Reiseabbruch- oder Krankenversicherung
-
Hallo, ich hoffe, dass ich im richtigen Unterforum bin. Wir rätseln gerade über die Sinnhaftigkeit einer Reiseabbruchversicherun. Ich weiß was eine Rücktrittss-, Abbruch- und Auslandskrankenversicherung ist, aber wo genau unterscheiden sich letztere in dem Punkt der Krankheit?
Wenn ich krank werde ist eine Auslandskrankenversicherung dafür da auch einen Rücktransport zu organisieren. Genau damit werben aber auch die Versicherung bei einer Abbruchversicherung. Es geht mir nicht um das Geld, welches man zurückbekommen könnte, sondern nur um die Möglichkeit wieder nach Deutschland zu kommen sollte die Krankheit schwieriger sein.
Ich hoffe ihr könnt mich aufklären.
-
Hallo, ich hoffe, dass ich im richtigen Unterforum bin. Wir rätseln gerade über die Sinnhaftigkeit einer Reiseabbruchversicherun. Ich weiß was eine Rücktrittss-, Abbruch- und Auslandskrankenversicherung ist, aber wo genau unterscheiden sich letztere in dem Punkt der Krankheit?
Wenn ich krank werde ist eine Auslandskrankenversicherung dafür da auch einen Rücktransport zu organisieren. Genau damit werben aber auch die Versicherung bei einer Abbruchversicherung. Es geht mir nicht um das Geld, welches man zurückbekommen könnte, sondern nur um die Möglichkeit wieder nach Deutschland zu kommen sollte die Krankheit schwieriger sein.
Ich hoffe ihr könnt mich aufklären.
Die Reiseabbruchversicherung tritt auch bei Krankheit ein.
Aber eben nicht wenn du krank wirst. Sondern vielleicht deine Mitreisenden oder Kinder/ Eltern, die zu Hause geblieben sind. Dann zahlt dir die Versicherung die Kosten. Oder wenn die dir die Hütte brennt..... -
Moin! Wie man sieht, sind hier die wahren Experten unterwegs.... es ist leider doch nicht so ganz einfach...
Zunächst einmal muss man sich sehr genau im Klaren sein, welche Risiken abgesichert werden sollen und was man selbst zu tragen bereit ist. Zunächst einmal ist eine Auslandskrankenversicherung immer zu empfehlen, da die Kosten im EU- wie auch im Nicht-EU-Ausland exorbitant sein können, ich habe da in den USA / Kanada entsprechende Erfahrungen gemacht... da zahlt eine deutsche gesetzliche KV höchstens den deutschen Kostensatz, also quasi "nix", und Behandlungskosten in den USA können schnell mal in die (zig-)tausende gehen, je nach Art und Schwere der Erkrankung. Ambulante Behandlung wird in der Regel zunächst vom Patienten beglichen, per KK oder so, und anschließend erstattet, stationäre Behandlung geht direkt über die Reiseversicherung.
Dann sollte man sich ganz zu Anfang die Frage stellen: wie oft verreise ich eigentlich? Drei, vier, fünf mal im Jahr? Man zähle auch Städtetrips nach London, Wien, Barcelona etc. dazu, denn so bald man den Fuß vor die Tür setzt mit Koffer, Stock und Schirm, beginnt die Reise nach den Regelwerken der Versicherungswirtschaft und schon auf dem Weg zum Reiseziel ist man versichert. Reist man öfter und regelmäßig, lohnt sich die Jahrespolice.... das ist DEUTLICH günstiger als wenn man jede einzelne Reise versichert und immer wieder neue Policen abschließt für 4 Wochen oder so.
