Was kann man geltend machen?
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Hallo!
Wir(1 Erwachsener, 2 Kinder 4 Jahre+ 17 Monate) sind gestern aus unserem Bulgarienurlaub zurückgekommen. Da einiges nicht ganz glatt gelaufen ist, würde ich nun gerne versuchen zumindest eine kleine Entschädigung zu erhalten.
Ich versuche mal kurz zu schildern was alles schief gelaufen ist und wäre dankbar für einige Tipps.
Unsere Hinflug ging morgens um 5:55 Richtung Varna, geplante Ankunft 9:20. Da in Varna Nebel war mussten wir zunächst in Burgas laneden, wo unsere Flugzeug aufgetankt wurde. Wir konnten dann direkt weiterfliegen und landeten um 10:35 am geplanten Flughafen. Da es mehreren FGlugzeugen ähnlich ergangegen war landeten innerhalb einer halben Stunde ca. 6 Maschinen gleichzeitig. Trotz des hohen Andrangs wurden von der 6 Abfertigungsschaltern nur 2 geöffnet und jeder Pass penibel kontrolliert. Nach gut 2 h haben wir es dann endlich nach draußen und somit zu den den Toiletten geschafft. Dort erfuhren wir von der Reiseleitung, dass wir in ein anderes gleichwertiges Hotel umgebucht worden sind. Am Transferbus angekommen mussten wir ca. weitere 2 h warten bis das wir endlich zum Urlaubsort transportiert wurden, weil eine Mitreisende ihren Koffer nicht finden konnte.
Das Zimmerwar soweit o.k.(allerdings nicht "modern" wie im Katalog beschrieben, sondern mit sehr verbrauchter Einrichtung. Die Schrankknöpfe vielen beim öffnen des Kleiderschranks ab, die Duschkabine war notdürftig mit Silikon geflickt und sie viel mir sogar während des Aufenthalts einmal sehr schmerzhaft auf den großen Zeh. Aber weigstens war das Zimmer sauber)
Ich hatte mir allerdings im Prospekt bewußt ein Hotel mit Fliesenboden ausgesucht, weil ich Teppichboden in Hotels nicht besonders hygienisch finde und ausgerechnet das Ersatzhotel war mit Teppich ausgestattet.
Jetzt zur Verpflegung. Das Essen war soweit o.k. . Was mich geärgert hat war folgendes: Laut Katalogbeschreibung "lokale alkoholfreie und alkoholische Getränke an den Bars inclusive", für lokale Säfte und Coctails musste jedoch bezahlt werden.
Die andren Getränke hatten alle eine Temperatur von ca. 3-4 Grad, und an der Temperatur ließe sich laut Hotelpersonal auch nichts einstellen. Wenn man sie jedoch etwas stehen lies, war innerhalb von 5 Minuten die Kohlensäure weg. Das abfüllen in Flaschen(um die Getränke dort warmwerden zu lassen) für die Kinder war nicht gestattet.
Die Milch beim Frühstück war zudem auch einige Male sauer und die Kinderstühle standen vor Dreck.
Der Rückflug ging wie schonmal hier im Forum erwähnt nicht am 4.10(eigentliches Ende der Reise) sondern am 5.10 um 2:35, so dass wir uns für 30,- noch ein Zimmer nehmen mussten(ansonsten hätte ich 12h mit den Kindern in der verqualmten Hotellobby sitzen müssen).
Als wir dann endlich um 0:15 am Hotel abgeholt wurden und ich glücklicher Weise meine beiden schlafenden im Bus hatte erklärte mir der ca 20-jährige Busfahrer, dasser Rückenschmerzen habe und ich meine Koffer selber irgendwie im Bus verstauen muss. Glücklicherweise half mir ein netter älterer Mann, der auch auf der Heimreise war. Der Transfer zum Flughafen erfolgte dann nicht auf der guten Straße wie auf dem Hinweg sondern auf teilweise nicht befestigten "Schleichwegen" durch die Felder,mit jedemenge Schlaglöcher undmit überhöhter Geschwindigkeit. Mit meiner Tochter auf dem Arm wurde ich mächtig durchgeschüttelt.
Der Rückflug verlief ohne besondere Zwischenfälle!!!
So, das war unser Reisebericht. Vielleicht kann man mir ja sagen ,was ich geltend machen kann.
