Guatemala / Belize April 2016
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Hallo zusammen,
meine Frau (dann 28) und ich (29) sind derzeit am Überlegen kommenden April für ca. 3 Wochen nach Mittelamerika zu verreisen. Wir sind halbwegs reiseerfahren (bisher 5 Fernreisen). Unsere Interessen liegen vor allem auf der Natur: Schöne Landschaften, wir wandern gern mal, mögen die Tierbeobachtung, ich selber tauche auch (meine Frau beschränkt sich aufs Schnorcheln). Aber auch interessanten Kulturen gegenüber sind wir nicht abgeneigt. Wir waren schon mal 3 Wochen als Selbstfahrer in Costa Rica und es hat uns dort auch super gefallen. Erstmal wollen wir aber etwas "Neues" sehen, bevor wir vllt irgendwann auch mal wieder nach CR reisen. Derzeit tendieren wir zu Guatemala und Belize.
Hat da jemand Erfahrungen und kann beurteilen, ob das lohnenswerte Ziele sind und wie es mit der Sicherheit (vor allem in Guatemala) aussieht? Die Infos, die ich bisher habe (durch Internet-Recherche und Reiseführer) hören sich eigentlich ganz gut an, sowohl bzgl Natur als auch Kultur. Ist die Einschätzung richtig, wenn ich glaube, dass Guatemala zwar vllt nicht das sicherste Land der Welt ist, aber dass man, wenn man hauptsächlich in den touristischen Ecken reist und sich unauffällig (keinen Schmuck, wertvolle Gegenstände offensichtlich mit herumtragen) und aufmerksam verhält, keine Angst haben braucht?
Wie sieht's mit der Sprache aus? Sollte man zwingend ein bissl spanisch können? Bisher sind wir immer mit englisch und zur Not Händen und Füßen gut klargekommen.
Ich dachte an folgende Route:
Antigua (3ÜN) --> Atitlan-See (3) --> ggf. Inlandsflug nach Flores --> Tikal (3) --> San Ignacio (Belize) (3) --> Placencia (4-5) --> vorgelagerte Insel (4-5)
Die ÜN-Zahlen sind nur erste Überlegungen. Kann natürlich auch angepasst werden. Flug nach Guatemala Stadt und von Belize Stadt zurück.
Was haltet ihr von der Route? Machbar und sinnvoll? Oder gibt es noch Ziele, die man zwingend dabei haben sollte bzw. die man streichen kann, weil uninteressant? Dazu muss ich sagen, dass es nicht viel mehr Ziele sein sollten, weil wir ungern nur im Bus unterwegs sein wollen. Viel weniger aber auch nicht, weil man ja auch ein bissl was sehen will von den Ländern ;-).
Ich hatte mal irgendwo auch gelesen, dass man von z.B. Caye Caulker per Segelboot und 2 ÜN auf kleineren Inseln nach Placencia fahren kann. Hat sich auch toll angehört. Hat das evtl schon mal jemand gemacht?Fürs erste wäre es das ;-). Wäre super, wenn der eine oder andere etwas dazu sagen könnte. Gern auch Tipps für Unterkünfte an den entsprechenden Zielen.
Gruß
Strubi -
Hallo Strubi86,
wie Du schon geschrieben hast, ist Guatemala nicht gerade das sicherste Land (s. auch Hinweise des Auswärtigen Amtes). Und da Ihr auf jeden Fall als Ausländer erkannt werden, empfiehlt es sich durchaus, bspw. am Atitlan-See einen Guide zu nehmen, nächtliche Fahrten zu vermeiden usw.
Vom Atitlan-See aus solltet Ihr unbedingt einen Abstecher nach Chichicastenango machen und Euch den berühmten Indianer-Markt ansehen.
Interessant fanden wir auch Monterrico an der Pazifikküste - von dort kann man eine Bootsfahrt durch die Mangroven machen oder am schwarzen Lavastrand chillen...
Ergänzend bietet sich vielleicht auch noch Copán/Honduras an?
In Belize waren wir nur auf Caye Caulker - und dort hatte ich die bisher tollsten Schnorchelerlebnisse meines Lebens... Lohnt sich also definitiv!

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Vielen Dank schonmal für die Antworten.
@mirar
Das widerspricht irgendwie genau dem, was man so im Internet oder in Reiseführern liest: Nämlich dass man in Guatemala schon ein bissl aufpassen muss, Belie dagegen sei eines der sichersten Länder Mittelamerikas... Hmm...@Malini
Kann man Chichicastenango denn auf nem Tagesausflug oder auf der Fahrt Richtung Antigua oder Guatemala Stadt besuchen? Oder machts eher Sinn dort ne Nacht zu bleiben?
Mit den Führern am Atitlan-See hatte ich gelesen, zumindest auf bestimmten Strecken.
Ist denn irgend ne Wandertour / Vulkanbesteigung besonders empfehlenswert (egal ob bei Antigua oder am Atitlan-See)?
