Aktuelle Hinweise u. Fragen zur Sicherheit im Türkeiurlaub
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Da sich auch die Türkei immer mehr zum islamischen Staat hin verändert, mal allgemein gesagt: Der Islam ist eine autoritäre Religion mit verschachtelten diktatorischen Hierarchien. Mitdenken, Gegenandenken, überhaupt kritisch denken ist verpönt bis verboten. Damit wachsen die Menschen in islamischen Staaten auf. Damit ist Demokratie für sie eine völlig ungeeignete Staatsform, denn Demokratie funktioniert nur mit Meinungspluralität und entsprechender Bildung, ohne die sich keine reflektierte und fundierte Meinung erstellen lässt.
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@Florian80w: Dir ist hoffentlich klar, dass Du völlig OT bist. Ich muss aber darauf eingehen, da ich den diffusen Informationssalat, den Du hier bietest, so nicht stehen lassen kann.
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Der Islam als Religion ist nicht mehr oder weniger autoritär als das Christentum mit Regeln, Geboten und Verboten;
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eine Religion hat keine diktatorischen Hierarchien, die findet man höchstens bei denjenigen, die sich die Religion zu eigen machen, interpretieren und implementieren;
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mitdenken, gegenandenken und kritisch denken war auch im Christentum, besonders im Katholizismus, lange Zeit verpönt bis verboten und ist es, wenn man sich streng an die katholischen Lehren hält, immer noch; erst in letzter Zeit versuchen einige in der Kirchenführung, diese starren Strukturen aufzubrechen; um dieses Aufbrechen starrer Strukturen bemühen sich auch viele führende Imame im Islam vor allem in Europa;
In dem Zusammenhang, den Du herstellst, kann man auch nicht pauschal vom Islam reden, dazu gibt es viel zu viele teils extrem abweichende Strömungen wie den Salafismus und den Wahabismus auf der radikalen, und die Ismailten und die Nizariten auf der sehr gemäßigten Seite. Deine Aussage, die Demokratie sei für Moslems eine völlig ungeeignete Staatsform, ist demnach völlig falsch, manche Moslems könnten sie auch als Frechheit und sogar als persönliche Beleidigung ansehen. Ich bitte Dich sehr, Dich erst einmal gründlich zu informieren, bevor Du solche Statements raushaust.
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Wenn auch extrem OT, rumsstein kann man nur Recht geben ....
Teilweise tut das Weltbild mancher Leute fast schon weh ! Und das quer durch alle Nationen, Religionen und Geschlechter !
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"eine Religion hat keine diktatorischen Hierarchien, die findet man höchstens bei denjenigen, die sich die Religion zu eigen machen, interpretieren und implementieren"
Sobald Politik und Glauben zusammen eine Staatsform bilden, ist es eine diktatorische Hierachie - über allem steht der jeweilige "Gott". Gesetz und Strafe orientieren sich z.B. am Koran. Der Bürger dieses Landes wird des eingenständigen Denkens enthoben bzw. wenn er sich eine eigene, andere Meinung bildet, dann wird er bestraft. Ob das wirklich gut ist!?
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Dafür brauchts aber nicht unbedingt ne Religion. Wie viele haben denn hier im Thread schon geschrieben, dass sie für Sicherheit auf Freiheit verzichten würden? Und wie viele loben immer den Verbraucherschutz der ihnen jede Selbstverantwortung abnimmt und würden auch gerne sonst denken lassen?
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@DarthCaedus,
den Satz solltest Du Dir patentieren lassen.
Du hast ja sowas von Recht
@Saaelcher,
wenn Du willst, gebe ich Dir den Versammlungsort der Verschwörungstheoretiker bekannt. Alles Geheim natürlich.
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Sabaelcher, sie werden nicht fremdbesrimmt. Sie sind zu faul und bequem, nachzudenken und selbst Verantwortung zu übernehmen, schreien wegen einfachsten Dingen nach Regelung durch den Gesetzgeber, sind nicht in der Lage, reale Bedrohungen und Gefahren zu erkennen, ängstigen sich aber dafür vor den unwahrscheinlichsten.
Sie folgen dann lieber Leuten die einfache aber völlig falsche Erklärungen für Komplexe Zusammenhänge bieten, obwohl sie Zugang zu Wissen und Bildung sogar kostenlos haben. -
Mein Applausometer dreht gerade Ehrenrunden

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Wird es in absehbarer Zeit überhaupt neue Informationen zu dem Anschlag bei Antalya geben bzw. wie lange besteht so eine Nachrichtensperre ?
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Nachrichtensperren werden meist dann aufgehoben, wenn die Regierung eigene Erkenntnisse gewonnen oder ihre Ermittlungen abgeschlossen hat. Meist interessiert das aber die Journalisten dann nicht mehr, wie hier auch. Eine Explosion bei der BASF, die halb Ludwigshafen in schwarzen Rauch hüllt - wie eben gemeldet, ist sensationsträchtiger als ein von Kurden abgeschossene Acker.

