Reiseveranstalter storniert 7 Tage vor Abflug wegen Überbuchung
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Hallo an Alle !
Ich bin Thomas aus Sachsen. Im November 2016 haben wir ( 2 Paare ) eine Pauschalreise auf die Insel Korfu zu Frühbucherkonditionen in einem Reisebüro gebucht. Anzahlung direkt geleistet und Restzahlung termingerecht ebenfalls überwiesen. Vor ca 1 Woche kamen dann auch die Reiseunterlagen mit Flugscheinen und Hotelvoucher für unser gebuchtes Hotel. Dann gestern der Schock. Der Reiseveranstalter (RV ) Jahn Reisen teilt uns mit, das wir unser gebuchtes Hotel nicht beziehen können da der Hotelier das Haus überbucht hat. Auf Nachfrage wurde uns vom Reisebüro bestätigt, das der Hotelier alle Frühbucher Verträge storniert hat, weil es ihm möglich war die Hotelzimmer jetzt in der Hauptsaison deutlich teurer zu verkaufen. Jahn Reisen sagt dazu, das keine Möglichkeit besteht daran etwas zu ändern. Angeblich würden keine Mittel zur Verfügung stehen den Hotelier zur Verantwortung zu ziehen.
Ich muss einschränkend sagen, das Jahn Reisen uns ein Alternativangebot vorgeschlagen hat. Ausstattung, Bewertungen usw. ähnlich unserem gebuchten Hotel, aber leider in extrem abgelegener Lage, ohne Felsküste ( die wir fürs Schnorcheln haben wollten ) und mit sehr langsam abfallendem Sandstrand, der den Verdacht das es ggf. viele Familien geben wird, nahelegt. Wir hatten aber absichtlich ein ruhiges Hotel gesucht und gebucht.
Jetzt sind wir hin und her gerissen. Alternativangebot annehmen? oder in Rechtsstreit gehen und neben dem Reisepreis auch noch "Schmerzensgeld" erstreiten? Wir sind sehr unglücklich über diese Sache. Man bucht doch nicht extra frühzeitig eine Reise um dann nur 7 Tage vor Abflug zu erfahren, das man in ein anderes Hotel kommt. Ein unbeschwerter Urlaub wird das sicher nicht.
Was meint ihr? Ist es dem ein oder anderen auch schon so ergangen? Was würdet ihr an unserer Stelle tun?
Danke an alle Meinungen und vielleicht Tipps. LG Thomas
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Interessant, dass ein nicht ganz kleiner Veranstalter wie Jahn eine EU-Auslandsklage gegen den Hotelier scheut. Seine Ware "Hotelzimmer" war an euch per Frühbucherangebot verkauft, reserviert, angezahlt.
Um welchen Ort geht es? Palaiokastriza? -
Urspünglich um das Mayor Pelekas Monastery in der Region/Ort Konogiallos, die Alternative wäre das Mayor Capo di Corfu in Agios Petros in der Nähe von Lefkimmi. Also am südlichen Zipfel.
Ja das Jahn sich da scheut will mir auch nicht in den Kopf.
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Du kannst kündigen und zusätzlich etwa 50% des Reisepreises als Entschädigung verlangen.
Möglicherweise solltest du das dem Veranstalter ankündigen um ihn etwas "in Wallung" zu bringen ...
Sehr erstaunlich übrigens, dass das Motiv für die Kündigung der Frühbucher so offen kommuniziert wird.
Selbst wenn der RV gegen den Hotelier gerichtlich vorginge würde das an eurer Situation nichts ändern, da bis zu einem Urteil die Ferien längst vorüber wären. -
Na soo offen wurde es nicht von selbst kommuniziert, aber da ich sehr "intensiv" mit Jahn und dem Reisebüro telefoniert habe, ist es der Mitarbeiterin im Reisebüro dann raus gerutscht. Da habe ich dann nochmal explizit nachgefragt und das wurde dann mit einem deutlichen JA bestätigt.
Kündigen würden wir nur ungern. Haben ja schließlich seit November darauf gewartet und sind mehr als urlaubsreif. Aber ich hoffe auf ein wenig Kulanz.. kostenloser Mietwagen oder ein vernünftiger Gutschein für ne zukünftige Reise... irgendetwas mit dem Jahn mir zeigt das es ihnen leid tut. Aber wenn ich auf das gelangweilte Telefonnat mit Jahn denke.. puhhh. Das Reisebüro ist da anders, denen merkt man an das es ihnen unendlich leid tut.
