Marco und kein Ende in Sicht!
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First Class zurückschicken? Bist Du Dir da sicher? Ich weiß es wirklich nicht. Ich gebe da zu Bedenken, daß die besagten Läner ein weitgehend anderes Rechtssystem haben, das zwar nicht gleich Scharia ist, aber durchaus davon beinflußbar sein kann.Vielleicht kommen da noch ein paar Beiträge,von Usern, die sich da besser auskennen als ich.
Gruß, Peter -
@Peter, sicher sind einige Postings ein bißchen daneben, aber das liegt an der Frustration, wie man dort diesen Prozess verschleppt.
Ich habe den Artikel im Spiegel nicht gelesen, hole ich aber nach. Sollten dem Spiegel neue Erkenntnisse bekannt sein, die wir noch nicht wußten, dann werde ich diese mit Sicherheit nicht ignorieren.
Ich verfolge diesen Fall seit Anbeginn.
Und meine bisherigen Erkenntnisse sind.
Ein Mädchen hat "seinen Urlaubsfreund auf´s Zimmer gelassen. In diesem Zimmer schlief auch noch ihre Freundin. Auf dem Balkon war ihre Schwester mit derem Freund. Dann haben sie ein bißchen rumgemacht und dann ist sie angeblich eingeschlafen.
Dann kam die Polizei, die von der Mutter verständigt wurde**. Dort sagen beide aus, dass nichts passiert wäre, was sie nicht beide wollten. Dies sagte sie auch den untersuchenden Arzt**. Marco wurde trotzdem mitgenommen. Der Vater dachte sich, das wird schon wieder.
Die englische Familie reiste ab.
Wegen des Vorfalls?
oder
weil der Urlaub vorbei war?
Würde mich auch interessieren.Die Polizei nahm die Namen aller Personen auf, die damit zu tun hatten.
Diese Zeugen interessieren das türkische Gericht nicht. Warum? Keine Ahnung.
Die erste Aussage des Mädchens wurde von England aus abgeändert in "Vergewaltigung" oder Sexuelle Nötigung?
Und diese zweite Aussage liegt dem türkischen Gericht nicht vor, zumindest wurde sie noch nicht ins türkische übersetzt.Dass die Türken ihr gesamtes "Rechtssysthem dem europäischen anpassen, haben wir gehört. Wie lange werden sie dafür brauchen, wenn man eine einfache Übersetzung nicht mal in fünf Monaten hinkriegt.
30 Jahre?
:Ironie_on: Dann wäre Marco 47 Jahre alt :Ironie_off:

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..., genau so sehe ich es auch, Brigitte
Ein 17-jähriger Schüler wird wie ein Schwerverbrecher behandelt, obwohl das Beweismaterial mehr als fragwürdig bzw. nicht vorhanden ist.
Ich hatte schon vor einiger Zeit geschrieben, dass ich meine Urlaubspläne ändern werde (Was ich ja auch tat), da hielt man mich für naiv.
Es geht nicht darum, dass man glaubt, in anderen Ländern könne so etwas nicht passieren, sondern darum, das Urlaubsvorbereitungen mit Vorfreude und viel Spaß angegangen werden. Ich meine, dass es schwer fällt, unter diesen Umständen. Das hat nichts mit Naivität oder gar Niveaulosigkeit zu tun.
Ich stimme zu, die Türkei ist ein schönes Land. Aber es gibt ja auch noch andere
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Hi Ihr Beiden, ich würde Euch wirklich den Spiegel-Artikel empfehlen, er erklärt Vieles ohne zu beschönigen und vor allem, ohne zu verurteilen.
Ein paar Fakten:- Brigitte, wenn Du Dokumente bei einer ausländischen Behörde einreichen willst, mußt Du dies verständlicherweise in der Amtssprache des Landes tun. Wenn aber die gleiche Behörde an Dich eine Gesuch stellt, kannst - und wirst Du sicher auch - das (kopierte) Original unübersetzt schicken. Es ist dann Aufgabe der Behörde, für eine Übersetzung zu sorgen. Hat auch Haftungsgründe.
