Fly Contact/Betroffene!
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Hallo bant2000
soweit es mich z.B. betrifft ging es selbstverständlich um Sparen, hätte mir sonst nicht die Mühe gemacht alles mögliche über FC nachzuforschen (dass das so gut organisiert war dass man nicht wirklich was finden konnte steht auf einem anderen Blatt) sondern hätte bei einem Namenhaften gebucht.
Was ich hier nicht wirklich nachvollziehen kann ist die fehlende Sachlichkeit. Es wird nicht über die Sache an sich diskutiert sondern über die Vor- und Nachteile die eine "Buchung bei Fremdanbieter" mit sich bringt, geschmückt mit mehr oder weniger "freundlichen" Kommentare wie dumm/gierig man doch war - dies ist nicht speziell auf dein Posting bezogen.
Ich kann für mich sagen: unbedingt sparen wollen ist ein Fehler, werde wie schon mal gesagt daraus lernen..... finde aber auch dass so ziemlich alle Betroffenen hier sich einfach nur mal "Luft" machen wollen und nicht wirklich auf ein Lob warten, wie gut sie das gemacht haben. Wie leichtsinnig das im Nachhinein war wissen wir selbst, glaub mir....
Gruss Stef
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Hi Stef,
ja, stimme mit allem was du sagst völlig überein. Ich bin wie gesagt vor einiger Zeit auch auf einen ähnlichen Betrüger reingefallen und habe daraus meine Lehren gezogen und ne Menge persönlicher Lebenserfahrung dadurch hinzugewonnen, insofern also wenigstens etwas an Gegenleistung für die Kohle, die ich bezahlt habe, erhalten.
Die Argumentation von hansanett schreit allerdings förmlich danach, dass dann unsachliche Kommentare kommen. Zuerst wird auf Seite 1 - noch bevor der Schwindel aufgeflogen war - der riesengroße Preisunterschied rausgestellt und was man ja gespart hat, dann warens auf einmal doch wieder nur 40 Euro, weswegen man nicht beim "Reisebüro des Vertrauens", sondern bei flycontact gebucht hat. Dann wird noch öffentlich hier im Forum geschrieben, dass man nen unberechtigten Lastschrifteinzug versucht, nach dem Motto, du hast es zuerst von mir ergaunert, also ergauner ich es mir zurück (man schaue mal in die Bedingungen der Bank, was darauf als Konsequenz droht) etc.
Insofern verstehe ich es schon, wenn dann manche etwas gereizt und weniger sachlich reagieren. Das bezieht sich aber sicherlich nur auf einige vorangegangene Postings und nicht auf alle Betroffenen.
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Hallo,
ich wurde auch von Fly Contact verarscht!Es heisst doch GEIZ IST GEIL!Aber nur wer auch von denen verarscht wurde,der weiss wie man sich fühlt!Und die anderen mit ihren "klugen Sprüche" lasst es bitte!Ihr wüsst gar nicht,wie es sich anfühlt(schon längst im Gedanken im Urlaub und dann heisst es)
HA HA HA verarscht!!!
Das ist kein tolles Gefühl!
Also,lasst das bitte!!!!
Sabrina -
Ich verstehe wirklich nicht, was die Leute hier zu suchen haben, die gar nicht betroffen sind und vor allem dann auch noch SCHLAUE SPRÜCHE klopfen..ihr seid wirklich super mit euren tollen Sprüchen..es gibt ein Sprichwort, was ich jetzt übersetzen möchte (zumindest versuchen, zu übersetzen) Man soll nicht damit herum prahlen, was man ist, sondern auch daran denken, was einen Menschen in der Zukunft erwartet..!!
Oder habt IHR NICHT BETROFFENEN etwa einen Garantieschein, welches EUCH versichert, nicht von solchen Leuten verarscht zu werden???!!!
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Hallo Ilay23
Kann Deine Reaktion zwar verstehen, aber dies ist ein
öffentliches Reiseforum. Das benutzen die Betroffenen, klar- aber auch alle anderen mit dem gleichen Recht.
Auch wenn die Ansichten abweichen.
Ein bischen Toleranz von allen Seiten
würde das hier sehr entspannen. - aber auch alle anderen mit dem gleichen Recht.
