Schlaftablette
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"mellygirl" wrote:
@caribiangirl,wenn man zum Hausarzt geht und ihn sagt, dass man einen Langstreckenflug macht und bitte ein Rezept für die Spritzen will, wird man die auch bekommen.
Ist ja ein Privatrezept, da die Kassen bei Hinz und Kunz diese Spritzen nicht bezahlt.
Ist also Dein Privatvergnügen.Ansonsten kann man mit diesen Spritzen ja nix kaputt machen, es gibt sehr selten Nebenwirkungen wie zb nen blauen Fleck etc.
Unverträglichkeiten sind mir in meiner beruflichen Laufbahn mit diesen Spritzen nie aufgefallen.Stützstrümpfe sollten übrigens immer massgefertigt sein, ansonsten taugen die eh nix.
Gruss
Melly@ mellygirl
mein Hausarzt würde sie mir nicht einfach so verschreiben. Wäre ich nicht vorbelastet, würde ich sie nicht bekommen. So ungefährlich, wie du es hier beschreibst, sind sie nicht. Ich habe immer Clexane und der Beipackzettel ist enorm.
Würde ich nicht regelmäßig zum Blutgerinnungstest gehen, würde ich nicht ohne weiters für einen Flug 2 Spritzen bekommen. Die 2 bekomme ich direkt von meinem Doc, ohne Bezahlung.
Ein Rezept, indem gleich 10 Stück minimum aufgeschrieben sind, schon 10 mal nicht. Wäre mir neu, dass es Heparinpackungen gibt, die nur 2 Spritzen beinhalten.
Sollte man wirklich ohne weiters nur zur Vorbeugung eine 10 er Packung verschrieben bekommen ( ein Hoch für diesen Arzt ), muss man die schon selbst bezahlen, das ist klar.
Jedenfalls ist dieses " Privatvergnügen " relativ kostspielig.LG
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Hallo,
meines Wissens bekommt man die Thrombosestrümpfe ohne Vorerkrankung nicht auf Rezept. Einfache Stützstrümpfe sind wirkungslos. Es müssen schon die maßangefertigten Thrombosestrümpfe sein. Man bekommt dann auch eine Anziehanleitung dazu, die braucht man auch. Der Preis lohnt sich, denn die Strümpfe sind viele Jahre verwendbar. Die Spritzen kosten ja auch etwas. Außerdem braucht man sich keine Gedanken zu machen, wie spritze ich, wann spritze ich, wo bewahre ich die Spritzen auf und wie entsorge ich sie. Die Strümpfe zieht man kurz vor Abflug au´f dem Flughafen an und gut.
Petra
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@ Petrajetset
Die Strümpfe bekommt man ohne Vorerkrankung. Meine Schwester und eine Bekannte von mir bekamen sie ohne, dass sie zuvor Venenschwierigkeiten hatten. Es ist kein Problem, zum Hausarzt zu sagen, dass man ein Rezept für Stützstrümpfe zur Vorbeugung von Venenproblemen / Thrombose haben möchte.
Stützstrümpfe " von der Stange " bringen in der Tat nicht den erwünschten Erfolg ( Krankenhäuser haben ja so Strümpfe für die Allgemeinheit ). Wie du schon sagst, man sollte sich schon ein Rezept geben lassen und das dann entweder in einer Apothke oder Sanitätshaus für sich selbst anfertigen lassen.Bei Heparinspritzen siehts natürlich ganz anders aus.
Es ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das sicher nicht jedem Urlauber zur Verfügung gestellt wird, der eben ein paar Stunden im Flugzeug sitzt.
Vom langen sitzen im Flieger bekommt man nicht aus heiterem Himmel ne Thrombose, wenn man zuvor keine Venenprobleme hatte. Egal ob schlafend oder wach.
Fast jeder Bürofritze, der täglich 8 Std ( natürlich mit Pausen ) am Compu sitzt, ist nicht thrombosegefährdet.
Jeder, der eine sitzende Tätigkeit hat, müsste dann ja zur Vorbeugung Heparinspritzen dabei haben.LG
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Hi!
Ich nehme eine HALBE Schlaftablette mit dem Wirkstoff Zopiclon und kann davon ca. 2 Stunden schlafen. Mehr moechte ich auch nicht - es waere mir zu riskant. Fuer mich ist das allerdings schon ein Wunder, ueberhaupt zur Ruhe zu kommen. Ich kann naemlich nur an einem Ort schlafen: Im Bett.
Ansonsten nehme ich nie Schlafmittel. Zu gefaehrlich ...
Wehrend des Fluges laufe ich immer mal herum und bewege meine Beine im Sitzen.
Gruss
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"die_kvacke" wrote:
Hi!
Ich nehme eine HALBE Schlaftablette mit dem Wirkstoff Zopiclon und kann davon ca. 2 Stunden schlafen. Mehr moechte ich auch nicht - es waere mir zu riskant. Fuer mich ist das allerdings schon ein Wunder, ueberhaupt zur Ruhe zu kommen. Ich kann naemlich nur an einem Ort schlafen: Im Bett.Genau die nehme ich auch, aber eine ganze davon.