Kommen wir jetzt zum Rücktransport nach Deutschland. Hier unterscheiden sich die Versicherungsbedingungen erheblich. Der Kasus Knacksus lautet: die Rückholung des Erkrankten nach Deutschland wird finanziert, wenn MEDIZINISCH ERFORDERLICH oder MEDIZINISCH SINNVOLL. Hier lauert eine wichtige Klausel. Medizinisch erforderlich bedeutet, dass nur dann ein Rücktransport erfolgt, wenn die Behandlung am Urlaubsort nicht durchgeführt werden kann. In Spanien, Nordamerika oder auch Brasilien gibt es eber exzellent ausgestattete Kliniken, die quasi jede Behandlung durchführen können. Spricht der Patient und auch die Angehörigen jedoch die Landessprache nicht, kann es sehr unangenehm werden, sich mit Ärzten und Pflegepersonal zu verständigen und wesentliche Betreuungsleistungen können u.U. nicht erbracht werden und die Kosten für einen Dolmetscher werden natürlich von niemandem getragen, außer dem Patienten selbst.
Medizinisch sinnvoll... hier greift die Komfortklausel, dass es durchaus sinnvoll sein kann, den Patienten ins Heimatland zu überführen, schon wegen der Verständigung mit dem medizinischen Personal.
Die Reisekrankenversicherung hat aber nichts zu tun mit der Reiserücktrittskostenversicherung ODER der Reiseabbruchversicherung. Die Reiserücktrittskostenversicherung greift z.B. im Falle einer Erkrankung VOR und eindeutig NUR VOR Reiseantritt, der Erkrankung des Partners oder eines minderjährigen Kindes, und sicher auch dann, wenn die Hütte abbrennt. Im Einzelfall gilt hier: Versicherungsbedingungen sorgfältig lesen und ggf. auf Beratung durch Finanztest etc. zurückgreifen. Hat man aber den Fuß aus der Tür gesetzt und ist vielleicht schon am Abfahrtsbahnhof angekommen oder sitzt im Taxi, hat die Reise begonnen und wenn dann etwas passiert, greift die Reiserücktrittskostenversicherung nicht mehr. Natürlich dürfen Vorerkrankungen nicht bereits bestanden haben, die dann nach Vertragsabschluss und VOR der Reise zur Reiseunfähigkeit führen. Wer an chronischer Sinusitis leidet und dann wegen einer Nebenhöhlen-OP "plötzlich" doch nicht auf die Reise gehen kann, guckt in die Röhre.
Die Reiseabbruchversicherung trägt das Risiko des Reiseabbruchs, und hier liegen die Prämien deutlich höher, denn wie wir wissen (oder wissen wollten) liegt das Erkrankungs- und Verunfallungsrisiko auf Urlaubsreisen deutlich höher als daheim im Alltag, wo man sich auskennt und sicher bewegt, ohne ständig auf tolle Kirchturmspitzen zu starren, während einen ein Auto umnietet beim Überqueren der Straße. Hier bekommt man die Reisekosten zurück bzw. anteilig für die nicht verurlaubten Tage, wenn man wegen Erkrankung etc. oder bei abbrennender Hütte daheim vorzeitig nach Haus reisen muss. Da der finanzielle Schaden bei Reiseabbruch sicher ärgerlich ist, halte ich das aber für verschmerzbar weil überschaubar, wenn wer eine Reise abbricht, hat zunächst einmal andere Sorgen, nämlich die Erkrankung oder die abgebrannte Hütte daheim, so dass einen vielleicht die entgangene Reisefreude in diesem Moment vielleicht deutlich weniger jucken sollte. Bei Berufstätigen gibt's dann ja auch aus nachvollziehbaren Gründen nicht die Urlaubstage vom Arbeitgeber zurück. Also: Reiserücktrittskostenversicherung empfohlen, Reiseabbruch eher nicht. Diese Versicherungen müssen nicht zwangsläufig mit Reise-KV gekoppelt sein, können aber als Paket (Rundum Sorglos etc.) gebucht werden. Preisvergleich dringend empfohlen und bitte prüfen, ob die Paketlösung günstiger ist oder die Einzelpolicen getrennt. Und meistens liegen die Direktversicherer deutlich günstiger als diese zauberhaft wohlklingenden (und überteuereten) Namen wie Allianz oder Axa, bei denen man die glitzernden Glaspaläste und teure Werbeanzeigen mitfinanziert. Cosmos Direkt ist mein Favorit bei vielen Versicherungen, unbedingt mit in die Überlegungen einbeziehen!