- gutenmorgen, Marco wird nicht als Schwerverbrecher, sondern als Untersuchungshäftling mit den üblichen Haftbegünstigungen behandelt. Die sehen von Land zu Land anders aus, sind aber immer besser als die Bedingungen für einen verurteilten Straftäter. Ich bitte zu bedenken, daß manch schwedischer Sträfling deutsche Haftbedingungen auch als barbarisch bezeichnen würde.
In der Türkei gehen die Uhren immer noch langsamer als bei uns,es wird mehr geschlampt und die Bürokratie ist noch umständlicher als bei uns.
Aber machen wir uns deutlich: Nicht türkische Behörden haben das Verfahren eingeleitet, sondern eine englische Mutter, die aus irgendwelchen pervers anmutenden Gründen den Prozess mit allen Mitteln zu verschleppen versucht. Man sollte auch berücksichtigen, daß dies ein von äußerst unglückseligen Umständen begleiteter Einzelfall ist. Dem türkischen Staat aber die Schuld anzuhängen, ist falsch. Wenn, trägt sie die Mutter des Mädchens. Sie hätte mit den Untersuchungsergebnissen der Ärzte ein Verfahren auch von England aus anstellen können, denn die deutsche Staatsanwaltschaft, die bereits jetzt unabhängig vom türkischen Verfahren ermittelt, hätte da kooperiert.
Es bleibt natürlich jedem überlassen, welche Konsequenzen er zieht. Aber mal ehrlich, wenn Ihr die Karibik liebt und lest, ein deutscher Tourist wurde von einer Kokosnuss erschlagen, bleibt Ihr deswegen der Karibik fern oder denkt Ihr nicht eher, so ein Pech? Ich will damit nicht die beiden Vorfälle, sondern ihre Rarität und deren Zufallscharakter vergleichen.
Gruß, Peter -
Da magst Du ja Recht haben Peter. Es gibt aber noch andere Faktoren die mich zum Beispiel in gewisse Länder daran hindern hinzufliegen. Zum Beispiel wenn die Frau als Mensch 2.Klasse behandelt wird. Mein Urlaub in Marokko hat mir gereicht. Es war dort zum Teil recht ekelhaft. Männer die in ihren Burnussen einfach pinkeln wenn es ihnen beliebt. Überfahrene Hunde die nicht weggeräumt werden. Tierqüälereien. Alle paar Minuten sexuelle Angebote zu erhalten. In Basare gezerrt zu werden. In der Türkei war noch nicht kann daher dazu nichts sagen. Habe aber Angst als Frau dort alleine hinzufliegen. Es gibt auch einige andere Länder die ich im Moment aus Prinzip meide. Beispiel Brasilien: erschießen von Straßenkinder damit die Touristen nicht ********* werden. Das muss jeder für sich selber entscheiden. Mich persönlich schreckt der Fall von Marco ab.

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....,Hi, Peter, vielleicht kannst du dich noch an deine 16-/17-jährige Zeit erinnern und dich evtl. hinein versetzen, wie du dich in einem solchen Fall gefühlt haben könntest. Wahrscheinlich wie ein Schwerverbrecher.
Es ist doch eigentlich gar nichts unklar: Das Mädchen wurde direkt nach der "Tat" untersucht. Das Ergebnis ist bekannt. Es wurden der Freund und auch das Hotelpersonal befragt. Ergebnis ist bekannt. (Auch den Spiegel-Reportern). Recherchiert wurde in diesem Falle schon von vielen Reportern und somit kommen natürlich verschiedene Meinungen zustande, die doch aber alle klar machen, dass dieses Verfahren in die Länge gezogen wurde und immer noch wird. Lediglich über die Gründe hierfür ist man unterschiedlicher Meinung.
