Flüchtlingsproblem in Griechenland
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Wir sind heute von Kos wiedergekommen - waren im Kipriotis Panorama in Psalidi. Ich schliesse mich dem an, dass in Kos Stadt das Problem sichtbar wird. Auch an den nahe gelegenen Stränden sieht man teils Boote und immer wieder Schwimmwesten der ankommenden Flüchtlinge im Sand liegen. Wir mussten einige Male vom Hotel aus kleine Schlauchboote beobachten, die angekommen sind. Wer in der Nähe von Kos Stadt ist, wird etwas mitbekommen von den Flüchtlingen. Ob das aber schlimm ist??
Warum es nicht nutzen , um zu helfen.
Wir haben persönlich festgestellt, dass diese Menschen Kleidung benötigen. Wir haben Handtücher und Luftmatratzen hingebracht und es den Menschen persönlich gegeben. Wir wurden umringt von den Menschen. Die Blicke der Kinder werde ich nie vergessen - sie waren dankbar und lächelten uns an. Auch über Wasser und Hygieneartikel freuen sie sich.
Es ist sicher nicht einfach das Elend dieser vielen Menschen zu sehen , aber trotzdem ist Kos eine schöne Insel und jeder kann selbst entscheiden , ob er lieber nichts davon mitbekommen möchte. Im restlichen Teil der Insel ist nichts zu merken von der Krise. Wir hatten trotzdem einen schönen Urlaub , haben das Meer, die Leute und unsere freie Zeit genossen. Aber wir nehmen einen anderen Blickwinkel mit nach Hause über das Leid der Flüchtling -
Überflüssiges Zitat entfernt!
Hallo morla01,
wie es im westlichen Teil von Kos Stadt aussieht, kann ich nicht sagen.
Die Bilder in der Tagessschau zeigen immer nur den östlichen Teil. Doch ich denke,
die Flüchtlinge werden sich auch dort aufhalten. Sie halten sich eben am Wasser auf. Lies die anderen Beiträge hier, entscheide dann. Lass dich bitte nicht von den Berichten in den deutschen Medien abschrecken, sie sind total einseitig!!!! Wenn du magst, hilf vor Ort, indem du Nahrungsmittel hinbringst und Hygieneartikel.
Ich wünsche euch einen schönen Urlaub. -
Wir sind gestern 29.8.15 von Kos stadt zurückgekommen.Waren 8 Tage dort. Es gibt viele Flüchtlinge , sie schlafen am Strand, an der Prommenade, in Zelten oder unter freiem Himmel. Sie haben nichts außer was sie am Leib haben! Fährt trotzdem hin, etwas Wasser und was zu essen kann man abgeben. Wer Sachen mitnehmen will: für Kinder und Frauen wichtig, für Männer auch. Die sind so dankbar.
die Insel ist eine Reise wert. Unser Urlaub war trotzdem schön und wir fahren wieder dort hin -
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Hallo,
wir (2 Mädels 22-25 Jahre alt) sind am 29.8.15 wieder in Dland angekommen und waren 12 Tage dort. Wir haben in der Zeit so gut wie jede Ecke der Insel erkundet. Inklusive Kos Stadt. Das war auch der einzige Ort an dem wir Flüchtlinge gesehen haben. Der restliche Teil der Insel ist in unseren Augen überhaupt nicht davon betroffen. In der Stadt sind am Hafen und vor der Polizeistation natürlich ein paar anzutreffen. Aber ist das so schlimm?
Ausser der Tatsache das es traurig macht Menschen zu sehen die schlimmes erleben mussten?! Es ist für uns kein Grund dort keinen Urlaub zu machen. Man kann ganz normal die Stadt erkunden und essen gehen oder was auch immer.Wer trotzdem nichts davon mitbekommen möchte geht halt nicht zum Hafen. Wir hatten einen wunderschönen Urlaub und sind der Meinung das die Medien die ganze Situation viel zu sehr nutzen um Aufsehen zu erregen. Es ist völlig undramatisch als Tourist. Selbst am "Brennpunkt".