-
Moin! Wie man sieht, sind hier die wahren Experten unterwegs.... es ist leider doch nicht so ganz einfach...
Zunächst einmal muss man sich sehr genau im Klaren sein, welche Risiken abgesichert werden sollen und was man selbst zu tragen bereit ist. Zunächst einmal ist eine Auslandskrankenversicherung immer zu empfehlen, da die Kosten im EU- wie auch im Nicht-EU-Ausland exorbitant sein können, ich habe da in den USA / Kanada entsprechende Erfahrungen gemacht... da zahlt eine deutsche gesetzliche KV höchstens den deutschen Kostensatz, also quasi "nix", und Behandlungskosten in den USA können schnell mal in die (zig-)tausende gehen, je nach Art und Schwere der Erkrankung. Ambulante Behandlung wird in der Regel zunächst vom Patienten beglichen, per KK oder so, und anschließend erstattet, stationäre Behandlung geht direkt über die Reiseversicherung.
Dann sollte man sich ganz zu Anfang die Frage stellen: wie oft verreise ich eigentlich? Drei, vier, fünf mal im Jahr? Man zähle auch Städtetrips nach London, Wien, Barcelona etc. dazu, denn so bald man den Fuß vor die Tür setzt mit Koffer, Stock und Schirm, beginnt die Reise nach den Regelwerken der Versicherungswirtschaft und schon auf dem Weg zum Reiseziel ist man versichert. Reist man öfter und regelmäßig, lohnt sich die Jahrespolice.... das ist DEUTLICH günstiger als wenn man jede einzelne Reise versichert und immer wieder neue Policen abschließt für 4 Wochen oder so.
Kommen wir jetzt zum Rücktransport nach Deutschland. Hier unterscheiden sich die Versicherungsbedingungen erheblich. Der Kasus Knacksus lautet: die Rückholung des Erkrankten nach Deutschland wird finanziert, wenn MEDIZINISCH ERFORDERLICH oder MEDIZINISCH SINNVOLL. Hier lauert eine wichtige Klausel. Medizinisch erforderlich bedeutet, dass nur dann ein Rücktransport erfolgt, wenn die Behandlung am Urlaubsort nicht durchgeführt werden kann. In Spanien, Nordamerika oder auch Brasilien gibt es eber exzellent ausgestattete Kliniken, die quasi jede Behandlung durchführen können. Spricht der Patient und auch die Angehörigen jedoch die Landessprache nicht, kann es sehr unangenehm werden, sich mit Ärzten und Pflegepersonal zu verständigen und wesentliche Betreuungsleistungen können u.U. nicht erbracht werden und die Kosten für einen Dolmetscher werden natürlich von niemandem getragen, außer dem Patienten selbst.
Medizinisch sinnvoll... hier greift die Komfortklausel, dass es durchaus sinnvoll sein kann, den Patienten ins Heimatland zu überführen, schon wegen der Verständigung mit dem medizinischen Personal.
Die Reisekrankenversicherung hat aber nichts zu tun mit der Reiserücktrittskostenversicherung ODER der Reiseabbruchversicherung. Die Reiserücktrittskostenversicherung greift z.B. im Falle einer Erkrankung VOR und eindeutig NUR VOR Reiseantritt, der Erkrankung des Partners oder eines minderjährigen Kindes, und sicher auch dann, wenn die Hütte abbrennt. Im Einzelfall gilt hier: Versicherungsbedingungen sorgfältig lesen und ggf. auf Beratung durch Finanztest etc. zurückgreifen. Hat man aber den Fuß aus der Tür gesetzt und ist vielleicht schon am Abfahrtsbahnhof angekommen oder sitzt im Taxi, hat die Reise begonnen und wenn dann etwas passiert, greift die Reiserücktrittskostenversicherung nicht mehr. Natürlich dürfen Vorerkrankungen nicht bereits bestanden haben, die dann nach Vertragsabschluss und VOR der Reise zur Reiseunfähigkeit führen. Wer an chronischer Sinusitis leidet und dann wegen einer Nebenhöhlen-OP "plötzlich" doch nicht auf die Reise gehen kann, guckt in die Röhre.
