Kinder-Reiseapotheke
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Hallo,
ich wollt mich mal umhören, was ihr euren Kindern so als Reiseapotheke mitgebt, wenn sie alleine verreisen, also auf Klassenfahrt, ins Feriencamp, mit dem Verein,,,
Damit meine ich nur rezeptfreie Sachen und keine notwendigen Medikamente (mein Kind hat zum Glück keine Allergien oder chronischen Erkrankungen).
Die Lehrer oder Erzieher dürfen ja nichts einfach so verabreichen und da finde ich es besser, wenn ich selbst was zusammenstelle, was dann mit meiner Erlaubnis im Notfall gegeben werden darf (Ich bin jetzt nicht so der Fan von "harten" Sachen, wegen einmal husten gebe ich noch kein Antibiotikum!)Hier schon mal die Sachen, die ich bisher immer eingepackt habe:
- Schmerzsaft
- Halsbonbons (meist Fruchtbonbons mit wenig Zucker)
- Mittel gegen Insektenstiche
- Taschentücher

- Kühlgel gegen Muskelkater/ Wachstumsschmerzen
Habt ihr noch weitere Vorschläge?
Freue mich über eure Antworten. -
Moin! Wenn ich mich an meine Ausflüge und Aufenthalte in Jugendherbergen und Schullandheimen erinnere, stelle ich fest, dass ich diese Zeiten ganz ohne Reiseapotheke folgenlos überstanden habe. Ich rate davon ab, Medikamente gleich welcher Art in Kinderhände zu geben. Die Begleitpersonen werden, wenn es die Umstände erfordern, einen Arzt zur Rate ziehen, der dann über die Behandlung entscheiden wird.
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Hallo,
ich wollt mich mal umhören, was ihr euren Kindern so als Reiseapotheke mitgebt, wenn sie alleine verreisen, also auf Klassenfahrt, ins Feriencamp, mit dem Verein,,,
Damit meine ich nur rezeptfreie Sachen und keine notwendigen Medikamente (mein Kind hat zum Glück keine Allergien oder chronischen Erkrankungen).
Die Lehrer oder Erzieher dürfen ja nichts einfach so verabreichen und da finde ich es besser, wenn ich selbst was zusammenstelle, was dann mit meiner Erlaubnis im Notfall gegeben werden darf (Ich bin jetzt nicht so der Fan von "harten" Sachen, wegen einmal husten gebe ich noch kein Antibiotikum!)Hier schon mal die Sachen, die ich bisher immer eingepackt habe:
- Schmerzsaft
- Halsbonbons (meist Fruchtbonbons mit wenig Zucker)
- Mittel gegen Insektenstiche
- Taschentücher

- Kühlgel gegen Muskelkater/ Wachstumsschmerzen
Habt ihr noch weitere Vorschläge?
Freue mich über eure Antworten.@vanessakre sagte:
Hallo,
ich wollt mich mal umhören, was ihr euren Kindern so als Reiseapotheke mitgebt, wenn sie alleine verreisen, also auf Klassenfahrt, ins Feriencamp, mit dem Verein,,,
…
(Ich bin jetzt nicht so der Fan von "harten" Sachen, wegen einmal husten gebe ich noch kein Antibiotikum!)Das versteht sich wohl von selbst. Antibiotika dürfen nur vom Arzt im Akutfall verschrieben werden, alles andere ist vorsätzliche Körperverletzung.
Hier schon mal die Sachen, die ich bisher immer eingepackt habe:
SchmerzsaftWie tancarino schon schrieb, Medikamente gehören nicht in Kinderhände, auch wenn es sich "nur" um Kopfschmerztabletten o.ä. handelt. Bei Kopfschmerzen macht man das Fenster auf oder geht raus an die frische Luft.