Wenn Marco vielleicht einen Riesenmist verzapft hat, muß er bestraft werden. Gar keine Frage. Warum aber triftt niemand eine Entscheidung und versaut dem Jungen lieber sein Leben?
Keineswegs wird von mir die Türkei verteufelt. Mir war nur die Freude auf einen Urlaub dort vergangen.
Im Türkei-Thread wurde mal nach Sehenswürdigkeiten in Antalya gefragt....
Dazu könnte man was zynisches sagen -
Hi Tosca, hi gutenmorgen, ich verstehe Euch auch. Mir stinkt es auch, daß der türkische Apparat so langsam läuft. Aber Justitia ist bekanntlich blind
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Ich will auch den türkischen Staat bzw.die Gerichtsbarkeit nicht schönreden, mir geht nur die Einseitgkeit der darstellungen hier auf den Senkel. So kam hier kaum (außer von mir, glaube ich) der Fingerzeig auf die deutschen Politiker, die ziemlich am Anfang die türkische Justiz und die Regierung so unverholen unter Druck setzten und bedrohten, daß die kaum noch anders konnten als sich sturzustellen. Ich möchte eigentlich nur auf eine faire Sichtweise hinarbeiten, und die ist: es wurden auf allen, aber wirklich allen Seiten Fehler gemacht, selbst auf Seiten der bemitleidenswerten Eltern Marcos.
Zwar ist es unwahrscheinlich, daß die türkische Justiz sich in diesen Thread verirrt, aber alles fängt im Mikrokosmos an. Und ich denke, wenn die Mehrheit der Deutschen die anti-türkische und damit sehr vernebelte Brille aufhat, schadet sie Marco mehr als sie ihm nützt.
Daß Dir as die Vorfreude vermiest hat, kann ich sehr gut verstehen.
Tosca, die Türkei ist nicht Marokko, sie ist noch nicht einmal ein islamischer, sondern ein säkularer Staat. Also theoretisch kannst Du da bedenkenlos hinfahren, jedefalls in die touristisch erschlossenen Gebiete. In Ostanatolien sieht es wieder ein bißchen anders aus, aber es gibt da in der Türkei eine Zwei- bis Dreiteilung.
Gruß, Peter -
Peter
irgend wann gibt es eine kosten nutzen Rechnung,und die kann mit jeder Woche länger, weder für den Marco noch den Engländern und schon gar nicht mehr für die Türken aufgehen.
Ich brauche keinen Spiegel zu lesen ,mir reicht das was ich in 10 vor 10 sehe CH News oder auf ARD+ZDF .
Und den Schaden der angerichtet wird siehst Du schon in diesem Thread,wirkliche Lust verspühren nur noch wenige jetzt und sofort zb. mit einem pupertierenten Sohn oder Tochter die Türkei im nächsten Sommer zu besuchen.
Im Urlaub wurde schon seit je her geflirtet das die Balken sich biegen,und die Türken sind da ja auch kein Volk von traurigkeit.
Wenn schon hätte man das Mädchen auch gleich da behalten sollen,wäre dann vermutlich etwas anders aus gegangen.
Ich weiss das ist eine sehr Naive Meinung von mir aber als Vater eines sohnes bin ich nicht mehr ganz Vorurteil frei.
Das mich im Urlaub eine Kokosnuss trifft mit dem könnte ich übrigends leben auch wens ärgerlich ist und sonst schliesse ich mich sabines Meinung an.
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Hallo zusammen,
ich habe mich jetzt durch den ganzen Thread gelesen.
Öfters wurde Verständnis für die türkischen Behörde dahingehend geäußert, dass sexuelle Handlungen an/mit Minderjährigen dort eben sehr streng geahndet, verfolgt und bestraft würden.
