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Erfahrungen als Sehbehinderter bei Flugreisen

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Allgemeine Fragen
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  • Hans13H Offline
    Hans13H Offline
    Hans13
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Hallo Betroffene,
    hallo Forumsleser,
    eigentlich wollte ich ja nur mal wissen, wer so als Sehbehinderter welche Erfahrung mit Flugreisen gemacht hat.
    Bei dem Begriff Sehbehinderung denke ich an Betroffene die kaum noch einen Visus haben oder auch kurz vor der Erblindung stehen oder wie auch immer. Nicht solche, die nur ihre Lesebrille vergessen haben.
    Habt ihr euch vorher bei der Fluggesellschaft angemeldet?
    Tragt ihr irgendwelche erkennbaren Zeichen wie Blindenstock, Armbinde, Anstecker etc?
    Gibt oder gab es da beim Check-In oder so Probleme?
    Im Flieger selbst hat man halt kaum Platz um einigermaßen vernünftig zu essen.
    Eure Erfahrungen würden mich mal interssieren.
    Wenn sich irgenjemand meldet, würde ich mich freuen darüber.
    MfG
    Hans13

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    • leaveL Offline
      leaveL Offline
      leave
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Ich kann dir das nur aus Flugbegleitersicht schildern: offenbar müssen Passagiere das der Airline melden, denn wir wissen immer schon vorher wenn ein sehbehinderter Passagier erwartet wird.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da beim Check in Probleme gibt, da man ja dann auch dort weiß, dass der Passagier eingeschränkte oder gar keine Sehkraft besitzt. An Bord selbst war das auch noch nie problematisch. Der Passagier sollte ein spezielles Briefing bekommen, wo ihm zb gesagt wird wieviele Reihen er bis zum nächsten Notausgang hat (damit er im Notfall zählen kann), wo die Sauerstoffmasken zu finden sein würden, wo der Rufknopf ist usw. Natürlich ist man darüber hinaus auch noch gern behilflich, wenn es gewünscht wird.

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      • privacyP Offline
        privacyP Offline
        privacy
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Aktuell sind gerade neue Richtlinien der EU verabschiedet worden:

        EU-Regeln >hier klicken<

        Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten.
        Bertrand Russell (1872-1970)

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        • Siggi1234S Offline
          Siggi1234S Offline
          Siggi1234
          Gesperrt
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          Ixh bin mal mit einer gebuertsblinden Frau zusammen geflogen (ich weiß nicht mehr, ob es Condor oder Hapag war) und die Betreung war absolut professionell. Sie hatte sich micht angemeldet, aber war durch den Stock erkennbar. Während der Sicherheitseinweisung stand ein Flugbegleiter neben ihr und hat ihr per Handführung gezeigt, wo die Schwimmwesten sind. Der Witz war, dadurch habe ich das erste Mal genau gewußt, wo die Dinger sind. Ich hatte es zwar schon tausend Mal gehört, aber (dummerweise?) noch nie hingegriffen. Beim Servieren des Essens sagte ihr eine Flugbegleiterin, das Getränk stünde auf ein Uhr. Das war kein Flieger-Jargong , Blinde wissen dann genau, wo ihr getränk zu ertasten ist.
          Beim Aussteigen wurde ihr Hilfe angeboten, die sie aber freundlich ablehnte. Sie war schneller aus dem Flieger als ich.
          Wenn alle Airlines ihre Mitarbeiter so schulen, hast du nichts, aber auch gar nichts zu befürchten.

          Das Leben ist eine lange Straße. Manchmal befindet sich das Ziel aber am Wegesrand.

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          • nokiN Offline
            nokiN Offline
            noki
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            @leave,

            .... das war ein gutes posting von Dir bezüglich der behinderten, nicht nur sehbehinderten, Fluggäste, ob nun sehbehindert oder anderweitig körperlich eingeschränkt; da habe ich meine Achtung davor, dass diese Passagiere besonders betreut und umsorgt werden!
            Wenn Du eine von den Flugbegleiterinnen bist, und so handelst, dann zolle ich Dir Achtung.
            Allerdings sollte ein Fluggast schon im Vorfeld, z. B. bei der Buchung seine Behinderungen anzeigen!

            Klasse leave!

