Tod eines Piloten
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Hab heute in der Zeitung gelesen das in einer Continental Airlines ein Pilot plötzlich gestorben ist.(Herzversagen).Der Co-Pilot hatte dann ganz schön zu tun.
Gott sei Dank sind keine Glasfenster zwischen Cockpit und Personenabteil.
Hatte von euch schon jemand so ein ähnliches Erlebnis?
clou
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@clou
Zwischenfälle solcher Arten gibt es in allen Bereichen bzw. Sparten des Lebens bzw. der Berufe. So ist leider das Schicksal. Gehört habe ich ähnliches in unserem Nachbarlandkreis bei einem Feuerwehrkollegen. Hat zwar nichts mit diesem Beruf zu tun, jedoch auch bei einer kritischen Situation. So spielt leider das Leben. So etwas kann man auch nicht vorhersagen. Man sollte sich auch daran gedanklich nicht zu festsetzen, was alles passieren kann.
LG -
Nie hatten wir im Traum daran je einen Gedanken verschwendet. Aber als wir vor ein paar Jahren mit so einer kleinen Nuckelpinne (12 Leute) mit Einzelpilot von Jersey nach Guernsey flogen, stellte meine bessere Hälfte mir eine Frage, die ich nicht beantworten konnte: "Was passiert eigentlich, wenn es dem Piloten schlecht wird und er das Bewußtsein verliert, können wir dann kurzfristig unser Testament machen?"
Weiß jemand Rat?
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Sofern ich antworten darf !

Also "Nuckelpinne" habe ich auch noch nicht gehört.
Sollte ich mir merken!Nee, jetzt im Ernst :
Falls wirklich sowas passieren würde, denke ich, dass hier der Zeitfaktor am Wichtigsten ist!Denn in dieser "Nuckepinne" werdet ihr sicher offenen Zugang zum Cockpit gehabt haben, d.h. ihr hättet seinen Herzinfarkt mitbekommen.
Frage dabei - war noch Steward drin ??
Wenn ja und Höhe ausreichend, vielleicht sogar "Witzpilot" eingeschaltet, hätte sicher einer von Euch etwas Ahnung von Sprechfunkverkehr.
Falls ihr schnell die Drücktaste für`s Sprechen gefunden hättet - denn auf Sendung/Empfang ist man eigentlich ständig - dann wäre vielleicht ein Kontakt zum Bodenpersonal zustandegekommen!Naja, und dann weiss ich auch nicht weiter !!
Und den grossen Zufall, dass ev. ein Hobby-Pilot mit drin sass, ist eher unwahrscheinlich (siehe z.B. meinen Thread " wer kann selber fliegen" oder so ähnlich, jedenfalls bisher hier im HC-Forum keiner (der dort geantwortet hat)).
Also fast sichere Konsequenz :
Eure Kinder werden erben!Ist irgendwie ein blöder Thread - sorry !
Macht nicht so richtig Mut, gerade denen (z.B. meine Frau), die immer beim Fliegen ein laues Gefühl haben.
Andererseits gibt`s im Strassenverkehr die weitaus höhere Chance zum Totalverlust !
Sorry, ist aber so!Erwin
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Eine ähnliche Situation hatten wir in Brasilien von Morro de Sao Paulo (Ilha de Tinhare) nach Salvador da Bahia Airport. Ebenfalls "Nuckelpinne" mit 8 Passagieren. Ich habe den Piloten interessenhalber gefragt, er antwortete: "No stewardess, no frills, no beer, no wine, no meals! But it takes just 25 minutes!"
Eigentlich eine Sicherheitslücke, wie ich es ehrlich empfinde.
Jeder Popelskram in der Luftfahrt wird berechtigterweise abgesichert, hier geht man meines Erachtens ein unkalkulierbares Risiko ein. -
"salvamor41" wrote:
Eigentlich eine Sicherheitslücke, wie ich es ehrlich empfinde.Wobei ich jetzt auch nicht wüsste, wie man dieses Problem bei dieser "Kleinstmaschinenfliegerei" anders lösen kann !??
Andere Arten sicher viel zu teuer!
gute Nacht!
Erwin -
Salva, aber da müßten ja immer 2 Busfahrer, 2 Taxifahrer usw. anwesend sein, um solch ein Risiko abzusichern!