Wie siehts aber aus, wenn Minderjährige dort miteinander verheiratet werden? In den Bergdörfern wird das mit Sicherheit heute noch praktiziert und die türkische Regierung kümmert das wohl wenig. Darf man hier von Doppelmoral sprechen? Zumal es sich in dem hier diskutierten Fall auch noch um ausländische Personen handelt, denen ja sowieso ein eher lockerer moralischer Aspekt anhängt.
Es wurde auch die deutsche Regierung erwähnt, die im Fall von Murat Kurnaz alle Hebel in Bewegung setzte aber im Fall des eigenen Mitbürgers den Ball eher flach hält. Warum könnte das so sein? Vielleicht, weil wir eine nationalsozialistische (sprich Hitler-) Vergangenheit haben und quasi gezwungen sind Fälle, in denen auch nur der Hauch des Verdachts bestehen könnte, dass ein Nicht-Deutscher durch Mithilfe von Deutschen irgendwie zu Schaden gekommen sein könnte, durch restlose Aufklärung und großem Presseeinsatz selbstanprangernd ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken?
Der Fall Osthoff. Warum wurden hier keine Mühen und vor allem keine Kosten gescheut diese "harmlose" Frau so schnell wie möglich zu befreien?
Vielleicht weil sie irgendwie mit dem deutschen Geheimdienst zu tun haben könnte?Die englische Presse. Ja, die würden es Deutschland im umgekehrte Fall wohl alles andere als leicht machen. Die englische Presse hat ja schon von jeher auch grundlos auf Deutschland eingeschlagen. Warum schafft das unsere deutsche Presse umgekehrt bloß nicht? Vielleicht, weil wir Deutschen gar keinen so großen Zusammenhalt nach außen demonstrieren sollen? Sprich: Nationalstolz/Zusammenhalt der Deutschen = Nationalsozialismus?
Ich war selbst zweimal in der Türkei im Urlaub. Ein schönes Land. Viele nette Menschen. Aber so wirklich restlos wohl gefühlt habe ich mich dort nicht. Und was mich (vor dem Fall Marco) zu der Entscheidung brachte, dort nie wieder hinzufliegen, war die Tatsache, dass andere Religionen, außer dem Islam, in der Türkei nicht nur nicht toleriert, sondern auch noch lächerlich gemacht und regelrecht verachtet werden.
Beispiel: Im Rahmen eines Ausflugs besuchten wir die völlig verfallene christliche Kirche, in der der heilige Nikolaus einst gewirkt haben soll.
Auf dem direkten Weg vor der Kirche waren Stände aufgebaut, wo man Souvenirs kaufen konnte. Neben Figuren des heiligen Nikolaus waren Männchen plaziert, die ein übergroßes Geschlechtsteil im erigierten Zustand aufwiesen. Das fand ich nicht nur absolut daneben, sondern geradezu provokant und unverschämt. Dabei möchte ich betonen, dass ich keine strenggläubige Christin bin aber mich trotzdem herabgewürdigt und lächerlich gemacht fühlte.
Ich glaube kaum, dass die türkischen Händler so ungebildet sind, dass sie nicht um die Bedeutung dieses Ortes für die christlichen Touristen wissen und trotzdem solche "Andenken" dort anbieten.
Hier in Deutschland macht man sich Gedanken, ob man Mohammed-Karikaturen zeigen darf oder nicht bzw. werden Menschen dafür mit dem Tode bedroht.
Ich hoffe, dass die Türkei niemals in die EU kommt. Marco tut mir leid. Ich denke, wir Deutschen sollten viel mehr zusammen halten.LG DomRepperin
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Dann dürftest du aber nicht nach Griechenland fahren. Dort gibt es die besagten Figürchen nämlich auch. Sie sollen Fruchtbarkeit darstellen. In einigen Kulturen sind sie anzufinden.
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Ich weiß, dass es diese "Figürchen" in Griechenland gibt. Ich hab sie aber noch nie in unmittelbarer Nähe zu kirchlichen Gegenständen oder Gebäuden erlebt.