Ich habe meine Stützstrümpfe auch ohne Vorerkrankung verschrieben von einem Venenarzt bekommen. Auch mit Anleitung
Die Dinger ziehe ich auch immer brav an. -
Wir machen mit Temesta Axpidet sehr gute Erfahrungen. Sie helfen oft beim Einschlafen, sind aber in erster Linie eher zum entspannen gedacht.
1 mg ist völlig ausreichend.Was ich nicht genau weiß aber schon sehr oft gehört habe ist, daß in großen Höhen Medikamente und andere berauschende Dinge eine stärkere Wirkung haben sollen. Zum Teil würde das ja auch auf ein Flugzeug zutreffen, da der Druck etwas niedrieger als auf Meereshöhe ist.
Aber bevor ihr zu Medikamenten greift...
Wie wärs mit Entspannungsübungen. denn meistens ist man ja schon müde aber auch überdreht... -
Wie "tragen" sich die Thrombosestrümpfe denn? Sind die sehr unbequem,oder spürt man die kaum?Wo wird die Massanfertigung vorgenommen,beim Arzt?
"Petrajetset1" wrote:
Hallo,meines Wissens bekommt man die Thrombosestrümpfe ohne Vorerkrankung nicht auf Rezept. Einfache Stützstrümpfe sind wirkungslos. Es müssen schon die maßangefertigten Thrombosestrümpfe sein. Man bekommt dann auch eine Anziehanleitung dazu, die braucht man auch. Der Preis lohnt sich, denn die Strümpfe sind viele Jahre verwendbar. Die Spritzen kosten ja auch etwas. Außerdem braucht man sich keine Gedanken zu machen, wie spritze ich, wann spritze ich, wo bewahre ich die Spritzen auf und wie entsorge ich sie. Die Strümpfe zieht man kurz vor Abflug au´f dem Flughafen an und gut.
Petra
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Hallo Ihr Lieben!
Nein,nicht jeder bekommt einfach mal so Heparinspritzen o.ä. vom Arzt verschrieben.Man sollte mit solchen Medikamenten kein Schindluder treiben...aber das geht auch nicht so einfach,da diese Präparate verschreibungspflichtig sind.Auf jeden Fall vor einem Langstreckenflug seinen Hausarzt aufsuchen und mit ihm alles in Ruhe besprechen.Er entscheidet dann ,ob Spritzen notwendig sind oder z.B. Strümpfe ausreichen.Es ist nicht ganz ungefährlich ohne Check-Up beim Doc Anti-Thrombosemittel verschrieben zu bekommen.
LG Nofret

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highflyer
Dabei seit: 24.02.2007
Beiträge: 325
Verfasst am: 01.03.06, 14:50
Hallo,
Zitat: "Flugthrombosen sind nicht gerade selten und betreffen auch junge und bis dato gesunde Menschen, daher finde ich die Beschwichtigung, Vorsorge sei unnötig, nicht in Ordnung (vor einigen Jahren ging der Bericht einer Leistungssportlerin durch die Presse, die nach einem Langstreckenflug an einer Thrombose verstarb, viele andere Fälle dürften jedoch nie bekannt werden). "
Da ist wirklich nicht mit zu spaßen ... die Friedhöfe sind voll mit Menschen, die ohne es zu wissen an Flugthrombosen gestorben sind. Ja, einige von Ihnen sind noch nicht einmal geflogen!! Auf jeden Fall ist daher bei langen Flügen so´n Thrombosestrumpf zu empfehlen - wenn man den gerade mal nicht dabei hat, gilt: viel Bewegung - wenn´s passt den Gang rauf und runter laufen, Füsse am Platz wippen und drehen, Kopfstände in der Galley oder einfach im Sitz mal ne Kerze machen. Neben Heparin, Aspirin und Endorphin,deren Wirkung verbürgt ist, kann man in der Fachpresse ("Der kleine Thrombosekurier") nachlesen, dass das Ansetzen von Blutegeln in der Wadengegend wahre Wunder wirken soll (Bitte die Egel gekühlt aufbewahren - sie vertrage die trockene Flugzeugluft nicht gut!).
Bei Flügen nach Asien ist zudem darauf zu achten, dass es zu Wechselwirkungen kommen kann zwischen den Maßnahmen zur Vogelgrippe-Prophylaxe, der Thromboseabwehr und der Chikunguynya-Viren-Extermination: Die Aerosole der gegen den Träger der Chikunguynya-Viren - Tigermücke - angewandten Insektensprays, können die Kunststoffe der Thrombosestrümpfe auflösen und so die Wirkung aufheben. Atemschutzmasken gegen Vogelgrippe führen wiederum zu verminderter Sauerstoff-Aufnahme und damit zu dickerem Blut, so dass der Thrombose-Strumpfeffekt partiell aufgehoben werden kann.
