Malariaprophylaxe Kenia
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Hallo,
wir fliegen im August nach Kenia (Badeurlaub im Leisure Lodge) und 3-Tage Safari) und bezüglich der Malaria Prophylaxe höre ich völlig unterschiedliche Meinungen, unser Arzt (Reisemedizin) meinte, gar nichts zu machen , da bei 14 Tagen und bei den üblichen Vorsichtsmaßnahmen wenig zu befürchten ist, zumal die Inkubationszeit dafür sorgt, dass man wenn dann in Deutschland erkrankt und dann eben sofort zum Arzt sollte. Da die Regenzeit im August ja vorbei ist, würde es mich interessieren, was ihr für Erfahrungen mit Moskitos bzw. einer Prophylaxe genmacht habt.
Klaus
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Hallo,
Wir waren letztes Jahr auch 2 Wochen in Kenia (Badeurlaub und 2tägige Safari). Wir haben Malarone als Prophylaxe genommen und uns abends mit insektenabweißenden Spray eingesprüht. Wir wurden jedoch in den 2 Wochen nicht einmal gestochen, Zufall oder???
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hallo
waren 2mal in kenia und haben lariam genommen
man gibt so viel geld für den urlaub aus da sollte man an der gesundheit nicht sparen.
reisezeit war januar und im hotel keine mücke zu sehen aber auf safari in der lodge jede menge
ich finde das muss jeder mit sich selbst abmachen.wünschen einen super schönen urlaub
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Hallo Klaus! Deine Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn die Risikoabschätzung unterliegt manchmal ganz individuellen Maßstäben... Möchte Dir deshalb ganz offizielle Infos geben (Stand 2007) und was Du daraus für Dich als persönlichen Schutz machst, das sei Dir überlassen:
Laut internationaler Infoseiten, wie der "Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin" und der WHO (Net: www.dtg.org, www.who.int) gehört Kenia (inclusive Städten) unterhalb von 2500m im ganzen Land als "Hohes Risikogebiet". Geringes Risiko besteht in der Stadt Nairobi und in Höhen über 2500m.
Die Gefährdung besteht ganzjährig.
Empfohlen werden die Medikamente "Lariam" (Mefloquin) und "Malarone"(Atovaquon/Proguanil).
Wesentliche Schutzmaßnahmen vor Malaria bestehen in:
Vermeidung von Insektenstichen (Exposistionsprohylaxe), wie z.B. Verwendung von Moskitonetzen, Einreiben ungeschützter Hautpartien mit mückenabweisenden Mitteln (Repellents) mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin (z.B. Nobite oder Autan), Tragen von hautbedeckender, heller Kleidung und Aufenthalt in mückensicheren Räumen (Klimaanlage, Fliegengitter).
Der wesentliche Schutz vor der Malariainfektion besteht in der Einnahme von Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe).
Zu spät oder unbehandelt hat die Malaria tropica auch heute noch eine Letalität von etwa 30% (bedeutet fast jeder 3. Patient verstirbt daran).
Bestimmt kannst Du jetzt die Wahl Deiner Vorsorge treffen und wirst bestimmt einen schönen Urlaub haben - viele Grüße von JörnPS: Für alle User, die sich nach meinen Beiträgen gerne zu Wort melden: Ich bin Facharzt, dies ist mein Spezialgebiet, mein Beitrag entbindet keinen Leser von der Sorgfaltspflicht, sich individuellen Rat bei einem Mediziner seines Vertrauens einzuholen. Alle genannten Medikamente haben Nebenwirkungen und Kontraindikationen. Medizinische Wissenschaft unterliegt ständigem Fluß - dieser Beitrag ist als Zusammenfassung der heute geltenden Empfehlungen zu sehen.
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Hi!
Da kann ich (als Laie
) Jörn nur zustimmen.Sprüche wie "dann werde ich erst zu Hause krank und kann ja dann hier zum Arzt gehen" halte ich für unverantwortlich leichtsinnig.
