Warum nicht im Reisebüro?
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Hallo Günter, uns bleibt doch die Wahl zwischen den großen, wobei man alles schön verteilen und die Umsätze im Auge behalten muß.
+/- 80 % der Kunden sind doch mit dieser Auswahl zufrieden, dann ist es doch optimal oder soll man es so optimal machen, wie der Kunde es gar nicht will???
Ich war diesbezüglich mal ein großer Idealist, meine Kunden haben mich eines Besseren belehrt, sie wollten eine Reiseleitung und einen Tranfer-Bus wo der bekannte VA drauf steht.
Kunde König war mit einer besseren Beratung und einem wunderbar gestrickten Paket von mir maßlos enttäuscht.
Ich konnte daraus nur noch meine Lehre ziehn.LG
P.S. Die Dressur der Deutschen ist ja nicht beim Müll trennen zu Ende -
@ Reisemarie
Danke für Deine Offenheit. Ihr seid in einer Zwickmühle. Einerseits müßt Ihr die Mindestumsatzforderungen bestimmter Veranstalter erfüllen, andererseits sollen sich die Kunden gut beraten fühlen.
Es gibt sicher eine gewisse Reisebüro-Klientel, die dressiert werden will, ich möchte aber bestreiten, daß das +-80% der Kunden sind. Das mag regional unterschiedlich sein und auch vom Standort des Reisebüros abhängig sein, aber unter dem Strich dürfte die Anzahl der Veranstalterhörigen wesentlich geringer sein.
Es gibt eben auch eine Menge Leute, die solche Dressurversuche zunehmend für unerträglich halten. Man sollte die Kundschaft nicht für zu blöde halten. Vor allem, wenn sie merken, daß es an ihre Geldbörse geht, schwenken selbst die Veranstalterhörigsten ganz schnell um und suchen zukünftig im Internet und/oder anderen Reisebüros nach Alternativen.Die Reisebüros haben es zunehmend schwer, und man hat den Eindruck, daß ihnen die Veranstalter bei der Bewältigung ihrer Probleme nicht unbedingt behilflich sind.
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"salvamor41" wrote:
Die Reisebüros haben es zunehmend schwer, und man hat den Eindruck, daß ihnen die Veranstalter bei der Bewältigung ihrer Probleme nicht unbedingt behilflich sind.ja, sie haben es schwer und müssen gerade deswegen besser sein als die Konkurrenz.
Ich finde, eine Chance.Da ich bekennender Reisebürobucher bin, ein paar Worte.
Wir hatten vor 6 Jahren das Gefühl in unserem Stammreisebüro nicht ausführlich beraten worden zu sein. Sind dann zu ein paar anderen gegangen und haben tats. woanders gebucht.
Prompt gab es im Urlaub Probleme und das jetzige Reisebüro hat sich einen Dreck drum geschert.Aber nun das Positive.
Das Jahr darauf sind wir wieder in unser Stammreisebüro und man hat erkannt, dass man Stammkunden pflegen muss. Seither fühlen wir uns wirklich als Könige, wenn wir das Reisebüro betreten und so soll es sein.
Kompetente ausführliche Beratung und das gewisse extra obendrauf.Wenn ich jetzt schreibe, dass dies auch eine Tasse Kaffee sein kann, dann kommt warsch. gleich wieder: Wegen dem Kaffee geh ich nicht ins Reisebüro. Nein, ich auch nicht, aber nett ists allemal und schafft gleich eine pers. nette Atmosphäre!Solange ich so zufrieden bin, stärke ich das ortsnahe Reisebüro.
Ich weiß auch, dass ihr HC lest, also weiter so!
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Ich danke Dir auch, Reisemarie!
Ich habe dieses Thema ganz bewusst hier eingebracht, weil ich schon finde, das solche Reizthemen wie "Leitveranstalter" - und um die geht es hier - den Kolleginnen und Kollegen die Arbeit schwer machen.
Es liegen eben ganz gewaltige Unterschiede in der Provisionierung der
erbrachten Leistung dazwischen.......
Wer xxx aus diesem Grund verkaufen muß, der tut sich schwer, yyy an den Kunden zu bringen, obwohl er vielleicht billiger ist.@Wolfgang, das ist leider ein durchgängiges Thema, weil alle davon betroffen sind!
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Diese Erfahrung mache ich leider auch immer wieder. Würde ja gern immer im Reisebüro buchen, zumal eine der Inhaberinnen eine gute Bekannte von mir ist. Aber wenn ich dort um Angebote bitte, bekomme ich zwar prompt mindestens 4 Seiten gefaxt, aber alle ausschließlich von dem einen Reiseveranstalter, dem das RB angeschlossen ist. Ok, dafür können sie nichts, es wird ihnen ja praktisch "vorgeschrieben".
