Veränderte Mentalität in den USA ?
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Hallo USA-Fans
Diesmal eine Frage an diejenigen die bereits mehrmals in den USA waren.
In den Jahren zwischen 1991 - 2005 bereiste ich über 6x die USA.
Bei meinem letzten Besuch meinte ich das sich die Mentalität der Amerikaner geändert hat. So zum Beispiel in den Einkaufsläden
sind die Leute weniger freundlich, allgemein etwas zurückhaltender und die fahrweise auf den Strassen ist aggresiver geworden.Was meint Ihr dazu ? Oder täuscht mein Eindruck ?
Gruss Daniel
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Hallo Daniel!
Hm, habe ich eigentlich so nicht feststellen können. Wir sind seit 1993 immer mal wieder in Amerika gewesen, zuletzt im November in Florida.
Bezüglich der Fahrweise - solange man nicht in den Städten zur Rushhour unterwegs ist, finde ich es eigentlich immer noch sehr gemütlich und relaxt (ich führe immer die 4-way-stops an manchen Kreuzungen an, bin immer wieder baff, wie das funktioniert!).
In den Supermärkten fand ich die Angestellten nett wie immer. Was mir aufgefallen ist (und mich auch etwas deprimiert hat) sind die vielen Rentner, die an den Kassen die Einkäufe einpacken und sich so wohl ihre karge Rente etwas aufbessern. Freundlich waren die sehr, aber irgendwie taten sie mir leid. Naja, das steht auf einem anderen Blatt, denke ich.
Ist Dir denn etwas Konkretes passiert, oder hattest Du allgemein das Gefühl, dass sich die Amerikaner verändert haben?
LG
Barbara
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Hallo Barbara
Danke für Deine Antwort.
Konkret ist eigentlich nichts vorgefallen. Eher so ein Gefühl aus dem Bauch heraus ............
Darum möchte ich mal rumfragen wie dies andere so sehen.
Daniel
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Hallo Daniel,
ich konnte auch keine wirkliche Veränderung feststellen (ich war zwischen 1993 bis 2006 9x in den USA), alle nett wie immer. Das Einzigste was für mich auffällig war, die Zunahme der Bettler und Obdachlosen sowie die schon erwähnten enorm vielen arbeitenden Rentner. Was dementsprechend auch zugenommen hat, sind die Wachleute vor vielen Läden, wie z.B. Mac Doof- gut, ich fand es früher auch ekelig, wenn ein "******" sich die Reste aus dem MD Müll gefischt hat bzw. einen anquatschte, ob man alles wegwirft oder er das haben kann, das passiert nun nicht mehr, da sie ja nicht mehr reinkommen.Aber sonst, ist und war für mich alles beim Alten!LG
moco -
Wir waren erst einmal drüben, und zwar 2005 und ich war von der Mentalität begeistert, von der Freundlichkeit und dem gemütlichen Autofahren! Ich dachte eigentlich immer, wir Österreicher sind eh freundlich, aber als wir wieder am Flughafen Schwechat gelandet sind, war der Eindruck nicht mehr so :?
LG, Dani
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Also ich fahre (fliege) seit über 20 Jahren in die USA (Florida) und kann den Eindruck bestätigen: Auch mir kommen die Leute nicht mehr so freundlich vor, hängt aber viellicht damit zusammen, dass in den Läden etc. die Zusammensetzung des Personals sich ändert. Auf Details möchte hier nicht eingehen. Mann muss nur mal z.B. durch Die Sawgrass Mall bei Fort Lauderdale schlendern, dann macht man folgende Feststellung: Entweder wird man von dem Personall an den Ständen in der Mitte der Wege teilweise sehr agressiv angesporchen, oder es herrscht vollkommene Desinteresse an Kunden. Der Fahrweise auf den Interstates, ganz extrem die I 95, ist sehr viel agressiver, als noch vor Jahren. An die Geschwindigkeitsbegrenzun (+ 10 Milen war ansich üblich) hält sich kaum jemand noch, das Autofahren besteht nur noch aus Gas geben oder bremsen.