Nicki29
P.S.: Ach so, noch eine Kleinigkeit:In unserem geplanten Hotel war zwar keine Minibar angegeben, in unsderem Ersatzhotel jedoch schon. Diesewar allerdings nicht vorhanden. Da ich nicht weiß welcher Umstand für mich zutrifft, wüßte ich noch gerne,ob ich die Abweichung zur Katalogbeschreibung zum gebuchten Hotel geltend machen kann, oder die des Hotels, wo wir letztendlich waren. -
"Unsere Hinflug ging morgens um 5:55 Richtung Varna, geplante Ankunft 9:20. Da in Varna Nebel war mussten wir zunächst in Burgas laneden, wo unsere Flugzeug aufgetankt wurde. Wir konnten dann direkt weiterfliegen und landeten um 10:35 am geplanten Flughafen. Da es mehreren FGlugzeugen ähnlich ergangegen war landeten innerhalb einer halben Stunde ca. 6 Maschinen gleichzeitig. Trotz des hohen Andrangs wurden von der 6 Abfertigungsschaltern nur 2 geöffnet und jeder Pass penibel kontrolliert."
--> sicherheitsbedingte Zwischenlandungen oder Stopps stellen keinen Reisemangel dar
--> da es sich bei Bulgarien um ein Land handelt, von dem allgemein bekannt ist, dass es sozial-touristisch noch weit hinter mitteleuropäischen Standard ist, muss man mit Unannehmlichkeiten bei der Einreise rechnen - so oder so."Am Transferbus angekommen mussten wir ca. weitere 2 h warten bis das wir endlich zum Urlaubsort transportiert wurden, weil eine Mitreisende ihren Koffer nicht finden konnte."
--> diese Wartezeit stellt eine "bloße Unannehmlichkeit" dar, jedoch keinen Reisemangel."Das Zimmerwar soweit o.k.(allerdings nicht "modern" wie im Katalog beschrieben, sondern mit sehr verbrauchter Einrichtung. Die Schrankknöpfe vielen beim öffnen des Kleiderschranks ab, die Duschkabine war notdürftig mit Silikon geflickt und sie viel mir sogar während des Aufenthalts einmal sehr schmerzhaft auf den großen Zeh. Aber weigstens war das Zimmer sauber)"
---> dazu müsste man die genaue Katalogbeschreibung kennen (vom Land generell sowie vom Hotel)"Ich hatte mir allerdings im Prospekt bewußt ein Hotel mit Fliesenboden ausgesucht, weil ich Teppichboden in Hotels nicht besonders hygienisch finde und ausgerechnet das Ersatzhotel war mit Teppich ausgestattet."
---> wenn der Boden sauber war, stellt es sicherlich keinen Reisemangel dar."Jetzt zur Verpflegung. Das Essen war soweit o.k. . Was mich geärgert hat war folgendes: Laut Katalogbeschreibung "lokale alkoholfreie und alkoholische Getränke an den Bars inclusive", für lokale Säfte und Coctails musste jedoch bezahlt werden.
Die andren Getränke hatten alle eine Temperatur von ca. 3-4 Grad, und an der Temperatur ließe sich laut Hotelpersonal auch nichts einstellen. Wenn man sie jedoch etwas stehen lies, war innerhalb von 5 Minuten die Kohlensäure weg. Das abfüllen in Flaschen(um die Getränke dort warmwerden zu lassen) für die Kinder war nicht gestattet."
---> Cocktails - waren diese im Katalog versprochen? Gab es gar keine alkoholfreien Getränke gratis oder lediglich bestimmte zum Bezahlen?
---> Das Abfüllen ist eigentlich überall verboten, da all inclusive gedacht ist, zum sofort Konsumieren und nicht auf-Lager-mitnehmen. Schließlich kann man ja immer wieder hingehen. Stellt also keinen Mangel dar. Ebenso die Temperatur von Getränke oder das "vorzeitige" Entweichen von Kohlensäure. Das sind persönliche Vorlieben, jedoch keine reisevertragsrechtlichen Bestandteile..."Die Milch beim Frühstück war zudem auch einige Male sauer und die Kinderstühle standen vor Dreck."
--> Dreck im Restaurant klingt schon mehr nach Reisemangel: ca. 5 Prozent vom Reisepreis, wenn er dokumentiert wurde, bei der Reiseleitung um Abhilfe verlangt wurde, diese nicht erfolgte und eine Bescheinigung von der RL mitgebracht wurde.
Der Rückflug ging wie schonmal hier im Forum erwähnt nicht am 4.10(eigentliches Ende der Reise) sondern am 5.10 um 2:35, so dass wir uns für 30,- noch ein Zimmer nehmen mussten(ansonsten hätte ich 12h mit den Kindern in der verqualmten Hotellobby sitzen müssen).
--> die Landung einen Tag nach Ende des Reisevertrags stellt einen Reisemangel von rund 10 % vom Tagespreis dar bzw. nachweisbare Schäden müssen ersetzt werden."Als wir dann endlich um 0:15 am Hotel abgeholt wurden und ich glücklicher Weise meine beiden schlafenden im Bus hatte erklärte mir der ca 20-jährige Busfahrer, dasser Rückenschmerzen habe und ich meine Koffer selber irgendwie im Bus verstauen muss."