Was mich aber ärgert: Frage ich dann nach Alternativen, kann es sogar passieren, dass andere - vor allem kleinere und preisgünstigere Anbieter - ein wenig "mies" gemacht werden. Zwar nicht von meiner Bekannten, aber von der Mitinhaberin.
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@ meinungsfreiheit
Wie sollen es viele Reisebüros auch von den Kosten her schaffen, einen guten Service, eine gute Beratung und ein angenehmes Ambiente zu schaffen? Gut ausgebildetes Fachpersonal ist teuer und bei den schmalen Renditen von vielen RBs einfach nicht zu bezahlen.
Ich weiß ja auch nicht, woher diese RBs ihre "Kundenberater" rekrutieren. Sind das Azubis? Sind das Studenten/innen, die ein Praktikum machen? Sind das andere Branchenfremde, die langwierig eingearbeitet werden müssen? Das ist jetzt hier keine Verallgemeinerung, aber was man da manchmal zu hören und zu sehen kriegt, spottet jeder Beschreibung. Und das auch in seit langen Jahren gut eingeführten Reisebüros.
Oder sind die Ansprüche der Kunden einfach nur gewachsen? Als es noch kein Internet gab, ging man ins Reisebüro, holte sich seine Kataloge ab, ging wieder hin und buchte. Weitere Informationen über das jeweilige Zielgebiet waren nur schwer zu bekommen. Man glaubte einfach dem Reisebüro. Heute bietet das Internet vielfältige Informationsmöglichkeiten über Zielgebiete und Hotels. Und manchmal hat man den Eindruck, daß Reisebüros mit dieser veränderten Situation nichts anfangen können. Sie fühlen sich ihr nicht gewachsen.
Wie oft sind die Kunden, wenn sie im RB erscheinen, besser über ihr Reiseziel informiert als die Reisebüromitarbeiter!! Wie will auch ein/e einzelne/r Reisebüromitarbeiter/in detaillierte Kenntnisse der vielen angebotenen Destinationen und Hotels haben, wenn sie/er selber höchstens 2x pro Jahr in Urlaub fährt, also persönliche Erfahrungen über ein bestimmtes Gebiet gar nicht vorliegen können, sofern nicht zufällig das vom Kunden ausgewählte Ziel auch ihr Lieblingsziel ist?
Noch mal, ich will hier nichts verallgemeinern. Die Reisebüros allgemein haben es schwer. Jedes einzelne muß sich "unterscheiden" und von der Masse abheben. Ein schwieriges, aufwändiges Geschäft! Aber es ist machbar, wie die immer noch große Anzahl bestens laufender RBs beweist.
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@irahaz
Es gibt schon auch noch Büro-Inkasso, z.B. DERTOUR und Meier's Weltreisen rechnen über z.B. mein Büro ab.
Und irgendwann konnte man bei Alltours wählen, hier habe ich auch heute noch Büro-Inkasso. Und warum soll ich kein Bargeld nehmen? Die VA buchen von meinem Kto ab, wenn die Unterlagen versandt werden. Und der Kunde ist König, also.Frdl. Grüße
@Salvamor Wir haben es schon immer so gehalten, daß wir die Kunden über ihr gebuchtes Zielgebiet informiert haben und das möchten viele immer noch so haben, darum kommen sie zu uns. Mir ist es zum Glück noch nicht passiert, daß mein Kunde besser informiert war als ich, vielleicht nach seiner RR durch China oder Inselhüpfen Papua-Neuguinea. Wen es aber interssiert und das ist m. E. Voraussetzung, der kann sich alles anlesen.
Alle VA bieten den Rb-Mitarbeitern regelmäßige Informationsreisen in die unterschiedlichsten Zielgebiete an, es ist also nicht so, daß eine Mitarbeiterin lediglich aus ihren 2-maligen Jahresurlaub die Erfahrungen schöpft. Bei diesen Inforeisen, die ca. 5 - 7 Tage dauern, werden Hotels besichtigt und endlos viele brauchbare Kenntnisse vermittelt, die für die Praxis am Counter von unschätzbarem Wert sind. Weiterhin werden Workshops angeboten mit der Möglichkeit, sich mit Mitarbeitern von div. Airlines, Hotels, Reiseversicherern usw. ausführlich zu unterhalten.
Außerdem werden von den VA kostenlose Seminare und Fernschulungen angeboten.
Darum ist es für mich unverständlich, wieso es "blödes" Personal in einem "ordentlichen" Rb gibt.
