Rio auf eigene Faust???
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Hallo ihr Lieben,
eine Freundin und ich (w, beide 28 Jahre) haben bei Urlaubspiraten zwei Flüge nach Rio für 260 Euro pro Nase ergattern können. Im Mai gehts dann für eine Woche los an die Copacabana. Die anfängliche Schnäppchenfreude ist zumindest bei mir aber mittlerweile fast verflogen, weil man doch immer mehr S****** über Rio hört. Dass das dahinten kein Ponyhof ist, war uns natürlich auch klar. Aber jetzt liest man gerade noch von einer Touristin, die gestern direkt am Strand der Copacabana abgestochen wurde... naja.
Wir haben dort ein Hotel in dritter Reihe gebucht, das Ibis Copacabana Posto 5. Hotel schaut sehr gut aus und laut Rezensionen soll es sich ja wohl auch in einer halbwegs sicheren Gegend befinden. Nun habe ich im Netz aber gelesen und gelesen und werde einfach nicht schlauer.
Die einen sagen Rio ist gar nicht sooo gefährlich, wenn man aufpasst. Die anderen sagen, dass man Rio auf gar keinen Fall auf eigene Faust bereisen sollte und gerade die Copacabana auch sehr runtergekommen ist.Kennt sich hier vllt jmd so gut im Stadtteil Copacabana aus und kann mir sagen, ob sich unser Hotel in einer akzeptablen Lage befindet?
Wäre es womöglich sinniger umzubuchen und sich ein Hotel in Leblon zu suchen?Habe gelesen, dass der Strand da ohnehin schöner sein soll... Leider sind die Hotels dort nur schweineteuer und da das Ganze eher eine spontane Idee war, ist unser Budget begrenzt.
Gruß und Danke für die Hilfe!
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Wir waren vor 2 Jahren in Rio und haben uns alles alleine angeschaut. Man sollte halt nicht unbedingt in die Favelas gehen, nicht ausgefallen angezogen sein keinen teuer aussehenden Schmuck tragen und nicht unbedingt abends an den Strand gehen. Wir haben zwischen Ipanema und Copacabana gewohnt und hatten nie das Gefühl der Unsicherheit.
Rio ist toll! -
Wir waren auch vor ca. 2 Jahren in Rio. Dort haben wir quasi 300m den Corcovado hoch gewohnt. Wir haben uns alles interessante ohne Guide angesehen. Wie Ingsimaus schon erwähnte, waren wir nicht mit Schmuck behängt, und ebenso wenig im Dunkeln am Strand.
Zu keiner Zeit haben wir uns in Rio unsicher gefühl, auch nicht abseits der typischen Touristengegenden. Dass man nicht einfach in die Favelas hineingeht, sollte sich von selbst verstehen. -
Nur auf eigene Faust..
Wie schon gesagt - einfache Kleidung, kein Schmuck, nur so viel Geld dabei, wie man für den Tag braucht (für alle Fälle).
Vorsicht bei Abenteuern - es gibt da ein neues Virus (und das "alte" ist auch weit verbreitet).
Meine Cousine war allein dort; sie kam gut zurecht.
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ipanema beach fand ich besser. schaut mal nach hotel praia ipanema, gleich an der promenade. einfach aber gut und sicherer als in der 3. reihe.
abends nicht allein spazieren gehen. immer taxi nehmen.
rio ist toll aber halt schon recht gefährlich, wenn man allzu blauäugig ist.
wenn ihr in einer bestimmten situation ein schlechtes gefühl habt, folgt dem instinkt und setzt euch ab. -
Hallo Ihr 2
Leider sind Reiseforen ungeeignet um sich tatsächlich wahrhafte Informationen über ein Reiseland zu erhaschen. Die meisten Beiträge sind nicht reell, da sich die Verfasser oft von Vorurteilen, negativen Erlebnissen oder auch Emotionen beeinflussen lassen. Wenn z.B. jemand in einem Land wie Brasilien einen Kulturschock bekommt, weil hier alles anders ist und die Menschen kein Deutsch sprechen und man deswegen nicht fetzen kann und mit großen Sprüchen nicht auf die "Kacke" hauen kann, so darf er hinterher nicht sagen, dass Brasilien schlecht sei und das ihn niemand jemals hier wieder sehen wird.