Nachrichtensperren interessieren übrigens ausländische Journalisten meist herzlich wenig. Wenn Journalisten etwa von der Sun oder der Bild-Zeitung etwas sensationelles herausfinden, juckt die eine Nachrichtensperre der türkischen Regierung wenig, sie veröffentlichen es in ihren Heimatländern auf jeden Fall. Sie haben eben nur keine lokalen Medien, von denen sie abschreiben können, sondern müssen selber recherchieren und können sich dann meistens eine Zeit lang nicht mehr in dem betroffenen Land sehen lassen. Macht nichts, da schickt man eben einen Kollegen.

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@rumsstein
Meine Frage, die ich vor einiger Zeit stellte wurde noch nicht beantwortet und zwar warum das Auswärtige Amt in seiner Erstmeldung nach dem Angriff von "Raketen" berichtete, dies aber einige Stunden später strich und umformulierte.
Ich weiß das AA ist entgegen der Presse mit Meldungen eigentlich sehr, sehr umsichtig und prüft diese auch genau ...
Kannst du mir da auch eine Erklärung für geben? -
"Am 14. Oktober 2016 ist es zwischen Antalya und Kemer zu einem Anschlag ohne Personenschaden gekommen. Nähere Hintergründe sind noch nicht bekannt, es gibt jedoch keine Hinweise auf eine Angriffsabsicht auf ausländische oder touristische Ziele."
Soweit die aktuelle Formulierung des Auswärtigen Amtes. Warum man das Wort "Raketen" herausgenommen hat, kann ich Dir auch nicht genau sagen. Ich könnte mir nur vorstellen, dass man sich nicht festlegen wollte, wie man die Ursache definieren soll. Was ist eine Rakete? Was ist der Unterschied zu einem anderen ballistischen Geschoss wie zum Beispiel eine Steilfeuergranate (Mörser)? Vermutlich war dort auch die Nachrichtenlage widersprüchlich, bevor die Sperre verhängt wurde, daher wollte man sich sicher nicht festlegen. Raketenangriff klingt auch viel brutaler als das vage Wort "Anschlag".
Vermutlich hat das dann jemand, der ein Stückchen höher auf der hierarchischen Leiter sitzt, überarbeitet.
Kannst Du mit dieser Antwort einigermaßen leben, Reiseamazone?
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Nein, diese Antwort stellt mich nicht zufrieden @rumsstein
Es ist mir befremdlich, wenn ausgerechnet das Auswärtige Amt, welches ja als sichere Basis in der Informationspolitik gelten sollte, Vorfälle erst konkret beschreibt, aber dann verschönt?
So ist es mir wenig möglich, mir ein Bild zu machen, ob meiner Urlaubsdestination. (Wenn darüberhinaus noch eine Nachrichtensperrre verhängt wurde).
Aber, das mag ja jeder anders sehen ... -
Das Auswärtige Amt ist keine Ermittlungsbehörde wie etwa die Polizei, sondern das Außenministerium der Bundesrepublik Deutschland mit Außenstellen (Konsulaten, Botschaften) in der ganzen Welt. Bei einer aktuellen Situation kann das Auswärtige Amt zunächst auch nur auf lokale Meldungen zurückgreifen. Das kann zu einer Dilemma-Situation führen: auf der einen Seite möchte man die Bundesbürger so schnell wie möglich informieren, muss aber auf der anderen Seite auf lokale Informationen zugreifen, die man (noch) nicht überprüft hat bzw. auf der Stelle nicht überprüfen kann.. In diesem Fall haben die lokalen Quellen wohl erst Raketenbeschuss gemeldet, der sich aber dann wohl als nicht direkt verifizierbar erwies, d.h., es muss erst noch überprüft werden, die Geschossfragmente werden in Laboren untersucht und das dauert. Das Zurückrudern legt aber nahe, dass es sich wohl nicht um Raketen, sondern vermutlich um andere Geschosse gehandelt hat. Man will also nichts beschönigen, sondern gibt möglichst faktennah den jeweiligen Stand der Erkenntnisse wieder, und der kann sich eben ändern.
Ich persönlich mutmaße, man wollte keine Touristen direkt treffen, aber Angst und Unruhe stiften, um Touristen abzuschrecken und damit der Regierung zu schaden.
Wesentlich detailliertere Auskünfte wird Dir zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich noch nicht einmal das Amt selber liefern können.
Edit: als Juli 2014 eine malaiische Passagiermaschine über der Ukraine abgeschossen wurde, ergab sich für das Auswärtige Amt eine ähnliche Situation; ursprüngliche Meldungen musste man aufgrund neuer Erkenntnisse mehrmals korrigieren. Natürlich hatte dieser Fall ganz andere Dimensionen als der Vorfall bei Antalya.
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@ rumsstein
Deine Einschätzung in allen Ehren, aber für mich sehr, sehr weltfremd?
Also, die unbekannten Täter wollten mit den für uns noch unbekannten Geschossen keine Touristen treffen, sondern ihnen nur Angst machen.
Die haben natürlich vorher ganz genau recherchiert, ob denn Touristen in der Nähe sein könnten und dann zielgenau ein Fischlager und Feld getroffen.
Natürlich haben sie da auch geschaut, dass niemand zu Schaden kommt ...?Sorry rumsstein ... deine Analysen und Mußmaßungen kann ich wenig nachvollziehen.
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Welche für dich befriedigende Erklärung soll sich das Auswärtige Amt denn aus der Nase ziehen? Es interessiert hier weder die Türken noch die Urlauber,denn es war einfach nichts Aufsehen erregendes