Halsbonbons (meist Fruchtbonbons mit wenig Zucker)
Lutschtabletten, die pharmazeutische Wirkstoffe enthalten, sind aus medizinischer Sicht umstritten. Honigwasser gurgeln ist mindestens genauso wirksam. Bei stärkeren Halsschmerzen oder einer Angina zum Lehrer/Betreuer (-in etc.) gehen, ein vernünftiger solcher schickt Dein Kind dann zum Arzt.
Kühlgel gegen Muskelkater/ Wachstumsschmerzen
Wie wäre es mit einer kalten Dusche?
Habt ihr noch weitere Vorschläge?
Ja, und die gelten für alle Helikoptereltern. Eure Kinder sind keine Autos, für die man bei längeren Fahrten ein Reparaturset mitnimmt. Wenn ihr die jetzt schon in Watte packt und sie zu kleinen Hypochondern erzieht, die sich bei jedem Zipperlein mit irgendwas zudröhnen, was macht ihr, wenn sie mal wirklich krank sind? Das meiner Ansicht nach einzig sinnvolle, dass ich meinem Kind früher mitgegeben habe, fehlt bei dir: ein paar Heftpflaster für kleine Schrammen, die würde ich immer mitgeben.
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ohhh... rumsstein, mach Dir nicht soviel Mühe....

nate1- Beitrag lesen und
klick mal hier -
@vanessakre sagte:
Hallo,
ich wollt mich mal umhören, was ihr euren Kindern so als Reiseapotheke mitgebt, wenn sie alleine verreisen, also auf Klassenfahrt, ins Feriencamp, mit dem Verein,,,
…
(Ich bin jetzt nicht so der Fan von "harten" Sachen, wegen einmal husten gebe ich noch kein Antibiotikum!)Das versteht sich wohl von selbst. Antibiotika dürfen nur vom Arzt im Akutfall verschrieben werden, alles andere ist vorsätzliche Körperverletzung.
Hier schon mal die Sachen, die ich bisher immer eingepackt habe:
SchmerzsaftWie tancarino schon schrieb, Medikamente gehören nicht in Kinderhände, auch wenn es sich "nur" um Kopfschmerztabletten o.ä. handelt. Bei Kopfschmerzen macht man das Fenster auf oder geht raus an die frische Luft.
Halsbonbons (meist Fruchtbonbons mit wenig Zucker)
Lutschtabletten, die pharmazeutische Wirkstoffe enthalten, sind aus medizinischer Sicht umstritten. Honigwasser gurgeln ist mindestens genauso wirksam. Bei stärkeren Halsschmerzen oder einer Angina zum Lehrer/Betreuer (-in etc.) gehen, ein vernünftiger solcher schickt Dein Kind dann zum Arzt.
Kühlgel gegen Muskelkater/ Wachstumsschmerzen
Wie wäre es mit einer kalten Dusche?
Habt ihr noch weitere Vorschläge?
Ja, und die gelten für alle Helikoptereltern. Eure Kinder sind keine Autos, für die man bei längeren Fahrten ein Reparaturset mitnimmt. Wenn ihr die jetzt schon in Watte packt und sie zu kleinen Hypochondern erzieht, die sich bei jedem Zipperlein mit irgendwas zudröhnen, was macht ihr, wenn sie mal wirklich krank sind? Das meiner Ansicht nach einzig sinnvolle, dass ich meinem Kind früher mitgegeben habe, fehlt bei dir: ein paar Heftpflaster für kleine Schrammen, die würde ich immer mitgeben.
@rumsstein sagte:
Ja, und die gelten für alle Helikoptereltern. Eure Kinder sind keine Autos, für die man bei längeren Fahrten ein Reparaturset mitnimmt. Wenn ihr die jetzt schon in Watte packt und sie zu kleinen Hypochondern erzieht, die sich bei jedem Zipperlein mit irgendwas zudröhnen, was macht ihr, wenn sie mal wirklich krank sind? Das meiner Ansicht nach einzig sinnvolle, dass ich meinem Kind früher mitgegeben habe, fehlt bei dir: ein paar Heftpflaster für kleine Schrammen, die würde ich immer mitgeben.