Da würde ein Inlandsflug in solch einer "Nuckelpinne" (schönes Wort)
ja mehr kosten als eine Fernreise
Deine Gedanken sind schon richtig, aber eine Lösung?
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Da hilft nur eines....am Boden bleiben

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Mit Bus und Taxi hast Du die Chance, daß es "nur" einen Crash gibt mit Verletzten, im Kleinflugzeug hast Du es aber dann garantiert hinter Dir. Das ist der Unterschied. Ich könnte mir vorstellen, daß man nicht gerade zwei Piloten auf die Reise schickt, aber einen "angelernten" Mitarbeiter des Flughafens mitfliegen läßt, der im Notfall einspringen kann.
War ja auch nur so ein Gedanke von mir im Zusammenhang mit der Themenstellung. Ich denke schon, daß das Risiko aufgrund statistischer Daten einigermaßen einzuschätzen ist.
Zurück zum Thema. Nein, erlebt habe ich so etwas wie oben beschrieben Gottseidank noch nie. Ich denke, die Passagiere würden einen solchen Vorfall normalerweise auch gar nicht mitbekommen. Der 2. Mann übernimmt, und alles andere wird diskret behandelt, um niemanden zu ängstigen. Oder?
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Hallo Clou
Also ich hatte noch nie ein solches Erlebnis.
Auch wenn eine Glasscheibe zum Cockpit vorhanden wäre hätte es mich nicht beunruhigt.
Bedenke das beide Piloten in der Lage sind alleine ein Flugzeug zu Steuern. Mit der modernen Computertechnik in den Flugzeugen ist dies Problemlos zu bewerkstelligen. So sind zum Beispiel auch beide Arbeitsplätze im Cockpit identisch.
Im weiteren wird bei so einem Zwischenfall sofort der nächste Flughafen angesteuert wo gelandet wird.Gruss Daniel
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@ noki
Was um Himmels willen ist der 3. Freiheitsgrat (oder...grad?)?
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In diesem Zusammenhang würde mich mal folgendes interessieren:
Gibt es im Flieger ein Äquivalent zum "Toter Mann Fusspedal" im Zug, dass einen Alarm auslöst ?Hintergrund ist, dass ich mir vor einigen Jahren mal die CONDOR CC auf die Malediven gegönnt habe. Der Sitz neben mir war frei. Nach ca. 2 Stunden kam der Kapitän und setzte sich dorthin, hat in Ruhe gegessen, es sich dann bequem gemacht und ein Nickerchen gemacht. Er hat erzählt, dass, wenn in der CC Plätze frei sind, sich weitgehend während des Reisefluges jeweils nur der Pilot oder Copilot im Cockpit aufhalten und einer der Kollegen es sich bequem machen darf inkl. einem Schläfchen. Das sei offiziell so.
Wenn dann der Pilot /Copilot im Cockpit zusammensackt, wären wir eigentlich in der gleichen Situation wie wenns nur einer wäre- oder ????
Gruß Gerd
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dieses Pedal oder diesen Knopf gibt es nicht! Du meintest sicherlich die "Infarkttaste"?
...... du schilderst das sehr eindrucksvoll, aber glaube ja nicht, dass der Kapitän neben dir wirklich geschlafen hat! Bei der kleinsten "Unregelmäßigkeit", und sei sie noch so klein - nur er kann das beurteilen - hättest Du mal sehen sollen wie er wirklich geschlafen hat. Er hat nur etwas ausgespannt, das ist üblich. Die Flugroute ist bekannt, ebenso die anderen Flugdaten und das voraussichtliche Wetter auf der "Flugstraße", die ihnen zugeteilt wurde. Bei Lanstreckenflügen, z. B. nach Fernost, ist meistens noch ein Ersatzpilot mit an Bord, wenn es um 12 bis 16 Flugstunden geht. Auch der Bordi-Ing. kann im Notfall die Maschine unter Kontrolle halten.
Gibt es ein unvorhergesehenes Flugmanöver, dann ist der Kapitän sofor hellwach! Selbst Wetterveränderungen können heute auf lange Zeit vorhergesagt werden, außerdem stehen sie im ständigen Funkkontakt mit Maschinen, die auf der Route fliegen.Gruß Dieter

