ATR 72 der Tuninter vor Sizilien notgewassert
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Gegen 16 Uhr musste eine ATR 72 der tunesischen Tuninter mit 39 Menschen an Bord auf dem Weg von Bari nach Djerba 13 km vor der sizilianschen Küste notwassern, da sie den Flughafen von Palermo nicht mehr erreichen konnte. 20 Passagiere sollen überlebt haben, es gibt aber auch min. 14 Tote.
Das Flugzeug:
http://www.airliners.net/open.file/852635/M/
Quelle:div. Nachrichtenagenturen -
ARD
Mindestens neunTote bei Notlandung
Ein Passagierflugzeug der Tunis Air ist vor der sizilianischen Küste bei einer missglückten Notlandung ins Meer gestürzt. Mindestens neun Menschen kamen laut Behördenangaben bei dem Unglück ums Leben. Die Leichen seien aus dem Meer geborgen worden, teilten die Hafenbehörden von Palermo mit. Weitere sechs Menschen befänden sich noch an Bord der im Meer treibenden Maschine, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Rettungstaucher versuchten, die Eingeschlossenen zu bergen. Ob sie noch am Leben sind, war zunächst unklar.
24 Menschen konnten bisher gerettet werden. An Bord der Maschine waren insgesamt 42 Menschen - 39 Passagiere und drei Crewmitglieder. Einige Passagiere hatten sich nach Angaben von Rettungskräften sofort nach dem Unglück auf die Tragfläche der 30 Kilometer vor Cap Gallo im Mittelmeer treibenden Maschine retten können.Maschine hatte Triebwerksprobleme
Die italienische Luftsicherheitsbehörde ENAV erklärte, das Flugzeug habe wegen Triebwerksproblemen notlanden müssen. Die Piloten hätten den Tower am Flughafen in Rom kontaktiert und erklärt, sie müssten in Palermo landen, sagte ENAV-Sprecherin Nicoletta Tommessile.
Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass auch Deutsche unter den Insassen seien.
Die Maschine vom Typ ATR-42 war auf dem Weg von der süditalienischen Stadt Bari nach Djerba in Tunesien. Es seien vier Schiffe zu dem Flugzeugwrack geschickt worden, teilten die Rettungskräfte mit.
Hoffentlich sind noch viele am Leben !
Gruß Ikarus -
Laut Rai Uno soll es diese hier sein (TS LBB).
http://www.jetphotos.net/viewphoto.php?id=345516
Gruß Ikarus -
ZDF
ATR 72
Die verunglückte Maschine ist eine Propellermaschine für den Einsatz auf Regionalstrecken. Sie ist die gestreckte Version der ATR 42, die Anfang der 80er Jahre entwickelt wurde. ATR steht für Avion de transport regionale - Flugzeug für den regionalen Einsatz. Die 72 deutet ebenso wie die 42 bei der kleineren Schwester auf die Zahl der Passagiere hin, die das Flugzeug jeweils transportieren kann. Das Grundmodell ATR 42 wird in Fliegerkreisen auch "Kolibri" genannt, weil sie so leise ist, dass die Passagiere kaum etwas von den Geräuschen der beiden Propellerturbinen hören. Die ATR 72 - seit 1988 im Einsatz - erreicht eine Geschwindigkeit von rund 500 Stundenkilometern. Die Reichweite liegt bei rund 3500 Kilometern. Gegenüber Düsenmaschinen sind die Propellerflugzeuge sparsam im Treibstoffverbrauch. Die kleinere ATR 42 braucht beispielsweise nur rund ein Kilogramm Kerosin pro Kilometer. Die ATR war ein Gemeinschaftsprodukt der Firmen Aeritalia und der französischen Aerospatiale. Mittlerweile gehört ATR zum Airbushersteller EADS.
Ikarus -
Schlimm für die Opfer, mein Beileid den Familien.
Ich sag es immer wierder, fliegt nicht mit Donnerflug-Airlines.
So schlimm wie sowas auch ist.