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Die andere Seite der Medaille habe ich auch in Griechenland erlebt, dass sich Deutsche weigerten etwas umzuhängen als sie mit Bikinioberteil und Hotpants in eine Kirche wollten. Voller Empörung wehrten sie den Priester ab und gingen trotzdem hinein. Da habe ich mich für diese Leute geschämt.
Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen. Wir Deutschen benehmen uns nicht mehr oder weniger daneben wie andere Landsleute. -
Davon mal ganz abgesehen, dass ich noch keinen Popen erlebt habe, der es geduldet hätte, wenn ein Tourist, ohne sich angemessen zu bedecken, seine Kirche betreten hätte, kann ich mir auch kaum vorstellen, dass ein deutscher Tourist (die im allgemeinen sehr leicht einzuschüchtern sind in anderen Ländern) so respektlos gehandelt hätte.
Vielleicht waren es Engländer oder Amerikaner? Die führen sich auch in anderen Ländern gerne so auf, als würde ihnen alles gehören.Hier gehts auch nicht um schlechtes Benehmen von Deutschen im Ausland. Hier gehts um das Herabwürdigen von Werten Andersgläubiger durch die Türken. Und die von Dir zitierten "Figürchen" waren übrigens keinesfalls Fruchbarkeitssymbole, sondern einfach ordinäre Billigware mit provozierend grinsenden Gesichtern. Wohlgemerkt, plaziert neben Heiligenbildern und
-figuren. Ich weiß nicht, wie Türken es interpretieren würden, wenn man neben einer Koranminiatur solche "Figürchen" zum Verkauf anbieten würden, noch dazu, wenn Kinder aller Altersklassen dabei sind. -
Holginho wrote:
Was würden hier einige eigentlich schreiben, wenn die Nationalitäten einfach vertauscht wären und "die Türkei" einem deutschen Gericht vorschreiben versuchen würde, was es zu tun und was es zu lassen hat?im umgekehrten fall, wenn ein türk. angeklagter in deutscher u-haft sitzen würde, hätte er erstmal angenehmere haftbedingungen und außerdem häte man ihn längst frei gelassen. "im zweifel für den angeklagten".
und das in diesem fall der ein oder andere zweifel an der aussage des mädchens und der vorgehensweise bestehen, ist nicht von der hand zu weisen. -
Lexilexi wrote:
im umgekehrten fall, wenn ein türk. angeklagter in deutscher u-haft sitzen würde, hätte er erstmal angenehmere haftbedingungen und außerdem häte man ihn längst frei gelassen. "im zweifel für den angeklagten".
und das in diesem fall der ein oder andere zweifel an der aussage des mädchens und der vorgehensweise bestehen, ist nicht von der hand zu weisen.Hallo Lexi!
Punkt a)
Ja, die Haftbedingungen sind in Deutschland i.dR. besser - wobei Marco aber eher schon in der "komfortableren" Ausführung einsitzt.Punkt b)
Es gibt genug Gegenbeispiele, wo äquivalent umgekehrte Fälle auch recht lange einsitzen. Gerade in Sachen Missbrauch/Vergewaltigung haben die deutschen Gerichte (übrigens auf Drängen vieler Frauengruppen - und sind es nicht viele Frauen, die hier "aufschreien") gewaltig "angezogen".Punkt c)
Ja, an der Aussage dieses Mädels gibt es durchaus so manchen Zweifel.
Aber wo liegt die Schuld der türkischen Justiz, wenn dieses Mädchen keine Aussage macht bzw. diese nicht präzisiert und in der richtigen Sprache (ins türkische übersetzt!) beibringt ... und die britische Justiz dies aufgrund der eigenen Gesetze "unterstützt, zumindest aber nicht sanktioniert.Punkt d)
Die Vorgehensweise?