Copan werden wir wohl nicht mit einbauen. Wir wollen halt gern auch nach Belize, da es dort ja tolle Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln geben soll und die Natur scheinbar auch im Landesinneren ganz gut was zu bieten hat. Das wird dann alles ein bissl eng.
Ich hatte generell schon an Honduras gedacht. Hat ja scheinbar auch ne Menge zu bieten. Ist uns dann aber vllt doch n Tick zu heiß... -
Ja, Chichicastenango könnt Ihr gut als Tagesausflug oder ggf. als Zwischenstop bei der Weiterreise einbauen - dort zu übernachten m. E. ist nicht nötig.
Eine bestimmte Wanderung kann nich nicht empfehlen. Das Panorama - der blaue See und im Hintergrund die Vulkane - ist einfach herrlich; eine "falsche Route" kann ich mir also nicht vorstellen..

Copán war auch nur so 'ne Idee von mir. Bei uns hat's damals halt gepasst, aber mir scheint, dass Euch Mittelamerika eh gut gefällt und Ihr nochmals hinreisen werdet...

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@Malini
Wir kennen ja bisher nur Costa Rica
. Aber das fanden wir wirklich traumhaft. Was Mittelamerika für mich so interessant macht, ist diese große Abwechslung auf relativ kleinem Raum. Man hat in den meisten Ländern zwei Ozeane, Gebirge, Vulkane, Regenwälder, ne tolle Tierwelt und viel Kultur. Auf so engem Raum findet man das kaum woanders, denke ich.
Was nicht heißen soll, dass uns andere Ecken nicht auch gefallen würden
. Wir sind generell eher die "Allround-Reisenden". Also nicht auf eine bestimmte Region oder so begrenzt. Neben Costa Rica waren wir bisher auch auf Sri Lanka, Sumatra, den Seychellen und Namibia/Botswana und überall war es toll. Alles hat seine Reize.
Kanada und Neuseeland z.B. stehen auch recht weit oben in der Liste der potenziellen Reiseziele
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@mirar
Natürlich ist auch Belize, wie jedes andere Land der Welt auch, nicht völlig kriminalitätsfrei. Aber so etwas kann ja überall vorkommen. Hat man ja auch in Deutschland vor kurzem wieder erlebt.Mag auch sein, dass Belize gefährlicher ist als Guatemala. Ich weiß es nicht. Mich hatte deine Aussage nur gewundert, weil sie eben genau im Gegensatz zu den Aussagen in Reiseführern oder beim Auswärtige Amt steht.
Ich denke, letztendlich kann einem überall etwas passieren. Klar, gerade Mittelamerika ist vllt auch nicht das sicherste Pflaster der Welt. Aber wenn man sich entsprechend verhält, dann kann man das Risiko doch sehr eingrenzen. Und wenn doch etwas passiert, dann ist das halt so. Wenn man jegliches Risiko ausschließen will, dann muss man wohl daheim bleiben
.Gruß und schönen Abend!
Strubi -
Na ja, sollte es unangenehm sein, könnt ihr nach Mexico flüchten. In meinem Hotel in Playa del Carmen waren Reisemde, die das gemacht haben.
https://www.osac.gov/pages/ContentReportDetails.aspx?cid=17216
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angesichts der Tatsache, dass du noch nicht in Belize warst: Was soll diese Unkerei?
:?Dass zur eigenen Sicherheit bestimmte Regeln beachtet werden soll, weiß Strubi86 doch. Wir jedenfalls sind bei unserer Reise definitiv nicht auf die Idee gekommen, von Belize (ausgerechnet) nach Mexico zu "flüchten"...
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Hallo,
sorry, ich weiß, ich bin wahrscheinlich zu spät dran, noch meinen "Senf" dazu zu geben. Bin gerade von einem Guatemala- Belize Trip zurück gekommen. War wirklich toll und sehr vielseitig. Was die Kriminalität anbelangt, habe ich mich in Samana/Dom Rep. bei Wanderungen wesentlich unsicherer gefühlt. Generell kann ich sagen, dass Guatemala City und Belize City keine angenehmen Städte sind, auf dem Land hatten wir uns nirgendwo große Sorgen gemacht. Aber Belize kam mir eine Spur krimineller vor. Generell hat mir Guatemala auch landschaftlich besser gefallen. Caye Caulker war aber sehr nett, mit viel Karibikflair. Nur vom Schnorcheln nicht allzu viel erwarten (momentan gibt es ein großes Problem mit Korallenbleiche)
Auf relativ hohe Nebenkosten einstellen, z.B. abends Essen gehen fand ich in beiden Länder unerwartet teuer, hatte eigentlich das Gegenteil erwartet. Nur Alkohol ist günstig.
Bei Bankomaten hatte man mit Visa bessere Chancen an Bargeld zu bekommen.
