Flugangst
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Ich sag´s mal ganz direkt: Sich mit Flugangst an den Hausarzt zu wenden wird in den meisten Fällen in der Verschreibung eines Weichspülers resultieren, was soll sie/er sonst auch machen?
Von einer Dosis Tavor für hin und zurück New Zealand wird man erstens nicht süchtig und zweitens wird der NZ-Träumer die Risiken wohl abgewogen haben.
Eine Empfehlung für die Methode auszusprechen halte ich allerdings für zumindest bedenklich, die Einnahme von Psychopharmaka derart zu bagatellisieren ebenfalls.
Immerhin geht es um eine freie Entscheidung - namentlich 39h Flug willentlich auf sich zu nehmen - und nicht um eine Lösung von Ängsten zum Wohle des Patienten vor einer alternativlosen Operation.
Alle wirksamen Angstlöser sind mit einem enormen Suchtpotenzial behaftet, und was bei einem Flug so optimal funktioniert hat möchte man dann auch bitte für das nächste Bewerbungsgespräch benutzen ...Okay, bequem ist die Methode allemal, sowohl für den Patienten als auch für den verschreibenden Arzt. Ob sie wahrlich empfehlenswert ist kann der Betroffene nur selbst evaluieren ...
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Ja ich war beim Hausarzt, der auch auf solche Pillen kam.. Ich habe jetzt baldiran gekauft und werde mich nachher ans Personal wenden, ich habe einmal tavor nehmen müssen ne ne nicht wegen fliegen dh kenne die Wirkung.. Und jeder geht eh anders damit um.. Da ich Antidepressiva nehmen muss lasse ich weitere psychofamirka besser raus..
Danke euch trotzdem -
Na wummerbar
!
Jetzt nimm das mit, geniesse deine Ferien und geh noch viel lockerer an den Rückflug ...
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Ich wollte Tavor mit meinem Beitrag nicht herunterspielen. Wenn das so rüberkam, entschuldige ich mich dafür.
Das Suchtpotential ist offiziel in der Tat vorhanden, aber das gilt i.d.R. nur für Vielflieger, die z.b. regelmäßig beruflich unterwegs sind. 1x im Jahr wird bei den meisten Menschen kein Problem sein. Das entscheidet natürlich der Arzt/Psychiater individuell selbst, nicht Ich.Wollte nur in den Raum werfen, was bei uns gut geklappt hat. Da es ohnehin nicht frei verkäuflich ist, sollte auch niemand damit Missbrauch treiben können.
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Ich würde mal sagen, es kann ja auch eine Gesprächstherapie helfen und einen Ansatz liefern, da kann man sich denn dann wirklich mal auseinandersetzen mit allem und sich dem auch nähern als denn mit einer kleinen Pille alles wieder ausblenden, das sehe ich zumindest so und denke mir, das wäre ein Ansatz, vor allem wenn die Angst wirklich groß ist un man sich dem gar nicht aussetzen kann, dann ist das wirklich anzuraten.
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Als ehemals stark Flugangstgeplagte (von schwarz vor Augen werden beim allerersten Flug bin ich mittlerweile nur noch bei leichter Pulsbeschleunigung beim Start angekommen
) kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass mir ganz simpel das Reden mit meinem Sitznachbar beim Start und das Sitzen am Innengang am meisten geholfen hat. Klar, das hilft nicht bei jedem, aber nur um meine Erfahrungen zu berichten.Tavor, Diazepam und was es nicht alles (auch) gegen Flugangst gibt musste ich jetzt einige Zeit wegen meiner Rückenmarksverletzung nehmen und ich habe festgestellt, dass bei mir der gegenteilige Effekt eingetreten ist: ich wurde nicht dösiger sondern nur noch wacher. Das kann auch passieren (steht auch in den Nebenwirkungen). Nun habe ich noch nie ein Medikament gegen Flugangst genommen bzw. diese genannten und ich weiß, dass die Medis auch unterschiedlich wirken, also bei einer physischen Verletzung wie bei mir anders als bei einer Flugangst. Aber es gibt durchaus Menschen, bei denen das wirkungslos ist.
Und ja, die Suchtgefahr besteht, aber Panikmache, dass sich Fluggäste nach dem Urlaub direkt im Therapiezentrum für Süchtige wiederfinden, weil sie zwei Mal ne Tablette geschluckt haben, ist eventuell auch unangebracht. Damit möchte ich diese Mittel keinesfalls verharmlosen, aber wenn es mit einem Arzt ab- und besprochen ist und man sich an die Anleitung hält, sollte man ohne Abhängigkeit da wieder rauskommen.

Achso, nochmal ein edit, weil ich vergessen habe es zu erwähnen: ich persönlich würde wenn möglich dennoch auf diese Mittel verzichten. Ich habe früher ähnliche Medikamente nehmen müssen (Tetrazepam, als es noch auf dem Markt war) und die haben mich hingegen ziemlich dösig gemacht. Damit hätte man mich den Urlaubsankunftstag vergessen können. Also wer nicht riskieren will, den ersten Tag zu verpennen, sollte es evtl mit anderen Methoden versuchen.
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Erst mal vorneweg ich habe die Suche benutzt in 2 threads waren links die aber auf eine 404 Fehlerseite von hc führen, deswegen mache ich ein neues Thema auf.
Ich m 41 leide an einer Flugangst wobei ich nur Angst beim Starten habe sobald er oben auf Reiseflughöhe ist geht es..
Habe aber auch immer Panik mich vor dem Start dem Personal anzuvertrauen da ich dann Panik habe sie würden mich wegen der Angst nicht mitnehmen kann sowas passieren?
Wie geht ihr damit um?
Liebe Grüße -
So "clever" war der 4. Werbeaccount dann doch nicht lieber "cleverman"...gesperrt