Hi, wie machst du das denn bei deinen Kindern?
Bei meinen hat das schon funktioniert.

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Das kommt sehr auf das Alter des Kindes drauf an. Es ist ja ein Unterschied ob ein Grundschüler verreist oder ein Teenie.
@silvia-l sagte:
Das kommt sehr auf das Alter des Kindes drauf an. Es ist ja ein Unterschied ob ein Grundschüler verreist oder ein Teenie.
Stimmt. Ein Grundschüler kann noch nicht richtig dosieren und ein Teenie tauscht den codeinhaltigen Hustensaft gegen ein Bier und ne Bravo.

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Danke erstmal für die Reaktionen. Hab mich wohl etwas unklar ausgedrückt, fürchte ich. Sorry, bin das erste Mal in einem Forum unterwegs. Mein Kind soll die Medikamente natürlich nicht in Eigenregie anwenden, sondern der Lehrer verwahrt diese.
Klar, ich versuche es auch erstmal mit Hausmitteln wie Tee, Wärmflasche oder frischer Luft (mit den Bonbons waren übrigens solche aus dem Supermarkt gemeint, als Placebo-Effekt sozusagen). Nur wenn die Wachstumsschmerzen mal sehr stark sind oder es zu Migräne kommt (in dem Fall Medikamenteneinsatz mit Arzt abgesprochen) und alles andere nicht richtig hilft, dann muss deswegen nicht gleich ein Arzt aufgesucht werden. Bisher wurden aus der Reiseapotheke auch nur die Pflaster verwendet (die ich vergessen habe zu erwähnen).
Wegen der Antibiotika, da habe ich mitbekommen, dass immer häufiger Antibiotika verschrieben werden auch bei leichten Infekten, obwohl das gar nicht nötig ist. Deswegen würde ich da im Zweifel auch nachfragen, ob so etwas wirklich nötig ist. Ich hatte zweimal eine diagnostizierte Mandelentzündung mit den gleichen Symptomen bei zwei verschiedenen Ärzten. Der erste hat mir Antibiotika verschrieben und ein paar Monateder später der andere solche Lutschtabletten aus der Apotheke, zwar mit Wirkstoff, aber keine Antibiotika. Daher bin ich da auf jeden Fall skeptisch und würde beim nächsten Mal Alternativen vorziehen.
Hat eigentlich jemand von euch Erfahrung mit homöopathischen Mitteln bei Kindern?
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Homöopathie? Ich würde sagen dreimal ums Haus rennen wirkt genau so gut.
Herrlicher Beitrag, rumstein, der Hinweis auf Helikoptereltern passt hervorragend. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und dazu raten, dass Mama mit fährt und darauf besteht im selben Zimmer wie das Kind schlafen zu dürfen. Es wäre doch gelacht, wenn es nicht irgendwie gelingen könnte, dass wir die Kleinen zu unselbständigen Neurotikern erziehen könnten. Ich weiß wovon ich spreche: im Job habe ich tagtäglich mit Menschen zu tun, die mit 18 bis 25 Jahren ihren Berufseinstieg tätigen und ich hätte niemals gedacht, dass ich so vielen nach die grundlegenden Kenntnisse des Menschseins erläutern muss, von den Regeln des gesitteten Anstands ganz zu schweigen.
Nur um nicht missverstanden zu werden: wenn das Kind ein Migränepatient ist (und selbiges habe ich auch im Freundeskreis), dann werden hier die verschriebenen Medikamente sicher angebracht sein, und zwar unter Hinzuziehung des Lehrers. Antibiotika gehören überhaupt nicht in die Apotheke. Erstens sind sie verschreibungspflichtig und zweitens benötigt jeder Keim eine spezielle Medikation. Drittens (völlig richtig erkannt) wird das Zeug heute mit der Gießkanne über der Patientenschaft (und Zuchtvieh) ausgeschüttet, was zu kreuzgefährlichen Resistenzen führt.