Die Reiseabbruchversicherung trägt das Risiko des Reiseabbruchs, und hier liegen die Prämien deutlich höher, denn wie wir wissen (oder wissen wollten) liegt das Erkrankungs- und Verunfallungsrisiko auf Urlaubsreisen deutlich höher als daheim im Alltag, wo man sich auskennt und sicher bewegt, ohne ständig auf tolle Kirchturmspitzen zu starren, während einen ein Auto umnietet beim Überqueren der Straße. Hier bekommt man die Reisekosten zurück bzw. anteilig für die nicht verurlaubten Tage, wenn man wegen Erkrankung etc. oder bei abbrennender Hütte daheim vorzeitig nach Haus reisen muss. Da der finanzielle Schaden bei Reiseabbruch sicher ärgerlich ist, halte ich das aber für verschmerzbar weil überschaubar, wenn wer eine Reise abbricht, hat zunächst einmal andere Sorgen, nämlich die Erkrankung oder die abgebrannte Hütte daheim, so dass einen vielleicht die entgangene Reisefreude in diesem Moment vielleicht deutlich weniger jucken sollte. Bei Berufstätigen gibt's dann ja auch aus nachvollziehbaren Gründen nicht die Urlaubstage vom Arbeitgeber zurück. Also: Reiserücktrittskostenversicherung empfohlen, Reiseabbruch eher nicht. Diese Versicherungen müssen nicht zwangsläufig mit Reise-KV gekoppelt sein, können aber als Paket (Rundum Sorglos etc.) gebucht werden. Preisvergleich dringend empfohlen und bitte prüfen, ob die Paketlösung günstiger ist oder die Einzelpolicen getrennt. Und meistens liegen die Direktversicherer deutlich günstiger als diese zauberhaft wohlklingenden (und überteuereten) Namen wie Allianz oder Axa, bei denen man die glitzernden Glaspaläste und teure Werbeanzeigen mitfinanziert. Cosmos Direkt ist mein Favorit bei vielen Versicherungen, unbedingt mit in die Überlegungen einbeziehen!
@tancarino sagte:
Reiseabbruchversicherung trägt das Risiko des Reiseabbruchs, und hier liegen die Prämien deutlich höher, denn wie wir wissen (…) liegt das Erkrankungs- und Verunfallungsrisiko auf Urlaubsreisen deutlich höher als daheim im Alltag, wo man sich auskennt und sicher bewegt, ohne ständig auf tolle Kirchturmspitzen zu starren, während einen ein Auto umnietet beim Überqueren der Straße.
Ah ja...

-
Die Versicherung der Wahl für dich, P.Hansch, ist eine Auslands KV mit inkludiertem Rücktransport.
Hierfür werden dann vermutlich höhere Prämien verlangt. Eine Abhängigkeit von Sprachkenntnissen ist allerdings ein Märchen ...In den AVB ist ggf. festgelegt, dass du auf Wunsch zuhause weiterbehandelt werden kannst und der Rücktransport abgedeckt ist.
Voraussetzung ist natürlich deine Transportfähigkeit. Im Falle eines Falles erwägt ein Arzt die Risiken.Selbst erlebt: Patient konnte nicht mehr entscheiden, der Wunsch seiner Frau auf Rücktransport wurde wegen der deutlich höheren Risiken abgelehnt.
Es geht nicht allein um die Kosten sondern eben vornehmlich um die Risiken der Entscheidung Verbleib oder Überführung in die Heimat. Demnach können Mediziner trotz bumfaszinöser Absicherung einen Krankentransport als zu risikoreich ablehnen und deine bumfaszinöse Rate war für die Katz. -
@P.Hanisch
Ist viel Text hier von einigen, aber noch nicht so richtig der Sinn erkannt.Reiserücktrittsversicherung:
Versichert Vorkommnisse, die VOR der Reise eintreten können und dich von der Reise abhaltenReisekrankenversicherung:
Kommt für die Behandlungskosten und Kosten eines eventuell notwendigen Rücktransport auf.