Frdl. Grüße -
@Reisemarie
Und die angebotenen Serviceleistungen der Veranstalter werden
nicht nur von der Chefin, sondern rundum von allen Mitarbeitern
genutzt? Das ist ja dennoch auch ein Kostenfaktor bei - ich
unterstelle das jetzt mal - kleineren Betrieben. Wenn das
Personal dann die eine oder andere Woche ausfällt.Eigentlich erwarte ich von Dir jetzt die Bestätigung,
daß Fachwissen unbezahlbar ist. Aber wie hier im
Forum schon angeklungen, wird das nicht
überall so gehandhabt. Und das ist auch
in anderen Branchen üblich. Auch beim
Möbelkauf haben wir uns mit Grausen
abgewandt - anderenorts wurden wir
aber bestens informiert.
Wer die Wahl hat ... -
...Kostenfaktor vielleicht zunächst ja, aber das Thema/Problem haben ja alle Betriebe, nicht nur Reisebüros beispielsweise mit Seminaren.
Das was hinterher an Know how und Kenntnissen für die Destinationen herauskommt wiegt alles wieder auf! -
Der Fairness halber sei gesagt, daß der Kostenbeitrag für die Teilnehmer sehr gering ist und der Löwenanteil von den VA übernommen wird.
Allerdings gibt es dafür auch genug Sponsoren: Hotelketten, Airlines, Versicherer, Fremdenverkehrsämter usw.
Die Unterkunft bieten Hoteliers und auch die div. Mahlzeiten (es gibt in der Regel VP) werden von den Hotels getragen.Diese immens wertvolle Ausbildung für die Mitarbeiter kann sich jeder Rb-Inhaber leisten. Richtig ist, daß diese eben an den entsprechenden Tagen im Büro ausfallen.
LG -
Ich rekapituliere:
Die von den VA an der Longe geführten und auf Umsatz dressierten RB beklagen sich darüber, daß sich der Reisewillige nicht in jedem Fall durch das RB dressieren läßt... oder aber spricht im Gegenteil herablassend von dressierten Kunden.
Ja, wie hätten wir´s den gern?
Vorzugsweise den dressierten Vertragsunterzeichner oder lieber den beratungsintensiven Kunden, der sich von seinen Vorstellungen nicht abbringen läßt?
Schaue ich mir die wann-wohin-Fragen im HC-Forum an, dürften es etwa 20 % der Fragesteller sein, die besser in einem Reisebüro aufgehoben wären. Wieder andere User suchen gezielt nach Auskünften, nachdem sie bereits im Reisebüro gebucht haben. Möglicherweise haben sie dort keine Antwort auf ihre Fragen erhalten.
Wo man auch hinblickt, sieht man RB, die die die Internetkunden- und Angebote kritisieren. Umgekehrt ist das nicht möglich, im Internet werden höchstens ein paar Vorteile geschildert, die man gegenüber einer RB-Buchung haben k ö n n t e, nicht zwangsläufig haben muß.
Da ja offensichtlich innerhalb der stationären Reisebüro-Branche der Kunde mehr oder weniger als Volltrottel angesehen wird - entweder, weil er das erstbeste Angebot annimmt, oder weil er das erstbeste Angebot eben nicht annimmt - weiß ich, wo ich nicht mehr buchen werde.
Solche Diskussionen sind doch sehr hilfreich...
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@Reisemarie
Ich hab mich nur über den Sicherungsschein gewundert, den das RB rausgibt -
Hallo Erika, ich weiß zwar nicht , wo du so etwas hernimmst, bei uns ist ein Kunde immer König und je mehr er wählerisch ist und nicht das erste Angebot nimmt, um so mehr lernt er unseren vielfältigen Service und kompetente Beratung kennen.
Wenn du meine Berichte gelesen hast, dann kannst du gar nicht erst auf die Idee kommen, daß Kunden als Volltrottel angesehen werden.
Ich habe auch nicht herablassend von dressierten Kunden gesprochen sondern davon, daß sich der Kunde selbst dressiert, weil er es so will - schau dich doch mal um - das sind nicht die RBs, die dressieren.
Das ist mir auch suspekt: Wie kann man Internet-Angebote kritisieren, wenn die Rbs die gleichen haben???
Liebe Erika, so ganz kann ich dir nicht folgen.
Bei uns scheint die Sonne, ich hoffe bei dir auch.
LG -
@irahaz wieso??? Der Sicherungsschein kommt immer vom Veranstalter, das kann auch das Rb sein (wenn es selber veranstaltet).
LG
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Ja, liebe Reisemarie, auch hier scheint die Sonne, danke der Nachfrage.
An anderer Stelle wurde geäußert, daß Reisebüros ihren Kunden zumindest die gleichen Angebote unterbreiten könnten, und sogar darüber hinausgehend vorteilhaftere, da auch Partnerschaften mit den großen Hotelportalen bestehen könnten, deren Vorzugspreise an die Reisewilligen weitergeben würden... usw. usw.
