Typisch Ossi, Bayer,Hesse, Schwabe oder wie??
-
"meinungsfreiheit" wrote:
keine typ.berlinerische Eigenschaft: :D, oder?Ein etwas angeheiterter Berliner will mit seiner Frau in einen Bus einsteigen.
Sagt der Busfahrer: "Nee, Maenneken, mit so einem Affen nehm ick Ihnen nicht mit."
Dreht sich der Berliner um und sagt zu seiner Frau: "Haste gehoert, Du musst loofen."Die Kodderschnauze ist es, was ich an den Berlinern so liebe. Die hauen spontan was raus ohne Rücksicht auf Verluste, wo andere lange überlegen, ob das geht. Uns Rheinländern kommt das sehr entgegen, obschon wir manches etwas charmanter verpacken.
Kennst Du den? In Berlin an der U-Bahn-Station. Fürchterliches Gedränge, als der Zug einrollt. Da sagt sie zu ihm: "Ede, dreh Dir ma' janz unauffällisch um, ick jlobe mir poppt eener."
-
der war spitze

noch was zur Völkerverständigung:
Im Drei-Sterne-Lokal. Ein Bayer und ein Berliner haben soeben ihr üppiges Sechsgänge-Menü beendet.
Der Bayer winkt den Ober herbei, um zu zahlen.
Doch da tönt es auf Berlinerisch:
"Ick übanehme det."
Schlagzeile am nächsten Tag:
BAYRISCHER BAUCHREDNER ERWUERGT AUFGEFUNDEN! -
Dass jo-joma und Bruchpilot den Titel Badenser ablehnen, mag vielleicht auch am Alter liegen. Ich bin sicher die Ältere und da beide Namen richtig sind, bleibe ich beim alten, wie gehabt.
In unseren Dialekten heißen Leute, deren Benehmen zu wünschen übrig lassen, ja "Bagasch" und dazu fällt mir nun auch ein Witz ein.
Eine Familie aus Baden ging über Grenze, ins Elsaß.
Am Bahnhof in Straßburg rannte ein Gepäck/Kofferträger rum und rief, um auf sich aufmerksam zu machen:
"******, ******".... da drehte sich der Mann zu seiner Frau um und sagte" komm, mir haue wieder ab, do kenne sie uns au scho"! -
Hallo,
als eingefleischter "Unterfranke" lebe ich jetzt das 7. Jahr in Bayern (München).
Ich muss schon sagen, ohne alle über einen Kamm scheren zu wollen, das der Bayer schon sehr überheblich sein kann.
Die Bayern machen alles besser, können alles besser, sind schöner, sind der Nabel der Welt, usw.....
Wie gesagt, wir haben auch viele Bekannte in Bayern gewonnen, die sehr nett sind. Aber der größte Teil meint wirklich, er habe die Welt erfunden.
Gruss
Marion -
@ meinungsfreiheit
der war auch gut

Jetz zur Wiesn trifft sich doch wieder ganz Deutschland in München. Komisch, dort verstehen sich doch immer wieder alle.
Gut, mit einem Bayer warm zu werden ist allgemein etwas schwer, da läuft schon mancher Biffe (Büffel=Sturkopf) rum. Aber wenn der dich mal ins Herzerl geschlossen hat, dann für immer.
Das mag vielleicht auch am geschichtlichen Hintergrund liegen. Immerhin haben wir es den Preussen zu verdanken, dass z. B. in der Maß jetzt weniger drin ist, als noch vor über hundert Jahren.
Und Bevormundung schmeckt auch nicht jedem.Wir sind halt etwas eigen, aber wer ist des nicht?
Servus,
deandl -
der Bayer sagt doch eigentl. eine Mass, aber schreiben tut man es ein Maß.
Typisch: Mass
Regel: MaßSch....ß Regeln!
Bis zur Wiesn!
-
Hallo zusammen,
habe mir eben alle Beiträge zum Thema durchgelesen und mich teilweise schlapp gelacht.
Was mir im Urlaub immer auffällt das vor allem die Gäst aus Schwaben, Bayern, Berlin und aus Ostdeutschland immer in ihrem Dialekt auf z.B. Rezeptionsangestellte einreden.Ich bin in Köln geboren, bin aber noch nie auf die Idee gekommen im Hotel meinen Dialekt zu sprechen.
Für mich ist ganz klar das ich außerhalb von Köln Hocheutsch spreche.Aber ich lach mich immer weg wenn ich die verschiedenen Dialekte im Urlaub höre.
Gruß aus Köln
Conny -
Hallo, gut dass ich dieses Thema gefunden habe, ich komme gerade aus Ägypten zurück und hatte da mal wieder ein paar Erlebnisse die ich euch nicht vorenthalten möchte, ich möchte aber nicht irgendein bestimmtes Bundesland anprangern, ich wußte auch nicht woher diese speziellen Vögel waren, jedenfalls haben sie Deutsch gesprochen.
Wir sitzen beim Galabuffet im Royal Makadi in wunderschöner Umgebung und einem tollen Buffet, wir möchten uns einen Nachschlag holen, Salatteller, Wein, Wasser Handtasche etc... auf dem Tisch. Beim Zurückkommen sehe ich wie die Leute vom Nachbartisch Ihre Halbleergefr...en Teller einfach auf unseren Tisch packen - Ihr könnt Euch vorstellen dass ich denen die Teller mit einigen weniger netten Kommentaren zurück befördert habe.
Am nächsten Morgen, ich als Frühaufsteherin lümmle schon um 6:30 Uhr am Strand rum, die übliche Liegen-Reservierungsschlacht ist auch schon in vollem Gange, ein Mann fällt mir besonders auf - er ist gerade dabei, auf die Stange des Schirmes mit Kuli seinen Namen sowie Datum und Uhrzeit zu schreiben. So nach dem Motto "Das ist meins und damit pasta"
Ah, ja mein Badetuch nehm' ich wieder mit ins Zimmer!!
Ich glaube das schlechtes Benehmen im allgemeinen nichts mit der Herkunft aus einem bestimmten Bundesland zu tun hat, sondern ganz einfach mit mangelnden Manieren.
Wenn man sich die teilweise sehr blöden Kommentare über das Essen anhörte (Das sind aber keine Spätzle, das Essen ist unter aller Kanone etc...) fragte man sich, mit welchen Vorstellungen manche Leute einige Tausend Kilometer in den Urlaub fliegen.
Und am meisten stört mich dieses "Herrengehabe" mit dem Spruch "ein Bier aber fix" wird sich niemand Freunde machen - Oder was sagt Ihr?
-
"Xenia9999" wrote:
Und am meisten stört mich dieses "Herrengehabe" mit dem Spruch "ein Bier aber fix" wird sich niemand Freunde machen - Oder was sagt Ihr?Das sind für mich keine Menschen, die die Bezeichnung "Herr" verdient haben, sondern schlichtweg asoziale Prolls.