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Meine aufrichtige Anteilnahme für den ergangenen finanziellen Verlust und die Beglückwünschung zu der Erkenntnis, mal wieder eine wichtige Erfahrung gemacht zu haben, auf die man natürlich verzichten hätte wollen.Ich oute mich hier als PVB, als Polizeivollzugsbeamter. 'Durfte' diese vergangene Woche zwei Betrugsanzeigen entgegen nehmen. In der einen ging es um Fly Contact. Was mir da vorgelegt wurde an einem Schriftstück war ja unglaublich: 80g Kopierpapier weiss, bedruckt mit den AGB's und abgeteilt im unteren Bereich der Reise-Versicherungsschein, wohl zum abreißen gedacht, angeblich von der Züricher Versicherung. Nun wurde das ganze mit einem sehr billigen Tintenstrahldrucker ausgedruckt, die Tinte sah entsprechend verlaufen aus und im sogenannten Reiseversicherungsschein gab es mindestens einen Tippfehler, gleich im Kopf dieses Scheines. Wenn ich mich recht erinnere waren es zwei Tippfehler. Das ganze wurde ca. mit 5-6er Schrift gedruckt, also schön sehr klein. Man wollte wohl Tinte sparen. Die Dame sagte mir, die AGB's habe sie nicht gelesen, war ihr zu klein geschrieben. Sie komme zur Anzeige weil ihre Tochter eine Reise antreten wollte, aus der natürlich nichts wurde weil bei Fly Contact gebucht und diese Reise sollte am vergangenen Wochenende losgehen und nun, ich glaubte es kaum, habe sie die Ahnnung, dass sie wohl betrogen worden ist. Sie kam am Mittwoch. Den Betrag hatte sie irgendwann Anfang Juni an Fly Contact überwiesen.
Achso, zudem o.g. Schreiben gabs natürlich die Rechnung mit. Etwas größer geschrieben ausgedruckt, sieht ansehnlicher aus.
Es ging, da zwei Personen reisen wollten, um ca. 1700,-Euro, ein 'Beach-Hotel schiess mich tot' irgendwo in Griechenland. Der Ort wurde ürbigens in der Rechnung nicht genannt, wo die '********' sein sollte.
Jedenfalls muss ich mich als normaler Mensch bei einem so verfassten Schriftstück bzw. Schriftstücken schon fragen, was ist hier F a k e.In der zweiten Anzeige ging es um ersteigerte Handys bei auktion.com. Ich muss gestehen, ich hatte schon den Eindruck bei der Dame die die Anzeige machte, 'Bitte bitte bescheiss mich'. Sie kam mit email-Korrospondenz von dem Typen der ihr die Handys verkaufen wollte, das grenzt definitiv an Blödheit. Mehr will ich dazu nicht schreiben.
Ich f r a g e mich, wie kann man per Teletextseite Reisen buchen, praktisch per Telefon ohne Sicherheiten und dann noch, sozusagen die letzte Chance es zu bemerken das man beschissen werden wird auch noch ü b e r s e h e n, in Gestalt dieser schlampig verfassten Anschreiben an den 'Kunden'. (mein gott walter-händeringend)
Zumindestens sollte man versuchen bevor irgendein Betrag überwiesen wird, irgendwas über diese Firma herausfinden und im Z w e i f e l es lieber lassen. Die Dame bzw. ihr Mann hatten kein Internet um evtl. Recherchen anzustellen, bevor überwiesen wird. Den entsprechenden Computer hatte natürlich die Tochter, was ihr aber auch nichts nutzte.
Die Tippfehler sind übrigens erst mir aufgefallen, will mich nicht damit hervortun. Aber so etwas sollte man schon richtig und in Ruhe lesen.
Denn welche Versicherung verfasst bzw. stellt aus, Reiseversicherungsscheine mit Buchstabendrehern und noch anderen Tippfehlern bzw. Druckfehlern?
Das sah für mich ganz klar wie die Bearbeitung eines Scans aus. Diese 'Supertypen' sind dann wohl Opfer ihrer eigenen klein gehaltenen Buchstaben geworden, eigentlich zum Halbtotlachen.Ich möchte damit nur kundtun, dass man es hätte merken können bzw. stark Zweifeln können und es dann lieber lassen sollen, zumindestens in dem o.g. Fall. Wie die Schreiben sonst verfasst wurden bzw. aussahen weiß ich natürlich nicht.
