Mit Elke Gran Canaria kennenlernen: Ausflugtipps, Bilder, spannende Geschichten... Info-Thread
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Bei Ausflügen auf Gran Canaria stößt man immer wieder auf die Spuren der Ureinwohner. Ein gutes Beispiel dafür sind die Höhlenwohnungen, die zum Teil heute noch bewohnt sind. Doch wer waren diese Ureinwohner und wie kamen sie auf die Insel? Sie werden im Volksmund gerne als Guanchen bezeichnet, doch korrekterweise sind dies nur die ersten bekannten Einwohner der Insel Teneriffa. Die korrekte Bezeichnung lautet heute kanarische Ureinwohner oder Altkanarier. Es wird vermutet, dass sie zwischen dem 5. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. in mehreren Wellen kamen. Die ersten Siedler sollen Phönizier gewesen sein. Aus dem Norden Afrikas kamen Berbervölker auf die Kanaren. Zuerst wurde Lanzarote als östlichste Kanareninsel besiedelt. Die Besiedlung verlief kontinuierlich und erstreckte sich im Laufe der Zeit auf alle Inseln. Die Ureinwohner lebten bis ins 14. Jahrhundert abgeschieden in Verhältnissen wie in der Steinzeit. Es gab eine Art Klassensystem, das man mit Adel und Volk vergleichen kann . Jede Insel hatte ihren König, der auf Gran Canaria als Guanarteme bezeichnet wurde. Ihre Religion war eng mit der Natur verbunden. Sonne und Mond wurden von ihnen verehrt und es gab Rituale, um Regen und Fruchtbarkeit der Felder zu fördern. Es gab heilige Berge, auf Gran Canaria war es der Roque Bentayga. Dort hatten sie auch ihre Kultstätte, wie an vielen anderen Orten auf der Insel.
Gewohnt haben sie in Höhlen, auf Gran Canaria waren es größtenteils natürliche Höhlen. Man hat aber auch künstliche Höhlen entdeckt, die in den vulkanischen Tuffstein gehauen wurden. Diese Höhlen waren sehr unterschiedlich, im Grundriss und auch in der Struktur. Es gab sehr einfache Höhlen, aber auch solche mit einem zentralen Raum, an den sich seitlich andere anschlossen. Außerdem gab es auch Höhlen, die mit Treppen verbunden waren. Neben den Höhlen hatten die Altkanarier auch Hütten oder Unterstände aus Stein zum Wohnen. Die natürlichen Höhlen hatten einen großen Nachteil, ihre Lage war oft ungünstig. Denn sie befanden sich nur selten an Stellen, die sich für Viehzucht und Ackerbau eigneten. Deshalb bauten die Altkanarier in Gegenden, die gute Bedingungen dafür boten, Häuser aus Stein. Gute Böden für die Landwirtschaft gab es an den Rändern der Barrancos. Die Äcker wurden durch Kanäle bewässert, was als hoher technischer Standard gewertet werden kann. Angebaut wurde hauptsächlich Gerste und Weizen sowie verschieden Arten von Hülsenfrüchten. All dies wurde größtenteils geröstet und zu Gofio verarbeitet. Gofio ist auch heute noch eine traditionelle Speise auf den Kanaren. Als Vieh wurden hauptsächlich Ziegen und Schafe gehalten. Die Tiere sorgten für Fleisch und Käse, aus den Häuten stellte man Kleidung her. Aber auch Jagen und Fischen sowie das Sammeln von wilden Pflanzen diente der Versorgung mit Nahrung.
Höhlenwohnungen im Barranco de Guayadeque:

Diese Höhlenwohnung habe ich im Barranco Hondo de Abajo besichtigt:

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Woher weiß man denn heute, wie die Ureinwohner aussahen? Es gibt Berichte aus der Zeit ab dem 14. Jahrhundert, außerdem geben archäologische Funde Aufschluss über ihr Aussehen. Man geht davon aus, dass sie etwa 1,70m groß im Durchschnitt waren und dunkelhaarig. Ihre Bekleidung stellten sie aus Schaf- und Ziegenfellen her, sie war aber unterschiedlich auf den Inseln. Auf Gran Canaria trugen die Menschen Fellmäntel und kurze Röcke, die unterschiedlich gefärbt wurden. Die Farben stellen sie aus Kräutern und Blumen her. Auch aus Palmblättern wurden kurze Röcke angefertigt. Ihre Körper schmückten sie gerne mit gefärbten Stempeln. Kleidung aus Wolle kannten die Altkanarier nicht, da ihre Schafe keine Wolle hatten.
Archäologische Funde von verschiedenen Gegenständen gaben auch Hinweise auf den Alltag der Ureinwohner. So konnte man feststellen, dass ihre Tongefäße ohne Töpferscheibe in einer Art Aufbautechnik hergestellt wurden. Diese Gefäße wurden in der Sonne getrocknet und anschließend in einer Feuergrube gebrannt. Es gab auch verschiedene Färbungen und nur von Gran Canaria ist bekannt, dass die Gefäße mit Mustern versehen wurden. Ihr Werkzeug stellten die Altkanarier aus verschiedenen Steinarten wie Basalt her. Feuersteine wurden für die Herstellung von Schneidewerkzeugen benutzt. Die technische Fertigkeit zeigte sich anhand der runden Mühlen, die man gefunden hat. Sie bestanden aus einem Oberteil, das in ein Unterteil genau eingepasst war. Das Oberteil hatte in der Mitte eine Öffnung, um das Mahlgut einzufüllen. Auch Knochen und Fischgräten hatten ihre Verwendung, die Altkanarier stellten daraus Schmuck und Werkzeug her. Das Werkzeug, das am meisten gefunden wurde, waren Ahlen aus Ziegenknochen. Mit ihnen wurden Ösen in die Kleidungsstücke gestochen. Auch Angelhaken wurden aus Knochen hergestellt. Von dem Schmuck, den die Ureinwohner aus Gräten oder Knochen anfertigten, versprachen sie sich eine magische Wirkung.
Wie ging denn die Zeit der Altkanarier zu Ende? Sie endete mit der Eroberung der Kanarischen Inseln durch die Könige von Kastilien im 15. Jahrhundert. Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die Ureinwohner sollten zum Christentum bekehrt werden. Die Altkanarier wurden im Zuge der Eroberung als Sklaven verschleppt. Ihre Kultur zerfiel, zum einen wurde sie von den Eroberern unterdrückt, andererseits nahmen die Altkanarier gerne die Vorteile der Zivilisation an. So kam es dazu, dass am Ende des 16. Jahrhunderts die Altkanarier als ethnische Gruppe nicht mehr existierten.
Dieses Denkmal steht in Las Palmas im Doramas-Park, der nach dem König Doramas benannt wurde. Das Denkmal soll an den Widerstand der Ureinwohner gegen die Eroberer erinnern. Bei der Niederlage stürzte der König über einen Abgrund in den Tod.

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Aufgrund des guten Klimas, das sich durch ganzjährige sommerliche Temperaturen und geringe Niederschläge auszeichnet, ist Gran Canaria ein perfektes Ziel für sportliche Menschen. Die traumhaften Strände und die herrlichen Berglandschaften bieten beste Bedingungen für einen Aktivurlaub, der hier das ganze Jahr über möglich ist. Beginnen wir mit dem Wassersport, der hier sicherlich für die meisten Aktivurlauber an erster Stelle steht. In vielen Ferienorten gibt es die Möglichkeit, Jetskis, Tretboote oder Surfbretter auszuleihen. Außerdem bieten Surf- und Tauschschulen ihre Dienste an. Puerto Rico gilt als Zentrum für das Hochseefischen, an vielen Stränden wie beispielsweise in Playa del Ingles ist Parasailing möglich. Gute Surfspots gibt es im Süden in San Agustin, in Playa del Aguila und Bahia Feliz, im Norden bietet sich in Las Palmas der Canteras-Strand an. Als Eldorado für Surfer gilt Pozo Izquierdo, dort werden sogar Weltmeisterschaften ausgetragen. Neben Windsurfen sich auf Gran Canaria auch Kiten und Wellenreiten möglich. Auf Taucher wartet im Atlantik eine reichhaltige Unterwasserwelt mit Felsen, Höhlen und Wracks. Zu den Meeresbewohnern gehören Papageienfische, Muränen, Zackenbarsche, Barrakudas und Engelshaie. Als Top-Tauchgebiet gilt das Meeresreservat El Cabrón bei Arinaga. Es ist bekannt für seinen Fischreichtum und seine vulkanischen Formationen. Das Segeln hat eine lange Tradition auf den Kanarischen Inseln, sie reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Heute finden Segler komfortable Sporthäfen in vielen Orten auf Gran Canaria wie in Puerto Rico, Puerto de Mogan, Pasito Blanco und Las Palmas. Wer den Sport erlernen möchte, findet etliche Segelschulen. Darüber hinaus ziehen renommierte Segelwettkämpfe ihr Publikum an.