Ja, das Leben ist gefährlich und die Alternative auf Rügen Urlaub zu machen, kann auch nicht mehr angeraten werden...
Mit medizinischen Grüßen
highflyer
Grins, dieser sensationelle Beitrag fiel mir mal wieder spontan ein zu diesem Thema...... du meine Güte , wieviel Hunderttausend Menschen fliegen jeden Tag? Ich nehm auf jeder Langstrecke ne Schlaftablette und zwar weil mir 10-15 Stunden sonst zu langweilig sind und mach mir null Gedanken über Thrombosestrümpfe sondern freu mich aufs aufwachen und auf mein Urlaubsziel.
Greetings nochmal an Highflyer, deine Schreibe ist echt die Beste!!!

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Hallo Woodstöckchen,
die Thrombosestrümpfe werden vom Sanitätshaus maßgenommen und nach den Maßen bestellt bzw. angefertigt. Sie ziehen sich sehr schwer an und sind im ersten Moment etwas unbequem. Aber schon nach ein paar Minuten merkt man sie nicht mehr. Strümpfe braucht man im Flugzeug sowieso, weil immer etwas kalt. Ich hab meine jetzt bereits seit 2003 und sie sind noch immer heil.
Petra
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@ woody
ich finde diese Strümpfe schon relativ unbequem. Zum anziehen bekommt man noch so ne Anziehhilfe, die man über die Füße stülpt und dann den Strump langsam drübermacht. Die sind ja sehr eng ( müssen sie ja auch sein ) und das Meterial ist nicht gerade elastisch. Also nicht vergleichbar mit ner Feinstrumpfhose. Sie sehen optisch eben so aus, wenn man Hautfarbe nimmt.
Unter bequem verstehe ich jedenfalls was anderes.
Aspirin soll in der Tat auch blutverdünnend sein.LG
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Dass manche Leute Aspirin während des Fluges schlucken, hab ich auch schon gehört.
Die Frage ist, reicht da wirklich 1 Tablette aus?!
Vielleicht kennt sich da jemand aus, weil Aspirin wäre natürlich eine sehr viel billigere und unkompliziertere Variante als Spritzen!
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Hallo Woodstöckchen, caribiangirl und ECILA, die Einnahme von Aspirin hat tatsächlich ganz erhebliche Wirkungen auf die Blutgerinnung. Acetylsalicylsäure (der Inhaltstoff von Aspirin) führt zu einer Hemmung des Zusammenschlusses der Blutplättchen (Thrombozytenaggregationshemmung), die für die Blutgerinnung wichtig ist. Leider ist dies aber nur in der arteriellen Strombahn relevant und damit protektiv für Durchblutungsstörungen in vorgeschädigten Gefäßen am Herzen, Gehirn und den Extremitäten. Für die Verhinderung einer Thrombose in den Venen ist Aspirin leider nicht geeignetund damit auch kein Schutz. Hier helfen nur die Klassiker: Viel bewegen (Muskelpumpe beschleunigt den Bluttransfer in den Venen), viel trinken (optimiert das Verhältnis von festen und flüssigen Bestandteilen des Blutes) und als medikamentöse Therapie: Die Inektion von Heparin (greift in die komplizierte Kaskade der Blutgerinnung ein). Die Thrombosestrümpfe wirken mechanisch als Kompression von außen und haben ähnliche Wirkung wie die Muskelpumpe. Aber ein ziemlicher Kostenfaktor und auch nicht so richtig komfortabel, oder? Habe so meine Zweifel, ob das Thema Thromboseschutz bei Flugreisen nicht etwas überstrapaziert wird - ich halte das Risiko (falls nicht eine entsprechende Disposition vorliegt) ziemlich gering - viele hunderttausend Fluggäste jeden Tag, die den Flug unbeschadet überstehen, geben mir bestimmt recht. Dürft mir glauben, ist mein tägliches Geschäft...
Viele Grüße von Jörn -
portvendres schrieb
Habe so meine Zweifel, ob das Thema Thromboseschutz bei Flugreisen nicht etwas überstrapaziert wird - ich halte das Risiko (falls nicht eine entsprechende Disposition vorliegt) ziemlich gering - viele hunderttausend Fluggäste jeden Tag, die den Flug unbeschadet überstehen, geben mir bestimmt recht. Dürft mir glauben, ist mein tägliches Geschäft...
Viele Grüße von JörnIch denke auch, dass sich Leute, die noch NIE Probleme mit der Blutgerinnung hatten, keine Sorgen über Thrombose machen müssen.
Grüßchen von Silke
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wat is Marcumar ?
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@portvendres: Danke für die ausführliche Information!!!
Und "JA", ich denke auch, dass viele sich selbst verrückt machen oder verrückt gemacht werden wegen dieser Thrombose-Geschichte.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis noch nie davon gehört, und glaube auch, dass es nicht so besonders häufig vorkommt.
Schon gar nicht wenn man gesund ist und deine oben angeführten Vorsichtsmaßnahmen (Trinkn, Bewegen) macht.