--> es ist eigentlich üblich, dass man seinen Koffer selbst oder zumindest unter Aufsicht im Gepäckraum eines Busses verstaut. Auf jeden Fall stellt dieser Punkt keinen Reisemangel dar.
"Der Transfer zum Flughafen erfolgte dann nicht auf der guten Straße wie auf dem Hinweg sondern auf teilweise nicht befestigten "Schleichwegen" durch die Felder,mit jedemenge Schlaglöcher undmit überhöhter Geschwindigkeit. Mit meiner Tochter auf dem Arm wurde ich mächtig durchgeschüttelt."
--> wenn ein Veranstalter einen Transfer verspricht, so muss er aber nicht die kürzeste oder beste Straße nehmen. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass in Ostländern von Europa die Straßenverhältnisse schlechter sind als in Mitteleuropa.
Stellt somit auch keinen Reisemangel dar."p.S.: Ach so, noch eine Kleinigkeit:In unserem geplanten Hotel war zwar keine Minibar angegeben, in unsderem Ersatzhotel jedoch schon. Diesewar allerdings nicht vorhanden. Da ich nicht weiß welcher Umstand für mich zutrifft, wüßte ich noch gerne,ob ich die Abweichung zur Katalogbeschreibung zum gebuchten Hotel geltend machen kann, oder die des Hotels, wo wir letztendlich waren. "
--> Es müssen jene Leistungen erbracht werden, die der Veranstalter beim Vertragsabschluss versprochen hat: Keine Minibar --> so muss auch im Ersatzhotel keine Minibar sein, egal ob in dessen Beschreibung ein Fehler ist oder nicht.
--> was kann man da fordern?
verdrecktes Restaurant (5 % vom Reisepreis) und verspätete Landung (10 & vom Tagespreis) - binnen einem Monat schriftlich beim Veranstalter reklamieren und eine konkrete Forderung aufstellen.
Gruß
Peter -
@nicki29
sag doch mal bitte, welches hotel hattest du gebucht, bzw. wo bist du gelandet??? welcher reiseveranstalter!? also solltest du lokale alkoholische and nicht-alko. getränke inkl. haben, so müssen sie auch geliefert werden! Häufig verlangen Hotels für Flaschen und "Markengetränke" (z.B. Coca-Cola) aufschlag, und bieten nur säfte aus den automaten an! beim cocktai nur getränke, die auf nationale alkoholika basieren- das müsstest du noch einmal genauer erklären! -
Wir haben das Hotel Dobrotiza gebucht und sind im Hotel Kaliakra(beides Albena) untergebracht worden. Wit haben über BG-Tours gebucht.
Es gab an den Bars eine Unterteilung. Links standen die All-inclusive Getränke(bulgarische Weine, Sekt, Liköre), rechts die importierten. Zudem standen die Beutel mit dem Saft(bularische Marke) ebenfalls rechts. Die Cocktails wurden zum größten Teil mit bulgarischen Alkoholika und eben den (bulgarischen)Säften gemacht, mußten jedoch wie die Säfte auch bezahlt werden.
Im Speisesaal gab es Himbeer- und Waldmeistergetränke(allerdings war das Pulver mit Wasser und viel zu süß)
Da laut Katalog nur alle importierten Getränke zahlungspflichtig sind, ging ich davon aus, das normalerweise der Saft auch inklusive sein müssten.
Bei anderen AI-Hotels am Ort war das so.
Gruß Nicki29chris schrieb:
@nicki29
sag doch mal bitte, welches hotel hattest du gebucht, bzw. wo bist du gelandet??? welcher reiseveranstalter!? also solltest du lokale alkoholische and nicht-alko. getränke inkl. haben, so müssen sie auch geliefert werden! Häufig verlangen Hotels für Flaschen und "Markengetränke" (z.B. Coca-Cola) aufschlag, und bieten nur säfte aus den automaten an! beim cocktai nur getränke, die auf nationale alkoholika basieren- das müsstest du noch einmal genauer erklären! -
also nicki29, das wird extrem kompliziert, ich habe den katalog vorliegend, und es sagt eindeutig, dass "lokale alkoholische" getränke inklusive sind!
somit kannst du dich auf §3 der AGB berufen, sofern sie auch so eingetreten sind!!- 3. Leistungen
- Welche Leistungen vertraglich vereinbart sind, ergibt sich aus den Leistungsbeschreibungen im Prospekt und aus den hierauf bezugnehmenden Angaben in der Reisebestätigung. Die in dem Prospekt enthaltenen Angaben sind für BG tours bindend. Jedoch behält sich BG tours ausdrücklich vor, vor Vertragsabschluß eine Änderung der Prospektangaben zu erklären, über die der Reisende vor Buchung informiert wird
ACHTUNG!!!