Jetzt im Winter ist hier die Zeit des Radsport, obwohl auch dieser Sport ganzjährige ausgeübt werden kann. Sogar Profis nutzen die optimalen Trainingsbedingungen in den Wintermonaten. Aber auch Hobbybiker erkunden die abwechslungsreichen Landschaften gerne mit dem Rad. Die Insel ist auf Radsportler eingestellt, es gibt Bike-Stationen, die Räder verleihen, sodass der aufwendige Transport mit dem Flugzeug entfällt. Aber auch für Golfsportler lohnt sich ein Aktivurlaub auf Gran Canaria. Sie haben die Wahl zwischen acht verschiedenen Golfplätzen in Las Palmas, El Salobre, El Cortijo, Maspalomas, Meloneras, Tauro oder El Cortijo. Der Real Club des Golf Las Palmas befindet sich in der Nähe des Bandama-Kraters und ist der älteste Golfplatz Spaniens, er existiert seit 1891. Das milde Klima macht das Golfspielen das ganze Jahr über zu einem Vergnügen. Freunde des Tennissports finden auf Gran Canaria ebenfalls das passende Ziel. Egal, ob es darum geht, den Aufschlag zu verbessern oder neue Menschen als Tennispartner kennenzulernen. Es gibt etliche Hotels oder Apartment- und Bungalowanlagen, die über Tennisplätze verfügen. Eine gute Option in Maspalomas ist das Tennis Center Maspalomas, das sich in der Nähe vom Golfplatz befindet.
Zum Joggen bieten sich die Promenaden an, am frühen Morgen kann man diesen Sport auch gut am Strand genießen, dann sind nur wenig Leute unterwegs. Ich wohne in Maspalomas in der Nähe vom Barranco, dort gibt es an beiden Seiten Wege, die sich zum Joggen oder Nordic Walking eignen. Für Wanderer ist die Insel mit ihren herrlichen Landschaften ein wahres Paradies. Es werden geführte Wanderungen angeboten, als Tagestouren, Trekking-Touren oder Themenwanderungen wie zur Mandelblüte oder entlang der Weinroute. Insgesamt gibt es auf Gran Canaria Wanderwege von mehr als 300km. Von den Ureinwohnern stammen noch die Königswege – Caminos Reales. Dazu gehören der Weg in das Tal von Agaete und der der Gipfelweg Camino de La Cumbre.
Mit ihren knapp 2.000m hohen Bergen ist die Insel auch ein Eldorado für Klettersportler. Ob Anfänger oder alpine Kletterer – Gran Canaria bietet abwechslungsreiche Klettergebiete mit unterschiedlichen Herausforderungen. Ein gutes Beispiel ist der markante Fels Roque Nublo, der 12 Kletterwege mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden bietet. Es gibt auf der Insel kaum Einschränkungen für sportliche Aktivitäten. Ausnahmen sind militärisch genutzte Gebiete oder Regelungen in den Naturschutzgebieten.



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Gran Canaria ist eine Insel voller Gegensätze, das zeigt sich besonders im Vergleich vom Norden und Süden. Bei den meisten Urlaubern ist der Süden beliebt, das liegt sicherlich am wärmeren und trockenen Klima. Hier haben die Passatwinde vom Atlantik deutlich weniger Einfluss als im Norden, in dem es doch öfter zu Niederschlägen kommt. Daher unterscheiden sich auch die Landschaften, der Norden ist sehr viel grüner. Besonders markant sind im Süden die berühmten Dünen von Maspalomas, die ein wüstenhaftes Flair vermitteln. Bei den Pflanzen dominieren Kakteen und Wolfsmilchgewächse, die an das trockene Klima angepasst sind. In früheren Zeiten gab es im Süden der Insel riesige Tomatenplantagen. Aufgrund des trockenen Klimas war die Arbeit sehr schwer, denn die Pflanzen mussten reichlich bewässert werden. Heute ist die Region ein Top-Urlaubsgebiet.
Bekannte Orte wie Playa del Ingles, Meloneras und San Agustin ziehen Sonnenanbeter, Nachtschwärmer und aktive Menschen an. Bei den Unterkünfte reicht die Auswahl vom gemütlichen Bungalow bis zum 5-Sterne-Hotel. Die Sandstrände Playa del Ingles und Playa de Maspalomas gehen ineinander über und sind bei Badefans und Spaziergängern beliebt. Für Abwechslung sorgen Themenparks wie der Palmitos-Park oder die Westernstadt Sioux City. Am Abend bieten sich in Playa del Ingles die Shopping- und Unterhaltungszentren wie CC Cita oder CC Yumbo zum Ausgehen an. Hier reicht das gastronomische Angebot von der deutschen Kneipe bis zur schicken Cocktailbar. Eine moderne und stilvolle Atmosphäre bietet Meloneras, das sich mit seiner Promenade an den berühmten Leuchtturm anschließt. Hier gibt es ein modernes Einkaufszentrum, Designerläden und eine hochwertige Gastronomie. Der Süden von Gran Canaria besteht aber nicht nur aus Massentourismus. Direkt an der Küste findet man kleinere Orte wie Playa del Águila, der auch als ausgezeichneter Windsurf-Spot gilt. Wer es ruhig und ursprünglich mag, findet nur wenige Kilometer vom Meer entfernt schöne Fincas für einen individuellen Urlaub. Hier kann man das einheimische Flair genießen und Land und Leute kennenlernen. Besonders schön ist das Tal der Tausend Palmen, das sich bis zu dem urigen Dorf Fataga erstreckt. Im Südwesten hingegen findet man weitere bekannte Ferienorte wie Puerto Rico, das besonders Wassersportler anzieht. Das Angebot an Aktivitäten reicht vom Surfen über Bootfahren bis hin zum Hochseefischen. Außerdem starten hier Touren zu Wal- und Delfinbeobachtungen. Ein weiteres Highlight im Südwesten von Gran Canaria ist Puerto de Mogan. Der idyllische Hafenort ist bekannt für seinen großen Markt, der sich freitags rund um den Hafen erstreckt. Die malerischen Gassen mit dem üppigen Blumenschmuck verleihen dem Ort ein besonderes Flair.
Wer Erholung am Strand mit spannenden Aktivitäten verbinden will, kann dies nach rund 5 Flugstunden von Deutschland erleben. Aber nicht nur bei Urlaubern, auch bei Residenten ist der Süden von Gran Canaria beliebt. Besonders viele Deutsche, aber auch Engländer, Skandinavier und Menschen aus anderen Ländern haben sich hier angesiedelt. Das sind zum Teil berufliche, zum Teil aber auch private Gründe. Besonders Rentner genießen gerne ihren Ruhestand in dem gesunden Klima. Aber auch jüngere Personen zieht es auf die Insel, viele arbeiten im Dienstleistungsbereich. Ein weiterer Schwerpunkt sind digitale Nomaden, die ihren Online-Job gerne unter der Sonne Gran Canarias ausüben.
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Der Norden von Gran Canaria bildet einen interessanten Kontrast zum Süden. Es gibt keinen Massentourismus und die Landschaft ist völlig anders. Das Klima ist feuchter als im Süden, daher gedeihen hier besondere Pflanzen wie der seltene Azoren-Lorbeer. Grüne Täler wechseln sich mit hohen Bergen ab. In den höheren Regionen findet man Wälder voller Kiefern. Auch riesige Bananenplantagen gibt es im Norden zu sehen. Die Natur bietet sich für ausgedehnte Wanderungen an. Wer baden will, findet ursprüngliche Buchten, schwarze Lavastrände und natürliche Meerwasserschwimmbäder. Viele Sehenswürdigkeiten bietet die Inselhauptstadt Las Palmas. Hier kann man die historische Altstadt La Vegueta besichtigen oder über die Promenade am Las Canteras-Strand bummeln. Die lebhafte Metropole verbindet maritimes Flair mit kultureller Vielfalt. Der Ort Teror gilt als religiöses Zentrum der Insel, hier wird in jedem Jahr ein Fest zu Ehren der Schutzheiligen Nuestra Senora del Pino gefeiert. Den Mittelpunkt der denkmalgeschützten Altstadt bildet die Basílika del Pino. Weitere sehenswerte Orte sind Arucas mit der bekannten Rumfabrik und Firgas mit den wunderschönen Kachelbildern. Wer seinen Urlaub im Norden der Insel verbringen will, findet moderne Stadthotels in Las Palmas oder ländliche Unterkünfte in Orten wie Santa Brigida oder Agaete.
Wanderer und Naturliebhaber kommen im nördlichen Teil von Gran Canaria auf ihre Kosten. Sehr reizvoll ist das Naturschutzgebiet Los Tilos de Moya, das zum Naturpark Doramas gehört. Hier findet man Reste eines subtropischen Urwalds aus Lorbeerbäumen, die in früheren Zeiten in großen Mengen die Insel bedeckten. Das Unterholz ist dicht mit Moos und Farnen bewachsen. Leider sind der gelbe Salbei und der Hahnenkamm vom Aussterben bedroht. Das fruchtbare Tal von Agaete ist ein weiteres Highlight im Norden der Insel. Hier gedeihen Zitrusfrüchte, Mangos, Papayas, Avocados und sogar Kaffee. Es gibt schöne Wanderwege, die bis zum Dorf Agaete führen. Dort gibt es einen kleinen historischen Ortskern und den botanischen Garten Huerto de las Flores. Der vorgelagerte Hafenort Puerto de las Nieves bietet sich mit seinem kleinen Strand für eine Badepause an. Die Promenade ist bekannt für ihre guten Fischrestaurants. In der Nähe von Las Palmas, in Santa Brigida, befindet sich die Caldera de Bandama, ein erloschener Vulkankrater. Am Kraterrand gibt es einen schmalen Weg, damit man den Krater umrunden kann. Daneben bietet der 574m hohe Pico de Bandama herrliche Ausblicke.