Mein Vater ist vor vielen Jahren an Malaria Tropica erkrankt und beinahe daran gestorben. Er ist auch erst hier in D ins Krankenhaus gegangen, weil es damals in Kamerun, wo er beruflich war, keine entsprechende Versorgung gab. Wer das einmal miterlebt hat, verschwendet gar keinen Gedanken mehr daran, ob "sich das für 2 Wochen Urlaub lohnt"! Mögliche Nebenwirkungen hin oder her - ich würde niemals ohne die entsprechende Prophylaxe in die Tropen fliegen.
LG
Barbara
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Auch ich kann sowohl Barbara als Jörn nur dringlichst beipflichten.
Leider wird das Malaria-Risiko zu häufig verniedlicht bzw garnicht beachtet.
Auch der Hinweis auf evtl Nebenwirkungen ist zwar vollkommen richtig, entbindet aber keineswegs von der Vorsorge.Was man da schon wieder im Unterforum Dominikanische Republik im thread von Juanito: "Karibik-Reisender mit Erreger der Malaria infiziert" alles an Argumenten zu lesen bekommt, ist schon recht merkwürdig.

Gruß
Taiger -
"taiger.wutz" wrote:
Auch ich kann sowohl Barbara als Jörn nur dringlichst beipflichten.Leider wird das Malaria-Risiko zu häufig verniedlicht bzw garnicht beachtet.
Auch der Hinweis auf evtl Nebenwirkungen ist zwar vollkommen richtig, entbindet aber keineswegs von der Vorsorge.Was man da schon wieder im Unterforum Dominikanische Republik im thread von Juanito: "Karibik-Reisender mit Erreger der Malaria infiziert" alles an Argumenten zu lesen bekommt, ist schon recht merkwürdig.

Gruß
Taigeralso, ich weiß nicht was du daran merkwürdig findest, komme selber aus den med. Gewerbe, aber man sollte auch die Nebenwirkungen aufführen. Es ist sehr vernünftig Profilaxe durchzuführen wo ein hohes bis sehr hohes Risiko besteht. Das heißt reise ich in die Länder wie kenia etc würde ich auch eine profilaxe anstreben. Da aber in der Dom. Rep vereinzelte Fälle und das auch nur im grenzgebiet zu haiti auftreten, denke ich mal das eine ausreichende Vorsorge von moskitostichen ausreicht. Zumindestens für die urlauber die sowieso nur mit ihren faulen Hintern im hotel bleiben. Für reisende die ins Landesinnere oder sich in grenznähe reisen, dann würde ich sagen ja zur Chemiekeule. Leider wird heute einfach mal zu schnell zu den chemiekeulen gegriffen, nach den Motto, viel hilft viel!!!!
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Hi!
Ich denke, dass das Motto "viel hilft viel" hier irgendwie nicht paßt. Klar, jeder muß selbst wissen, wie wichtig ihm die Gesundheit ist. Aber gerade die Tropenkrankheiten sind nicht zu unterschätzen, und obwohl ich so wenig Medikamente wie möglich nehme (gegen Malaria gibt es leider noch kein homöopathisches Mittel, das wäre dann mein Ding), gehe ich da doch lieber auf Nummer sicher und nehme jede Prophylaxe, die sich mir bietet.
Wer meint, ein Moskitomittel und ein ebensolches Netz reicht aus - bitte, ist ja ok. Mir persönlich wäre das zu riskant und ich würde mich nach jedem Mückenstick verrückt machen und auf die ersten Fieberschübe warten.
LG
Barbara
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...außerdem geht es doch garnicht um den (berechtigten) Hinweis auf eventuelle Nebenwirkungen!!!
Nur für sehr viele, zu viele Reisende ist das schlicht ein "Freibrief" für die Vernachlässigung der Vorsorge.