Aber so läuft Betrug nunmal, eine kleine Dummheit oder Unachtsamkeit und schon ist das Maleur passiert.Betrug §263 StGB, funktioniert zuallererst über Glaubwürdigkeit. Kommt man ins Z w e i f e l n, dann ist meistens was f a u l.
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OhSchreckdiePolizei,
ich finde, Du hast einen hilfreichen Beitrag geschrieben ... nur leider nicht das, was die Geschädigten hören wollen. Sie wollten Geld sparen, haben gebucht und sich erst danach über Fly Contact informiert. Sie haben ganz bestimmt die Lehre daraus gezogen, daß das Vorgehen umgekehrt erfolgen sollte.
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"DirkundFranzi" wrote:
"niknoah0203" wrote:
Hallo!
Wir (13 Personen) sind ebenfalls auf Fly contact reingefallen. Hatten Urlaub für September in die Türkei gebucht. Heute war ein Fernsehteam von der ARD bei uns. Wollen morgen um 17:15 Uhr bei Brisant einen kurzen Bericht bringen.
Gruß,Hallo ich habe mal ne frage von welcher versicherung war eure versicherungsschein?
War die Züricher Versicherung -
So langsam bekommt man echt die Krise.
Bevor ich darauf eingehe, was es mit den 40,00 Euro auf sich hat, muß ich mich wirklich fragen, ob alle, die hier über mich oder andere herfallen grundsätzlich nur teure Markenartikel kaufen. Wenn man die einzelnen Beiträge liest, dann spart von denen keiner. Autokauf ohne Preisvergleich und Rabatt - na klar. Butter bei XY statt beim Discounter, na klar - ist doch ne bessere Kuh gewesen. Die Leutchen machen keine Preisvergleiche, weil ja dann - bei einer Preisersparnis - zwangsläufig was "faul" sein muß. Unglaublich. Und nicht zu vergessen... Online-Auktionen?! Noch nie einem Fremden Geld überwiesen? tztztzzzz .... Ach so.. Der hatte positive Bewertung?! Gut. Aber was ist, wenn sich bei dem von heute auf morgen was ändert? Wollt Ihr dann der erste sein, der darauf reingefallen ist? - Mit flycontact ist übrigens mindestens eine Person auch ordnungsgemäß in den Urlaub geflogen. Das steht aber nirgendwo in der Presse.
Und was den Rest angeht, hab ich langsam die Nase voll. Irgendwie will es keiner wirklich verstehen. Die hier negativ posten, ziehen sich aus diversen Presse-Artikel pp. die Klischeesachen raus, lesen hier ein bißchen und schon ist mal wieder die vermeintliche Dummheit der anderen klar.
Wir haben bei flycontact gebucht und somit einen Reisevertrag abgeschlossen. Punkt.
Um sicherzugehen, daß der Preis realistisch war/ist haben wir VOR Zahlung mal gecheckt, was "Andere" nehmen. Zu diesem Zeitpunkt lag mir die Reisebestätigung/Buchungsbestätigung von Flycontact vor. Das andere Reisebüro hat erst den Preis von 1.414 Euro ermittelt und meinte dann selbst, daß sei zu teuer für die Türkei. Dann ermittelte es weiter und kam auf den preiswertesten Internetanbieter mit 1.024 Euro. Schließlich meinte der Herr vom Reisebüro, wir werden jetzt Hotel und Flug trennen, dann wird es preiswerter. Er ermittelte den Preis für mein Hotel mit 670 Euro und suchte sodann einen dieser Billigflüge. Er meinte, daß er für 190 Euro eventuell noch was bekäme (Gesamtsumme wäre sodann 860 Euro - siehe flycontact, da kostete es 869). Nachdem er reichlich gesucht hatte, sagte er, schade, nur noch ein Flug für 230 Euro. (Wir beachten... hier sind die 40 Euro Differenz - rein am Flug...)
An dieser Stelle fühlte ich mich preislich bei flycontact sicher. Es gab also keinen Grund, meinen vorher ordnungsgemäß gebuchten Reisevertrag zu stornieren. Falls einer jetzt doch Veto einlegt: Mit welcher Begründung hätte ich es tun sollen? 869 Euro für zwei Wochen Türkei.. ist das sooo preiswert?