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Na soo offen wurde es nicht von selbst kommuniziert, aber da ich sehr "intensiv" mit Jahn und dem Reisebüro telefoniert habe, ist es der Mitarbeiterin im Reisebüro dann raus gerutscht. Da habe ich dann nochmal explizit nachgefragt und das wurde dann mit einem deutlichen JA bestätigt.
Kündigen würden wir nur ungern. Haben ja schließlich seit November darauf gewartet und sind mehr als urlaubsreif. Aber ich hoffe auf ein wenig Kulanz.. kostenloser Mietwagen oder ein vernünftiger Gutschein für ne zukünftige Reise... irgendetwas mit dem Jahn mir zeigt das es ihnen leid tut. Aber wenn ich auf das gelangweilte Telefonnat mit Jahn denke.. puhhh. Das Reisebüro ist da anders, denen merkt man an das es ihnen unendlich leid tut.
@katho97 sagte:
Kündigen würden wir nur ungern. Haben ja schließlich seit November darauf gewartet und sind mehr als urlaubsreif. Aber ich hoffe auf ein wenig Kulanz.. kostenloser Mietwagen oder ein vernünftiger Gutschein für ne zukünftige Reise... irgendetwas mit dem Jahn mir zeigt das es ihnen leid tut. Aber wenn ich auf das gelangweilte Telefonnat mit Jahn denke.. puhhh. Das Reisebüro ist da anders, denen merkt man an das es ihnen unendlich leid tut.
Hallo Katho,
du beantwortest dir damit doch die Frage selbst? Fahr in Urlaub und freu dich einfach.
Jahn kann auch nix dafür wenn deine Ausführungen so zutreffen, ein Alternativangebot wurde dir angeboten.
Option B hat vonschmeling dir genannt. Kündigen und 50% oben drauf "verlangen". Meine schnellrecherche hat selbes Ergebnis ausgespuckt.
Davon das es dem Reisebüro "leid tut" kannst dir auch nix kaufen, und was erwartest du am Telefon bei Jahn, dort arbeiten auch nur Menschen die solche Geschichten täglich hören, von deren Mitleid könntest du dir auch nichts kaufen.
Und wovor möchtest du jetzt genau "warnen"? Vor Pauschalreisen?
Grüße
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Beispielsweise über diesen Thread hier.
Allerdings sollten die Vorwürfe schon 100% erhärtet sein, sonst ist das unsicheres Terrain.
Zwar trifft es gerade Frühbucher häufiger und hinter vorgehaltener Hand wird hier Profitstreben zu Lasten der günstigen Preise vermutet, aber ganz offen zugegegen wird ein solches Vorgehen eher nicht.
Mein Rat wäre nach wie vor mit der Drohung der Kündigung und dem Verlangen einer Entschädigung bei Jahn auf den Busch zu klopfen, vielleicht wirkt sich das auf mangelndes Interesse hinsichtlich eines Entgegekommens aus. -
@Matthias: Nein nicht vor Pauschalreisen, aber wenn ein Hotelier so handelt, denke ich das andere es wissen sollten.
@vonschmeling: Ja wir werden am Montag in das Reisebüro gehen und mit Rücktritt drohen. Parallel werde ich ein Schreiben an Jahn schicken und das ebenfalls androhen.Matthias hat schon recht.. wir haben uns ja wirklich auf diesen Urlaub gefreut. Mal sehen ob es ein Zugeständnis gibt, mit dem wir dann ohne Groll den Urlaub antreten können.
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@katho97 sagte:
Kündigen würden wir nur ungern. Haben ja schließlich seit November darauf gewartet und sind mehr als urlaubsreif. Aber ich hoffe auf ein wenig Kulanz.. kostenloser Mietwagen oder ein vernünftiger Gutschein für ne zukünftige Reise... irgendetwas mit dem Jahn mir zeigt das es ihnen leid tut. Aber wenn ich auf das gelangweilte Telefonnat mit Jahn denke.. puhhh. Das Reisebüro ist da anders, denen merkt man an das es ihnen unendlich leid tut.