Die Stadt Las Palmas bietet mit ihrer langen Geschichte eine Reihe sehenswerter historischer Gebäude sowie Museen, Theater und andere kulturelle Einrichtungen. Den Mittelpunkt der Altstadt La Vegueta bildet die imposante Kathedrale Santa Ana. In den alten Gassen kann man traditionelle Häuser mit dem typische Holzbalkonen bewundern. Sehenswert ist das Museum Casa Colon – das Kolumbushaus. Nach einem Bummel über die Fußgängerzone Calle Mayor de Triana kann man eine Badepause am Canteras-Strand einlegen. Auch in der Nähe des Hafens, der eine große Bedeutung für Handel und Tourismus hat, findet man einige Sehenswürdigkeiten wie das Aquarium Poema del Mar, das Technikmuseum Elder und den Santa-Catalina Park.


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Nach dem Süden und dem Norden möchte ich Euch heute mal durch das Zentrum von Gran Canaria führen. Es lohnt sich auf jeden Fall, eine Auszeit vom Strand zu nehmen, um die einzigartige Bergwelt der Insel zu erleben. So lernt man die Vielfalt der Landschaft kennen und man merkt, dass Gran Canaria aus gutem Grund als Mini-Kontinent bezeichnet wird. Mit dem Auto oder sogar mit dem Linienbus ist dies möglich. Gewaltige Schluchten wechseln sich mit imposanten Bergen ab. An vielen Hängen wurden schöne Terrassenfelder angelegt. Verschiedene Aussichtspunkte erlauben Blicke auf weitläufige Palmenhaine, duftende Kieferwälder, traditionelle Bergdörfer und uralte Wanderwege.
Den geografischen Mittelpunkt der Insel bildet das Cruz de Tejeda. Der Name des Aussichtspunktes stammt von einem Steinkreuz aus dem Jahre 1960, das diesen Mittelpunkt markiert. Von hier verlaufen viele Wanderwege, etliche davon sind uralt und wurden schon von den Ureinwohnern benutzt. Gleichzeitig ist das Cruz de Tejeda mit einer Höhe von 1.500m der höchste Pass der Insel. Von hier aus kann man herrliche Blicke auf die umliegende Bergwelt genießen. Nur wenige Kilometer vom Cruz de Tejeda befindet sich das Dorf Tejeda, das einige Sehenswürdigkeiten besitzt. Ein Heilkräutermuseum bietet einen Überblick über die einheimische Pflanzenwelt und deren Verwendung. Das Skulpurenmuseum Abraham Cárdenes zeigt Werke des kanarischen Künstlers. Ein Schmuckstück ist die Kirche Iglesia Nuestra Señora del Socorro in Tejeda aus dem Jahre 1648. Tejeda gilt als Zentrum des Mandelanbaus auf Gran Canaria, im Januar/Februar kann man dort das Naturschauspiel der Mandelblüte erleben.
Etwas weiter nördlich findet man das Bergdorf Artenara, der am höchsten gelegene Ort der Insel. Hier findet man noch viele Höhlenwohnungen aus der Zeit der Altkanarier sowie die Höhlenkirche Virgen de la Cuevita. Der Ort wirkt urig mit den traditionellen Häusern mit den Holzbalkonen und der Kirche San Matias. Vom Dorfplatz kann man herrliche Blicke auf die umliegende Bergwelt genießen. Ein weiteres sehenswertes Bergdorf ist San Bartolomé de Tirajana, das südlich von Tejeda liegt. Es ist das Verwaltungszentrum der gleichnamigen Gemeinde, zu der Maspalomas mit seinen Ferienorten Playa del Ingles, San Agustin und Meloneras gehört. Den Mittelpunkt von San Bartolomé de Tirajana bildet der Dorfplatz mit dem Rathaus und der Kirche. Es gibt das ethnografische Museum Casa los Yánez sowie alte Gassen mit traditionellen Häusern und einem historischen Waschplatz. Bei einem Rundgang kann man immer wieder schöne Blicke in die umliegende Landschaft genießen.
Die Bergwelt von Gran Canaria lässt erkennen, dass die Insel – wie alle Kanareninseln – vulkanischen Ursprungs sind. Ihre Entstehung begann durch Vulkanausbrüche im Atlantik. Dabei weist jede Insel ihre eigene Entstehungsgeschichte auf. Gran Canaria entstand vor etwa 14,5 Millionen Jahren. An den landschaftlichen Formen kann man sehr gut die früheren vulkanischen Aktivitäten erkennen. So lässt eine kesselförmige Landschaft erkennen, dass es sich um eine Caldera handelt, einen eingestürzten Vulkankessel. Weitere Landschaftsformen entstanden durch die austretenden Lavaströme, davon ist heute noch vieles zu erkennen. So befindet sich der Gipfel des Pico de las Nieves auf der Spitze eines erloschenen Vulkans im Zentrum der Insel. Mit seinen 1.949m galt er lange Zeit als höchster Berg von Gran Canaria. Das hat wohl daran gelegen, dass ihm der Aussichtspunkt Mirador Pico de los Pozos de la Nieves zugeordnet wurde. Der befindet sich aber auf dem 1.956m hohen Morro de la Agujereada, dem tatsächlich höchstem Berg der Insel, der neben dem Pico de las Nieves liegt. Der Aussichtspunkt bietet tolle Blicke in die umliegende Bergwelt und auch auf den dritthöchsten Berg der Insel und eines der Wahrzeichen, den 1.813m hohe Roque Nublo. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zur Nachbarinsel Teneriffa mit dem 3.715 m hohen Pico del Teide, dem höchsten Berg Spaniens.

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Bald ist Ostern und die Osterzeit ist bei vielen Menschen eine beliebte Reisezeit. Das liegt sicherlich zum Teil an den Osterferien. Das Wetter ist auf Gran Canaria beständig und zu Ostern ist es üblicherweise mild und sonnig. Aber es sind nicht nur die Touristen, die auf die Insel kommen. Ein weiterer Grund für eine Reise zu Ostern könnte auch die Semana Santa sein. Damit ist die Karwoche gemeint, die verschiedene Aktivitäten und Erlebnisse bietet.Insbesondere ist die Zeit der Familientreffen. Ostern ist ein bedeutendes Fest und viele Menschen reisen vom Festland oder von einer der Nachbarinseln nach Gran Canaria, um Verwandte oder Freunde zu besuchen und mit ihnen die Feiertage zu verbringen. Die Strände sind voll, nicht nur mit Urlaubern, die die Sonne genießen, sondern auch mit spanischen Großfamilien. Die Semana Santa reicht von Palmsonntag bis Ostersonntag. Sie hat eine lange Tradition, sie wird seit 1478, seit der Stadtgründung von Las Palmas, gefeiert. Gründonnerstag und Karfreitag sind hier Feiertage, einen Ostermontag gibt es hier nicht. Rund 90 Prozent der Spanier sind katholisch und Ostern gehört zu den wichtigsten Festen im Jahr.
Wer sich für Kultur und Traditionen interessiert, kann die Osterferien abwechslungsreich gestalten. Die größten und meisten Feierlichkeiten sind natürlich in der Inselhauptstadt Las Palmas, das liegt auch sicherlich an den historischen Hintergründen. Die Semana Santa beginnt am Morgen des Palmsonntag mit der Prozession „Einzug in Jerusalem“, sie beginnt in San Telmo und endet in der Kirche Santo Domingo in Vegueta. Dort findet nachmittags das Ablegen der Buße durch die Bruderschaft der Nazarener von Vegueta statt. Am Mittwoch findet eine Prozession mit Bildern statt, die Prozession von Santa María de los Dolores de Triana. Die Gläubigen tun Buße und begleiten die Prozession mit Bildern, die Jesus mit dem Kreuz darstellen. Am Gründonnerstag kann man an der „Besichtigung der sieben Denkmäler“ teilnehmen, die in verschiedenen Teilen der Stadt veranstaltet wird. Am Karfreitag finden in Las Palmas verschiedene Prozessionen statt. An der Kathedrale beginnt die „ Dolorosa de Luján Pérez“, der der die beiden bedeutendsten Bilder dieses Künstlers getragen werden. Stille und Buße prägen den „Kreuzweg des Allerheiligen Christus“, der um Mitternacht an der Kapelle Ermita del Espíritu Santo in der Altstadt beginnt. Zu den großen Prozessionen gehört auch die „Prozession des Heiligen Begräbnisses“. Bei der Prozession „Las Mantillas“ tragen die Frauen die traditionelle Kanaren-Mantillas, dabei handelt es sich um hüftlange weiße Kopftücher. Weitere große Prozessionen finden in Santa María de Guía und Telde statt.
Auch der Ostersonntag wird auf Gran Canaria von der Religion geprägt. Ostereier und Osterhasen kennt man hier nicht. Die Menschen feiern die Auferstehung Jesu in den Kirchen mit feierlichen Messen. Es gibt auch eine besondere kulinarische Tradition, dazu gehört getrockneter, gesalzener Fisch, der zwei oder drei Tage zum Entsalzen in Wasser gelegt wird. Danach wird dieses Ritual mit Papas – Kartoffeln – und Gofio, dem traditionellen Maisbrot fortgesetzt. Auch die rote und grüne Mojosoße darf dabei nicht fehlen. Versüßt werden die Feiertage mit Mandelgebäck.