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Hallo,
das ist ein Standard-Thema, ich weiß, aber ich brauche Hilfe.
Ich liebe Reisen. Problem: Ich mag es gar nicht, zu fliegen. Neulich von Barcelona nach München Turbulenzen gehabt, alle um mich herum haben seelenruhig geschlafen oder gelesen, ich hatte Schweißausbrüche ohne Ende.
Vor jedem Flug lese ich mir Statistiken durch oder kucke Videos gegen Flugangst:
"Es braucht statistisch X Millionen Flüge, um abzustürzen, Flugzeug ist das sicherste Verkehrsmittel, Turbulenzen sind normal usw."Weiß ich, habe ich schon oft gehört. Trotzdem drehe ich durch.
Es liegt bei mir nicht an Klaustrophobie. Ich habe Höhenangst. Mag es nicht, keine Kontrolle zu haben. Kenne die Technik hinter einem Flugzeug nicht. Mich beruhigt es immer, wenn der Kapitän eine Durchsage macht mit beruhigter Stimme.
Was kann ich tun? Wenn das Flugzeug stark wackelt, bin ich echt am Ende...
Bitte um Hilfe.
Liebe Grüße -
Lese mal ein wenig in diesem Thread. Dafür ist er auch da

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Habe jetzt mal die Beiträge durchgelesen und bin etwas überrascht: Die Mehrheit empfiehlt Tabletten
Das hätte ich nicht vermutet. Ich bin nicht suchtgefährdet und kann mich gut selbst kontrollieren, trotzdem bin ich kein Fan von Tabletten.Meine Flugangst rührt glaube ich auch eher daher, dass ich die Technik nicht ganz verstehe.
Wie stark kann ein Flugzeug wackeln und Turbulenzen haben ohne dass man sich Gedanken machen muss? Könnte das Flugzeug sich 100 mal um die eigene Achse drehen und wären dann immer noch alle Flügel dran und man kommt sicher ans Ziel?
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Solche Gedanken machst Du Dir auch beim Auto fahren? Dann empfehle ich Entspannungsübungen, Hypnosetherapie oder Seminare gegen Flugangst die man buchen kann.
Was sollen wir Dir jetzt schreiben? Ab wann es kritisch wird, um Dir noch mehr Angst zu machen? Genau von diesen Gedanken musst Du ja weg

Wolltest Du nicht nach Kolumbien?
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Hm. Du benutzt aber sicher auch ein Smartphone und ich behaupte, die Technik dahinter verstehst wie 99,9% der Menschheit überhaupt nicht. Du fährst ja auch über Brücken oder durch Tunnels ohne dass du in der Lage wärst das zu konstruieren. Ganz zu schweigen von deinem Auto ... also, keine Panik auf der Titanic bzw. alles klar auf der Andrea Doria!
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Nicht falsch verstehen, ihr habt Recht und ich bin für jede Hilfe dankbar.
Ist es denn unbedenklich, wenn das Flugzeug heftig wackelt?
(und ja Kolumbien oder Peru steht an, Flüge sind noch nicht gebucht, entscheidet sich die Tage!)
@giogiogio sagte:
Ist es denn unbedenklich, wenn das Flugzeug heftig wackelt?
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Sorry jetzt wird es albern. Der 1. April ist schon vorbei. -
....erlebt im Januar,das war schon mehr als wackeln,es war auch heftiger Hagelschlag auf dem Kabinendach dabei,hoffentlich zum letzten mal,
der kopierte Text ist von mir hier im HC SunExpress Thread.
>>das war nix mit*einen angenehmen Flug*,XQ233 HAJ-AYT 09.01.22 Plan 16:50-22:50 tatsächlich 16:52-1:37,im Anflug AYT starkes Gewitter,2 Landemanöver versucht,dann Abbruch,Umleitung nach ESB Esenboga,dort zugetankt ,00:33 Abflug,Ankunft AYT 01:37,im Hotel Evrenseki 03:00 Uhr 10.01.22,sehr wenige Informationen zum Vorgang,ohne deutsch Kenntnisse,jau,es waren 31 Passagiere an Bord.<< -
Unnu?

Du bist letzten Endes doch sicher angekommen - nun musst du halt ermessen, wie sehr dich dieses (offenbar einmalige?) traumatische Erlebnis von weiteren Flugreisen abhält.
So ist das.
Das Gerät hält enormen physikalischen Belastungen stand - q.e.d.
Ich hab mich damals beim Lesen deines Berichtes schon gefragt, weshalb "mangelnde Deutschkenntnisse" Niederschlag darin fanden - glaubst du denn die wären in der Situation hilfreich gewesen??? -
Nee, vs, aber es beruhigt wenn jemand in der Muttersprache in einer Stresssituation erklärt was da gerade los ist.
Ich weiß, Durchstarten wird x 1000 mal trainiert, aber wenn man selbst drin steckt ist mir eine LH lieber als eine TK . Vor allem beim 2. Versuch.
Am nettesten ist aber die Variante aus dem letzten Jahr in der in IST von TK nicht ein Wort darüber verloren wurde.Gegen Flugangst ( wirkliche ) helfen eigentlich nur Informationen , Informationen, Informationen. Also entweder im näheren Umkreis einen Piloten/ Pilotin / FA suchen und ein Loch in den Bauch fragen. Oder eines der angebotenen Seminare besuchen.