Auch der Seitenhieb auf Videotextbuchungen, die ja sooo unseriös sind, geht ins Leere. Da stehen genug renomierte Reisebüros drin. Ich habe über VT schon 4 mal gebucht und war 4 mal "ordnungsgemäß" im Urlaub - pauschal, genau wie bei allen anderen und zum Teil auch mit den großen Anbietern. Falls alle unseriös wären, müßten die Fernsehsender schon längst die VT - Seiten aus dem Programm genommen haben. Und wenn keiner da buchen würde, gäbe es diese seit Jahren etablierten Seiten gar nicht mehr. Ich kenne genug Leute, die da buchen und verreisen.
Und falls es einer überlesen haben sollte: Ich bin Bürovorsteherin in einer großen Kölner Anwaltskanzlei... Ich kenne mich mit der Materie gut aus und habe trotzdem noch die bereits angeführten Dinge geprüft (IHK, Gewerbeamt, Creditreform, Verbraucherzentrale, meine Anwälte ím Büro, Anrufe in Istanbul bei der Versicherung - Sicherungsschein war von der Yapi Kredi Versicherung und enthielt KEINE Schreib-/Formfehler..usw.). Es gab sicherlich eine Unsicherheit, weil ich die Leute nicht persönlich kenne, aber letztlich... im Reisebüro um die Ecke kann ich den Leuten auch nur vor die Stirn schauen und kenne deren Kontenbewegungen auch nicht.
Trotzdem ist das ein Risiko. Hat einer der Kritiker hier einmal einen derartigen Check vorgenommen, als er eine Reise gebucht hat? Falls nicht, dann würde ich sagen, ist er das gleiche Risiko eingegangen.
Ich habe in den letzten zwei Wochen mit genug Fernsehsendern und Presseleuten telefoniert. Irgendwie wurde meine Telefonnummer weitergereicht. Alle, wirklich ALLE sagten jedesmal: "Mein Gott, was sie alles geprüft haben, das tut ja kein Mensch und trotzdem. Sie konnten ja an keiner Stelle irgendwie zweifeln. Alles, was sie ermittelt haben, war positiv. Wie sollten Sie da feststellen, daß was nicht stimmt." - Gottlob höre ich also von Leuten, die die Geschichte von Anfang an richtig kennen, nur derartige Kommentare und werfe mir NICHTS vor. Außer eben, daß ich kein türkisch kann und bei der Versicherung in Istanbul nicht weiterkam.
Kritisiert habe ich aber wohl jeden dieser Medienleute, was die Berichterstattung angeht. Da ist sehr viel falsch. Deshalb ist es manchen negativen Stimmen hier im Forum gar nicht zu verübeln, sich ne andere Meinung über "UNS" zu bilden. Ist halt nur die Frage, ob immer alles richtig ist, was in der Zeitung steht. Der Grundtenor, daß unser Veranstalter über alle Berge ist, ist richtig, aber selbst da wird immer von einem betrügerischen Reisebüro berichtet.. egal.
Sicher, ich habe in diesem Zuge auch von Leuten gehört, die bei flycontact für 4 Personen 1.300 Euro gezahlt haben. Aber auch über diese Leute falle ich nicht her, weil ich den Hintergrund nicht kenne. Vielleicht waren es zwei Erwachsene und zwei Kinder a´ 1-2 Jahre, die im Reisepreis enthalten sind... und vielleicht ging die Buchung nur über eine Woche, was auch nicht ungewöhnlich ist. Dann wären es 650,00 Euro pro Person gewesen. Zu billig? Zu geizig?
Ich würde mir es nicht anmaßen, über diese Leute ein Urteil zu bilden, ohne den genauen Sachverhalt zu kennen.
Abschließend fände ich es gut, wenn man die Beiträge hier im Forum darauf beschränkt, was es an Tatsachen (!) neues gibt.
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gibt viele die sich VORHER informiert haben, bitte das ganze Forum durchlesen, der Vollständigkeit halber, bevor man postet. Hat aber auch nichts genutzt. Lehre wurde denk ich von allen daraus gezogen....
@hansanett
...mühselig immer wieder das gleiche zu postet. Viele wollen es einfach nicht lesen! Ein Hoch an alle die nie versucht haben zu sparen und es auch nie versuchen werden
... und damit gut :-))))Gruss Stef
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@Hansanett
Du hast viel geschrieben, aber so gut wie nichts gesagt.
Wir wollen doch mal das Geschehen zusammenfassen:
Etliche Geschädigte haben aufgrund einer Werbung im Videotext bei einem ihnen völlig Unbekannten gebucht und dann diesem völlig Unbekannten drei- bis vierstellige Beträge überwiesen.