Adrian schrieb:Gegen 16 Uhr musste eine ATR 72 der tunesischen Tuninter mit 39 Menschen an Bord auf dem Weg von Bari nach Djerba 13 km vor der sizilianschen Küste notwassern, da sie den Flughafen von Palermo nicht mehr erreichen konnte. 20 Passagiere sollen überlebt haben, es gibt aber auch min. 14 Tote.
Das Flugzeug:
http://www.airliners.net/open.file/852635/M/
Quelle:div. Nachrichtenagenturen -
ich glaube nicht, dass es was mit der Airline zu tun hatte, denn angeblich war das Flugzeug ok. Dieser Flugzeugtyp wird auch von Lufthansa eingesetzt.
Ich glaube das problem war einfach nur, dass der Pilot keinen Flughafen mehr erreichen konnte, da er über dem Meer war. -
Ich würde auch sagen, dass man mit der Bewertung "Donnerflug" so vorschnell sein sollte. Vermutlich ist es wirklich so, dass wenn der Pilot die Küste erreicht hätte den Passagieren nichts passiert wäre. Passieren kann bei jeder Airline was (siehe AirFrance Airbus letze Woche in Toronto). Da hat auch keiner gleich von Donnerflug geredet.
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@Melbelle
Mit der Größe eines Flugzeuges hat das wenig zu tun. Da spielen andere Faktoren eine Rolle. In einer Großen Maschine sitzen eben wesentlich mehr Menschen. Siehe das Großraumflugzeug
in Toronto das sogar auf "festem" Boden verunglückt ist und
trotzdem alle überlebt haben.
Nichts desto Trotz ist jedes Unglück eine Tragödie und gibt uns
Gelegenheit zum Nachdenken.
Gruß Bernd -
Ein Turboprob-Flugzeug kann langsamer fliegen als ein Jet und deshalb ging auch diese Notwasserung glimpflicher aus als bspw. die der Ethiopian Airlines vor den Komoren, da beim Aufprall nicht so große Kräfte wirken.
N-TV:
Nach dem dramatischen Flugzeugunglück im Meer vor Sizilien haben Rettungsmannschaften am Sonntag die Suche nach den Vermissten fortgesetzt. Bereits in der Nacht hatten sie mit einem Schiff und Booten unermüdlich nach zwei oder möglicherweise drei Passagieren gesucht, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Jedoch gebe es für sie kaum noch Hoffnung, hieß es. Mindestens 13 Menschen waren bei der Wasserlandung 20 Kilometer nördlich von Capo Gallo ums Leben gekommen, 23 überlebten verletzt.
Die schlimmsten Verletzungen hätten der Pilot, der Co-Pilot und eine Flugbegleiterin davongetragen, hieß es. Dem Piloten seien eine Gehirnerschütterung, ein Wirbelbruch und eine Lungenquetschung diagnostiziert worden. Die Maschine der tunesischen Fluglinie Tuninter war auf dem Weg vom süditalienischen Bari zur Ferieninsel Djerba, als die Motoren ausfielen. Der Pilot schaffte es nicht, in Palermo notzulanden und versuchte eine Notwasserung im Meer. Dabei zerbrach die Maschine in mehrere Teile.
Mehrere Überlebende schafften es, sich auf die Tragflächen zu retten und harrten dort aus, bis sie gerettet wurden. "Panik, Tränen und dann das Dunkel", beschrieb die Zeitung "La Repubblica" am Sonntag die Schreckenssekunden der Landung.
Am frühen Morgen startete aus Bari ein Flieger mit Angehörigen der Opfer und Verletzten. Sie konnten bis zum Vormittag acht der 13 Leichen identifizieren. Die Verwandten würden von Ärzten und Psychologen betreut, hieß es. Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi und Ministerpräsident Silvio Berlusconi drückten den Angehörigen ihre Anteilnahme aus. -
Der Unterschied ist "Absturz" oder "Notlandung" !!!
Und dabei spielt die "Größe" eines Flugzeuges eine
untergeordnete Rolle !!!
Der Dramatik der Unglücke wegen, ob Absturz oder Notlandung, möchte ich mich hierzu nicht mehr weiter äußern !!