Für viele von uns teils nicht nachvollziehbar......aber, simples Beispiel:
Versuch einmal bei einer deutschen Behörde etwas mit einem nicht richtig oder nicht komplett ausgefüllten Formular zu erreichen - von einem ausgefüllten Formular in einer nicht deutschen Sprache will ich jetzt erst gar nicht reden.
Das wir uns nicht falsch verstehen:
Einiges von dem, was manche von euch schreiben ist ja grundsätzlich richtig und/oder nachvollziehbar.
Aber thematisch geht es hier um justiziale Souveränität - und da läßt sich kein Land der Welt (auch und gerade "wir Deutschen ebenfalls nicht!) gerne bzw. gar nicht reinreden.
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@Holger, das hast Du schön gegliedert und zusammengefaßt. Das Problem ist, liebe Beteiligte, Rechtsgefühl und Rechtswirklichkeit klaffen immer - und oft sehr weit - auseinander. Erinnert sich jemand an den Fall Marianne Bachmeier? Die Frau, die den ****** ihrer Tochter im Grichtssaal erschossen hat? Die Mehrheit der Bevölkerung gab ihr Recht, viele hätten ihtr gerne ein Denkmal gesetzt, sie wurde aber wegen Totschlags (relativ milde) bestraft. Viele, vor allem Eltern, haben das nicht verstanden. Aber die Rechtswirklichkeit hieß eben Totschlag. Denkt mal darüber nach.
Gruß, Peter -
Roamer wrote:
Erinnert sich jemand an den Fall Marianne Bachmeier? Die Frau, die den ****** ihrer Tochter im Grichtssaal erschossen hat? Die Mehrheit der Bevölkerung gab ihr Recht, viele hätten ihtr gerne ein Denkmal gesetzt, sie wurde aber wegen Totschlags (relativ milde) bestraft. Viele, vor allem Eltern, haben das nicht verstanden. Aber die Rechtswirklichkeit hieß eben Totschlag. Denkt mal darüber nach.
Gruß, Peterhallo peter. ich gebe dir da vollkommen recht. auch in deutschland heißt es ja nicht umsonst: recht haben und recht bekommen sind zwei verschiedene paar schuhe.
aber da muß man erstmal grundlagen für schaffen.
im fall bachmaier war klar: sie hat jemanden erschossen. was für emotionale gründe sie zu der tat verleitet haben, kann jeder für sich anders auslegen.
aber im fall marco gibt es ja bisher noch nicht einmal einen "tathergang" oder eine richtige tat, die ihm zu last gelegt werden kann. - vielleicht gibt es sie auch und wir wissen es nicht, keine ahnung -
selbst dazu liegen ja bisher keine fakten vor.
ob dieses mädchen sich bedroht gefühlt hat oder ähnliches ist hinterher auch wieder ganz individuelle auslegungssache. -
Holginho wrote:
[Punkt c)
Ja, an der Aussage dieses Mädels gibt es durchaus so manchen Zweifel.
Aber wo liegt die Schuld der türkischen Justiz, wenn dieses Mädchen keine Aussage macht bzw. diese nicht präzisiert und in der richtigen Sprache (ins türkische übersetzt!) beibringt ... und die britische Justiz dies aufgrund der eigenen Gesetze "unterstützt, zumindest aber nicht sanktioniert.die schuld der türkischen justiz liegt einfach darin, den jungen so lange fest zu halten.
das mädchen hat ihn angezeigt. liegt sie da nicht in der pflicht, dieses zu beweisen und zu schildern? und das in der sprache, in dessen land sie die anzeige erstattet hat?
die türkische justiz hätte sich ganz einfach aus der affäre ziehen können: dem mädel eine (ausreichende) frist für die (ins türk. übersetzte) aussage setzen. wenn die frist tatenlos verstrichen wird: marco frei lassen.
ganz einfach. so hätte man niemandem was gekonnt.