterem nicht sicher bin.

                              Albert Einstein

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                              • slowhexeS Offline
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                                slowhexe
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                Davon sind wir auch ausgegangen, lieber Bernd und ich habe es natürlich gleich als Inspiration fürs Wortkettenspiel benutzt, wo Du den schwarzen Peter an den armen Blues weitergegeben hast, der sich nicht wehren kann 😄    😄

                                Es gibt Menschen, die sind furchtbar einfach -
                                und andere, die sind einfach furchtbar!

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                  Lady Luna
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  Ja, ja, wir sind schon gemein...  😉

                                  Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen
                                  (Goethe)

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                    noki
                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #17

                                    Hallo Borneo,
                                    das war ein schöner Bericht von Dir. Manchmal hat man den Eindruck bei solchen schönen Erlebnissen, daß die Gastgeber auch das "letzte Hemd" noch mit einem teilen würden. Und von solchen Begebenheiten zehrt man dann bis zum nächsten Urlaub! Soooo unbeliebt, wie es manchmal dargestellt wird, können wir Deutschen doch demzufolge eigentlich nicht sein!
                                    Danke und Grüße
                                    Dieter

                                    Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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                                      wally/x
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                                      #18

                                      Hallo Dieter,

                                      ich fand Borneos Geschichte auch sehr gut.
                                      Und irgendwie hast Du garnicht so Unrecht mit dem letzten Hemd. Man muß es nur zu schätzen wissen.

                                      Wir haben 1987 auf Djerba eine sizilianische Familie kennengelernt und wurden danach 2 bis 3mal im Jahr telefonisch bzw.auch brieflich dazu aufgefordert, unseren Urlaub in Agrigent/San Leone zu verbringen.
                                      1989 wieder im gleichen Hotel auf Djerba, lernten wir ein Paar aus Rom kennen und auch von diesen kam die Einladung regelmäßig.
                                      Also haben wir uns 1990 (Fußball WM in Italien) dazu entschlossen, 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

                                      Düsseldorf-Rom 2 Tage Aufenthalt bei unserem Doktor, danach
                                      Rom-Palermo, dort wurden wir von (unserem noch heutigen Freund) Pippo abgeholt und nach Agrigent in seine Stadtwohnung gebracht. Das Auto seines Vaters hatten wir 2 Wochen vor der Tür stehen, damit wir damit nach San Leone fahren konnten. Dort haben wir dann reihum bei ihm und seinen Freunden die WM zelebriert.(Herrlich) Als Italien dann ausgeschieden ist, kriegten wir kostenlos Seine Eintrittskarten für das Endspiel in Rom.
                                      Palermo-Rom.
                                       Vorher sagte uns Pippo, daß wir besser nach Catania fliegen sollten, wenn wir wieder bei Ihm Urlaub machen wollen.(Eigentlich meinte er damit, daß wir jedes Jahr kommen sollten.Normalerweise könnte ich über diesen Urlaub einen Roman schreiben, so schön und kostengünstig war der)Es war zwar der erste, aber nicht der letzte.
                                      Mit unseren Freunden aus Rom waren wir dann in Ostia und haben alle anderen Sehenswürdigkeiten Roms besucht,sowie das Endspiel Argentinien-Deutschland.

                                      Vom Essen will ich garnicht reden, denn zuhause zeigte unsere Waage bei jedem fast 4kg mehr an. Und das war nur unser Urlaub 1990.

                                      In Italien haben wir den Sinn des Sprichwortes begriffen:

                                      Der Italiener arbeitet um zu leben, aber der Deutsche lebt um zu arbeiten.

                                      LG

                                      Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene. | Carl Hilty

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                                        noki
                                        schrieb am zuletzt editiert von
                                        #19