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Homöopathie? Ich würde sagen dreimal ums Haus rennen wirkt genau so gut.
Herrlicher Beitrag, rumstein, der Hinweis auf Helikoptereltern passt hervorragend. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und dazu raten, dass Mama mit fährt und darauf besteht im selben Zimmer wie das Kind schlafen zu dürfen. Es wäre doch gelacht, wenn es nicht irgendwie gelingen könnte, dass wir die Kleinen zu unselbständigen Neurotikern erziehen könnten. Ich weiß wovon ich spreche: im Job habe ich tagtäglich mit Menschen zu tun, die mit 18 bis 25 Jahren ihren Berufseinstieg tätigen und ich hätte niemals gedacht, dass ich so vielen nach die grundlegenden Kenntnisse des Menschseins erläutern muss, von den Regeln des gesitteten Anstands ganz zu schweigen.
Nur um nicht missverstanden zu werden: wenn das Kind ein Migränepatient ist (und selbiges habe ich auch im Freundeskreis), dann werden hier die verschriebenen Medikamente sicher angebracht sein, und zwar unter Hinzuziehung des Lehrers. Antibiotika gehören überhaupt nicht in die Apotheke. Erstens sind sie verschreibungspflichtig und zweitens benötigt jeder Keim eine spezielle Medikation. Drittens (völlig richtig erkannt) wird das Zeug heute mit der Gießkanne über der Patientenschaft (und Zuchtvieh) ausgeschüttet, was zu kreuzgefährlichen Resistenzen führt.
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@burton- sagte:
Ja ja, damals in der guten alten Zeit war halt einfach alles besser...

Darum geht es gar nicht. Es wäre mir allerdings neu, wenn sich die körperliche / biologische Konzeption von jungen Exemplaren des Homo Sapiens Sapiens in den letzten 40, 100 oder gar 10.000 Jahren so gravierend geändert haben sollte, dass eine mehrtägige Abwesenheit vom Elternhaus in Obhut Aufsichtsbeauftragter ein so gravierendes Risiko für den Nachwuchs darstellte, dass dieses ohne ein Reise-Medikamenten-Sortiment zwangsläufig in einer gesundheitlichen Megakrise enden müsste. Es geht schlicht und ergreifend darum, dass solche Auswüchse Ausdruck einer völlig absurden Überbehütung sind, was zwangsläufig zu unselbständigen jungen Erwachsenen führen muss.
Oder anders gefragt: welche schrecklichen Gefahren lauern denn gesundheitlich auf ein Kind in einem Schullandheim, die es nicht schon vor 50 Jahren gegeben hätte? Warum muss ich eigentlich immer wieder an diesen sagenhaft wahren Text denken? Wir waren Helden...
"Wir waren Helden. Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun. Kinder von heute werden in Watte gepackt! Wenn du als Kind in den 70er oder 80er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten! Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen uns Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach “Aufsichtspflicht”. Kannst du dich noch an “Unfälle” erinnern?
Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders. Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht:
Playstation/Nintendo 64/X-Box/Videospiele/64 Fernsehkanäle/Filme auf Video/Surround Sound/eigene Fernseher/Computer/Internet-Chat-Rooms
Wir hatten Freunde!!!
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns. Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen.
Und du gehörst auch dazu.
Herzlichen Glückwunsch!" -
@burton- sagte:
Ja ja, damals in der guten alten Zeit war halt einfach alles besser...