Sie haben zu Unrecht darauf vertraut, dass die Werbenden, nur weil sie im Videotext inserieren, seriös sind. Und das war ein Irrtum.
Selbstverständlicb darf jeder nach der Methode handeln, "Geiz ist geil!". Er sollte dann aber auch bereit sein, die Konsequenzen wie das erhöhte Risiko zu tragen und nicht hinterher jammern.
Vielleicht müssen wir alle wieder lernen, dass Qualität ihren Preis hat.
Natürlich kenne ich die Eigentümer/Aktionäre usw. von TUI und ITS auch nicht persönlich. Dennoch ist es für mich ein Unterschied,
ob ich bei jemandem buche, der seit Jahrzehnten am Markt ist, oder bei einem Newcomer, der noch gar keine Referenzen hat. Wie gesagt, wir reden hier über drei- bis vierstellige Beträge und nicht darüber, im Supermarkt eine neue billigere Wurstssorte auszuprobieren oder im Internet Ware für 30 Euro zu bestellen.Wenn das Ganze überhaupt noch eine positive Seite haben kann, dann wohl nur die, dass zukünftig viele Leser hier etwas vorsichtiger bei ihren Geschäften sind.
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"Bulgarienfan" wrote:
Sie haben zu Unrecht darauf vertraut, dass die Werbenden, nur weil sie im Videotext inserieren, seriös sind. Und das war ein Irrtum.Hallo Bulgarienfan,
ich weiss nicht, warum Du und die anderen, die hier auf der Anti-Geiz-ist-geil-Welle reiten, nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass hansanett weitaus mehr getan hat, um sich von der Seriosität zu überzeugen, als nahezu jeder andere.
"hansanett" wrote:
Und falls es einer überlesen haben sollte: Ich bin Bürovorsteherin in einer großen Kölner Anwaltskanzlei... Ich kenne mich mit der Materie gut aus und habe trotzdem noch die bereits angeführten Dinge geprüft (IHK, Gewerbeamt, Creditreform, Verbraucherzentrale, meine Anwälte ím Büro, Anrufe in Istanbul bei der Versicherung - Sicherungsschein war von der Yapi Kredi Versicherung und enthielt KEINE Schreib-/Formfehler..usw.).Wenn ich dagegen die Buchung zu meinem ersten Istanbul-Aufenthalt 1994 ansehe....!
Das war eine ungestaltetete einspaltige Anzeige in der Tageszeitung, ohne Adresse, nur Telefonnummer (4 Tage, 3*Hotel mit Frühstück, DM 189,--). Ich habe da angerufen, mir den Namen geben lassen und mit den Informationen die Verbraucherzentrale angerufen. Dort hat man mir gesagt, dass über die Firma nichts Negatives vorliegt und dass der Preis normal sei, da es sich um Restplätze in Flugzeugen für türkische Ramadan-Urlauber handele. Daraufhin habe ich gebucht und es hat alles geklappt. Allerdings hat der Veranstalter dieses Unternehmens auf dem Hinflug mit dem Geldkoffer auf den Knien in der ersten Reihe gesessen! (Kein Witz!)
OK, heute würde ich das nicht mehr machen, aber ich weiss nicht, wieviele der hier so klug Schreibenden nicht schon mal mit noch weniger Überprüfungen gebucht haben.
LG
Sokrates
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@ Sokrates @ Stef
Danke. Einfach nur Danke.
Schon komisch. Vor der ganzen Sache mußte ich mich dauernd von meinem Umfeld fragen lassen, ob ich noch normal sei, alles zu überprüfen, hinterfragen, recherchieren usw. Bekam Vorwürfe, ich wäre ein "Controlletti"...
Jetzt ist es andersherum, keiner liest richtig, was ich alles im Vorfeld tat und meint, ich sei bescheuert, "blind" "Fremden" mein Geld anzuvertrauen. Mehr als ich tat, ging nicht und trotzdem ging es schief.
Warum reitet eigentlich keiner darauf herum, daß man in Deutschland ein Gewerbe anmelden kann trotz Vorstrafen?!
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Ich will nicht speziell auf hansanett herumhacken, aber was haben denn die ganzem Überprüfungen ergeben? Nichts! Und trotzdem reingefallen.