Einfach hinfahren und die Situation selbst angucken. Passieren kann in unseren Augen überhauptnichts. Toller Urlaub

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Danke für die Infos von allen, die schon zurück sind. Das ist eine gute Hilfe! Es motiviert mich noch mehr zuhelfen und zeigt, dass auch kleine Gesten Großes bewirken können.

Fliegen am Sa. und werden auch Kleidung (die wir über nen Facebook-Aufruf gesammelt haben) mitbringen.
Freu mich trotz allem auf den Urlaub und auf Griechenland!
LG
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Kurzer Zwischenbericht für die @Hysteriker:
Keine Seuchen, Diebstähle, Überfälle, Einbrüche, traumatisierten Touri-Kinder etc. zu vermelden - und unser Hotel befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hafen von Kos-Stadt...
Kurzer Zwischenbericht für diejenigen, die mit einer großen Fähre (bspw. Blue Star Ferries) weiterreisen, die als Endziel Piraeus hat: Diese sind z. Z. recht voll, da viele Flüchtlinge an Bord sind - ggf. also rechtzeitig reservieren...
Gruß aus Kos-Stadt,
M.
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Nur kurz weil netz net so toll hier:
bin auf kos, gestern kos stadt.
es wurde eigentlich alles gesagt ... Ich finde es emotional schon schwer zu sehen, ABER sie sind so dankbar über jede Hilfe, jedes Wort, jedes Verweilen ...
Wir haben Wasser, Kekse und Süsses verteilt, aber wenn wir niemanden angesprochen hätten hätte uns keiner belästigt oder dergleichen, alle sind so geduldig und es ist so friedlich, wenn man nicht wüsste was für ein Drama dahinter stecken könnte, könnte man denken es sei ein grosser Campingplatz rund um die Hippocrates Plantane.Bitte scheut euch nicht einfach zu helfen, aber von sich aus wird euch niemand ansprechen ...
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...meinst du mich oder was ist das für eine Frage ?!
Also falls du das Restaurant meinst das unmittelbar an der abgesperrten Plantane ist und unter dem Flüchtlingsansturm leidet kann ich nur sagen: sorry, das ist doof aber die direkten Hafenrestaurants haben immerhin auch jahrelang am besten profitiert ...
Ausserdem finde ich es unglaublich schön zu sehen, dass Touries trotzdem in all dem Gewusel verweilen und was trinken, viele Hafenrestaurantbesitzer freuen sich, wenn man nur kurz was trinkt wo es früher schon nogo war wenn man nicht gleich ein ganzes Menue bestellte ...
Irgendwie passiert in diesen wenigen Strassen derartig viel Zeitgeschehen nebeneinander und keiner ist glücklich wie es läuft : die Polizei nicht, die Flüchtlinge sowieso nicht, die Restaurantbesitzer nicht und die Touries nicht ... jeder fühlt sich nicht wohl in seiner Haut, und trotzdem sind alle da ... Und machen das beste aus der Situation und das FRIEDLICH.
Ich finde es nur immer noch erschreckend wie wenig ( gar keine !) offizielle Hilfe es gibt.
Da muss was passieren !Wir werden Freitag nochmal nach Kos fahren, falls jemand Lust hat uns zu unterstützen oder zu treffen ( sind als Familie dort ) gerne pn.
Lieber Gruss
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Danke für die Infos zur aktuellen Lage.
Ich fliege am Dienstag und hatte etwas Unruhe wg Berichte aus dem Fernsehen.
Ich weiss, es ist meist einseitig und überspitzt, was uns gezeigt wird.
Eure Berichte haben mich entspannt und ich nehme auch etwas Kleidung für die Flüchtlinge mit. Zum Glück habe ich 20 kg frei, die nie ausgenutzt wurden.