Die kosten hierfür können erheblich sein (Ambulanjet ca. 30.000 € auf der Fernstrecke)Reiseabbruchversicherung:
Hier geht es weniger um dich in deinem Urlaub sondern um deinen Besitz zuhause und um deine Familie (Vater Muter Oma Kind usw.)
die zuhause geblieben ist. Auch steht nicht die Entschädigung für nicht erhaltene Urlaubsleistungen (restliche Hoteltage usw.) im Vordergrund. Wenn du vorzeitig heimreisen musst, z.B. Todesfall in der Familie, Hausbrand, dann kostet ein Rückflug oneway am gleichen
oder nächsten Tag schnell mehr, als der gesamte Urlaub. Gerade in der Hauptreisezeit oder jetzt zu Weihnachten kann das sehr teuer werden. Für diese Kosten ist die Versicherung gedacht.Hoffe, ich konnte helfen.
-
@P.Hanisch
Ist viel Text hier von einigen, aber noch nicht so richtig der Sinn erkannt.Reiserücktrittsversicherung:
Versichert Vorkommnisse, die VOR der Reise eintreten können und dich von der Reise abhaltenReisekrankenversicherung:
Kommt für die Behandlungskosten und Kosten eines eventuell notwendigen Rücktransport auf.
Die kosten hierfür können erheblich sein (Ambulanjet ca. 30.000 € auf der Fernstrecke)Reiseabbruchversicherung:
Hier geht es weniger um dich in deinem Urlaub sondern um deinen Besitz zuhause und um deine Familie (Vater Muter Oma Kind usw.)
die zuhause geblieben ist. Auch steht nicht die Entschädigung für nicht erhaltene Urlaubsleistungen (restliche Hoteltage usw.) im Vordergrund. Wenn du vorzeitig heimreisen musst, z.B. Todesfall in der Familie, Hausbrand, dann kostet ein Rückflug oneway am gleichen
oder nächsten Tag schnell mehr, als der gesamte Urlaub. Gerade in der Hauptreisezeit oder jetzt zu Weihnachten kann das sehr teuer werden. Für diese Kosten ist die Versicherung gedacht.Hoffe, ich konnte helfen.
@ P.Hansch
Ich hoffe, man hat dich endlich richtig verwirrt ?

Vorschlag : geh zu einem Versicherungsmenschen, der wird dir sagen was er dir wofür oder wogegen verkauft.
Und ein noch besserer Vorschlag : falls du Mitglied in diesem großen Automobilclub bist, geh gleich dahin, denn die haben im Segment Reise für ihre Mitglieder besonders günstige Konditionen. -
Dieser Beitrag wurde gelöscht!
-
@P.Hanisch
Ist viel Text hier von einigen, aber noch nicht so richtig der Sinn erkannt.Reiserücktrittsversicherung:
Versichert Vorkommnisse, die VOR der Reise eintreten können und dich von der Reise abhaltenReisekrankenversicherung:
Kommt für die Behandlungskosten und Kosten eines eventuell notwendigen Rücktransport auf.
Die kosten hierfür können erheblich sein (Ambulanjet ca. 30.000 € auf der Fernstrecke)Reiseabbruchversicherung:
Hier geht es weniger um dich in deinem Urlaub sondern um deinen Besitz zuhause und um deine Familie (Vater Muter Oma Kind usw.)
die zuhause geblieben ist. Auch steht nicht die Entschädigung für nicht erhaltene Urlaubsleistungen (restliche Hoteltage usw.) im Vordergrund. Wenn du vorzeitig heimreisen musst, z.B. Todesfall in der Familie, Hausbrand, dann kostet ein Rückflug oneway am gleichen
oder nächsten Tag schnell mehr, als der gesamte Urlaub. Gerade in der Hauptreisezeit oder jetzt zu Weihnachten kann das sehr teuer werden. Für diese Kosten ist die Versicherung gedacht.Hoffe, ich konnte helfen.
@gastro24 sagte:
Der Nick ist P.Hansch
aber noch nicht so richtig der Sinn erkannt.
Gefragt wurde nach dem Rücktransport im Erkrankungsfall. Wer hat den Sinn nicht erkannt?
Hoffe, ich konnte helfen.
