Umbuchen sollen wir selber zahlen, trotz Hotelmängel
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Hallo
wir haben im Februar einen Urlaub nach Teneriffa gebucht und als wir die letzte Rate bezahlt hatten, bekamen wir einen Brief vom Anbieter das wir im Hotel mit optischen und akustischen Einschränkungen zu rechnen haben, da sich neben dem Hotel eine Baustelle befindet, jetzt haben wir raus gefunden das die das schon wussten als wir gebucht haben, also März, nach langen Telefonaten, Gestreite und Ärger haben die jetzt entschieden das wir umbuchen können, aber für 500 Euro mehr.
Ich bin so wütend, ich weiss nicht mehr weiter, man freut sich ein ganzes Jahr auf den Urlaub und spart und dann ist man so machtlos denen gegenüber.
Hat bitte jemand einen Rat, soll ich zum Anwalt?
Gruß -
Willkommen im Forum von HolidayCheck, @JaniMichi - auch wenn der Anlass kein erfreulicher ist.
Ähnliche Sachverhalte wurden hier schon diverse Male thematisiert ...:
Bautätigkeiten in der Hotelumgebung sind üblich und können vom Veranstalter nicht beeinflusst werden. Man kann nicht erwarten, dass ein Hotel wegen Bebauung in der Nachbarschaft seinen eigenen Betrieb aufgibt.
Insofern ist rechtlich nichts zu rütteln an einer kostenpflichtigen Umbuchung - sie ist legitim.
Im Übrigen steht die Maßnahme kostenpflichtige Umbuchung jederzeit jedem Kunden frei und muss nicht etwa vom Veranstalter "genehmigt" werden.Leider habe ich wenig Zuversicht, dass ein Anwalt im Vorwege der Reise viel bewegen könnte. Über eine Bevollmächtigung und die ggf. entstehenden Kostenrisiken müsst ihr selbst entscheiden.
Das geringste Risiko ist imho die Erhaltung der Buchung. Sollte die Beeinträchtigung überraschend groß sein könnt ihr Beschwerde führen und im Nachgang eine Reisepreisminderung erwirken. -
Ist die Umbuchung kostenpflichtig, oder kostet etwa das neue ausgewählte Hotel mehr ???
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Die reine Gebühr überschreitet gewöhnlich nicht den Betrag von 30€ und wird darauf meist verzichtet, wenn der Kunde eine teurere Reise bucht. Insofern kann man sicher sein, dass die neue Reise an sich teurer ist ...
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Bei den 500 Euro Aufpreis bei Umbuchung auf ein anderes Hotel legt der Veranstalter vermutlich (mal angenommen, das Alternativhotel ist die gleiche Preiskategorie) den jetzt gegenüber eurem Buchungstermin deutlich höheren Reisegesamtpreis in dieses Alternativhotel zugrunde. Guckt doch mal vergleichend, was bei heutiger Buchung als Preisunterschied zwischen eurem gebuchten und dem ausgeguckten Alternativhotel erscheint.
Wenn die Differenz viel kleiner als 500 Euro ist, versucht doch mal, den Veranstalter auf diese Differenz herunterzuhandeln. Er müsste schließlich nicht mal wenig Geld als nachträgliche Barentschädigung leisten, solltet ihr an der bisherigen Buchung festhalten und wegen Baulärm erhebliche Reisemängel reklamieren.
Generell: Nicht jede Baustelle macht viel Lärm.
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Bei den 500 Euro Aufpreis bei Umbuchung auf ein anderes Hotel legt der Veranstalter vermutlich (mal angenommen, das Alternativhotel ist die gleiche Preiskategorie) den jetzt gegenüber eurem Buchungstermin deutlich höheren Reisegesamtpreis in dieses Alternativhotel zugrunde. Guckt doch mal vergleichend, was bei heutiger Buchung als Preisunterschied zwischen eurem gebuchten und dem ausgeguckten Alternativhotel erscheint.
Wenn die Differenz viel kleiner als 500 Euro ist, versucht doch mal, den Veranstalter auf diese Differenz herunterzuhandeln. Er müsste schließlich nicht mal wenig Geld als nachträgliche Barentschädigung leisten, solltet ihr an der bisherigen Buchung festhalten und wegen Baulärm erhebliche Reisemängel reklamieren.
Generell: Nicht jede Baustelle macht viel Lärm.
war auch mein erster Gedanke mal runterzuhandeln - halte uns gerne auf dem Laufenden
@vonschmeling hat mal wieder die perfekte Antwort parat ! topÜberflüssiges Zitat entfernt!
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Vielen Dank für die vielen Antworten,
wir haben uns jetzt entschieden in unser gebuchtes Hotel zu reisen und sollte es dort nicht auszuhalten sein, gehen wir mit dem Reiseleiter von da aus gegen an, ist dann zwar Schade um den Urlaub, aber ich werde das dann schön dokumentieren und alles.
Ich berichte dann hier
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Ist imho die beste Entscheidung, JaniMichi.
Dieselbe habe ich letztes Jahr im November getroffen, und da fanden die Bauarbeiten sogar im Hotel auf Boavista statt ... haben davon überhaupt nichts mitbekommen, die Gäste wurde allesamt in angemessener Entfernung der Maßnahmen untergebracht.
Also wacker die Vorfreude wieder rauskramen und sich nicht schon vorsorglich schalou machen!