Durch die RB wird das Buchen durch den Kunden an sich im Internet kritisiert, indem dem Reisewilligen u.a. Pleiten, schlechte Hotels, miserable Infrastruktur prophezeit werden, dem er nur entgehen könnte, wenn er im RB buchen würde. Anders gesagt: erlebt der Internetbucher Pleiten, Pech und Pannen, ist er selbst daran schuld.
Nein, ich denke nicht, daß ein Kunde sich selbst dressiert.
Es mag z.T. Gewohnheitsverhalten sein, daß er nach wie vor in sein Reisebüro trabt und sich Kataloge holt, darin blättert und sich wieder ins RB begibt, um weitere offene Fragen zu klären und dann ggf. bucht.
Zunehmend aber entdeckt der Kunde, daß es weitere Informationsmöglichkeiten gibt, die umfangreicher sind, als die Auskünfte eines gestreßten, genervten oder gar unwissenden RB-Mitarbeiters.
Jüngere Menschen haben keine Schwellenängste vor dem Internet und sehen, daß ihr Urlaub hervorragend verläuft. Vorausgesetzt, sie haben bei einem seriösen Veranstalter gebucht, natürlich.
Im übrigen sehe ich immer mehr stationäre Reisebüros, die ihre Produkte zusätzlich im Internet vertreiben. Wo bleibt da die Beratung? Sie findet nötigenfalls per E-mail oder Telefon statt, wie hier im HC-Reisebüro oder beim Veranstalter direkt.
Sollte Dein RB so funktionieren, wie von Dir beschrieben, wäre das ein Idealfall, den sich jeder wünscht. Aber auch aus dieser sowie aus vorangegangenen Pro/Contra-Diskussionen ergab sich, daß es nur wenige Idealfälle gibt - zu mindest aus Sicht des Reisewilligen.
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Fakt ist aber, daß man in seinem RB für Problemfälle seinen Ansprechpartner hat, welcher einen unterstützen kann. Dies ist beim Internet wieder etwas schwieriger. Auch wir informieren uns immer zweigleisig. Zum einen im RB, zum anderen hier im HC. Bisher war die Erfahrung so, daß die Tipps u. Meinungen ergänzend zu dem jeweiligen anderen Part waren.
LG -
ich hab den sog. Idelafall im Reisebüro gefunden.
Warum soll ich dann im Internet buchen?
Warum kaufe ich bei meinem Weinhändler um die Ecke und nicht im Internet, warum kaufe ich beim örtlichen Metzger und nicht bei Feinkost Albrecht in der nächsten Stadt?
Warum?
Da ich die Geschäfte stärke, wenn Sie die gleiche oder sogar noch meist bessere Lösung bringen!
Wenn wir alle so denken wie Du beschreibst, dann haben wir bald keine Arbeitsplätze mehr und keine Vielfalt an Geschäften.
Ein paar große ****** auf der grünen Wiese und das Internet, ich will das nicht!
Gehe jetzt ins Käsladle, obwohl im Internet der Käse günstiger ist und viel Käse verzapft wird

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meinungsfreiheit,
was ich denke:
jeder soll dort kaufen/buchen, wo er möchte, ohne von anderen dafür kritisiert, für dressiert oder für dumm gehalten zu werden.Der Verbraucher hat viele Möglichkeiten und warum sollte er sie nicht nutzen?
Übrigens nehmen die Lebensmitteleinkäufe der Deutschen im Internet zu. Der Umsatz stieg von € 103 Mio. in 2004 auf € 122 Mio. in 2006. Spitzenreiter sind Delikatessen, Tiefkühlkost und Weine.
Ein nettes, ergiebiges Thema für einen weiteren Thread dieser Art. Im Fun-Forum.
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ich nutze die Möglichkeiten des Internets auch, nicht das wir uns falsch verstehen.
Doch wenn ich die Auswahl bei gleicher Leistung bei einem persönlichen Einkauf habe, entscheide ich mich für die persönlichere Lösung.
Mein Reisebüro bildet aus und die MA sind regelmäßig auf Fortbildung, mal ein paar Tage in versch. Hotels von versch.Veranstaltern. Wenn wir über Hotels reden, war oft einer der MA schon da, bzw. kennt die Gegend und und und.
Klar soll jeder buchen, wie und wo er mag und es ist gut, dass hier eine Konkurrenz besteht. Denn die belebt bekanntlich das Geschäft.
Nur wenn wir die örtl. Geschäfte und da zählen auch Reisebüros nicht stärken, dann dürfen wir uns nicht beklagen, wenn wir nur noch ne grüne Wiese haben. Immer nat. vorausgesetzt, die Leistung stimmt!
LG