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Eine Bekannte hat mir neulich erzählt, dass sie hier im Urlaub gerne Schmuck kauft. Sie hat ein Armband, für das sie sich im jeweiligen Urlaubsort einen besonderen Anhänger kauft. Hier auf Gran Canaria hat sie sich bei einem Juwelier ein Idolo anfertigen lassen. Das fand ich sehr interessant und sie erzählte mir, dass es spezielle Figuren der kanarischen Ureinwohner sind. Es gibt sie nicht nur auf den Kanaren, sondern auch in anderen Gegenden der Megalithkultur wie beispielsweise Mazedonien, Kreta, Malta. Die kleine Figur ist aus rotem Ton, sie hat gebogene Arme. Im Verhältnis zum Körper ist der Kopf recht klein, die Gesichtszüge sind nur angedeutet. Ob ist sich um eine männliche oder weibliche Figur handelt, ist unklar.
Die Idolos gehören zu den Rätseln der Ureinwohner. Ihre genaue Verwendung ist unklar, es seht aber ziemlich fest, dass sie bei religiösen Ritualen benutzt wurden. Es ist aber auch möglich, dass sie als Spielzeug dienten oder als Schmuck getragen wurden. Der Ídolo de Tara wurde in der Nähe von Telde gefunden. Es handelt sich wohl um den bekanntesten Idolo, der Name bezieht sich auf das Dorf Tara bei Telde. Dort soll die Figur gefunden worden sein. Dies ist allerdings nicht belegt, deshalb wird die Figur in der Wissenschaft „Ídolo de Chil“ genannt. Die 27cm hohe Figur aus rotem Ton ist im Museo Canario in Las Palmas als „Urmutter von Tara“ zu sehen.


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Nicht nur Sonnenanbeter und Badefans kommen auf Gran Canaria auf ihre Kosten, sondern auch die Freunde eines guten Tropfens. Die Insel ist zwar nicht so sehr bekannt für ihre Weine, aber sie blickt auf eine lange Tradition im Weinanbau zurück. Die Rebsorten wurden schon von den spanischen Eroberern nach Gran Canaria gebracht. Im 15. Jahrhundert wurde mit dem Anbau der damals beliebten süßen Weine begonnen, dazu gehörten die Trauben Malvasia und Moscatel. Im 16. Jahrhundert entstand schon eine große Nachfrage nach diesen Weinen in England und in Nordeuropa. Im 19. und 20. Jahrhundert ging der Weinanbau zurück und geriet fast schon in Vergessenheit, mittlerweile erlebt er einen neuen Aufschwung. Die geringe Bekanntheit der Weine liegt aber an den kleinen Mengen, die auf der Insel gekeltert werden.
Es gibt auf Gran Canaria 52 Anbaugebiete mit ihren angeschlossenen Bodegas. Sie sind auf der ganzen Insel verteilt, vom südlichen Fataga bis hin zu Agaete im Norden. Es handelt sich um kleine Weinbaugebiete, die keine großen Mengen produzieren. Vieles wird noch in Handarbeit gemacht, so dass der Weinbau fast zu einem Kunsthandwerk gerät. Die Weine werden überwiegend direkt verkauft, entweder in der Bodega oder es werden Restaurants damit beliefert. Was macht denn den Wein auf Gran Canaria zu etwas Besonderem? Das ist zum einen das Klima mit mehr als 300 Sonnentagen im Jahr, durch die Sonne entwickeln die Trauben die richtige Süße. Ein weiterer Punkt ist der vulkanische Boden und der dritte sind die speziellen Traubensorten, die eine Reblausplage verhindern. Aufgrund der isolierten Lage wurde Gran Canaria ebenso wie die übrigen Kanareninseln von der Reblaus bisher weitgehend verschont.
Auf Gran Canaria werden überwiegend die Rebsorten Negramoll, Listán Negro und Tintilla angebaut. Aus diesen Trauben werden fruchtige, junge Rotweine gekeltert. Ihr besonderes Aroma stammt von der nährstoffreichen Vulkanerde. Aus den Trauben Listan Blanca, Malvasia und Moscatel werden Weißweine gewonnen, die einen vollen Säuregehalt und ein fruchtiges Aroma aufweisen. Welches sind denn die typischen Weine auf Gran Canaria? Der Tinto Joven ist ein junger, fruchtiger Rotwein. Joven bedeutet jung, das heißt, der Wein ist nicht lange gereift. Dieser typische Wein der Insel wird besonders zu Käse oder Gerichten mit Huhn empfohlen. Tintilla heißt ein Wein aus spät reifenden Trauben, sie gehören zu den Sorten, die als letztes geerntet werden. Sie haben eine kirschrote Farbe und wenig Säure. Dieser Wein passt sehr gut zu Fleischgerichten. Durch die Lagerung in Eichenfässern hat der Tinto Barrica seine besondere Qualität. Ein traditioneller Rotwein ist der Caldera Tinto del Monte. Für seine Herstellung werden die Trauben kalt mazeriert, der Wein reift 4 bis 6 Monate in Edelstahltanks.

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Wer sich intensiver mit dem Thema Wein befassen will, kann auf Gran Canaria eine Bodega besuchen oder die Weinstraße erkunden. Eine Bodega ist eine gute Möglichkeit, die kanarische Weinkultur zu erleben. Der Wein schmeckt sicherlich dort am besten, wo er entstanden ist. Da sich die Bodegas auf der ganzen Insel verteilen, lässt sich solch ein Besuch gut mit einem anderen Ausflugsziel verbinden. Ich habe im Laufe der Zeit auch einige Bodegas besucht, darunter auch die größte der Insel, die Bodega Las Tirajanas in San Bartolomé de Tirajana. Sie wurde in den 1990er Jahren von einigen Winzern gegründet, deren gemeinsame Arbeit durch die Aufnahme weiterer Winzer sich vergrößerte. Mittlerweile hat sich die Bodega als Genossenschaft mit Weinbergen in verschiedenen Gegenden Gran Canarias einen Namen gemacht. Sie produzieren exklusive Weine wie den Malvasía Volcanica und Verijadiego Blanco. Ausgezeichnet wurden sie mit nationalen und internationalen Preisen. Bei einer Führung erfährt man Wissenswertes über den Anbau und die Produktion des Weines, natürlich gehört auch eine Verkostung dazu.
Bei der Besichtigung der Finca Condal in Juan Grande habe ich eine weitere Bodega kennengelernt. Die Finca Condal besteht aus einen großen Gelände mit Museum, einer Kapelle, einer Ausstellung von Oldtimern, einem Garten und der Bodega. Man erfährt hier Wissenswertes über die Familie Vega Grande, einer bedeutenden Adelsfamilie der Insel. Die Weinberge befinden sich in Aldea Blanca, nicht weit von Juan Grande entfernt. In der Kellerei befinden sich die Edelstahlanlagen, in denen die Weine gären. Sie reifen sechs Monate in Eichenfässern, damit sie ihre ausgezeichnete Qualität erhalten. Bei einer Verkostung kann man Vega Grande Cabernet Sauvignon, Vega Grande Verdejo und Vega Grande Tempranillo probieren. Bei einem anderen Ausflug habe ich die Bodega Los Berrazales, die zur Finca La Laja gehört, kennengelernt. Sie befindet sich im schönen Tal von Agaete. Dort wachsen neben den Listán Negro-Reben auch Orangen und Kaffee. Aufgrund der Lage wachsen die Trauben windgeschützt, die Weine werden auf traditionelle, handwerkliche Art und Weise hergestellt. Nach einer Führung können Wein und andere Produkte der Finca probiert werden. Wer sich auch für die Geschichte der Weine von Gran Canaria interessiert, kann das Weinmuseum in Santa Brigida – La Casa del Vino – besuchen. Es bietet viele Informationen zum traditionellen Weinanbau auf der Insel. Neben den Ausstellungsräumen gibt es auch einen Weinkeller und es besteht die Möglichkeit zu einer Weinprobe. In der Gemeinde Santa Brigida gibt es noch eine weitere Attraktion für Weinfreunde, die Runta del Vino – die Weinroute. Diese Wanderung verläuft an sechs Bodegas entlang: Vinedo Rosa Caballero, San Juan, Ricardita Sosa, Antonio Sosa Monte Alto und die Bodegón de Vandama, in der man auch typische Gerichte genießen kann. Ein perfekter Abschluss dieser Tour!

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Ich habe schon einige Tipps zu Ausflügen auf die Nachbarinseln gegeben, für Weinfreunde habe ich eine besondere Idee. Auf Lanzarote befindet sich das einzigartige Weinbaugebiet La Geria, es liegt am Rande des Timanfaya-Nationalparks. So lassen sich beide Sehenswürdigkeiten gut miteinander verbinden. Die Landschaft von La Geria mit den Reben im schwarzen Lavasand vor der Kulisse der Vulkane hat mich immer wieder begeistert. Aber nicht nur mich – in den 1960er Jahren wurde sie vom Museum of Modern Art in New York City zum Gesamtkunstwerk erklärt. Der Künstler und Umweltschützer César Manrique hatte sie mit seiner Fotoausstellung in dem Museum im Jahre 1964 bekannt gemacht. La Geria liegt im geografischen Zentrum der Insel und ist mit 5.255 Hektar das größte Weinanbaugebiet der Kanaren. Durch die Weinfelder führt eine 15km lange Straße, an der auch einige Bodegas liegen.