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Hallo, an alle !
wir werden am 20.09. für 1 Woche nach Kos fliegen, Mamari und wir haben überhaupt keine Angst,dass etwas passieren wird. bei 40 kg Freigepäck zu zweit, passt garantiert auch dass eine oder andere Plüschtier, bzw. paar Hilfsgüter in den Koffer, wir wissen ja nun aus den vorhergehenden Berichten was so gebraucht wird.
Wenn ich am 27. zurück bin kann ich Euch live erzählen ob alles easy ist. Bestimmt gut für die Reisenden nach uns.
Herzl. Grüße, bis bald -
Hallo zusammen, wir waren 16 Tage auf Kos, davon dreimal direkt in Kos und waren entzetzt wie stark die Medien übertreiben. Ich habe mich teilweise geschämt für uns Touristen. An dem kleinen Strandabschnitt wo keine Liegen sind waren Zelte aufgebaut und dazwischen lagen doch tatsächlich Touristen und das ganze wird dann auch noch fleißig fotografiert,so was muß nicht sein. Es wurde hier mal geschrieben das es stark nach Urin riechen würde was überhaupt nicht stimmt ,wir haben nichts gerochen und festgestellt das die Tarvenen ihre Toiletten zu Verfügung stellen. Schade ist das es keine direkte Sammelstelle für Hilfe gibt. Da wären meiner Meinung nach auch die Reiseveranstalter vor Ort gefordert. Ich möchte nur jedem sagen der noch auf die Insel fliegt das er keine Angst haben muß, nur sollte jeder für sich überlegen ob man für 38€ nach Bodrum hin und zurück fahren soll . Die Flüchtlinge bezahlen viel Geld für nur eine Strecke und müßen dabei ums überleben kämpfen.
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Hallo nochmal.
Seit meinen letzten Beiträgen hier habe ich fleißig weiter mitgelesen. DANKE an alle zurückgekehrten KOS-Urlauber für ihre hier eingestellten Eindrücke.
Ich selbst konnte es von Anfang an nicht so recht glauben, was zB RTL im TV zeigt und fand es total übertrieben insziniert.
Natürlich werde auch ich jedes Gramm im Koffer bis zum maximum ausnutzen, um noch das eine oder andere für die Flüchtlinge in Kos mitzunehmen.
Wir fliegen am 22. für 14 Tage ins Hotel Atlantis nach Lambi, direkt nördlich gelegen von KOS. Wir sind darauf eingestellt, Flüchtlinge anzutreffen und Ihnen mit kleinen Dingen weiter zu helfen. Da habe ich keine Bedenken. Und die Dankbarkeit derer freut mich jetzt schon.
Allen KOS-Urlaubern wünsche ich schöne Urlaubstage.
Karsten -
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Wir sind nach 14 Tagen Kos wieder zurück in Deutschland. Ich muss sagen, dass wir sehr viele Flüchtlinge gesehen haben, die meisten in der Bild Zeitung. Auf der Insel selbst waren sie hauptsächlich im östlichen Teil von Kos Stadt am Strand entlang , am Hafen, um die Polizeistation und im Park dahinter zu sehen. Ich hatte den Eindruck, dass die meisten von ihnen sich unwohl gefühlt hatten, sowohl die Flüchtlinge als auch die Touristen...alles durchaus nachvollziehbar. Ansonsten bekommt man auf der Insel kaum bis garnichts davon mit. Am Strand entlang in Lambi haben wir viele Rettungswesten und ein paar Boote gesehen, ebenso einmal an unserem Hotel Strand in Psalidi. Als wir im Lidl einkaufen waren, saß eine Frau mit ihrem Kind im Arm neben dem Eingang. Wir haben ihr etwas zu essen und zu trinken gekauft worüber sie sehr glücklich und dankbar war. In Marmari, Kardamena, Tigaki usw. alles als gäbe es keine Flüchtlinge auf der Insel.