Deshalb können wir gut nachvollziehen, wenn Ihr sagt, dass Ihr verunsichert seid. Wir, sind 2 deutsche Brüder, die selber viele Jahre durch Brasilien gereist sind und heute hier leben. In 24 Jahren ist einmal einem von uns ein Taschentuch aus der Hosentasche "geraubt" worden. Brasilianer sind ausgesprochen freundliche, hilfsbereite und ängstliche Menschen, was leider von einigen Pöbeln ausgenutzt wird. Durch ihr negatives Handeln gerät dann eine ganze Nation in einen schlechten Ruf. Und Ihr könnt glauben, wer durch Brasilien reist, wird mit Dingen konfrontiert, die es in Deutschland so nicht gibt. So haben wir einmal bei einem Viehzüchter, der 6000 Wasserbüffel hatte, oder auf einer anderen Ranch, welche 35000 Rinder hatte, oder 5 Tage im Amazonas unter freiem Himmel in einer Hängematte geschlafen. Dann waren wir in einer Edeltopas-Miene, waren in einem Indianer-Reservat und immer wieder stellten wir fest, um so mehr wir uns für die Menschen und ihre Lebensgewohnheiten interessierten, desto herzlicher wurden wir aufgenommen. So auch in Rio, dort gingen wir jeden Samstag zum Forró (das ist ein Tanz) in eine Favela und wie Ihr seht, wir leben noch. Und kaum zu glauben, gerade dort in der Favela bei den ärmsten Menschen ist man uns überaus herzlich begegnet. Und noch eins, in der Favela klaut man nicht, denn wer hier klaut bezahlt oft mit dem Leben. Man sollte in Brasilien nicht achtlos umherlaufen, aber auch nicht in jedem Brasilianer einen Verbrecher sehen. Angst beschützt uns, sollte uns aber nicht den Urlaub vermiesen. Vorsicht vor überfreundlichen Menschen, damit meinen wir auch Deutsche. Auf keinen Fall etwas mit Drogen machen. Wenn Ihr gelesen habt, dass Copacabana "runtergekommen" ist, dann ist das ganz klar eine Lüge. In den letzten Jahren hat sich in Brasilien alles nur verbessert. Immer wieder hören wir von Besuchern, dass sie positiv überrascht sind, da sie nicht ständig angemacht werden und zum Kaufen animiert werden, wie sie es aus anderen Urlaubsländern kennen. Auch ist man überrascht, dass man kaum angebettelt wird. Das war vor einigen Jahren noch ganz anders. Dann solltet Ihr wissen, dass der Ort eines Hotels in Rio, nicht unbedingt etwas mit der Sicherheit zu tun hat. Ihr solltet aber auch wissen, dass wir als Ausländer hier als reich angesehen werden. So ist natürlich ein Stadtteil wie Copacabana, Ipanema oder Leblon, wo eben viele "reiche" Touristen sind ein Mekka für Diebe. Wie Ihr selber schreibt seid Ihr ziehmlich überraschend und unvorbereitet durch das Ticket-Schnäppchen auf Rio gestoßen. Das ist auch der Grund, weshalb wir ein wenig Mitleid haben und Euch hier antworten. Wie wir oben schon erwähnt haben, gibt es immer wieder ganz schlaue, die in den Foren ihren inkompetenten Senf dazugeben müssen. Deshalb lesen wir eigentlich nur noch in Foren, aber antworten kaum noch. Wenn Ihr mehr über Rio wissen wollt dann schreibt doch privat an: maik.helbing@web.de
Ach ja, wenn Euch jemand abrät Rio auf eigene Faust zu erleben, dann gehören wir auch dazu. Aber nicht aus Sicherheitsgründen. Wenn man sich tatsächlich für ein Land und dessen Sehenswürdigkeiten interessiert und nicht viel Zeit und Geld für Bücher und andere Informationsquellen investieren möchte, obendrein nicht die Landessprache spricht, der sollte besser einen guten Reiseleiter anheuern. Denn Aussagen, wir haben alles auf eigene Faust gesehen, sind ebenfalls nicht reell. Denn was ist alles? Die Wahrheit, viele denken, dass sie alles gesehen haben und glauben obendrein noch, dass sie viel Geld gespart haben. Auch die Empfehlung nur mit der U-Bahn oder einem Taxi zu fahern ist albern. Mit der Metro ist man zwar schnell in Rio, aber auch unter Rio und sieht gewiss "alles". Taxi fahren ist kein ausgesprochen lukrativer Job. So wählt der schlitzohrige Taxifahrer bei Touristen schon gern einmal einen etwas längeren Weg.