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"mocoberlin" wrote:
ich fand es früher auch ekelig, wenn ein "******" sich die Reste aus dem MD Müll gefischt hat bzw. einen anquatschte, ob man alles wegwirft oder er das haben kann, das passiert nun nicht mehr, da sie ja nicht mehr reinkommen.Das fand ich nicht eklig, sondern traurig...
Uns ist es in Montana mal passiert, dass wir die etwas heruntergekommene Winterjacke meines Mannes weggeworfen haben, und 10 Minuten später sprach uns ein Obdachloser (gegen den Ausdruck ****** habe ich grundsätzlich was) an, ob wir ihm nicht helfen könnten. Das war ganz schlimm und ich denke nach 11 Jahren immer noch an diesen Zwischenfall. Wir haben ihm dann wenigstens was zu Essen gegeben (damit er nicht "nach Müll fischen" mußte).
LG
Barbara
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Solche erfahrungen habe ich zwar nicht gemacht.
Aber in den Grossstädten wurde ich immer wieder angebettelt
ob ich etwas Wechselgeld übrig habe. Hatte ich es in der Hosentasche
gab ich jeweils etwas, die Brieftasche nahm ich aus Sicherheitsgründen nie hervor.Daniel
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Dann stimmt also mein Eindruck doch.
Auch ich habe in den Läden desinteresse festgestellt. Früher wurde man freundlich begrüsst und verabschiedet. Machmal rief man mir auch beim hinaustreten "Thank for com in" hinterher auch wenn ich nichts gekauft habe...........
Ich denke auch die neuen Geschwindigkeitslimiten auf Autobahnen sind für diesen Trend verantwortlich. Früher bei 65 Meilen war es ruhiger.
Jetzt sind es 75 Meilen, sicher nicht schneller als in Europa aber man muss bedenken das die Autobahnen gebaut wurden als die tieferen Tempi galten. Um keinen Aerger mit der Polizei zu bekommen
hielt ich mich immer an die Höchstgeschwindigkeiten, aber auf den Ueberlandstrassen ging es jeweils nicht lange bis sich ein Drängler an meiner Stossstange hing, fast so wie bei uns in Europa.
Das war bei meinen früheren Besuchen bis ins 2000 eher selten. -
Guten Morgen,
ich weiß nicht, ob da eine Mentalitätsveränderung einhergeht, aber eines steht definitiv fest:
Die Bevölkerungsstruktur ändert sich massiv, zumindest nördlich der mexikanischen Grenze (Südkalifornien, -arizona usw).Auch ich mußte immer mehr feststellen, auch jetzt wieder im April, daß viele Amerikaner anders Auto fahren; schneller, rücksichtsloser, drängelnder - auch wird teilweise mit Lichthupe und "Stinkefinger" gearbeitet.
Die Freeways links und rechts sind teilweise voller Müll und leerer Bierflaschen, dazwischen viele viele Kreuze von Unfalltoten. Schaut man mal auf die Namen der Opfer, liest man sehr sehr häufig spanische oder indianische...Ansonsten habe ich kaum Veränderungen festgestellt, immer noch sind die Amerikaner in der Mehrheit sehr höflich und freundlich, sehr sehr hilfsbereit und gelassen.
Hoffentlich werden die "Rabauken" gut assimiliert!!!Gruß
Taiger -
Hallo Taiger
Viele Deiner Beschreibungen sind mir bei meinem letzten Aufenthalt
auf den Strasse wiederfahren.Da kann ich mich Dir nur anschliessen betreffend den "Rabauken"
Daniel
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Hab momentan nur wenig Zeit zum antworten, da ich gerade im Westen der USA unterwegs bin, aber ich kann mich der Meinung, dass es im Strassenverkehr wesentlich rauher zugeht als vor vielleicht noch 10 Jahren, auf jeden Fall anschliessen, v.a. auf den staerker befahrenen Strassen macht es wirklich keine Freude mehr, Auto zu fahren, da dort viele Draengler unterwegs sind, Abstand halten scheint fuer viele ein Fremdwort zu sein

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Hallo Susanne
Weiterhin gute Reise !
Daniel
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"mountainfreak" wrote:
Hallo USA-FansSo zum Beispiel in den Einkaufsläden
sind die Leute weniger freundlich, allgemein etwas zurückhaltender und die fahrweise auf den Strassen ist aggresiver geworden.Was meint Ihr dazu ? Oder täuscht mein Eindruck ?
Gruss Daniel
Auf jeden Fall !!!
Speziell in Miami und Orlando sieht man den den Verkäufern und Hotelangestellten ihre Unlust deutlich an !
Und die Fahrweise ist teilweise kriminell und gefährlich !
Wir haben fast täglich irgendwelche Unfälle gesehen !
Das gab es früher nicht , oder nicht so offensichtlich ... :?Aber alles in allem doch noch besser als in unserer Service Wüste

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Ich habe es teilweise als unfreundlich empfunden.
Ich buche unser Auto immer super all inclusive. Damit sind wir immer komplett abgesichert und versichert. Wer möchte in den USA schon Probleme während des Urlaubs bekommen?
Bei Alamo angekommen, wollte die Tante am Schalter mir eine Zusatzversicherung andrehen. Ich wollte sie nicht, da wir eh alles haben. Da wurde die richtig unfreundlich. Wenn dann was passiert, dann müssen wir alles selber bezahlen usw. Es würde ja "nur" 5$ am Tag mehr kosten. Ich bin standhaft geblieben und was das für eine Zusatzversicherung war:
Key Replacement, Glass Replacement, Flat Tire, Tire Replacement, Towing, Jump Start, Lockout Service, Fuel Delivery.
Muß man das haben? Ich nicht! -
"LadyLuck" wrote:
Bei Alamo angekommen, wollte die Tante am Schalter mir eine Zusatzversicherung andrehen. Ich wollte sie nicht, da wir eh alles haben. Da wurde die richtig unfreundlich. Wenn dann was passiert, dann müssen wir alles selber bezahlen usw. Es würde ja "nur" 5$ am Tag mehr kosten. Ich bin standhaft geblieben und was das für eine Zusatzversicherung war:
Key Replacement, Glass Replacement, Flat Tire, Tire Replacement, Towing, Jump Start, Lockout Service, Fuel Delivery.
Muß man das haben? Ich nicht!Dafür ist Alamo bekannt.
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Ja das mit den Zusatzversicherungen ist so eine Sache.
Ich buche auch alles so wie Du - kommt eh günstiger als wenn man es vor Ort bucht. Mir wollten sie auch jedesmal Zusatzversicherungen andrehen. -
Aber so ein Schwachsinn mit Schlüssel verloren, ausgesperrt oder Glasbruch?? Das passiert uns noch nicht mal hier in Deutschland und in den USA soll ich mich dagegen versichern lassen??
Die werden schon biestig wenn du kein "super günstiges" upgrade haben willst. -
Ich buche meine Mietwagen auch immer über Alamo und das ist mir so noch nie passiert. Die waren immer freundlich. Natürlich haben die, mal gefragt ob ich diese Zusatzversicherung haben will, aber nachdem ich Nein gesagt hatte, war das Thema erledigt.
Ich kann das mit der veränderten Mentalität nicht feststellen. Ich werde immernoch in jedem Laden begrüßt und überall sind hilfsbereite Menschen. Mit Sicherheit gibt es auch dort den einen oder anderen der nicht so nett ist, aber der geht meiner Meinung nach unter.