Sicher. Wer sonst ...

-
Moin! Wie man sieht, sind hier die wahren Experten unterwegs.... es ist leider doch nicht so ganz einfach...
Zunächst einmal muss man sich sehr genau im Klaren sein, welche Risiken abgesichert werden sollen und was man selbst zu tragen bereit ist. Zunächst einmal ist eine Auslandskrankenversicherung immer zu empfehlen, da die Kosten im EU- wie auch im Nicht-EU-Ausland exorbitant sein können, ich habe da in den USA / Kanada entsprechende Erfahrungen gemacht... da zahlt eine deutsche gesetzliche KV höchstens den deutschen Kostensatz, also quasi "nix", und Behandlungskosten in den USA können schnell mal in die (zig-)tausende gehen, je nach Art und Schwere der Erkrankung. Ambulante Behandlung wird in der Regel zunächst vom Patienten beglichen, per KK oder so, und anschließend erstattet, stationäre Behandlung geht direkt über die Reiseversicherung.
Dann sollte man sich ganz zu Anfang die Frage stellen: wie oft verreise ich eigentlich? Drei, vier, fünf mal im Jahr? Man zähle auch Städtetrips nach London, Wien, Barcelona etc. dazu, denn so bald man den Fuß vor die Tür setzt mit Koffer, Stock und Schirm, beginnt die Reise nach den Regelwerken der Versicherungswirtschaft und schon auf dem Weg zum Reiseziel ist man versichert. Reist man öfter und regelmäßig, lohnt sich die Jahrespolice.... das ist DEUTLICH günstiger als wenn man jede einzelne Reise versichert und immer wieder neue Policen abschließt für 4 Wochen oder so.
Kommen wir jetzt zum Rücktransport nach Deutschland. Hier unterscheiden sich die Versicherungsbedingungen erheblich. Der Kasus Knacksus lautet: die Rückholung des Erkrankten nach Deutschland wird finanziert, wenn MEDIZINISCH ERFORDERLICH oder MEDIZINISCH SINNVOLL. Hier lauert eine wichtige Klausel. Medizinisch erforderlich bedeutet, dass nur dann ein Rücktransport erfolgt, wenn die Behandlung am Urlaubsort nicht durchgeführt werden kann. In Spanien, Nordamerika oder auch Brasilien gibt es eber exzellent ausgestattete Kliniken, die quasi jede Behandlung durchführen können. Spricht der Patient und auch die Angehörigen jedoch die Landessprache nicht, kann es sehr unangenehm werden, sich mit Ärzten und Pflegepersonal zu verständigen und wesentliche Betreuungsleistungen können u.U. nicht erbracht werden und die Kosten für einen Dolmetscher werden natürlich von niemandem getragen, außer dem Patienten selbst.
Medizinisch sinnvoll... hier greift die Komfortklausel, dass es durchaus sinnvoll sein kann, den Patienten ins Heimatland zu überführen, schon wegen der Verständigung mit dem medizinischen Personal.
Die Reisekrankenversicherung hat aber nichts zu tun mit der Reiserücktrittskostenversicherung ODER der Reiseabbruchversicherung. Die Reiserücktrittskostenversicherung greift z.B. im Falle einer Erkrankung VOR und eindeutig NUR VOR Reiseantritt, der Erkrankung des Partners oder eines minderjährigen Kindes, und sicher auch dann, wenn die Hütte abbrennt. Im Einzelfall gilt hier: Versicherungsbedingungen sorgfältig lesen und ggf. auf Beratung durch Finanztest etc. zurückgreifen. Hat man aber den Fuß aus der Tür gesetzt und ist vielleicht schon am Abfahrtsbahnhof angekommen oder sitzt im Taxi, hat die Reise begonnen und wenn dann etwas passiert, greift die Reiserücktrittskostenversicherung nicht mehr. Natürlich dürfen Vorerkrankungen nicht bereits bestanden haben, die dann nach Vertragsabschluss und VOR der Reise zur Reiseunfähigkeit führen. Wer an chronischer Sinusitis leidet und dann wegen einer Nebenhöhlen-OP "plötzlich" doch nicht auf die Reise gehen kann, guckt in die Röhre.
