Unterschied: Reisebüro - Reisevermittler - Reiseveranstalter - Online-Buchung - Online-Veranstalter
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privacy wrote:
Bedeutet ja dann für mich als Kunden auch, daß ich im
Zweifelsfall mit meinem Anliegen, zumindest rein rechtlich,
alleine auf mich gestellt bin.Na ja, ein Reisebüro hat die Vermittlung der Reise ja ordentlich gemacht, ihm ist nichts vorzuwerfen. ( Es sei denn es wußte von einem bestehenden Mangel und hat Dich wieder besseres Wissen dorthin gebucht. )
So gesehen bist Du - rein rechtlich gesehen - auf Dich alleine gestellt.
Bei einem berechtigtem Mangel/Reklamation nach Deiner Rückkehr wird Dir allerdings jedes gute Reisebüro mit Empfehlungen und Erfahrungen zur Seite stehen.privacy wrote:
Es besteht zumindest die nicht von der Hand zu weisende Gefahr, daß Informationen jeglicher Art, die zwischen mir und dem Vermittler ausgetauscht werden, an den Reiseveranstalter im Rahmen des Agenturvertrages, auch ohne meine Zustimmung, weitergegeben würden.Oder wie sieht das in der Praxis wirklich aus?
Kein Reisebüro hat im Tagesgeschäft Zeit dafür Kundendaten und Informationen über das benötigte Mass hinaus an einen Veranstalter weiterzugeben. Auch gibt es dafür aus Sicht der RBs keinen Grund dies zu tun.
In der Regel leitet ein RB lediglich die Namen, Adressdaten und Zahlungsweisen eines Kunden weiter. ( Und dann auch nur wenn der Kunde ein Direktinkasso wünscht. Wenn Reisebüroinkasso gewünscht wird, dann erhält ein Veranstalter bei mir z.B. lediglich die Namen der Kunden, den Rest nicht! )
Der Weitergabe dieser benötigten Daten stimmt der Kunde ja explizit per extra Unterschrift zu.Nochmal: Ein Reisebüro hat weder Zeit noch Interesse z.B. Details aus einem Beratungsgespräch an einen Veranstalter weiterzuleiten.
Von daher ist Deine Sorge wohl unbegründet.maximax wrote:
Ich habe unsere letzten Flüge bei einem renommierten Baustein-RB gebucht. "Wie ist es mit Hotels?", wurde ich gefragt. "Die Hotels, die ich buchen möchte, stehen nicht in ihrem Katalog", erwiderte ich. Antwort: "Bitte sagen Sie uns, welche Hotels das sind, wir buchen Ihnen jedes gewünschte Hotel". Warum geht das nicht in einem Ketten-RB?Warum kriegst Du bei Mediamarkt und Saturn nicht alle Marken sondern nur ausgewählte?
Das Verhalten Deines RBs war in diesem Fall vorbildlich. Im Idealfall sollte man in jedem Reisebüro exakt dieses machen können. Nämlich jeden Bestandteil einer Reise buchen können. Schließlich heißt es ja REISEbüro und nicht Sortimentsabverkaufsstelle.
Leider sind viele Kettenbüros dahingehend nicht gut aufgestellt ( worden? ), ggf. fährt man da mit unabhängigen Reisebüros besser. Nur leider sind diese nicht ganz so häufig anzutreffen wie die "Mediamarkts" der RB-Branche ( TUI Reisecenter, First, Atlas etc. )maximax wrote:
Ein Reisebüro mit allem pipapo in absoluter Citylage!
Für mich völlig unverständlich, diese Starre!Tja, eben nicht ein RB mit allem pipapo, sondern ein auf den Massenmarkt ausgerichteter "Mediamarkt", welcher sich an die strikten Sortimentsvorgaben seiner Zentrale zu halten hat.
Nicht immer ist die Größe, die Citylage oder der Name auch gleichbedeutend mit Qualität. Und dann hängt ja auch noch viel von den Mitarbeitern, der Motivation des Chefs und und und ab ...
... viele Faktoren halt
Viele Grüße!
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Hallo zusammen,
ich buche unsere Reisen grundsätzlich in unserem "Leib-und-Magen-"Reisebüro, weil wir da neben den üblichen Rabatten immer noch 3 % Treuerabatt bekommen. Das ist der Grund, warum ich nicht im Internet buchen würde und weil ich unserem Reisebüro vertraue. Denn das von mir im Net rausgesuchte Angebot konnte von meinem Reisebüro sogar noch unterboten werden, bei einem anderen Veranstalter.
Und sogar bei einem, mit dem das Reisebüro keinen Vertrag hat und folglich auch keine Kataloge. Für dieses (sehr kleine, private) Reisebüro war es kein Problem, trotzdem diesen günstigeren Veranstalter für uns zu buchen.