-
schöner Thread. Vieles könnte ich unterschreiben und die Witze muss ich mir unbedingt merken.
Vor etlichen Jahren war ich in einer Appartementanlage auf Kreta. Da war wirklich aus jedem dt. Bundesland eine Familie dabei.
Es gab keine Grüppchenbildung. Jeder hat mit jedem gesprochen. Die Anlage wurde von einer griechische Familie geführt und die hatten grade Besuch von Verwandten, die waren dann auch noch bei uns dabei.War richtig klasse.
-
Unsere Erfahrungen im Urlaub mit den unterschiedlichen Landsmannschaften reichen schon etwas zurück, als wir noch pauschal verreisten. Seitdem wir individuell reisen und keine populären Destinationen auswählen, haben wir nur noch selten Kontakt mit deutschen Landsleuten.
Aktuelle Erfahrungen mit Mitmenschen aus den unterschiedlichen Gegenden haben wir vor allem im Berufsleben gemacht.
-
Wie sagte noch der lebenslustige Rheinländer Netzer aus Mönchengladbach zum drögen Hamburger Delling in der ARD während einer Fußballübertragung?
"Ich lebe zwar in Zürich, stamme aber aus dem Rheinland, da wo die Freude zu Hause ist. Freude! Verstehen Sie, was ich meine?"
Die beiden flachsen sich bewußt in der für ihre Heimat typischen Weise an. Delling besticht bei aller Sprödigkeit durch hintersinnige, spitze Bemerkungen, während Netzers Einwürfe meist intellektuell anspruchsloser sind, so wir der Rheinländer "als solcher" eher schlichter, einfacher strukturiert ist. Trotzdem tut Delling sich erstaunlicherweise mit Netzer mitunter schwer. Dann kommt die obligate Frage: "Wie darf ich das denn nun wieder verstehen?"
Netzer dagegen kontert Dellings Bemerkungen meist souveräner. Er dokumentiert, daß er das Ganze wirklich nicht ernst nimmt.Netzer könnte noch hundert Jahre weiter machen, seine Herkunft würde er wegen seiner Singsang-Spachfärbung nie verleugnen können. Delling spricht dagegen das typische abgehackt schnelle Nord-Deutsch, mit dem sich die Rheinländer emotional manchmal schwer tuen. Die Sprache wirkt auf sie kalt, perfekt und vermittelt eine gewisse Strenge, die dem Rheinländer in seiner Wesensart völlig fremd ist.
Ich habe selber berufsbedingt anderthalb Jahre in HH gelebt und habe mich immer schwer getan mit der distanzierten Art der Menschen. Sie lassen nicht wirklich gerne jemanden so schnell an sich ran. Und vor allem haben sie kein Verständnis dafür, daß jemand laut lacht, wenn nicht ein unmittelbarer gewichtiger Grund dafür vorliegt.
Allerdings bestätige ich, was hier auch schon mal anklang: Wenn sie Vertrauen gefaßt haben, dann sind sie zuverlässige Freunde. Ganz im Gegensatz zu den flatterhaften, emotionalen Schwankungen ausgesetzten Rheinländern, die es sogar schaffen, die 5 gerade zu machen, wenn es ihnen momentan in den Kram paßt.
Neeeeeeiiiiin, man kann das alles nicht verallgemeinern. Aber tendenziell haben alle Landstriche in D. schon so ihre speziellen Eigenarten.
-
"salvamor41" wrote:
Aktuelle Erfahrungen mit Mitmenschen aus den unterschiedlichen Gegenden haben wir vor allem im Berufsleben gemacht.da ist auch der Knackpunkt.
Im Urlaub gibt es wirklich solche, wie wurde eben gesagt, "Prolls", die sich um nichts scheren.
Ich bin da und alle haben sich mir anzupassen.
Im Berufsleben geht dies nicht.
Im Rheinland muß diese Fröhlichkeit wirklich mit dem Wein zusammenhängen.