Was ist denn nun das Besondere an La Geria? Dazu ein kleiner Ausflug in die Geschichte. In früheren Zeiten bestand das Zentrum Lanzarotes aus fruchtbarem Land. Dies änderte sich aber durch 6 Vulkanausbrüche in den 1730er Jahren. Dadurch wurde das Land mit einer rund 2m dicken Schicht aus Basalt bedeckt. Auf den Hängen von La Geria, die bisher nicht als fruchtbar galten, lag eine dicke Schicht aus vulkanischem Sand – Lapili oder Picón. Die Menschen wunderten sich, dass sich dort im Laufe der Zeit Pflanzen ansiedelten. Sie stellten fest, dass der Lapili wie ein Mulch wirkte, der das wenige Regenwasser vor Verdunstung schützte. Außerdem wurde dadurch der morgendliche Tau gespeichert. Sie nutzten diese Erkenntnisse und es entstand der traditionelle Trockenfeldanbau, der die Reben trotz des Vulkanbodens und der geringen Niederschläge gedeihen lässt. Man nutzt die Speicherfähigkeit der Lapili-Schicht, die die Nachtfeuchtigkeit speichert und zu den Wurzeln weiterleitet. Diese Schichten können bis zu 1,5m dick sein. Als Windschutz dienen die Zocos, das sind halbrunde Steinmauern aus Lavabrocken. Sie schützen nicht nur die Reben vor dem Wind, sondern verhindern auch das Fortwehen der Asche. So bilden die grünen Reben inmitten der schwarzen Lavaasche eine einzigartige Landschaft.
Der Malvasia ist der traditionelle Wein, der hier angebaut wird. Zu einem Ausflug nach La Geria gehört natürlich auch eine Weinprobe. Dazu bieten sich verschiedene Bodegas an. El Grifo ist die älteste Bodega der Kanarischen Insel. Hier kann man nicht nur sehen, wie der Wein produziert wird, man erfährt auch im angeschlossenen Weinmuseum sehr viel Wissenswertes über die Geschichte des Weinbaus auf Lanzarote. El Grifo produziert rund 700.000 Flaschen Wein pro Jahr. Nach dem Rundgang kann man verschiedene Weine und den traditionellen Käse probieren. In einem Landhaus aus dem 15. Jahrhundert befindet sich die Bodega Rubicón. Neben der Weinkellerei gibt es eine große Zisterne sowie den Raum, in dem früher das traditionelle Traubentreten stattfand, zu besichtigen. Einen großen Garten mit vielen kanarischen Pflanzen bietet die Bodega La Florida. Das Hauptgebäude zeigt sich in der typischen Architektur der Insel. Neben den Malvasia-Weinen werden hier Mojo-Soßen und verschiedene Käsesorten angeboten.
Lanzarote erreicht man von Gran Canaria mit der Fluggesellschaft Binter, der Flug dauert 45 Minuten. Als Ausgangsort für den Ausflug nach La Geria empfehle ich Puerto del Carmen, der Ort liegt nur ein paar Kilometer vom Flughafen entfernt.

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Vielleicht ist einigen von Euch beim Spaziergang an der Promenade von Meloneras die archäologische Fundstelle Punta Mujeres aufgefallen. Dort sind die Grundmauern eines Gebäudes und seiner Zimmer noch zu erkennen. Eine Tafel gibt Informationen zur Fundstelle und zu den Altkanariern. Wie weit reicht denn die Geschichte vom Maspalomas zurück? Während der Zeit der Altkanarier gehörte dieses Gebiet zum Königreich von Telde. Es wurde von dem Guanarteme Bentejui regiert - Guanarteme ist die damalige Bezeichnung für den König. Die spanischen Eroberer bekamen im Jahre 1479 ihre letzte Niederlage bei der Schlacht von La Caldera. Mit Verstärkung eroberten sie im Jahre 1480 fast die gesamte Insel. Daraufhin zog sich der Guanarteme in die Fels von Ansite im Osten der Insel zurück. Als die Spanier immer näher kamen, stürzte er sich 1483 mit seinen Gefolgsleuten in die Tiefe, denn er wollte nicht in Gefangenschaft geraten.
Nach den Ureinwohnern wurde das Gebiet des heutigen Maspalomas von den Eroberern besiedelt, dort lebten überwiegend Bauern und Hirten. Getreide, Zuckerrohr und Tabak wurden angebaut, später kamen Tomaten hinzu. Am Strand von Maspalomas ankerten Piraten, die die Insel unsicher machten. Darüber hinaus waren es aber auch Fischerboote oder andere Boote, die Holz aus den Wäldern transportieren. Bei den Piraten ist besonders der Niederländer Peter Van der Does zu erwähnen. Er scheiterte im Jahre 1599 dabei, die Insel zu erobern und er landete in Maspalomas, um die Toten zu begraben und sich mit Holz und Wasser zu versorgen. In der folgenden Zeit wurde das Gebiet weiter besiedelt. Die Menschen suchten Weiden für ihr Vieh und Flächen für den landwirtschaftlichen Anbau. Bis im 17. Jahrhundert war das Gebiet von Maspalomas im Besitz der Krone. Dies änderte sich, als König Felipe III. es nach Streitigkeiten an die Familie Pérez de Villanueva übergab. Fernando Bruno del Castillo erhielt im Jahre 1785 den Titel Conde de la Vega Grande de Guadalupe. Im 19. Jahrhundert war die Grafenfamilie der größte Landbesitzer auf der Insel. Später wurde sie federführend im Tourismus, der im Jahre durch das Projekt Concurso Internacional Maspalomas Costa von Alejandro del Castillo startete. Es wurde im Jahre 1961 ausgeschrieben, die Bauarbeiten begannen ein Jahr später.


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Wie ging es nun weiter mit dem Tourismus in Maspalomas? Die französische Firma Societe Pour L‘ Etude d‘ Amenagements Tecnique Planifiés ( SETAP ) gewann die Ausschreibung für das Projekt Maspalomas Canaria, das den Beginn des Urlauber-Booms einläutete. Durch die Bebauung veränderte sich die gesamte Gegend. Aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen entstand eines der bedeutendsten Feriengebiete Spaniens. Die Bebauung begann 1962, es entstanden die ersten Hotels. 1968 entstand der Golfplatz von Maspalomas und ein Jahr später mit Sioux City der erste Themenpark Spaniens. Der erste Charterflug erreichte 1957 die Insel. Straßen und Autobahnen wurden gebaut, damit die einzelnen Bereiche der Insel besser verbunden waren. Auch der öffentliche Nahverkehr wurde ausgebaut, heute ist fast jeder Ort der Insel mit dem Linienbus erreichbar.
Es entstanden die Ferienorte von Maspalomas, zunächst Playa del Ingles und das angrenzende San Agustin, später kamen weitere hinzu. Das nördlich von Playa del Ingles gelegene San Fernando sollte den Einheimischen als Wohnort dienen. Es hat ebenfalls keinen historischen Ortskern, aber doch einige stellenweise Spuren der Vergangenheit wie die Casa Saturninita. In San Agustin entstanden die ersten Ferienanlagen, die besonders die schwedischen Touristen anzogen. Es folgten dort größere Hotels sowie eine schwedische Schule und Kirche. Im Jahre 1980 wurde das Shoppingcenter San Agustin eröffnet. Playa del Ingles zog ein internationales Publikum an und entwickelte sich zum größten Urlaubsort im Süden der Insel. Ein Grund dafür ist sicherlich der schöne, lange Sandstrand. In Playa del Ingles entstanden in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche Hotels sowie Bungalow- und Apartmentanlagen. Die Avenida de Tirajana wurde als eine der Hauptstraßen angelegt und lädt mit vielen Geschäften und Restaurants zum Bummeln ein. Außerdem wurden die beliebten Shoppingcenter wie Cita und Yumbo gebaut, die auch zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten bieten. Am Strand entstand die Einkaufs- und Ausgehmeile Anexo II Ein eigentliches Stadtzentrum gibt es nicht.
In den 1980er Jahren wurden weitere Ferienorte angelegt wie Sonnenland mit seinen Apartment- und Bungalowanlagen, später kamen ein paar Hotels hinzu. Südlich davon entstand zwischen 1980 und 1995 Campo International, das überwiegend aus Bungalowanlagen besteht, dazwischen befinden sich ein paar Hotels. Der jüngste Ortsteil von Maspalomas heißt Meloneras, er erstreckt sich mit luxuriösen Hotels neben dem Leuchtturm. Außerdem gibt es hochwertige Restaurants und exklusive Geschäfte. Heute befinden sich etwa 90 Prozent der Touristenbetten in den Gemeinden San Barolomé de Tirajana und Mogán.
Aber nicht nur Sonne, Strand und Meer ziehen die Urlauber auf die Insel. Gran Canaria hat sich mittlerweile zu einem der größten Treffpunkte der Schwulen- und Lesbenszene entwickelt. Dazu hat sich besonders das Yumbo-Zentrum etabliert. Den Höhepunkt für die Szene bildet die alljährlich im Mai stattfindende Gay Pride, die Besucher aus aller Welt anzieht. Ein weiterer Publikumsmagnet ist der Karneval von Maspalomas, der mit einem bunten Programm und einem lebhaften Umzug gefeiert wird.
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Wer einen Kontrast zum lebhaften Maspalomas sucht, findet vielleicht in einem Landhotel das Passende. Das kann eine eine Casa Rural sein, ein typisches Landhaus, das entweder komplett oder zimmerweise vermietet wird. Als weitere Möglichkeit bietet sich eine Finca an. Dabei handelt es sich um ehemalige Bauernhöfe, die zu – oft sehr komfortablen – Unterkünften umgestaltet wurden. Etliche von ihnen werden aber auch noch bewirtschaftet. So können die Gäste frische Produkte von der Finca genießen. Darüber hinaus gibt es auch in vielen ländlichen Gegenden der Insel kleine Hotels, die sich als Unterkunft für einen Landurlaub anbieten.