Beim letzten Mal hatten wir eine Reklamation, und ich habe mich schriftlich direkt an den Veranstalter gewandt. Dafür würde ich das Reisebüro nicht bemühen. Nur, wenn der Veranstalter nicht oder schwer zu erreichen ist.Einfacher ist es auch deshalb für uns dort zu buchen, weil die Reisebüros einfacher telefonisch mit dem Veranstalter in Kontakt treten können ohne lange in irgendwelchen teuren Hotlines zu hängen. Das ist wichtig, wenn es hinsichtlich des Hotels oder des Transfers z. B. Fragen gibt. Sie nennen eine bestimmte Kennung und identifizieren sich damit als Reisebüro. Dadurch bekommen sie schnellere und umfassendere Informationen als jeder Privatmensch.
LG DomRepperin
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mosaik wrote:
Online-Buchung
Das heißt, selbst wenn man nur ein Email von der Internetseite aus anklickt aufmacht und schreibt: ich will diese Reise buchen, und alle weiteren Schritte werden dann trotzdem von Menschen ausgeführt, spricht man von Onlinebuchungen.
Wenn ich mein RB anmaile, und schreib "Bitte bucht mir die Leistung x aus dem Katalog des Veranstalters y", dann ist das eine Online-Buchung?Besteht rechtlich zwischen einer Online-Buchung und einer Buchung IM Reisebüro ein Unterschied?!
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Hallo,
also die Diskussion bezüglich einer vorgegebenen Reklamation ist interessant.
Die Frage ist doch was passieren würde, wenn jemand deutlich sagt. Es war alles Bestens, aber da oder dort lege ich den Reiseveranstalter rein. Wenn das so krass wäre, dann würde ich selbstverständlich den Reiseveranstalter informieren. Was im übrigen nichts mit meinem Job zu tun hat.
Wenn ich Beweise fälsche, dann begehe ich eine Straftat. Habe ich damit Erfolg, dann schädige ich nicht nur den Veranstalter, sodern vor allem auch alle anderen Urlauber, die ja dann die Eratttungskosten über höhere Preise wieder beim nächsten mal bezahlen müßten.
So würde ich auch im Urlaub handeln und jemanden melden, so der Reklamationsweg für mcih als Miturlauber nachvollziehbar wäre.
Die Zeche zahlen ansonsten alle Anderen.Umgekehrt sähe es aus, wenn ein tatsächlicher Mangel vorhanden ist, mit dem sich der Kunde arrangiert hat. Dann kann er natürlich reklamieren, auch wenn es für ihn vielleicht nicht so dramatisch gewesen sein sollte.
Grundsätzlich gilt für mich: Wenn ich eine Straftat verhindern kann, dann ist es meine verdammte Pflicht dies zu tun! Völlig egal was für einen Beruf ich habe.
Gruß
Berthold
p.s. In konkreten Fall würde ich dem Kunden klipp und klar sagen, daß er dies bleiben lassen soll, da sonst eine Meldung meinerseits erfolgt.
Straftat verhindert, Kunde verloren, guter Schlaf! -
privacy wrote:
Bedeutet ja dann für mich als Kunden auch, daß ich im
Zweifelsfall mit meinem Anliegen, zumindest rein rechtlich,
alleine auf mich gestellt bin.Da könnte hinsichtlich vertrauensvoller Zusammenarbeit
zwischen mir und dem Vermittler ein Boomerang daraus
werden.Es besteht zumindest die nicht von der Hand zu weisende
Gefahr, daß Informationen jeglicher Art, die zwischen mir
und dem Vermittler ausgetauscht werden, an den
Reiseveranstalter im Rahmen des Agenturvertrages,
auch ohne meine Zustimmung, weitergegeben würden.
Zumal die rechtliche Verpflichtung besteht,
im Sinne des Reiseveranstalters zu handeln.Angenommen, jemand erzählt beiläufig seinem Partner
des Vertrauens: Das Essen im Hotel war ja nicht wirklich
schlecht, aber eine kleine Rückvergütung ist ja auch
ganz nett. Dann wäre das weiterzugeben.Damit wir uns nicht mißverstehen, ich fände dieses
Vorgehen des Reisegastes auch nicht in Ordnung und
es ist ja nur ein leicht verständliches Beispiel.Wenn es aber mal wirklich hart auf hart geht, könnten diese
vertraulichen Details auch gegen den Kunden verwendet werden.Oder wie sieht das in der Praxis wirklich aus?