Darum geht es gar nicht. Es wäre mir allerdings neu, wenn sich die körperliche / biologische Konzeption von jungen Exemplaren des Homo Sapiens Sapiens in den letzten 40, 100 oder gar 10.000 Jahren so gravierend geändert haben sollte, dass eine mehrtägige Abwesenheit vom Elternhaus in Obhut Aufsichtsbeauftragter ein so gravierendes Risiko für den Nachwuchs darstellte, dass dieses ohne ein Reise-Medikamenten-Sortiment zwangsläufig in einer gesundheitlichen Megakrise enden müsste. Es geht schlicht und ergreifend darum, dass solche Auswüchse Ausdruck einer völlig absurden Überbehütung sind, was zwangsläufig zu unselbständigen jungen Erwachsenen führen muss.
Oder anders gefragt: welche schrecklichen Gefahren lauern denn gesundheitlich auf ein Kind in einem Schullandheim, die es nicht schon vor 50 Jahren gegeben hätte? Warum muss ich eigentlich immer wieder an diesen sagenhaft wahren Text denken? Wir waren Helden...
"Wir waren Helden. Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun. Kinder von heute werden in Watte gepackt! Wenn du als Kind in den 70er oder 80er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten! Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen uns Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach “Aufsichtspflicht”. Kannst du dich noch an “Unfälle” erinnern?
Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders. Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht:
Playstation/Nintendo 64/X-Box/Videospiele/64 Fernsehkanäle/Filme auf Video/Surround Sound/eigene Fernseher/Computer/Internet-Chat-Rooms
Wir hatten Freunde!!!
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns. Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen.
Und du gehörst auch dazu.
Herzlichen Glückwunsch!" -
Warum nehmen eigentlich manche Erwachsene eine Reiseapotheke mit ?
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Warum nehmen eigentlich manche Erwachsene eine Reiseapotheke mit ?
@schlangenfanger sagte:
Warum nehmen eigentlich manche Erwachsene eine Reiseapotheke mit ?
Vielleicht aus Überängstlichkeit, sofern keine chronische Erkrankung besteht, die eine Dauermedikation erfordert? Ob in Guatemala oder sonstwo - immer habe ich für egal was ein passendes Medikament in einer hiesigen Apotheke gefunden. Ob Erkältung oder Durchfall... wenn man nicht gerade eine Offroad-Tour durch den Amazonasdschungel macht, ist man selten mehr als 15 Minuten von der nächsten rettenden Apotheke entfernt. Wenn es aber die Nerven beruhigt, dass man einen ganzen Chemiekoffer mit herumschleppt, den man vermutlich sowieso nicht braucht und dann in einigen Monaten wegen Verfallsdaten in den Müll kippt.... bitte sehr.
Übrigens: dass online bestellte Medikamente nicht an Kinder vom Paketdienst übergeben werden dürfen, hat wohl seinen ganz besonders wirksamen Grund, schätze ich. Und wie gesagt: wenn es eine ernsthafte Sache sein sollte, dann gibt es einen Arzt, der etwas verordnet - immer noch besser als nach dem Prinzip "Ich weiß schon was für mich gut ist" irgendwelche Pillen einzuwerfen. Als Erwachsener ist da jeder selbst seines Glückes Schmied, bei Kindern hört der Spaß aber auf.
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Warum nehmen eigentlich manche Erwachsene eine Reiseapotheke mit ?
@schlangenfanger sagte:
Warum nehmen eigentlich manche Erwachsene eine Reiseapotheke mit ?
Vermutlich, weil ihr Urlaubsziel fernab jeglicher Zivilisation liegt - da hat man gerne vorgesorgt!

Dass ein Reisender die Medikamente mitnimmt, die - vom Arzt verordnet und rezeptpflichtig - am Urlaubsort nicht oder nicht ohne weiteres verfügbar sind, ist selbstverständlich. Nicht nötig - egal ob für Kinder oder Erwachsene - ist das Mitschleppen von Dingen, die man in jeder Eczane, Pharmacia, Apteka etc. vor Ort in der Regel für kleineres Geld als in Deutschland problemlos bei Bedarf erwerben kann.
LG
Sokrates
Machen wir zu!