Nur wenige Kilometer von Maspalomas entfernt bietet sich der kleine Ort Monte Leon mit passenden Unterkünften an. Nicht nur Erholungssuchende, auch aktive Urlauber werden sich hier wohlfühlen. In der Nähe befinden sich einige Golfplätze. Radfahrer finden eine beliebte Strecke nach Ayagaures und zum gleichnamigen Stausee. Der Strand ist mit dem Mietwagen in kurzer Zeit erreichbar. Bekannt wurde der Ort Monte Leon auch durch die Finca von Justus Frantz, dem deutschen Dirigenten. Fataga ist ein traditionelles Dort, das nördlich von Maspalomas im oberen Bereich vom Barranco de Fataga liegt, er ist auch als Tal der Tausend Palmen bekannt. Das Dorf ist von Obstgärten umgeben, es eignet sich gut als Ausgangspunkt für Wanderungen. Bei einem Bummel durch die kopfsteingepflasterten Gassen findet man immer wieder tolle Fotomotive. Es gibt ein paar Fincas sowie traditionelle Restaurants und ein paar kleine Läden.
Ein wahres Schmuckstück ist das Städtchen Agüimes, das einige schöne Landhäuser – Casa Rural – bietet. Den Mittelpunkt bildet die Kirche Iglesia de San Sebastián, die gesamte Altstadt steht unter Denkmalschutz. Rundherum ziehen sich Gassen mit den traditionellen Häusern. Besonders auffallend sind die typischen Statuen, die oft Szenen aus dem Alltag darstellen. Agüimes eignet sich gut als Ausgangspunk für Wanderungen im Barranco de Guayadque, der für seine Höhlenwohnungen aus der Zeit der Altkanarier bekannt ist. Die Landschaft ist von Steilhängen, alten Terrassen, Palmenhainen und Mandelbäumen geprägt.
Tejeda ist eine weitere Idee für einen Urlaub auf dem Land. Das Dorf liegt im Zentrum der Insel und bietet schöne Ausblicke auf die bekannten Berge wie den Roque Nublo und den Roque Bentayga. Die Gegend gilt als Zentrum des Mandelanbaus auf der Insel, aber auch andere Pflanzen wie die kanarische Kiefer wachsen dort. In dem malerischen Dorf gibt es ein kleines Heilkräutermuseum zu besichtigen. In der Nähe befindet sich das Cruz de Tejeda, ein Gebirgspass und das geografische Zentrum von Gran Canaria. Hier verlaufen etliche Wanderwege, darunter auch die Königlichen Wege – caminos reales. Aber nicht nur Wanderer auch Kletterer kommen in Tejeda auf ihre Kosten, dazu bieten sich die umliegenden Gipfel an.
Auch das Dorf Teror hat sich einen Namen gemacht beim Tourismo Rural. Das liegt zum einen an den liebevoll gestalteten Unterkünften mit ländlichem Charme, zum anderen aber auch an den schönen Wanderwegen rund um Teror. Die Gegend gilt als eine der grünsten auf Gran Canaria. Der Ort ist von schönen historischen Häusern mit den typischen Holzbalkonen geprägt. Teror ist das religiöse Zentrum von Gran Canaria und Sitz der Insel-Schutzheiligen, der Nuestra Senora del Pino. Nach einer Legende ist am 08. September 1481 einigen Hirten unter einer Pinie die Jungfrau Maria erschienen. Heute steht an dieser Stelle die Basílika del Pino. Alljährlich pilgern Tausende Menschen am 07. und 08. September nach Teror, das Fest zu Ehren der Schutzpatronin ist das größte religiöse Fest auf Gran Canaria. In der Nähe der Basilika befindet sich die Plaza Theresa de Bolivar. Er wurde als Erinnerung an die Frau des venezolanischen Freiheitskämpfers Simon Bolivar errichtet, ihre Familie stammt von Teror. Die Umgebung von Teror bietet sich mit dem Landwirtschaftspark Doramas zum Wandern und Erkunden an. Er ist von einer fruchtbaren Vegetation geprägt, das Highlight ist der Naturreservat Barranco Oscuro mit seinem Lorbeerwald.
Santa Brigida ist ein Tipp für Urlauber, die Golfspielen mit Erholung in einer ländlichen Umgebung verbinden wollen. Der Ort ist nur 14km von Las Palmas entfernt. Santa Brigida ist von Weingärten und Palmenhainen umgeben, traditionelle Häuser prägen den Ort. Weinfreunde finden eine Weinroute, die verschiedene Bodegas verbindet. In der Umgebung des Ortes gibt es Wanderwege und Mountainbike-Strecken. Einige führen zum Bandama-Krater, einem 200m tiefen erloschenen Vulkankrater mit einem Durchmesser von 1.000m. Westlich davon befindet sich der Golfplatz Real Club de Golf Las Palmas mit einem 4-Sterne Golfhotel. Darüber hinaus gibt es in Santa Brigida eine gute Auswahl an Hotels und Fincas.
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Beim Urlaub auf dem Land kann man besonders die Natur mit ihrer Vielfalt an Pflanzen erleben. Was wäre da typischer für Gran Canaria als die Palmen? Deshalb möchte ich heute mal die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) vorstellen, die zu den Natursymbolen der Kanarischen Inseln gehört. Sie wurden von der Regierung der Kanarischen Inseln durch ein Gesetzesdekret am 30. April 1991 festgelegt. Die Kanarische Palme gehört zu den 2.350 Palmenarten, die es weltweit gibt. Auf den Kanaren ist sie die einzige endemische Palmenart. Sie wurde aber auch auf den Kapverden, den Azoren und auf Madeira eingeführt. Die Kanarische Dattelpalme erreicht eine Höhe von 8 bis 20m, ihr Stamm ist rund 50cm dick. Besonders auffallend ist ihre üppige Krone. Ihre dicht gefederten Wedel können 2 bis 3m lang werden. Ihr Stamm ist immer unverzweigt, damit unterscheidet sie sich von der Echten Dattelpalme. Sie hat dunkelbraune Früchte, die als Futter für Schweine und Ziegen verwendet werden.
Eine ganz besondere Nutzung hat die Kanarische Dattelpalme auf der Insel La Gomera. Dort wird Palmenhonig aus ihrem Saft gewonnen. Er wird mehrere Stunden gekocht und erreicht so seine typische dunkle Farbe und eine dem Bienenhonig ähnliche Konsistenz. Er wird für verschiedene Desserts verwendet, aber auch als Begleitung zum Ziegenkäse. In den letzten Jahren hat er in die moderne kanarische Küche Einzug gehalten und wird für Soßen oder auch als Beilage zum Fleisch verwendet.

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Für die meisten Menschen gehört es im Urlaub einfach dazu – das stöbern nach Souvenirs - sei es als Andenken an die schöne Zeit auf Gran Canaria oder als Mitbringsel für die daheim gebliebenen. Dazu eignen sich besonders spezielle Artikel der Insel wie beispielsweise Kunsthandwerk. Dazu gehören Handarbeiten, Korbflechterei aus Bananenwedeln und Töpferwaren. Solche Andenken findet man häufig auf Märkten oder auch bei Ausflügen. Oft gibt es Werkstätten, die man besichtigen kann. So hat man die Möglichkeit, den Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Kunsthandwerk - dieser Begriff verbindet Kunst und Handwerk, wobei die Grenzen oft fließend sind. Der Ursprung liegt im klassischen Handwerk der Altkanarier, die sich auf die Herstellung von Alltagsgegenständen verstanden. Die heute nach diesen Vorbildern hergestellten Gegenstände dienen in erster Linien Dekorationszwecken. Typische Artikel sind heute die berühmten Messer, deren Griffe oft Meisterwerke aus Gold, Silber oder Horn sind. Die typischen Töpferwaren werden ohne Hilfe der klassischen Töpferscheibe hergestellt.
Wo kann man denn nun Kunsthandwerk auf Gran Canaria kaufen? Eine gute Anlaufstelle sind die verschiedenen Märkte wie die Bauernmärkte, auf denen neben Lebensmitteln der Insel auch kunsthandwerkliche Gegenstände verkauft werden. Da gibt es beispielsweise in San Agustin den kleinen Markt im Shoppingcenter oder den großen Markt in Teror im Norden der Insel. Es gibt aber auch spezielle Kunsthandwerksmärkte wie in Galdar oder in der Altstadt von Las Palmas. Am Leuchtturm von Maspalomas findet regelmäßig im Frühjahr ein Kunsthandwerkermarkt statt. Ich finde, der Besuch eines Marktes ist im Urlaub immer ein schönes Erlebnis.
Ein lohnendes Ausflugsziel ist die Stadt Agüimes mit ihrer historischen Altstadt und der schönen Kirche. Bei einem Spaziergang merkt man schnell, dass dort das Kunsthandwerk eine lange Tradition hat. So gibt es zahlreiche Werkstätten und Geschäfte, die Stickereien, Spitzen, Keramikerzeugnisse und traditionelle Kleidungsstücke herstellen und anbieten. Wer etwas ganz ausgefallenes sucht, findet in der Villa de Arte Modeschmuck aus recyceltem Papier. Außerdem bietet sich der Besuch des Kunsthandwerksmuseums - Museo Y Artesanía El Molino an.