Jedenfalls liebe Grüße und schöne Ostern
und falls es schon bald nach Guatemala geht, eine schöne Reise
Helmut -
Hallo Helmut,
danke für die Rückmeldung. Da wir derzeit in der Familienplanung sind
, haben wir uns aufgrund der derzeitigen Zika-Verbreitung in Mittel- und Südamerika dann doch gegen eine Reise in das Gebiet entschieden. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert wäre, ist vllt relativ gering, aber man muss es ja nicht drauf anlegen. Als Ersatz geht's in 3 Tagen nach Südafrika
. Guatemala und Belize bzw. Mittelamerika allgemein (Costa Rica waren wir schon und fanden es toll) ist aber für die Zukunft weiterhin im Hinterkopf.Würde mich aber trotzdem interessieren, wo genau und wie lang du dort unterwegs warst? Und was hat dir besonders gefallen und was eher weniger?
Lieben Gruß und frohe Ostern!
Strubi -
Hallo Strubi,
danke für deine Rückmeldung. Ich würde bezüglich Zika auch kein Risiko eingehen, es gibt so viele tolle Reiseziele und Südafrika ist eine schöne Alternative, die ich jedem empfehlen kann.
Wir hatten nur etwas mehr als zwei Wochen, viel länger kann ich leider von der Arbeit nicht weg.
. Wir sind nach Guatemala City geflogen (mit Delta über Atlanta, war sehr günstig, € 570,-) von dort sind wir am nächsten Tag weiter nach Antigua. Antigua ist nett, aber ein wenig langweilig, wirkte irgendwie tot und künstlich- wie ein großes Freilichtmuseum- aber trotzdem sehenswert. Ist aber nicht vergleichbar mit den quirligen mexikanischen Kolonialstädten.
. Danach waren wir ein paar Tage am Lago Atitlan (sehr schöne Landschaft).
. Ein Highlight war sicher die Gegend um den Rio Dulce und Livingston. Die wollten wir zuerst auslassen und direkt nach Flores/ Tikal fliegen. Hat uns aber auf keinen Fall leid getan, dass wir uns letztlich doch anders entschieden haben. Hier waren wir in einem sehr günstigen und empfehlenswerten kleinen Hotel am Fluß, nur per Boot erreichbar gewohnt (El Hotelito Perdido). Sehr schöne Flußlandschaften, viel Natur, viele Vögel.
. Danach mit dem Bus weiter nach Flores als Ausgangspunkt für einen Ausflug nach Tikal. Flores ist sehr nett und lebhaft- obwohl an einem see gelegen, hatte es schon etwas Karibik Flair. Ursprünglich wollten wir bei Tikal übernachten, um auch ausserhalb des Hauptbesucherstroms in den Park zu kommen. Flores war aber so nett, dass wir auch hier ganz froh waren, dort zu übernachten. Und die Besucherzahlen in Tikal hielten sich auch mitten am Tag in Grenzen. Tikal ist natürlich sehr beeindruckend, leider sind sich andere Mayastädte zeitlich nicht ausgegangen.
. San Ignacio und die Weiterfahrt durch Belize nach Belize City waren kein Burner. Die Landschaft wurde immer langweiliger. Ich muss zugeben, dass mir Belize mit Ausnahme Caye Caulker nicht so besonders gefallen hat.
. Caye Caulker ist super nett, mit Sandstrassen, kleinen bunten Häusern und herrlich hellblauem Meer. Eine sehr nette Atmosphäre. Zum Baden eignet sich die Insel nicht wirklich, aber zum relaxen. Von den Riffen war ich wegen der Korallenbleiche nicht beeindruckt. Wir wollten mit Ammenhaien baden, aber die wurden leider von den zahlreichen Kreuzfahrt Ausflugsbooten verscheucht. So blieben nur die Stachelrochen.
. die letzte Nacht vor Abflug in Belize City. Die mit Abstand hässlichste und uninteressanteste Stadt, die ich bisher das Vergnügen hatten besucht zu haben. Hier fühlte ich mich meiner Camera selbst am Tag nicht wirklich wohl, zum Fotografieren gab es aber eigentlich eh nicht wirklich etwas. Von nach Anbruch der Dunkelheit rede ich da gar nicht und ich war schon in einigen (auch als gefährlich eingestuften) Städten.
Das war so grob unsere Route, war ein super vielfältiger Urlaub.
Ich wünsch Euch jedenfalls eine schöne Reise nach Südafrika, geniesst das ausgezeichnete Essen und den guten Wein!!
LG Helmut -
Hallo Rocco,
nein, wie ich etwas weiter oben schon schrieb, haben wir uns dann gegen die Reise entschieden. Da wir in der Familienplanung waren, wollten wir aufgrund des Zika-Virus kein Risiko eingehen. Waren deswegen dann anstattdessen in Südafrika. Kann dir also leider keine Infos geben, sorry.
Sollte aber jemand anders noch etwas zum Thema sagen wollen: Gerne! Für die Zukunft irgendwann steht die Region auch bei uns definitiv weiterhin auf der "Liste".