Überbuchung bei individueller Hotelbuchung
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Ich habe ein Hotel einer Hotelkette in London gebucht, auf dessen Website auch Informationen zur Überbuchung zu finden sind.
Dort gibt die Hotelkette an, dass sie ihre Hotels im "üblichen Rahmen" überbucht um eine angemessene Auslastung zu erzielen.
Sollte man das Pech haben, davon betroffen zu sein, würde man in einem anderem Hotel untergebracht oder würde die Kosten erstattet bekommen.Mit einer Unterbringung in einem anderen Hotel, ebenfalls zentral gelegenen Hotel hätte ich natürlich keine Probleme.
Eine Kostenrückerstattung und keine Unterbringung wäre dagegen ein großes Problem, da ich ja die Flüge individuell gebucht habe. Da ich außerdem ein sehr günstiges Angebot des Hotels gebucht habe, würde das erstattete Geld vermutlich nicht ausreichen, in London "spontan" angemessen unterzukommen.
Und sehr ärgerlich wäre es natürlich in ein abgelegenes Hotel verfrachtet zu werden.Ich hoffe, die Frage wurde nicht schon x-mal gestellt...
Ich wäre sehr interessiert daran, wie das rechtlich aussieht. Habe ich als "individueller" Bucher hier überhaupt Rechte? -
hallo eva.
wie genau deine rechte aussehen kann ich dir nicht sagen.
die meisten user hier, die sich zu den individualurlaubern zählen beteuern, dass es solch einen fall bei direktbuchung nicht geben kann.
wenn also ein hotel überbucht ist, werden zunächst die pauschalis anderweitig untergebracht.
cih möchte jetzt keine grundsatzdiskussion hervorrufen aber der allgemeine tenor sagt, dass dir eigentlich nix passieren kann. -
@ Evil_Eva
Normalerweise sind wohl wirklich zuerst die Pauschalgäste dran, wenn es ums Umziehen in ein anderes Hotel geht. Da hat lexilexi sicher Recht.
Wenn die aber keine Pauschalreisenden haben, die sie umquartieren können, kann es theoretisch durchaus sein, daß sie auch auf Privatgäste zukommen. In der Praxis haben wir das aber noch nie erlebt, und wir buchen seit über 25 Jahren fast ausschließlich privat.
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Ich nehme fast an, dass diese Hotelkette (Travelodge) keine Pauschalgäste hat. Allerdings sie sehr unterschiedliche Preise, für ein Hotelzimmer. Der Normalpreis ist etwa dreimal so noch wie der Frühbucher-Sparpreis.
Es wäre daher naheliegend, zuerst die Billiggäste umzuquartieren...
Wir werden sehen - eigentlich gehe ich auch nicht davon aus, dass ich so ein Pech haben werde. -
@ Evil_Eva
Zumindest in Deutschland ist es rechtlich so geregelt, daß der Hotelier voll schadensersatzpflichtig ist. Sollte er also im Fall der Fälle kein von der Lage und Ausstattung her vergleichbares Hotel anbieten können, dem Du zustimmen kannst, und Du trittst deshalb unverrichteter Dinge die Heimreise an, muß er für den vollen Schaden, den er Dir zugefügt hat, aufkommen.
Die Geltendmachung solcher Schadensersatzansprüche ist aber wahrscheinlich im Ausland schwierig, weil kosten- und zeitaufwändig.Aber mach Dir mal keinen Kopf! Wenn man im Geschäftsleben die AGB immer genau durchlesen würde und über alle Eventualitäten reflektieren würde, kämen keine Geschäfte mehr zustande.
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@ Evil_Eva
Übrigens, "Travelodge" ist keine Hotelkette, sondern ein internationales Hotelreservierungsportal. Inwieweit sich dadurch Deine rechtliche Position verändert, kann ich nicht beurteilen.
Man müßte die gesamten Geschäftsbedingungen durchlesen und grundlegende Kenntnisse des britischen Reiserechts haben, um das genau beurteilen zu können.Aber, sei's drum! Mach' Dir nicht zu viele Gedanken, sondern freue Dich auf einen schönen Urlaub in London.
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Ich war vor 3 Wochen in Dublin. Hatte eine mit einer Kreditkarte bestätigte und garantierte Buchung für das Ibis Hotel. ( Über die eigene Homepage )Wir sind um 23 Uhr angekommen waren müde und wollten nur noch ins Bett. An der Rezpetion kam dann ein "sorry, we are full". Das Ibis Hotel hat dann gesagt, dass sie uns ein anderes Hotel besorgen. Nach 20 Minuten warten kam er dann zurück mit einem Schreiben für das Days Inn. Wir sollten dort nur den Ibis Preis zahlen und das Days Inn sollte den Rest mit dem Ibis abrechnen. Dann bestellte er ein Taxi und wir sind auf Kosten des Ibis ins Days Inn gebracht worden. Eigentlich sollten wir am nächsten Tag dann wieder ins Ibis, tTaxifahrt sollte auch wieder vom Ibis übernommen werde, aber da uns das Days Inn besser gefiel blieben wir dort und stornierten die beiden Ibis Nächte.
Fazit: Es kann also durchaus mal vorkommen dass überbucht wird.
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"salvamor41" wrote:
Übrigens, "Travelodge" ist keine Hotelkette, sondern ein internationales Hotelreservierungsportal.Sorry, aber da verwechselt du was, es gibt auch eine Hotelkette mit gleichem Namen.
Ich stehe gerne in deren Hotels, besonders für die günstigen Preise! Allerdings sollte man nicht zuviel von denen erwarten...

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Obwohl bisher jede Nur-Hotel-Buchung problemlos war,
hier noch ein Tipp für die ganz Vorsichtigen:Buch doch ein 2. Hotel ( mit kostenfreiem Buchungsrücktritt bis 18:00 Uhr - bei Buchung unbedingt auf diese Bedingung achten ) nach Deinen
Vorstellungen hinsichtlich Preis und Lage, z.B. hier über HC (arbeiten mit Booking) oder anderes Nur-Hotel-Portal wie hrs, hotel usw..Wenn das mit der 1. Buchung keine Probleme macht,
kannst Du die 2. "Sicherheits-Buchung" vergessen.
Ansonsten bis 18:00 Uhr darauf zurückgreifen. -
Ihr habt ja Tricks drauf...
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"jaykayham" wrote:
Ich stehe gerne in deren Hotels, ....Muß man da die ganze Zeit stehen oder haben die auch Betten und Sitzgelegenheiten?

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"emdebo" wrote:
Denglish Version: Hotelstay Hotelstehe
Ach so!

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Habe noch mal ein bißchen nachgeforscht und herausgefunden, dass Überbuchung bei besagter Hotelkette so stark zur gängigen Praxis gehört, dass sich bereits die BBC-Sendung "Watchdog" dem Problem gewidmet hat.
Betroffen sind wohl in der Hauptsache, Kunden, die wie ich ein Hotelzimmer weit im voraus zu einem sehr günstigen Preis gebucht haben und erst spät zum Check-In erscheinen.
Da auch letzteres auf mich zutrifft, wäre es toll, wenn doch noch jemand eine Ahnung hätte, welche Rechte man in England in einem solchen Fall hätte.
Viele ehemalige Kunden klagen darüber, in weit entfernte Hotels "verlegt" worden zu sein und dass sie den Weg dorthin mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Hinweise vom Person bestreiten mussten.