So nach dem Motto: "wenn der ganze Mist eh nur schädlich ist, dann lieber so`n lächerlichen Mückenstich in Kauf nehmen..."Es ist leider Gottes zu häufig der Fall, leider!
Gruß
Taiger -
Hi Taiger!
Da sind wir ja mal wieder einer Meinung!

Ich habe auch schon ganz viel Mückenprophylaxe für MecPom gekauft!
(Es gibt da bestimmt Kriebelmücken, die sind nicht gerade angenehm - in Florida hatte ich letztes Jahr über 40 Stiche!
).Die Anophelesmücke ist ja glücklicherweise noch nicht in unseren Breitengraden angekommen, aber wenn das Wetter so bleibt, wird Malaria irgendwann auch bei uns eine gängige Krankheit sein. Kein so schöner Gedanke!
LG
Barbara
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Man kann sich auch alles einreden und verrückt machen.
An den Küstenregionen egal wo auch immer auf der Welt ist das mit der Malaria weitgehenst unbekannt.
Im Landesinneren (Tropen, Safari) kann es vorkommen muss es aber nicht.Ich halte die Diskussion hier für Übertrieben denn mittlerweile werden ganz andere Malariaarten übertragen als Malarone und Lariam bekämpfen!
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"piscator" wrote:
Hi Taiger!Da sind wir ja mal wieder einer Meinung!

Ich habe auch schon ganz viel Mückenprophylaxe für MecPom gekauft!
(Es gibt da bestimmt Kriebelmücken, die sind nicht gerade angenehm - in Florida hatte ich letztes Jahr über 40 Stiche!
).Die Anophelesmücke ist ja glücklicherweise noch nicht in unseren Breitengraden angekommen, aber wenn das Wetter so bleibt, wird Malaria irgendwann auch bei uns eine gängige Krankheit sein. Kein so schöner Gedanke!
LG
das heißt nach deiner Meinung, wenn ich in 5 Jahren urlaub an der Ostsee machen will dann muß ich mir einer profilaxe unterziehen.... Kopfschüttel
immer diese Bildleser 
Barbara
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@KaGu: Du hast bestimmt Recht - die Diskussion um AIDS und Hepatitis ist schließlich auch nur eine reine Angstmacherei! Kennst Du jemanden, der an AIDS verstorben ist? Oder an Malaria erkrankt ist?? Siehst Du - das gibt es gar nicht! Ich kenne auch keinen Menschen, der bei einem Flugzeugunfall ums Leben gekommen ist - alles nur Gerede!
Gerne würde ich Dich aber zu einem Symposion einladen, bei dem Du über die anderen Malaria-Arten berichten kannst, die Du erwähnt hast - bestimmt spannend - da kannst Du sicherlich mit Deinen neuen Erkenntnissen weltweit punkten! Viele Grüße von Jörn -
Was erzählst du für einen Mist?
Ich kannte jemanden der an Aids verstorben ist.
Ich kannte jemanden der bei einem Flugzeugabsturt ums Leben gekommen ist.
Klugscheisser?
Was soll dein blödsinniger vergleich? -
Hallo KaGu, bei weltweit 1,5 -2,7 Millionen Malaria-Totenpro Jahr (Daten: Robert-Koch-Institut Berlin) und 300 - 500 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr, sowie allein durchschnittlich 900 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschlandist Dein Beitrag in seiner Verharmlosung unangemessen.
Bezüglich der neuen Malaria-Arten ist er falsch! Hier sind immer noch die Plasmodien vivax, falciparum, ovale und malariae für die Erkrankung verantwortlich. Daneben noch in Einzelfällen semiovale und knowlesi - daraus resultieren Malaria tropica, M. quartana und M. tertiana.
Die Gefahr an einer Malaria zu erkranken, betrifft auch die Küstenregionen Afrikas.