Welche Qualität hatte denn diese "Überprüfung"? Was sagt es denn aus, wenn irgendein Betrieb Mitglied der IHK ist oder ein Gewerbe angemeldet hat? In Punkto Seriösität absolut nichts! Wenn eine Firma erst ein paar Wochen am Markt ist, und die ersten Geschäftsabwicklungen (Durchführung von Reisen) erst noch bevorstehen, dann kann doch noch gar nichts bekannt sein.
Fakt bleibt doch, einem völlig Unbekannten wurden größere Summen überwiesen. Und da sollte man ganz allgemein sehr vorsichtig sein. Wenn das als Ergebnis dieses Threads herauskommt, ist vielen geholfen.
Ach ja, bevor ich es vergesse, ich bin seit 33 Jahren auf dem Gebiet des Steuerrechtes tätig. Und ich habe schon viele Leichtgläubige erlebt, die sich von bunten Prospekten und "getürkten" Referenzen haben blenden lassen. Die Investruinen in den neuen Bundeländern etwa sind Legion.
Man sollte immer daran denken, es wird einem nichts geschenkt. Und Qualität hat ihren Preis.
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Nur in Kürze, weil es alles schon mal geschrieben ist:
Es gibt Leute, die mit flycontact geflogen sind. Gebucht, bezahlt, geflogen. Punkt.
Zwecks Überprüfung: z.B. Creditreform - die sagen schon mehr, als Gewerbeamt.
Zwecks Geld an Fremde: Mir wurde angeboten, die Tickets persönlich abzuholen (was übrigens die, die mit denen geflogen sind, gemacht haben).
Zum Qualität hat seinen Preis Satz fällt mir nichts mehr ein. Da bin ich schlicht sprachlos. HABT IHR GANZEN KRITIKER EIGENTLICH NOCH IMMER NICHT RICHTIG GELESEN? Der Preis war preiswert und normal - siehe oben ... tausendfach oben bereits geschrieben.
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Zum Qualität hat seinen Preis Satz fällt mir nichts mehr ein. Da bin ich schlicht sprachlos. HABT IHR GANZEN KRITIKER EIGENTLICH NOCH IMMER NICHT RICHTIG GELESEN? Der Preis war preiswert und normal - siehe oben ... tausendfach oben bereits geschrieben. [/quote]Mir tut es echt leid, was euch allen passiert ist. Aber nach dem Satz oben komme ich schon ins Zweifeln. Wenn es nicht wirklich extrem günstiger ist, warum bucht man dann bei einem absolut unbekannten Veranstalter und nicht für das gleiche Geld im Reisebüro bei einem der bekannten Veranstalter? Ist wirklich nicht böse gemeint die Frage, ich versuche nur zu begreifen. Und mir zumindest fiele das zu verstehen leichter, wenn es wirklich um viel Geld sparen gegangen wäre. Aber so war es ja wohl nicht, oder?
Hoffe euer nächster Urlaub steht unter einem besseren Stern.
Sandy -
Da ich von Natur aus mißtrauisch bin, buche ich nur bei den bekannten Veranstaltern und bin bis jetzt immer gut gefahren damit. Da kann man auch sicher sein, daß im Fall eines Reisemangels hinterher noch ein Ansprechpartner vorhanden ist, der dafür haftet. Habe noch die Fernsehbilder vor Augen, wo Türkeiurlauber am Flughafen sitzen und nicht nach Hause kommen, weil der Veranstalter pleite ist.
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Ich denke mal, die Leute, die betrogen wurden, haben im Prinzip nichts anderes getan, was Hunderttausende andere, die bei so genannten renommierten, seit Jahren im Markt eingeführten, Unternehmen im Internet oder im Reisebüro ihre Reisen buchen, auch tuen. Sie leisten eine Anzahlung (die meines Wissens durch nichts abgesichert ist) und erhalten gegen Zahlung der Restsumme die kompletten Reiseunterlagen mit Sicherungsschein.
Der Unterschied liegt halt nur in der Einschätzung der jeweiligen Risikolage, die immer dann entsteht, wenn ich jemandem Geld gebe, ohne Zug-um-Zug Gegenleistung zu erhalten, wie zum Beispiel bei Geschäften mit Waren, die ich anfassen kann (z.B. Autokauf). Jemandem Geld zu geben, der erst seit kurzem auf dem Markt ist und von dem nur wenige Erfahrungswerte vorliegen, ist naturgemäß mit einem größeren Risiko behaftet als wenn ich einem zu einem Großkonzern gehörenden Reisebüro oder Internetanbieter Geld in die Hand gebe.