Die Reiseabbruchversicherung trägt das Risiko des Reiseabbruchs, und hier liegen die Prämien deutlich höher, denn wie wir wissen (oder wissen wollten) liegt das Erkrankungs- und Verunfallungsrisiko auf Urlaubsreisen deutlich höher als daheim im Alltag, wo man sich auskennt und sicher bewegt, ohne ständig auf tolle Kirchturmspitzen zu starren, während einen ein Auto umnietet beim Überqueren der Straße. Hier bekommt man die Reisekosten zurück bzw. anteilig für die nicht verurlaubten Tage, wenn man wegen Erkrankung etc. oder bei abbrennender Hütte daheim vorzeitig nach Haus reisen muss. Da der finanzielle Schaden bei Reiseabbruch sicher ärgerlich ist, halte ich das aber für verschmerzbar weil überschaubar, wenn wer eine Reise abbricht, hat zunächst einmal andere Sorgen, nämlich die Erkrankung oder die abgebrannte Hütte daheim, so dass einen vielleicht die entgangene Reisefreude in diesem Moment vielleicht deutlich weniger jucken sollte. Bei Berufstätigen gibt's dann ja auch aus nachvollziehbaren Gründen nicht die Urlaubstage vom Arbeitgeber zurück. Also: Reiserücktrittskostenversicherung empfohlen, Reiseabbruch eher nicht. Diese Versicherungen müssen nicht zwangsläufig mit Reise-KV gekoppelt sein, können aber als Paket (Rundum Sorglos etc.) gebucht werden. Preisvergleich dringend empfohlen und bitte prüfen, ob die Paketlösung günstiger ist oder die Einzelpolicen getrennt. Und meistens liegen die Direktversicherer deutlich günstiger als diese zauberhaft wohlklingenden (und überteuereten) Namen wie Allianz oder Axa, bei denen man die glitzernden Glaspaläste und teure Werbeanzeigen mitfinanziert. Cosmos Direkt ist mein Favorit bei vielen Versicherungen, unbedingt mit in die Überlegungen einbeziehen!
@tancarino sagte:
Die Reiseabbruchversicherung trägt das Risiko des Reiseabbruchs, und hier liegen die Prämien deutlich höher
Ich hab's im Paket = Reiserücktritt + Reiseabbruch. Und die Höhe der jeweiligen Prämie / Jahresprämie richtet sich nach dem Reisepreis - logisch.
Deine Erklärungen zum erhöhten Erkrankungs-/Unfallrisiko im Urlaub empfinde ich allerding als ziemlich weit hergeholt. Aber vielleicht kannst du deine Aussage durch Quellen belegen ? Würde mich schon interessieren. -
Dieser Beitrag wurde gelöscht!
@summsesusi sagte:
Du hast den Sinn eines Forums nicht erkannt, gelle?
Doch, deshalb ja eben mal ein konstruktiver Rat statt sich hier anzumelden um mit dem ersten Beitrag gleich rumzupöbeln ....

-
Dieser Beitrag wurde gelöscht!
-
Dieser Beitrag wurde gelöscht!
@ Summsesusi
ich könnte mir gut vorstellen, dass der Forenbetreiber nicht sehr erfreut darüber ist wenn sich hier Menschen anmelden, deren einziges Ziel es ist , langjährige Forummitglieder anzupöbeln ....
-
Solche Beiträge erhöhen aber immerhin die Wahrscheinlichkeit, dass HC den Unsinn der Dämel erkennt – und reagiert...
@malini sagte:
Solche Beiträge erhöhen aber immerhin die Wahrscheinlichkeit, dass HC den Unsinn der Dämel erkennt – und reagiert...
hat auf die Summsetussi reagiert ....

-
Hallo, ich hoffe, dass ich im richtigen Unterforum bin. Wir rätseln gerade über die Sinnhaftigkeit einer Reiseabbruchversicherun. Ich weiß was eine Rücktrittss-, Abbruch- und Auslandskrankenversicherung ist, aber wo genau unterscheiden sich letztere in dem Punkt der Krankheit?