            Gruß Dieter

            Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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            • christine61C Offline
              christine61C Offline
              christine61
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              Hallo Hans,

              ich bin selbst sehbehindert (Restsehvermögen unter 20 %) und habe auf meinen bisherigen Flügen keine negativen Erfahrungen gemacht. Allerdings bin ich noch nie allein geflogen, mein Mann ist mir bei Problemen behilflich (z. B. Essen oder Besteck auspacken, Handgepäck verstauen usw.). Ich melde mich nie an, das einzige, was wir in Anspruch nehmen ist die kostenlose Sitzplatzreservierung (abhängig von Fluggesellschaft) für Behinderte. So sitzen wir meist in den vorderen Reihen, möglichst am Gang.
              Wenn ich mal allein fliegen müsste, würde ich dies allerdings beim Buchen schon mit angeben, da dann auch ab Check In bis zum Gate Begleiter gestellt werden können, denn die Beschilderung auf den Flughäfen ist z. B. für mich nicht erkennbar. Und die Flugbegleiter wissen Bescheid, falls Hilfe nötig.
              Also, wenn allein anmelden - wenn Begleitung, dann vorher absprechen.
              Deshalb aufs Fliegen zu verzichten - Nein!

              LG Christine

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • Susanne xyzS Offline
                Susanne xyzS Offline
                Susanne xyz
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Eigene Erfahrungen kann ich leider nicht beitragen, aber auf einem meiner letzten Flüge habe ich zum ersten mal erlebt, daß eine sehbehinderte Frau mit ihrem (großen) Blindenhund geflogen ist. Allerdings wurde nur ein weiterer Sitz neben ihr freigehalten, was aufgrund der Größe des Hundes etwas schwierig war (der Hund lag auf dem Boden). Aber da sich alles direkt in der Reihe vor mir abspielte, hatte ich den Eindruck, daß das alles prima klappte. Eine weitere Begleitperson war offensichtlich nicht mit dabei.

                Obwohl ich schon sehr viel geflogen bin, war es das erste mal, daß ich das erlebt habe (vielleicht auch vorher nur nie bemerkt). Schade, daß nicht mehr sehbehinderte Leute sich trauen, mit ihrem Hund auf Reisen zu gehen, das erleichtert bestimmt einiges. Da mich das Thema interessierte, hatte ich auch nachgelesen, daß es wohl bei den Fluggesellschaften in der Regel (mit Voranmeldung) kein Problem ist, einen Führhund mit in die Kabine zu nehmen.

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                • nokiN Offline
                  nokiN Offline
                  noki
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  Susanne xyz wrote:
                  Eigene Erfahrungen kann ich leider nicht beitragen, aber auf einem meiner letzten Flüge habe ich zum ersten mal erlebt, daß eine sehbehinderte Frau mit ihrem (großen) Blindenhund geflogen ist. Allerdings wurde nur ein weiterer Sitz neben ihr freigehalten, was aufgrund der Größe des Hundes etwas schwierig war (der Hund lag auf dem Boden). Aber da sich alles direkt in der Reihe vor mir abspielte, hatte ich den Eindruck, daß das alles prima klappte. Eine weitere Begleitperson war offensichtlich nicht mit dabei.

                  Obwohl ich schon sehr viel geflogen bin, war es das erste mal, daß ich das erlebt habe (vielleicht auch vorher nur nie bemerkt). Schade, daß nicht mehr sehbehinderte Leute sich trauen, mit ihrem Hund auf Reisen zu gehen, das erleichtert bestimmt einiges. Da mich das Thema interessierte, hatte ich auch nachgelesen, daß es wohl bei den Fluggesellschaften in der Regel (mit Voranmeldung) kein Problem ist, einen Führhund mit in die Kabine zu nehmen.

                  Susanne, das habe zweimal erlebt, dass eine blinde Person mit einem Führhund als erste an Bord gehen durfte. Das fand ich sehr gut! Die Motzer am Gate habe ich nicht verstehen können, und ich war kurz davor zu 'platzen'! Die letzendliche Entscheidung mit dem Führhund an Bord trifft der Flugkapitän! Er ist ja schon vorher informiert worden und hat den Hund sehr herzlich begrüßt! So gehört sich das!
                  Ich war sowohl von der blinden Person, die Flugbegleiter/innen als auch von dem Führhund sehr stark beeindruckt.