Als wir in Remagen am Rhein eine Schulung hatten, war tagsüber Schulungsstimmung und abends beim Essen im Weinlokal tauten Alle auf und es wurde ein netter Abend (Nacht).

Aber:
Da waren Bayern, Württemberger, Badener (Badenser), Franken und Rheinländer dabei!

-
Jetzt hat Erika sich hier in diesem Thread immer noch nicht geäußert. What a pity!
Aber vielleicht locken wir sie aus der Reserve, wenn wir mal die Nord-Hessen auf's Korn nehmen.
Möglichst, bevor sie sich wieder über den frechen Rheinländer aufregt.
-
@ meinungsfreiheit
So schrieb mans halt vor der Rechtschreibreform. Und mal ganz ehrlich, Mass statt Maß zu schreiben schaut doch auch sch... aus.
Also lass mas so wies is.Ich als Bayerin empfinde mich nicht als überheblich.
Ich glaube eher da wird sehr ausgeprägter Nationalstolz als solches empfunden.
Gut, in manchen Dingen wird auch sehr übertrieben, geb ich ja zu. Aber das sind die Spezialisten!Aber es war schon immer so, wer am lautestens brüllt bekommt das meiste ab.

War jetzt nicht böse gemeint.Im Berufsleben/Urlaub etc. kann ich mein bayerisch nicht anbringen, sonst versteht mich ja keiner.
Komischerweise regt sich da bei den Sachsen keiner auf. Oder kommt mir das bloß so vor.Ausserdem ist das bayerische eh auf dem Rückzug. In den Schulen werden die Kinder dazu angehalten wieder mehr bayerisch zu sprechen.
Noch ist es ja keine geschützte Sprache, so wie Plattdeutsch.
Aber irgendwann wird es in Deutschland keine Dialekte mehr geben.
Aus meiner Sicht ein echter Verlust. -
Das ist doch endlich mal ein lustiges Thema. Wenn selbst die Badener nicht wissen, dass sie Badenser heißen. Ich habe mal versucht einen sogenannten Ureinwohner ausfindig zu machen. Das war nicht einfach, weil zur Zeit alle auf der Ilwetrische-Jagd sind. Trotzdem haben die daheim gebliebenen Exemplare einstimmig erklärt, dass sie sich selbst Badenser nennen.
Im Urlaub extrem aufgefallen sind mir eigentlich nur die Kölner. Die hatten immer gute Laune, waren bei jedem Spass mit dabei und können vor allem auch über sich selbst lachen.
-
"deandl" wrote:
Aber irgendwann wird es in Deutschland keine Dialekte mehr geben.
Aus meiner Sicht ein echter Verlust.eine Weltsprache- "deunglisch"

-
"flipundflop" wrote:
Im Urlaub extrem aufgefallen sind mir eigentlich nur die Kölner. Die hatten immer gute Laune, waren bei jedem Spass mit dabei und können vor allem auch über sich selbst lachen.im Rheinland hab ich gelernt, dass man da sogar sein ganzes Hab und Gut verkaufen würde, um jedes Jahr den Winter zu vertreiben!

-
"meinungsfreiheit" wrote:
"deandl" wrote:
Aber irgendwann wird es in Deutschland keine Dialekte mehr geben.
Aus meiner Sicht ein echter Verlust.eine Weltsprache- "deunglisch"

Das is ja das schlimme daran. Eigentlich fast alles was unter 20 Jahre ist, damit kann man sich ja fast nicht mehr unterhalten. Auf dem Land gehts ja noch, aber in der Stadt.
Frag mal da einen, die geben ja keine gescheiten Antworten mehr. Ich weiß ja, deutsches Sprach schweres Sprach.
Hab letztens mal eine Sendung auf RTL gesehen, da haben die in einer deutschen Innenstadt Jugendliche nach Sprichwörtern und deren Bedeutung abgefragt (z.B. Der frühe Vogel fängt den Wurm.). Von 10 Jugendlichen konnte nur einer annähernd den Spruch deuten. Echt schlimm.
Und was mich daran entsetzt ist auch die Tatsache, dass die nur eine Generation hinter mir sind.