BG Tours kann sich in den Punkten Getränke und schmutziger Speisesaal auf §12 der AGB berufen. Da du sie ja unterschrieben hast, mit dem vertrag, so hoffe ich auch, dass du sie dir durchgelesen hast und alles eingehalten hast!! Falls nicht, hast du extrem schlechte karten Geld zurückzuverlangen!!
- 12. Mitwirkungspflicht
- ......Der Reisende ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Reiseleitung zur Kenntnis zu geben. Diese ist beauftrag, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Unterläßt der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein. Ist einem Mangel ganz oder teilweise nicht abgeholfen worden, ist zusammen mit der Reiseleitung eine Niederschrift zu fertigen.
FAZIT: So lange du KEINE änderung der leistungen vor reiseantritt erhalten hast, und dich bei der reiseleitung beschwerst hast, so hast du alles richtig gemacht! Ich drücke dir die daumen- schreib mal, was du machst!
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Mal ganz ehrlich:
Wenn ich Urlaub mache, verwende ich alle meine Energien darauf, dass das eine tolle Zeit wird. Und auch zu Zeiten, wo ich noch Pauschalreisen gebucht habe, habe ich mir durch vorgefundene Umstände niemals den Urlaub vermiesen lassen, sondern dann erst recht "Gas gegeben", daß das ein toller Urlaub wird.
Ich finde es wirklich schade, wenn man sich diese schöne Zeit durch solche Nichtigkeiten selber kaputtmacht. Man darf dabei unterstellen, dass in dem hier vorgetragenen Fall bereits während des Urlaubs erhebliche Energien dafür verbraucht wurden, Kleinigkeiten anzuprangern, sich zu ärgern und weitergehende Schritte vorzubereiten, anstatt aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste zu machen.
Das hier auch nur ein einziger Euro Entschädigung fließt, glaube ich kaum, dafür fehlt zumindest mir jede Begründung. Aber ich habe bei einer solchen Einschätzung schon oft daneben gelegen.
Vielleicht findet sich ja ein Richter, der einen Teppichboden oder ein Getränk von 4 Grad als Reisemangel anerkennt.In Sachen Pauschalreisender oder deutscher Rechtsprechung wundert mich gar nichts mehr.
Gruß,Lutz
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Hallo, ich kann nur dazu sagen, dass wir versucht haben, das Beste aus dem Urlaub zu machen, was nicht gerade einfach war. weil wir die Hälfte der Zeit ohnehin schon ans Hotelzimmer gebunden waren, weil wir alle mit Magen-Darmgrippe zu kämpfen hatten. Wer kleinen Kindernhar weiß, dass das schon zu Hause nicht ganz einfach ist. Es waren ca. 2/3 der Hotelbewohner davon betroffen und um an Medikamente zu kommen, musste man erstmal in die ca. 30 km entfernte Stadt(zum Glück brachte mir ein Pärchen etwas mit,weil ich mit den Kindern nicht dazu in der Lage gewesen wäre), weil auf Grund der hohen Nachfrage keine Durchfallmedikamente verfügbar waren(und ich hatte schon eine große Packung von zu Hause dabei). Wäre dies nicht auch noch dazu gekommen und wäre ich ohne Kinder unterwegs gewesen, hätte ich höchstwahrscheinlich auch alle Mängel auf die leichte Schulter genommen, aber schließ ich habe ich das ganze Jahr über gespart, um mit meiner Familie ein paar schöne Tage zu verbringen, und dann läuft nahezu alles schief.
Aber eigentlich schreibe ich, um euch mitzuteilen, dass ich letztendlich 20% des Reisepreises zurückerstattet bekommen habe. Von dem Geld fahren wir für 3 Tage mit den Kindern in den Schnee und haffen, dass diesmal alles besser klappt.
Gruß Nicki29 -
Da hat Peter mit seiner Beurteilung am 06.10. ja garnicht schlecht gelegen!
Ansonsten : Herzlichen Glückwunsch und brecht Euch im glatten Schnee nicht die Haxn, weil "glatter Schnee auf der Piste" ist kein Reisemangel.

Gruß
Sokrates
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Stimmt, Peter lag gar nicht schlecht. Allerdings gab es 5% für die fehlende Minibar, 10% für den fehlenden Saft und die restlichen 5% für die zu kalten Getränke(weil man eingesehen hat, dass dies mit einem 17 Monate alten Kind durchaus ein Mangel ist )
Gruß Nicki