Wir wünschen Euch auf jeden Fall einen wunderbaren Aufenthalt in der schönsten Stadt der Welt, geografisch gesehen ist sie es gewiss. -
Daran solltest Du Dir mal ein Beispiel nehmen!

Maicon, erstmal noch ein nachträgliches Willkommen bei HC!

Nein, die Nennung Eurer Webseite ist hier nicht erlaubt und wird bestimmt noch editiert, aber wäre schön, wenn Du Dich/Ihr Euch weiterhin als User einbringt. Ihr könntet auch Reisetipps erstellen und einen ehemaligen Kunden bitten, einen solchen für Euch zu erstellen, auf den man dann verlinken könnte, das ist hier erlaubt.
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sehr guter beitrag Maicon, danke dafür.
ich hoffe sehr, dass HC deine beiträge NICHT editiert.
kann man evtl als werbung auslegen, ist aber weit mehr als das.
vllt kann euer kleines hotel in die hotelliste bei HC aufgenommen werden?
wie doc sagte, bringt euch bitte weiterhin hier ein. -
Vor allem sind in einem deutschsprachigem Forum gut formulierte, lange Beiträge sicherlich didaktisch wertvoller als alle radebrechende mirar-Beiträge, die ich bisher lesen durfte...
... mal ganz abgesehen vom Informationsgehalt, den ich deutlich über den des PudelsdesFreundesdesKegelbrudersderCousine stelle!

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Hallo
Wir möchten uns entschuldigen, dass in unseren Bericht einige Wörter zusammengerutscht sind. Auf Grund eines Problems mussten wir den Text aus dem Speicher zurückholen.
Wir können uns nicht erinnern, das im Forum jemand um die Zensierung unseres Beitrages gebeten hat. Zudem empfinden wir es als anmaßend, sogar frech, wenn jemand wie mirar kritisiert, anstatt zu helfen. Denn helfen tut dieser Beitrag niemanden. Das ist der Grund, warum in vielen Foren kompetente Antworten fehlen oder nur noch PN Nachrichten verschickt werden. So hat matschekuchen auch bei Tripadvisor um Hilfe gebeten und niemand antwortet.
Zu deutsch - wir dachten es handelt sich um Deutsche. Brasilianer z.B. kommen hier sehr gut klar.
Zu lang - kann nie lang genug sein, bei dem was hier alles möglich ist.
Zu didaktisch - wäre matschekuchen ordentlich belehrt gewesen, müßte sie nicht verunsichert hier um Hilfe suchen.
Vielleicht ist es heute nicht mehr inn, aber immer noch wahr: "Wer nicht hören will, muss fühlen." -
Hi Maicon,
lass dich bitte von so Typen wie Mirar nicht entmutigen, dich hier weiter einzubringen.
Ein Länderforum lebt von Leuten die vor Ort sind, und Insiderinformationen weitergeben.
lg -
Hallo doc3366 und cjmddorf
Vielen Dank für die Tipps, haben wir beherzigt.In der Tageszeitung "O Globo" stand ein Artickel über einen Taxifahrer, der am Wochenende deutschen Touristen für eine Fahrt vom Flughafen nach Copacabana 500 Reais berechnete. Der offizelle Preis für diese Tour und diesem Typ Taxi wäre 70 Reais gewesen. War wohl ein Schlitzohr, wie wir es oben schon beschrieben haben.