Es spricht meines Erachtens überhaupt nichts gegen Geschäfte mit solchen Newcomern auf dem Markt , wenn ich mir der erhöhten Risikolage voll bewußt bin und auch bereit bin, evtl. Folgen zu tragen.
Es ist nicht alles übertragbar, aber zum Beispiel gilt im Industrieeinkauf die Devise: Grundsätzlich keinem Lieferanten Geld geben ohne Absicherung. Nicht einmal Weltkonzernen, die eigentlich über jeden Zweifel erhaben sind. Das gilt sogar für relativ kleine Summen. Entweder der Lieferant gibt Zug-um-Zug eine Bankbürgschaft, oder es gibt kein Geld. Die Buchhaltungen sind aus gutem Grund angewiesen, so zu verfahren.
Ich frage mich deshalb: Warum wird im Tourismusgewerbe nicht mit Bankbürgschaften gearbeitet? Klar, daß die Kosten dafür letztendlich vom Urlauber zu tragen wären. Aber eine Bankbürgschaft in der Hand zu haben, gibt dem Urlauber die Sicherheit, daß er kein Geld verlieren wird. Für den Urlauber wäre jedenfalls erkennbar: Wer mir keine Bankbürgschaft anbieten kann, ist mit Vorsicht zu genießen. Und einen Fall wie den hier diskutierten hätte es in dieser Form nie gegeben.
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@hansanett und alle anderen, welche meinen viel geprüft zu haben.
Ich muss euch leider gestehen, dass ihr wohl die wichtigsten Sachen eben NICHT geprüft habt und das wären folgende:-
Ist das Reisebüro volkommen unbekannt, oder hat es bereits einen Namen?
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Gibt es schon Leute, welche Erfahrungen mit dem RSB haben?
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Wenn beides nicht zutrifft, wie LANGE existiert das Reisebüro schon? Ein paar Jahre, oder doch nur wenige Monate/Wochen?
Denn wenn es schon Jahre lang existiert, dann wird da auch in 99,9 % der Fälle alles in ordnung sein, ansonsten hätte es sich nicht so lange gehalten.
Natürlich kann man auch bei ganz frischen Büros buchen, aber dann seid euch bitte auch über das Risiko bewusst.....
Und wenn ihr kein Risiko eingehen wollt, dann habt ihr die 3 Punkte auf der Checkliste oben wohl vergessen, denn all dieses hat Fly Contact nicht erfüllt!
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Hi,
mal abgesehen von den ganzen Leuten die um ihr Geld gebracht wurden und die mir leid tun, noch eine Anmerkung:
Laut SZ ist niemand jemals mit tickets von Fly contact in den Urlaub geflogen:
"SZ" wrote:
Als am Freitag vergangener Woche die ersten Flüge anstanden und man am Flughafen von den angeblich hinterlegten Flugtickets nichts wusste, flog der Betrug auf.Und so wie sich der ganze Artikel liest, handelt es sich nicht um ein Unternehmen, das irgendwie in Konkurs gegangen ist, sondern um einen sorgfältig geplanten Betrug
"SZ" wrote:
Klar ist bisher nur, dass ein Unbekannter mit dem Ausweis eines Strohmanns die Räume angemietet und das Gewerbe angemeldet hat,Nun kann ich ja verstehen, dass jemand der sich nicht informiert, auf sowas reinfällt, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die ganzen Recherchen, die hansanett geführt hat, positiv waren. Und hätte sie nicht ihre Rechtsanwälte im Büro, sondern mich gefragt, dann würde sie nicht zu den Geschädigten gehören. Das sag ich jetzt ganz ohne Wertung oder gar Schadenfreude, aber immer dann, wenn etwas ganz besonders günstig ist lass ich die Finger davon, wenn ich nicht eine entsprechende Sicherheit in Händen habe.
"salvamor41" wrote:
Ich frage mich deshalb: Warum wird im Tourismusgewerbe nicht mit Bankbürgschaften gearbeitet?Noch schöner wär´s allerdings, wenn man erst hinterher zahlen müßte. Aber da drauf wird sich die Branche wohl kaum einlassen.
Gruss chepri