Hallo Katho,
du beantwortest dir damit doch die Frage selbst? Fahr in Urlaub und freu dich einfach.
Jahn kann auch nix dafür wenn deine Ausführungen so zutreffen, ein Alternativangebot wurde dir angeboten.
Option B hat vonschmeling dir genannt. Kündigen und 50% oben drauf "verlangen". Meine schnellrecherche hat selbes Ergebnis ausgespuckt.
Davon das es dem Reisebüro "leid tut" kannst dir auch nix kaufen, und was erwartest du am Telefon bei Jahn, dort arbeiten auch nur Menschen die solche Geschichten täglich hören, von deren Mitleid könntest du dir auch nichts kaufen.
Und wovor möchtest du jetzt genau "warnen"? Vor Pauschalreisen?
Grüße
@MatthiasPK sagte:
Jahn kann auch nix dafür wenn deine Ausführungen so zutreffen, ein Alternativangebot wurde dir angeboten.
Das Alternativangebot ist für die Katz, weil katho97 gezielt ein Hotel mit Felsküste wegen Urlaubsschwerpunkt Schnorcheln gebucht hat und die Alternative das nicht bieten kann. Wenn ich eine Reise incl. Karten in der Wiener Staatsoper buche, akzeptiere ich kein Andrea Berg-Konzert als Alternative.
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Ich würde mir vor dem versenden von irgendwelchen Drohungen mal genau überlegen was ich eigentlich möchte bzw. mir davon erwarte...
Immer wieder erlebe ich im Bekanntenkreis das sich irgendwo über irgendwas beschwert wird und wenn man dann fragt was sich derjenige eigentlich erhofft, bzw. was ihn denn "zufriedenstellen" würde: Schweigen oder Schulterzucken.
Auch würde ich vorher überlegen ob du das sicher willst, nicht das auf deinen Drohbrief eine Antwort ala "Sehr geehrter Herr ..., Hiermit bestätigen wir die Kündigung der beauftrageten Reiseleistung blabla..." und du dann verwundert zuhause sitzt, ohne Reise, kostenlosem Mietwagen oder Mitleid von irgendjemandem.
@Florian80w: Wenn dem so ist, das es für Katho eine unerträgliche Änderung in der Reise darstellt nun in dem alternativangebot zu nächtigen, bleibt auch hier die Antwort einfach: Kündigen und sehen was es noch dazu gibt. Es zwingt ihn sicher niemand anzunehmen. Deswegen verstehe ich auch die wortwahl "drohen" nicht. Kündige oder Kündige nicht, .... Ich würde mal überlegen ob man "drohen" nicht durch "nach entgegenkommen bitten" ersetzt....
Zumal es "Jahn" als solches sicher relativ egal ist womit du "drohst"... die entscheiden sicher für die für sie günstigste Variante.
Ich verstehe nicht das jeder sofort die Keule rausholt und versucht Gewinnmaximierung zu betreiben....
Was hat die Reise gekostet wenn ich fragen darf?
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Sorry, aber wer strebt hier nach "Gewinnmaximierung"? Imho verlangt katho97 nicht mehr als die Erfüllung seines Vertrages.
Jahn wird vertragsbrüchig, ob man eine Ankündigung nun als Drohung oder als "Aufforderung zum kundenorientierten Handeln" bezeichnet ändert nichts am Sachstand. Und da Jahn nun einmal Vertragspartner ist halte ich die Aussage sie könnten nichts dafür für eine wenig tröstliche. Ein Alternativangebot, das zudem wichtiger Eigenschaften schlichterdings entbehrt, reicht nach meiner Auffassung nicht aus.
katho97 hat recht genau ausgeführt was er sich vorstellt zur Heilung des Vertragsbruches - ein Schulterzucken kann ich darin nicht erkennen. -
Als Frühbucher pro Person: knapp 1400.-
Matthias, es geht nicht um "Gewinnmaximierung" Es ist für mich ne neue Erfahrung. Habe ich so noch nie erlebt. Bin wütend und weiß nicht damit umzugehen. Ich weiß nicht ob Du das verstehst, aber Jahn tut so als ob es eine allerwelts Geschichte ist, ist es ja vielleicht für die sogar. Für den Urlauber der sich extrem früh entscheidet, alles pünklich bezahlt und die richtigen Reiseunterlagen schon in der Hand hat ist es einfach ungeheuerlich. Sicher werde ich nicht sinnfrei einfach so kündigen. Aber das Mütchen ein bissel kühlen steht mir glaube ich schon zu. Wir warten mal was das Reisebüro in Sachen Mietwagen erreicht. Sollte der für uns zur Verfügung stehen, werden wir sicher fahren und den wagen nutzen um die Schnorchelgebiete anzufahren.