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interessehalber hole ich diesen thraed mal aus der versenkung.
evtl hilfreich für menschen, die sich in rio abseits der reedereipfade bewegen wollen.Es ist ein alter Thread, aber egal. Ich war im letzten Jahr geschaeftlich in Rio, ein Hotel in Leme und es ging fuer mich alles gut. Die Firma welche ich besucht habe hat mir (und dem Rest der recht grossen Gruppe) viele Sicherheitshinweise mitgegeben, immer einen Fahrer zur Verfuegung gestellt, usw. Im Grunde fand ich das etwas uebertrieben. Allerdings sind in den letzten Jahren immer Kollegen an verschiedenen Abschnitten der Copacabana ausgeraubt, und in der Oeffentlichkeit, bei Tageslicht auch mit Waffen bedroht worden. 1-2 Leute unserer Gruppe erwischt es wohl jedes Jahr obwohl wir immer in kleinen Grueppchen unterwegs sind und nur etwas Bargeld dabeihaben, erfahrene Reisende sind und viel in weitaus weniger entwickelten Laendern unterwegs. Naja... vielleicht erwischt es mich dieses Jahr.
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Hallo
Brasilien ist das Land der Gegensätze, was leider auch für die soziale Gerechtigkeit zutrifft. Gewaltbereitschaft hat nichts mit der Entwicklung eines Landes zu tun, vielmehr aber mit sozialer Ungerechtigkeit. Bei der armen unwissenden Schicht, gelten Touristen als reich. Diese können sich eben nicht vorstellen, 3 brasilianische Monatsgehälter (bei teils schwerer Arbeit bei großer Hitze) für einen Flug in die Ferien auszugeben. Touristen werden auch gern als leichte Beute angesehen, da sie in der Regel keine Waffen tragen und sich oft nicht mal mit dem Mund verteidigen können. Um Bäume zu fällen geht ein Holzfäller in den Wald, ein Kaffeepflücker auf die Kaffeeplantage und ein **** in Rio gern nach Ipanema oder Copacabana, da dort die Konzentration von Touristen am höchsten ist. Copacabana und Leme zusammen haben 7 Favelas, die zum Teil bereits zusammen gewachsen sind. Dort wohnen oft die Ärmsten der Ärmsten und unten in den Hotels die Wohlhabenden und die Touristen, da liegt doch eine gewaltsame Umverteilung nahe. Ich kann nur jeden Brasilienbesucher empfehlen auch einmal eine Favela zu besichtigen, natürlich mit einem ortsansässigen Guia, der seine eigene Favela vorstellt. Danach wird man in der Regel einiges mit anderen Augen sehen. Viele Touristen "provozieren", ohne es zu wollen, zu merken und zu wissen. Um beklaut zu werden muss man nicht nach Brasilien reisen. Mir wird immer wieder von Touristen bestätigt, dass in Italien und Spanien die Anzahl der Diebstahldelikte an Touristen, extrem hoch sind. Der Unterschied, in Brasilien ist bei solchen Delikten die Gewaltbereitschaft aus oben genannten Gründen einfach höher. Wobei ich mir im Süden von Italien, dabei nicht ganz sicher bin, denn auch dort kommen Stich - und Schusswaffen zum Einsatz. Oft lese ich in Foren "wir haben uns überhaupt nicht unsicher gefühlt". Mit dieser Aussage kann ich nicht viel anfangen, da ich nicht weiß, wie sich Unsicherheit anfühlt. Kann ich nicht schwimmen und man wirft mich ins Meer, dann fühle ich mich unsicher und bedroht. Aber, wenn ich in den Winterurlaub fahre, fühle ich mich dann unsicher, weil es Lawinen gibt, oder denke ich in erdbebengefährdeten Regionen ständig an Erdbeben, oder bei einem Badeurlaub ständig an Tsunamis? Man sollte sich auch nicht von den Medien beeinflussen lassen. Bei diesen ist besonders auffällig, dass wenn es um Brasilien geht, fast ausschließlich von Rio berichtet wird, wo doch Brasilien so groß wie ganz Europa ist und Rio schon lange nicht mehr unter die 50 gefährlichsten Städte der Welt fällt. Brasilien ist ein Land was sehr viel zu bieten hat und auf jeden Fall eine Reise wert ist. Dabei ist eine gute Reisevorbereitung mindestens genauso wertvoll. Leider wird in sozialen Netzwerken und in den meisten Reiseführern alles beschrieben, aber das brasilianische Volk, seine Kultur und seine Eigenheiten kommen fast immer zu kurz.