Im Norden bildet der Bandama-Krater ein lohnendes Ausflugsziel. Es handelt sich um den größten Vulkankrater der Insel. Das nahe gelegene Dorf Santa Brigida ist mit seinen traditionellen Häusern auch einen Besuch wert. Wer sich für Kunsthandwerk interessiert, und ein schönes Souvenir sucht, kann das Dorf La Atalaya, eine Hochburg der Töpferkunst, besuchen. Hier befindet sich das Töpfereizentrum - Centro Locero de la Atalaya. Hier wird noch die Überlieferung der Vorfahren bewahrt und mit kanarischem Ton vulkanischen Ursprungs gearbeitet. Die Gegenstände werden nach überlieferten Vorlagen hergestellt und zwar ohne Drehscheibe. Die Masse wird ähnlich wie ein Kuchenteig geknetet, ausgehöhlt wird sie mit Steinen, so dass bauchige Gefäße entstehen. Vor dem Brennen werden typische Motive in das noch weiche Material geritzt.
Las Palmas ist eine Stadt voller Vielfalt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Auch zum Einkaufen fährt man gerne dorthin und es gibt viele interessante Geschäfte, in denen man ein Andenken an den Urlaub auf Gran Canaria findet. Dazu fällt mir die Casa del Parfume ein. Sie liegt in der Altstadt in der Nähe vom Kolumbushaus und dort wird seit 1872 die Herstellung von Parfüm betrieben und zwar in der 5. Generation. Hier kann man nicht nur ein besonderes Parfüm kaufen, man erfährt auch Wissenswertes über seine Herstellung. Die Produkte werden aus ökologischen Grundessenzen hergestellt. Es gibt verschiedenen Duftrichtungen in der Casa del Parfume, von fruchtig und blumig bis hin zu herb oder Moschus ähnlich.
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Neben kunsthandwerklichen Artikeln sind auch kulinarische Mitbringsel sehr beliebt. Das kann eine Erinnerung an ein schönes Abendessen sein, zu dem es eine köstliche Mojo-Soße gab. Vielleicht ist es auch ein Andenken wie Käse oder Marmelade, das an den Besuch eines Marktes erinnern soll. Beim Besuch einer Bodega kann man einen typischen Wein als Souvenir mitnehmen. So gibt es viele verschiedenen Möglichkeiten, einen Ausflug oder ein anderes Erlebnis mit dem Kauf eines kulinarischen Souvenirs zu verbinden.
Wo kann man denn nun am besten solche kulinarischen Souvenirs kaufen? In einem gut sortierten Supermarkt gibt es eine große Auswahl an Produkten wie Mojo-Soße und kanarische Marmelade. Aber es macht mehr Spaß, über einen Bauernmarkt wie beispielsweise in San Fernando zu bummeln und an den verschiedenen Ständen die Produkte zu probieren, um dann das Passende auszuwählen. Die Marmeladen werden nach alten Rezepturen aus heimischen Früchten wie Mangos, Guaven und Feigen hergestellt. Bei vielen Gerichten darf die milde grüne oder die pikante rote Mojo-Soße nicht fehlen. Sie schmeckt gut zu den beliebten Runzelkartoffeln, den Papas arugadas, aber auch zu Fisch oder Fleisch. So hat man zu Hause beim Grillabend eine schöne Erinnerung an den Urlaub auf Gran Canaria.
Santa Maria de Guia ist für seinen Blumenkäse – Queso de Flor – bekannt. Er wird aus Schafsmilch und dem Saft der Wilden Artischocke hergestellt. Dadurch erhält er seinen außergewöhnlichen Geschmack. Wer mehr dazu erfahren will, kann das Käsehaus – Casa del Queso in Santa Maria de Guia besuchen, dort kann man den Käse auch verkosten. Es ist der perfekte Ort, um ein köstliches Stück Käse als Souvenir zu kaufen. Ein besonderes Highlight für Käsefans ist das Käsefest in Santa Maria de Guia, das von Ende April bis Anfang Mai gefeiert wird. Santa Maria de Guia hat einen denkmalgeschützten Ortskern mit einer Kirche im neoklassischen Stil. Die Umgebung bietet sich mit dem Naturpark Doramas zum Erkunden an.
Zum Käse passt Wein und was gibt es schöneres für Freunde eines guten Tropfens, als eine Bodega zu besuchen und dort einen kanarischen Wein als Souvenir zu erwerben? Aufgrund des milden Klimas und des vulkanischen Bodens sind hier die Bedingungen für den Anbau von Trauben sehr gut. Der Weinbau auf Gran Canaria hat eine lange Tradition, die in den letzten Jahren einen großen Aufschwung bekam. Es gibt 52 Anbaugebiete, die allerdings nicht sehr groß sind und nur geringe Mengen an Wein produzieren. Sie sind über die ganze Insel verteilt, vom südlichen Fataga bis zum Tal von Agaete im Norden. Das größte Weingut ist die Bodega Las Tirajanas in San Bartolomé de Tirajana. Hier werden Führungen und Verkostungen angeboten, es gibt natürlich auch einen Laden mit dem entsprechenden Angebot an Weinen. Das schöne Bergdorf San Bartolome de Tirajana bietet sich mit seiner Kirche, dem Rathaus und den alten Gassen zu einem Rundgang an.Zwischen den Gebäuden kann man immer wieder Blicke in die schöne Berglandschaft genießen.
Der berühmteste Rum der Kanaren ist sicherlich ein schönes Mitbringsel. Die Rumfabrik in Arucas ist die größte und älteste in Europa. Da bietet es sich doch an, den Kauf des Rums mit einer Besichtigung zu verbinden. Die Stadt liegt im Norden der Insel in der Nähe von Las Palmas. Der Anbau von Zuckerrohr hat in dieser Gegend eine lange Tradition. Im 19. Jahrhundert erlebte Gran Canaria einen wirtschaftlichen Aufschwung und es entstand in Arucas eine der modernste Raffinerieanlagen. Diese Zuckerfabrik wurde später in eine Brennerei umgewandelt. Rum gehört heute zu den beliebten Getränken hier auf der Insel, entweder als Carta Oro – brauner Rum – oder Carta Blanca – weißer Rum. Mittlerweile sind zu dem „Rum von Arucas“ auch weitere Spezialitäten wie der Bananenlikör und der Honigrum - Ronmiel - hinzugekommen. Dies alles kann man nach der Besichtigung der Fabrik probieren und natürlich auch als Souvenir erwerben.
Wer ein Mitbringsel für Kaffeefreunde sucht, sollte einen Ausflug in das Tal von Agaete unternehmen. Es liegt im Norden von Gran Canaria und ist die einzige Region in Europa, wo Kaffee angebaut wird. In dem fruchtbaren Tal hat der Kaffeeanbau eine lange Tradition, schon seit dem 19. Jahrhundert wächst dort die seltene Typica-Sorte, eine Art des Arabica-Kaffees. Auf den Fincas wird aber nicht nur Kaffee angebaut, dort gedeihen auch Weintrauben, Papayas und Orangen. Man kann dort nicht nur die Kaffeesträucher sehen, bei einer Führung wird man auch über die Verarbeitung informiert. Selbstverständlich kann man den Kaffee dort verkosten und er wird natürlich auch vor Ort verkauft. Ich habe bei einem Ausflug mal die Finca La Laja besichtigt und fand es sehr interessant. Dieser Ausflug lässt sich sehr gut mit dem Ort Agaete und dem vorgelagerten Hafenort Puerto de las Nieves verbinden.
Auch ein Ausflug in das Bergdorf Tejeda im Zentrum der Insel ist eine Empfehlung, um ein kulinarisches Souvenir zu kaufen. Die Gegend gilt als Zentrum des Mandelanbaus. Der Ort liegt auf einer Höhe von 1.000m und ist natürlich besonders zur Zeit der Mandelblüte im Januar/Februar ein tolles Ausflugsziel. Aber auch zu jeder anderen Zeit lohnt es sich, dorthin zu fahren. Das Dorf ist für die Herstellung von Marzipan und Mandelgebäck bekannt. Die Spezialitäten werden nach überlieferten Rezepten hergestellt. Da ist besonders die Bienmesabe zu erwähnen, eine süße Mandelcreme. Eine andere Spezialität ist der Marzipan-Kuchen in Tejeda. Die bekannteste Konditorei ist die Dulceria Nublo in Tejeda, sie existiert bereits seit dem Jahr 1946 und ist ein Familienbetrieb, der ca. 90% der verarbeiteten Mandeln von Gran Canaria bezieht. Zu den Spezialitäten gehören Marzipan, Gebäck, Mandelschokolade und Bienmesabe. Bei einem Spaziergang durch Tejeda kann man die Pfarrkirche Nuestra Señora del Socorro, ein Heilkräutermuseum und traditionelle Häuser anschauen.

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Im Norden der Insel liegt ihre Hauptstadt Las Palmas, die auch gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz Las Palmas ist, die aus den Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote besteht. Mit ihren knapp 400.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt der Kanaren. Die lebendige und vielfältige Stadt wird durch ihren Hafen Puerto de la Luz geprägt, der zu den größten Häfen Spaniens gehört. Las Palmas bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, die sich auf die verschiedenen Stadtteile verteilen. Wer die Stadt näher kennenlernen will, kann sich bei einer Fahrt mit dem City Sightseeing Doppeldecker-Bus einen ersten Überblick verschaffen. Er startet am Park Santa Catalina und es gibt 11 Stopps, an denen man beliebig aus- und einsteigen kann.