Allein die Tatsache, dass man sich nicht auskennt, sollte nicht Grund für verbale Entgleisungen sein - vielleicht magst Du Deine Wortwahl noch einmal überdenken. Jörn -
Ich gebe Jörg recht. Eigentlich müßte Malariaprofilaxe Pflicht sein und nicht freiwillig! Wie ich schon mal schrieb, sind nach einem Keniaurlaub 13 Leute an Malaria zu Hause gestorben, zu der Zeit, als ich auch da war. Diese hatten keine Malariavorsorge getroffen, bzw. zu Hause abgesetzt, weil Die angeblich nichts hatten. Mein Tropenarzt im Hamburger Tropeninstitut sagte, ich soll die Tabletten nehmen, auch wenn es Nebenwirkungen gibt! An Malaria zu erkranken ist viel schlimmer. Auch können die Tropenärtzte sagen welches Mittel für eine bestimmte Region ein zu nehmen ist. Man muß ja auch nicht jeden Mückenstich spüren. Und noch eins, es stechen ja nur die weiblichen ;)Mücken
Gruß
Siegi -
Hallo Jörn,
nach wie vor bin ich Deiner Meinung!
Was die verbalen Entgleisungen von KaGu betreffen, so kickt er sich doch mit dieser Art von Kommunikation selbst ins Abseits. Sollte man eigentlich garnicht weiter drauf eingehen

Nur - wenn es KaGu "erwischen" sollte und er müßte hier behandelt werden, wird die Solidargemeinschaft der Krankenkassenzahler zur Kasse gebeten

Das ko... mich dann an
Solche Leute werden dann sehr schnell sehr kleinlaut!
Gruß
Taiger -
"gobo0101" wrote:
das heißt nach deiner Meinung, wenn ich in 5 Jahren urlaub an der Ostsee machen will dann muß ich mir einer profilaxe unterziehen.... Kopfschüttel
immer diese Bildleser 
Sehr witzig. Bild lese ich grundsätzlich nicht (aber wenn Du dort irgendwas in der Richtung gelesen hast, bist Du ja bestens informiert
), sondern mein gesunder Menschenverstand, gepaart mit etwas medizinischem Wissen sagt mir, dass durch die Erderwärmung und den Klimawandel immer mehr Tiere aus den Tropen hierher kommen und es daher durchaus möglich ist, dass auch gefährliche Mücken etc. irgendwann bei uns die Regel sein werden (es gibt Studien, die das belegen).Klar ist das (noch) Panikmache, aber die Augen davor verschließen können wir sicher nicht.
LG
Barbara
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Barbara,
Das ganze Thema Klimawandel ist schon eine ganz ernste Sache, aber ich sehe keine Gefahr, das in Deutschland oder Nordeuropa in kommender Zeit nur ein Moskito sich hierher verirrt. Bitte zeige mir diese Studie!!!! Das ist wirklich nur Panickmacherei!!!! Wir hatte dieses Jahr einen sehr Milden Winter und schon schreibt die Klatschzeitungen, Die Malaria Tropica kommt nach Deutschland
Kopfschüttel.
Was ist mit den letzten Winter bis tief in den April tiefste Minusgrade, da überlebt keine tropische Mücke. Dieser Gegensatz vom sehr kalten Winter zum warmen Winter, das ist eine Folge des Klimawandel!!!! -
"gobo0101" wrote:
Die Malaria Tropica kommt nach Deutschland
Kopfschüttel.
Was ist mit den letzten Winter bis tief in den April tiefste Minusgrade, da überlebt keine tropische Mücke. Dieser Gegensatz vom sehr kalten Winter zum warmen Winter, das ist eine Folge des Klimawandel!!!!Dann lies doch bitte mal diesen Artikel
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,2120630,00.html
und diesen
http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/3039.htm,
und dann erzähl mir nochmal was von Panikmache. Über soviel Ignoranz kann ich nur den Kopf schütteln.
LG
Barbara
Habe die beiden Links korrigiert, die funktionieren jetzt!
LG
Sokrates