Der für mich (uns) wichtigste Hinweis ist aber der nach einem Storno mit Rückzahlung des reisepreises plus halbem Reisepreis als Entschädigung. Das wussten wir so nicht und gibt uns die Möglichkeit mit dem reisebüro und Jahn zu verhandeln.Ich halte euch auf dem laufenden.. wenns denn interessiert.
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Klar interessiert das, schließlich handelt es sich nicht um einen exotischen Einzelfall sondern sind immer wieder gerade Frühbucher von derart ärgerlichen Vorgehensweisen betroffen. Günter schrieb dazu mal, man solle sich selbst überlegen ob da wohl Kalkül dahinter steckt ...
Nochmal: Was hier passiert ist ein Vertragsbruch, das ist kein Kavaliersdelikt mit dem man sich nolens volens abzufinden hat.
Ich kann durchaus verstehen, wenn du - katho97 - nicht bereit bist, einfach zur Tagesordnung überzugehen und die Änderung widerspruchslos hinzunehmen. Es ist als erster Schritt genau richtig, dem Reisebüro die Verhandlungen zu übertragen. Ihr wisst jetzt was ihr im Falle eines Falles für Ansprüche hättet, das wirkt sich sicherlich positiv auf euer Selbstverständnis in der Situation aus.
Ein bisschen strategisches Säbelrasseln kann durchaus geeignet sein zur Nachjustierung der Dienstleistungsbereitschaft seitens des RV. Nach meiner Erfahrung hat es noch nie geschadet klar zu machen, dass man seine Rechte genau kennt und sich nicht mir nichts dir nichts auf ein banales Alternativangebot einlassen wird. -
@vonschmeling: wie soll deiner Meinung nach der RV reagieren in so einem Fall? Das Hotel gibt es nicht zu der Zeit und fertig. Alternative wurde angeboten steht es dem “Käufer“ frei diese abzulehnen und das auf Seite 1 beschriebene “Schmerzensgeld“ zu kassieren. Ihr erwartet doch nicht das ein Allerwelts-RV jeden anruft der davon betroffen ist und hinterfragt was die Intention der Buchung war, um dann eine individual-reise für jeden geschädigten zu stricken?
Versteht mich nicht falsch, es ist ärgerlich aber naja?
Gewinnmaximierung wäre es nicht, wenn in den Drohbriefen drin steht:
Um den von uns gebuchten Urlaub nach unten Vorstellungen verbringen zu können hätten wir gerne als Entschädigung ein kostenfreies Mietauto. Sollten wir dieses nicht bekommen sehen wir vom Antritt der Reise ab und kündigen diese aus den bekannten Gründen..
Das ist jetzt nicht auf Katho bezogen: Zeug verlangen, weil die Reise so untragbar geworden ist, und dann dennoch reisen obwohl man das geforderte dann doch nicht bekommen hat ist reine Gewinnmaximierung...
@katho: mich würde es sehr interessieren wie die Sache ausgeht, was Jahn bietet und wie euer Urlaub war. Wäre nett wenn du uns auf dem laufenden hältst. Ich für meinen Teil würde die Sache etwas (ich weiss, leicht gesagt als unbeteiligter) “lockerer“ sehen und einfach das alternativhotel gegen 3500€ und etwas Papier-Aufwand abwägen und dann entscheiden.
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@katho97
Falls ihr nicht absolut topfixiert seid auf Korfu, lasst euch doch notfalls ein Alternativangebot in einem anderen Zielgebiet mit guten Schnorchelmöglichkeiten anbieten, in dem reale Hotelvakanz besteht. -
@katho97
Falls ihr nicht absolut topfixiert seid auf Korfu, lasst euch doch notfalls ein Alternativangebot in einem anderen Zielgebiet mit guten Schnorchelmöglichkeiten anbieten, in dem reale Hotelvakanz besteht.