Ich will Euch nun die einzelnen Stadtteile vorstellen und beginne mit dem interessantesten, nämlich Vegueta, der zusammen mit Triana die Altstadt von Las Palmas bildet. Vegueta entstand im Jahre 1478 und war als erste spanische Kolonialstadt Vorbild für die späteren Städte des Landes. Im 16. Jahrhundert stellte man fest, dass Vegueta zu klein war und es entstand der Stadtteil Triana, der sich zum Kaufmannsviertel entwickelte. Für den Rundgang durch Vegueta empfehle ich die Kathedrale Santa Ana als Ausgangspunkt. Die Kathedrale wurde 1497 erbaut und immer wieder restauriert und erweitert. Daher hat die fünfschiffige Bischofskirche mehrere Stilrichtungen: Gotik, Renaissance und Neoklassik. Vor der Kathedrale erstreckt sich die mit Palmen bewachsene Plaza Santa Ana. Der Platz ist von historischen Häusern umgeben, an einer Seite stehen Bronzeskulpturen der berühmten kanarischen Hunde. Außerdem befinden sich an dem Platz das ehemalige Rathaus und der Bischofspalast. In der Altstadt gibt es neben den berühmten Bauwerken auch immer wieder kleine Plätze zu entdecken. So führt von der Plaza Santa Ana eine kleine Straße zur Plaza Espíritu Santo . Hier gibt es die kleine Kirche Espiritu Santo und einen schönen Brunnen zu sehen. Es heißt, dass früher die Sklaven dort gebetet haben, weil sie nicht am Gottesdienst in der Kathedrale teilnehmen durften.
Weiter geht es die Calle Castillo hinauf bis zum ehemaligen Hospital von 1786, das restauriert und zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde, dem Centro de Cultura San Martín. Dort finden Kunstausstellungen, Livemusik und andere Veranstaltungen statt. Es gibt zwei schöne Innenhöfe, einen Säulengang mit Rundbögen und eine Kapelle. Zurück über die Calle Castillo gelangt man über die Calle Espiritu Santo zur Plaza del Pilar Nuevo, die mit einem Brunnen geschmückt ist. Hier sieht man ein Gebäude mit einem schönen Portal, es ist die Rückseite des Kolumbus-Hauses, der Casa Colón. Der Eingang ist nur ein paar Schritte um die Ecke entfernt, das Museum ist sehr interessant. Es bietet viele Informationen über Kolumbus und die Seefahrt, er kann allerdings in diesem Gebäude nie gewesen sein. Das Haus wurde in seiner heutigen Form später errichtet. Er soll aber die Kapelle, die vor der Ermita San Antonio Abad an deren Stelle gestanden hat, besucht haben. Das war vor seiner Atlantiküberquerung 1492. Die Ermita San Antonio Abad befindet sich am gleichnamigen Platz in der Nähe vom Kolumbus-Haus.
Nach der Besichtigung des Kolumbus-Hauses laden sich die umliegenden Gassen mit ihren schönen alten Kolonialhäusern zum Bummeln ein. Dabei sollte man die Calle Balcones nicht verpassen, denn dort wurden drei der historischen Häuser zum Museum für moderne Kunst - Centro Atlántico de Arte Moderno CAAM - umgestaltet. Weiter geht es in Richtung Mercado de Vegueta über die Calle Mendizabel, an der es eine gute Auswahl an Restaurants gibt. Als Alternative bieten sich die Imbissstände in der Markthalle an. Sie wurde im Jahre 1856 erbaut und 1858 offiziell eingeweiht. Es war der erste Versorgungsmarkt auf Gran Canaria. Heute ist das historische Gebäude eine Sehenswürdigkeit und es lohnt sich, dort von Stand zu Stand zu schlendern. Es gibt eine riesige Auswahl an kanarischen Produkten vom frischem Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse bis hin zu Käse, Kräutern und vielen anderen Spezialitäten.

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Vom Mercado de Vegueta geht es in das Stadtviertel Triana, dazu müssen wir die GC-5 überqueren. Sie verläuft an der Stelle des früheren Flusses Guiniguada, er trennte Triana und Vegueta. Gegenüber von der Markthalle ist das Theater Pérez Galdós zu sehen, das nach dem in Las Palmas geborenen Dichter benannt wurde. Nach links gelangt man auf die Plaza de las Ranas, den Platz der Frösche. Sein Name stammt von den Wasser speienden Fröschen, die sich am Springbrunnen in der Mitte des Platzes befinden. Der Ursprung des Platzes reicht bis in das 19. Jahrhundert, damals wurden Uferbereiche des Flusses Guiniguada eingeebnet. Der Zweck war der Bau einer Brücke. Auf einem dieser Bereiche wurde der Platz der Frösche errichtet. Heute ist er ein beliebter Treffpunkt und mit seinen Schatten spendenden Bäumen ideal für eine Pause. Er ist von wichtigen Gebäuden wie der Inselbibliothek umgeben.
Jetzt sind es nur noch wenige Schritte bis zur Fußgängerzone Calle Mayor de Triana, kurz Triana genannt, der zentralen Ader des Stadtviertel. Die Tradition dieser Einkaufsstraße reicht bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Damals brachte der neu erbaute Hafen Puerto de la Luz Reisende aus vielen Ländern nach Las Palmas. Darunter waren auch viele Händler, die sich mit einem Geschäft in der Triana niederließen. So existierten neben kanarischen Läden auch orientalische Bazare, deutsche Geschäfte, englische Banken und vieles mehr. Heute erinnert eine Tafel an einem der historischen Häuser an diese Zeit. Dort kann man die folgenden Zeilen des Dichters Morales lesen "Gedicht der Handelsstadt: Die Hauptstraße von Triana in ihrem kontinentalen Glanz: breit, modern, reich und arbeitsam; Hauptschlagader von Las Palmas." Heute ist die Triana zwar nicht mehr der wirtschaftliche Schwerpunkt von Las Palmas, aber sie zählt mit ihren Jugendstilhäusern zu ihren schönsten Straßen. Man findet dort Boutiquen, spanische und internationale Modeketten und Fachgeschäfte. Es macht dort Spaß zu Bummeln und das lebhafte Treiben zu beobachten. Zwischen den Läden und auch in den Seitenstraßen findet man Cafés und Restaurants. Aber in den Seitenstraßen gibt es auch viel zu entdecken. Hier haben sich originelle kleine Läden angesiedelt. Besonders lohnenswert ist die Calle Cano mit ihren schönen historischen Häusern. Eins davon ist das Geburtshaus des Dichters Pérez Galdós, in dem das Museo Pérez Galdós untergebracht ist. Unser nächstes Ziel ist die Plaza Cairasco, die man über die Calle Remedios erreicht, an der man weitere schöne alte Häuser bewundern kann. Sie endet an dem Platz, der von einen sehenswerten Jugendstilgebäude beherrscht wird. Hier ist das Gabinete Literario untergebracht, der Sitz des literarischen Kabinetts. Es gibt schöne Terrassencafés für eine kleine Pause. Weiter geht es zur Alameda de Colón, einem langgestreckten Platz, der von Lorbeerbäumen gesäumt ist. An seinem unteren Ende steht ein schöner Kolonialbau, in dem sich der Sitz des CICCA befindet. Dabei handelt es sich um ein Kulturzentrum, in dem es oft interessante Ausstellungen gibt. Am oberen Ende des Platzes befindet sich die Kirche San Francisco de Asis, die im Jahre 1518 erbaut wurde.
Über die Avenida Rafael Cabrera gelangen wir zum nächsten Highlight des Stadtviertels Triana, den Parque San Telmo. Direkt am Park befindet sich der Busbahnhof San Telmo. Hier kommt man als Urlauber aus dem Süden an, ab dem Leuchtturm in Maspalomas fährt die Linie 30 dorthin. Es ist ein Expressbus, er fährt hinter San Agustin auf die Autobahn und hält erst wieder in Las Palmas. Der Busbahnhof San Telmo ist ein Verkehrsknotenpunkt, er bietet Umsteigemöglichkeiten in viele Orte der Insel. Der Parque San Telmo ist mit Schatten spendenden Bäumen bewachsen. Er ist bei Einheimischen wie Urlaubern sehr beliebt. Angestellte aus der Umgebung verbringen hier ihre Mittagspause, Touristen nutzen den Park für eine Pause nach den Sightseeing, Hunde werden ausgeführt. Man kann Schuhputzer bei der Arbeit oder Kinder beim Spielen beobachten , Rentner treffen sich im Park gerne zu einem Pläuschchen.
Es gibt aber auch einige Sehenswürdigkeiten wie den Kiosko de la Música, in dem Veranstaltungen wie Konzerte und Modenschauen stattfinden. Sehr schön ist der Kiosko Modernista, in dem ein Café untergebracht ist. Auch eine Kapelle gibt es im Park, um sie rankt sich eine kleine Geschichte. In der Ermita de San Telmo beteten früher die Seeleute, bevor sie zu einer Reise aufbrachen. Sie stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert. Im Jahre 1599 startete der holländische Pirat Peter Van der Does zu einem Angriff auf Las Palmas und zerstörte neben vielen anderen Gebäuden der Stadt auch diese kleine Kapelle. Die Bewohner der Stadt wollten aber ihre Kapelle wiederhaben und so geschah es in der Mitte des 17. Jahrhunderts, dass sie rekonstruiert wurde. Heute zeigt sie sich im Mudejar-Stil mit einem Mix aus gotischen und klassizistischen Elementen.