Wenn ich krank werde ist eine Auslandskrankenversicherung dafür da auch einen Rücktransport zu organisieren. Genau damit werben aber auch die Versicherung bei einer Abbruchversicherung. Es geht mir nicht um das Geld, welches man zurückbekommen könnte, sondern nur um die Möglichkeit wieder nach Deutschland zu kommen sollte die Krankheit schwieriger sein.
Ich hoffe ihr könnt mich aufklären.
Bei einer Reise, die z.B. 20 000€ kostet, fände mein Sicherheitsdenken eine Reiseabbruchversicherung sehr beruhigend. Wenn z.B. am fünften Reisetag an eine Fortsetzung nicht zu denken wäre???
(Zitat Allianz-Versicherung) : " …. Unkalkulierbare Ereignisse, wie eine ernste Erkrankung, ein unerwarteter Unfall am Urlaubsort oder schwer erkrankte Angehörige zuhause können jeden treffen - an eine Weiterreise ist oft nicht zu denken. …. " (Zitat Ende).
(Zitat Allianz-Versicherung): "... Eine Reiseabbruchversicherung ersetzt bei einem versicherten Reiseabbruch die Rückreisekosten, die entstehen, wenn eine Reise vorzeitig abgebrochen werden muss oder die Heimreise wegen eines Schadensfall verzögert angetreten werden muss. Rückreisekosten können beispielsweise durch notwendig werdende Flugumbuchungen, Shuttelbusse zum Flughafen oder notwendig werdende zusätzliche Hotelkosten sein. Darüber hinaus wird Ihnen zudem der anteilige Reisepreis nicht genutzter Reiseleistungen erstattet. Dies können beispielsweise im Voraus bezahlte Übernachtungskosten, bereits gebuchte Touren am Urlaubsort oder andere im Voraus gezahlte Leistungen wie Massagen o. ä. sein..." (Zitat Ende)
Dein Thema Krankheit wäre durch eine RAV also abgedeckelt. Es gibt CC, die das Reiseversicherungspaket plus weitere Extras beinhalten, weiterhin Jahresversicherungspakete bei z.B. elvia. Es liegt ja auch an deinen Urlaubsplänen, ob eine RAV für dich Sinn macht - Strandurlaub in Europa oder Abenteuerurlaub quer z.B. durch Afrika...
LG
Dagmar -
@daggy
Ich habe es so verstanden, dass es dem TO um den Krankenrücktransport geht. Dies sichert die Auslandskrankenversicherung ab:
"Alle Auslandskrankenversicherungen erstatten folgende Kosten zu 100%:- Den medizinisch notwendigen Krankentransport zur stationären Behandlung in das nächste Krankenhaus und zurück in die Unterkunft sowie den medizinisch sinnvollen und vertretbaren Rücktransport – auch mit einem Ambulanzflugzeug."
Quelle allianz.de
-
Hallo, ich hoffe, dass ich im richtigen Unterforum bin. Wir rätseln gerade über die Sinnhaftigkeit einer Reiseabbruchversicherun. Ich weiß was eine Rücktrittss-, Abbruch- und Auslandskrankenversicherung ist, aber wo genau unterscheiden sich letztere in dem Punkt der Krankheit?
Wenn ich krank werde ist eine Auslandskrankenversicherung dafür da auch einen Rücktransport zu organisieren. Genau damit werben aber auch die Versicherung bei einer Abbruchversicherung. Es geht mir nicht um das Geld, welches man zurückbekommen könnte, sondern nur um die Möglichkeit wieder nach Deutschland zu kommen sollte die Krankheit schwieriger sein.
Ich hoffe ihr könnt mich aufklären.
-
Nein, daggy1 - es sind verschiedene Themen, und viele Kommentare sind absolut korrekt. Kommt nur darauf an für welche Kausalität.
Ebenso wie Kourion habe ich die Frage als eine nach einem Krankenrücktransport gelesen, und dafür ist nun einmal eine entsprechende Auslandsversicherung das Mittel der Wahl.
Ein Abbruchversicherung stellt nämlich keinen Sanibomber bereit ...