                                        Hallo ihr lieben user,
                                        im letzten Jahr kam ich einmal von Mallorca zurück, ich hatte mit HL gebucht, wie immer. Diesmal jedoch wurden wir in Palma mit dem Bus zu einer Lufthansamaschine gefahren. Das hat uns alle sehr verwundert! Man sagte uns aber gleich nach dem boarding, daß dieses eine geliehene Maschine der Lufthansa sei und wir schon im richtigen Flieger säßen. Ich bekam auch meinen reservierten Fensterplatz. Fensterplatz deswegen, weil ich es nicht gerne mag dauernd aufzustehen um Nachbarn zur Toilette zu lassen, die sich vorher schon die Blase vollgegossen haben. Neben mir saß eine junge Dame, der die Flugangst deutlich im Gesicht stand. Offenbar flog sie alleine. Als ich das bemerkte, wir standen noch auf dem Vorfeld, fragte ich sie, ob sie nicht lieber am Fenster sitzen möchte ich würde ihr auch so einiges über die Geräusche, die Technik an der Maschine und deren Flugverhalten erklären können. Wir saßen in Höhe der Vorderkante der Tragfläche mit Blick auf den Turbineneinlaß. Sie willgte ein und fing auch gleich an zu fragen, was mich sehr freute. Da wir wohl das Timeslot für das Rollen verpaßt hatten, mußten wir noch eine halbe Stunde stehen, in der uns der Kapitän sehr Vieles erklärte. Sehr zur Beruhigung der Gäste. Unter Anderem erzählte er uns wann die Maschine in Dienst gestellt wurde, und daß sie normalerweise bei der Lufthansa für die Kurz- und Mittelstrecke eingesetzt würde. Ein reines Geschäftsreise-Flugzeug also; deswegen waren auch keine Monitore an Bord. Er berichtete auch wie viele Flugstunden sie schon hinter sich hatte. Dann kam ein Rätsel: Wir sollten alle raten wie viele Starts dieses Flugzeug in der Zeit seit der Indienststellung schon hinter sich hat, und die Zahl auf den Platzabschnitt der Bordkarte schreiben. Er würde sie später dann einsammeln, und für denjenigen, der am Nächsten an der richtigen Zahl lag, gab es etwas zu gewinnen. Nun gut, das ist eine kleine Rechenaufgabe. Er kam später mit seiner Dienstmütze und sammelte tatsächlich alle Abschnitte ein. Mittlerweile waren wir gestartet, und der Dame neben mir gefiel es offensichtlich was ich ihr so über Schub, Startklappen, Höhen - Seiten - Querruder usw. und deren Funktionen erzählen konnte. Sie entkrampfte und entspannte sich zusehens. Nach geraumer Zeit kam eine Durchsage aus dem Cockpit, daß nun der Gewinner ermittelt worden sei. Die genaue Zahl waren 3921 Starts, wovon ich auf 3880 getippt hatte. Mein Platz wurde als Gewinner aufgerufen, und ich ahnte was nun folgen würde. Die zuständige Purserin kam zu mir und bat mich mitzukommen. Ich erzählte ihr von der Flugangst meiner Nachbarin, weil ich doch auf dem falschen Platz saß, und fragte ob ich den "Gewinn" übertragen dürfe. Es ging, und so wurde meine Nachbarin ins Cockpit geleitet, und blieb bis zur Landung dort. Mir ist ein Cockpit vertraut. Erst im Landeanflug kam sie wieder zurück mit strahlendem Gesicht und voller Freude über das Erlebte vorne. Es folgten nun Erlärungen zur Landung. Ich glaube sie hatte einen Großteil ihrer Flugangst verloren oder im Cockpit gelassen! 
                                        Gruß an alle
                                        Dieter

                                        Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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                                        • PescheP Offline
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                                          Pesche
                                          schrieb am zuletzt editiert von
                                          #20

                                          Hallo

                                          Folgende weitere kleine Episode kommt mir noch in den Sinn:

                                          Meine Frau und ich befinden uns im Nachtzug Prag-Frankfurt auf unserer Rückreise in die Schweiz. Der Zug ist nur mässig besetzt und wir haben ein Abteil für uns allein. Nur etwas stört, die Nachtbeleuchtung funktioniert nicht. Kein Problem für mich. Für solche Fälle habe ich in meinem Gepäck einen Schraubenzieher mit Phasenprüfer. Trotz Einspruch meiner Frau gehe ich an die Arbeit und suche die Ursache. Und ich werde fündig. Ein Draht in der Verteildose ist abgebrochen. Ich schliesse den Draht wieder an und die Nachtbeleuchtung funktioniert wieder. Wir strecken uns auf den freien Sitzen aus und befinden uns kurz darauf im Land der Träume.

                                          Plötzlich werde ich unsanft geschüttelt. Es ist etwas nach Mitternacht. Aufgeregt steht meine Frau vor mir. Das ganze Abteil ist voller Rauch. Ein Sprung von den Sitzen und Türe in den Gang auf. Rauch soweit man sieht und die lautstarken Vorwürfe meiner Frau: <> Jetzt hält sogar der Zug auf offener Strecke. Zerknirscht und kleinlaut strecke ich meinen Kopf aus dem Fenster und erkundige mich schüchtern bei einem aufgeregten Schaffner was los sei? Die Antwort:
                                          << Bremsbacken am Wagen haben sich blockiert und den Rauch ausgelöst!>> nehme ich erlöst zur Kenntnis und schaue befriedigt und nicht ohne Stolz, auf die noch immer einwandfrei funktionierende Nachtbeleuchtung. Meine Frau murmelt nur noch etwas wie: <>

                                          Leider musste unser Wagen abgehängt werden und wir mussten in einem, mit uns vollbesetzen Abteil Platz nehmen. Von Schlaf war keine Rede mehr. Aufgestellten Mitpassagieren verdanken wir eine vergnügliche und unterhaltsame Fahrt, wenn auch etwas verspätet nach Frankfurt.

                                          Gruss
                                          Pesche

                                          Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!

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