                  In der folgenden Flugzeit habe ich versucht nachzudenken über den Stress den der Hund hatte, bei eiserner Disziplin.

                  Gruß Dieter

                  Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!

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                  • jaykayhamJ Offline
                    jaykayhamJ Offline
                    jaykayham
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    christine61 wrote:
                    Ich melde mich nie an, das einzige, was wir in Anspruch nehmen ist die kostenlose Sitzplatzreservierung (abhängig von Fluggesellschaft) für Behinderte...Wenn ich mal allein fliegen müsste, würde ich dies allerdings beim Buchen schon mit angeben, da dann auch ab Check In bis zum Gate Begleiter gestellt werden können, denn die Beschilderung auf den Flughäfen ist z. B. für mich nicht erkennbar. Und die Flugbegleiter wissen Bescheid, falls Hilfe nötig...

                    sei sehr vorsichtig mit deiner aussage!! 😱

                    blinde sollten sich IMMER vorher anmelden, egal ob alleine oder in begleitung. das erleichtert der airline (und besonders dem personal) vieles.

                    aber besonders blinde die alleine reisen sind verpflichtet sich bei der fluggesellschaft vorher anzumelden, da die anzahl der blinden die alleine reisen dürfen (aus sicherheitsgründen nach EU-verordnung) streng limitiert ist. 😉

                    LEBEN IST, WAS EINEM BEGEGNET, WÄHREND MAN AUF SEINE TRÄUME WARTET!

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • Hans13H Offline
                      Hans13H Offline
                      Hans13
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      Schönen Dank für die Beiträge.
                      Es ist ja halt leider so, dass man z.B. einem Sehbehinderten nicht immer oder unbedingt diese Einschränkung gleich ansieht. Nur an einem gewissen Verhaltensmuster kann man dies dann halt erkennen.
                      So komme ich mir immer etwas dof vor, wenn ich in die Kabine gehe und gar nicht so richtig das Bordpersonal begrüßen kann, weil ich vor lauter auf den Boden schauen den Kopf ja nicht nach oben nehmen kann.
                      Auf der anderen Seite bin ich ja, zum Glück, noch nicht ganz blind. Gebe ich mich aber zu erkennen mit Stock, Anstecker etc. denken gleich alle oh Gott auch noch ein Blinder. Was will der denn im Urlaub machen.
                      Es kann dann aber auch sein, dass ich noch einen kleinen Teil der Zeitschrift etc. lesen könnte und auch das Bordpersonal noch relativ gut erkennen kann.
                      Dies ist halt eine sogg. Grauzone und damit muß ein Sehbehinderter halt auskommen.
                      Allerdings muss ich noch dazu erwähnen, dass ich nie und nimmer ohne meine geliebte Frau reisen und schon gar nicht fliegen würde. Schon über 30 Jahre sind wir ein sehr eingespieltes Team und Flughäfen sind für uns überhaupt kein Problem. Mein Spruch ist: ich mache die Logistik und meine Frau schaut für mich die Schilder. So klappt das wunderbar und wir fliegen in alle Herrenländer umher.

                      MfG
                      Hans13

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                      • christine61C Offline
                        christine61C Offline
                        christine61
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Hallo Hans,

                        da geht es dir wir mir. Und wie geschrieben, mein Mann ist mein bester Begleiter. Er weis, was ich noch kann und was nicht. Ich habe weder Stock noch Hund noch sonst ein anderes Erkennungszeichen an mir, außer das ich mich nicht so schnell bewege (laufe), weil ich ganz genau schauen muss, wohin ich trete.

                        Wenn mein Mann mich nicht begleiten würde (könnte), dann wäre ich sehr unsicher und dann würde ich mich anmelden, möchte ja meinem Nachbarn nicht meinen Kaffee oder Saft über die Hose schütten, weil ich denn Becher nicht richtig gesehen habe.

                        Hallo jaykayham,

                        Hans wollte eigene Erfahrungen wissen, und so halte ich das bis jetzt. Wie ich mich verhalte, wenn mein Restsehvermögen weiter sinkt, das kann ich jetzt nicht sagen.

                        LG Christine

                        1 Antwort Letzte Antwort
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