Ein Reisebüro handelt im Auftrag vom Reiseveranstalter. Es kann mündlich geäußerte "Reklamationen" zwar weitergeben, aber der Reiseveranstalter wäre nicht verpflichtet darauf zu reagieren. Weil eine Reklamation immer vom Kunden selbst kommen muss.
Das ist gesetzlich so geregelt.
Ja, der Kunde hat grundsätzlich ein Vertragsverhältnis NUR mit dem Reiseveranstalter! Das hat nichts mit "Alleingelassen" zu tun, sondern es ist nun einmal so, dass der Reisevertrag NIEMALS zwischen Vermittler und Kunden, sondern ausschließlich zwischen REISEVERANSTALTER und Kunden zustande kommt!
Erklärt Peter
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maximax wrote:
Ich habe unsere letzten Flüge bei einem renommierten Baustein-RB gebucht. "Wie ist es mit Hotels?", wurde ich gefragt. "Die Hotels, die ich buchen möchte, stehen nicht in ihrem Katalog", erwiderte ich. Antwort: "Bitte sagen Sie uns, welche Hotels das sind, wir buchen Ihnen jedes gewünschte Hotel". Warum geht das nicht in einem Ketten-RB?Weil diese von ihren Zentralen angehalten sind, nur bestimmte Partner und Reiseveranstalter zu buchen, um dort entsprechend hohen Umsatz zu erreichen, der sich mit Sonderprovisionen zu Buche schlägt. So ist das nicht nur in dieser Wirtschaft, sondern auch in anderen Bereichen.
Erkärt Peter
chriwi wrote:
mosaik wrote:
Online-Buchung
Das heißt, selbst wenn man nur ein Email von der Internetseite aus anklickt aufmacht und schreibt: ich will diese Reise buchen, und alle weiteren Schritte werden dann trotzdem von Menschen ausgeführt, spricht man von Onlinebuchungen.
Wenn ich mein RB anmaile, und schreib "Bitte bucht mir die Leistung x aus dem Katalog des Veranstalters y", dann ist das eine Online-Buchung?Besteht rechtlich zwischen einer Online-Buchung und einer Buchung IM Reisebüro ein Unterschied?!
Zunächst einmal grundsätzlich: diese "Anfrage" wird in den Statistiken als "online-Buchung" geführt. Pervers, aber so ist es.
Rechtlich bestehen durchaus Unterschiede. Eine Internetseite muss nicht "reagieren", ein Reisevermittler ist bei bestimmte Aussagen seines Kunden zum Reagieren verpflichtet, will er nicht für seine Unterlassung Schadenersatzpflichtig werden.
Und andere Punkte
informiert Peter
Beiträge zusammengeführt - da untereinanderstehend
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mosaik wrote:
Zunächst einmal grundsätzlich: diese "Anfrage" wird in den Statistiken als "online-Buchung" geführt. Pervers, aber so ist es.Ich wusste gar nicht, dass mein kleines RB eine "Stricherlliste" führt, wo gezählt wird, wieviele Buchungen per Mail reinkommen und wieviele durch persönlichen Kontakt zustande kommen. Und diese Liste dann auch noch in eine Statistik einfließen lässt, die dann veröffentlicht wird. :?
Aber ich kann den Chef mal fragen, ich glaub aber, davon weiß er selber nix.
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CaptainJarek wrote:
...
Warum kriegst Du bei Mediamarkt und Saturn nicht alle Marken sondern nur ausgewählte?
Das Verhalten Deines RBs war in diesem Fall vorbildlich. Im Idealfall sollte man in jedem Reisebüro exakt dieses machen können. Nämlich jeden Bestandteil einer Reise buchen können. Schließlich heißt es ja REISEbüro und nicht Sortimentsabverkaufsstelle.
Leider sind viele Kettenbüros dahingehend nicht gut aufgestellt ( worden? ), ggf. fährt man da mit unabhängigen Reisebürosbesser. Nur leider sind diese nicht ganz so häufig anzutreffen wie die "Mediamarkts" der RB-Branche ( TUI Reisecenter, First, Atlas etc. )...
Gibt es überhaupt noch unabhängige Reisebüros? Unabhängig im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe den Eindruck, sie werden immer weniger. Bei uns in der City sehe ich fast ausschließlich Kettenreisebüros, und die wenigen "unabhängigen" wollen einem auch am liebsten bestimmte Marken andrehen. Wahrscheinlich weil sie da ein paar Pünktchen mehr Provision kriegen. Oder gibt es auch da sogar weitergehende wirtschaftliche Abhängigkeiten?
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chriwi wrote:
Ich wusste gar nicht, dass mein kleines RB eine "Stricherlliste" führt, wo gezählt wird, wieviele Buchungen per Mail reinkommen und wieviele durch persönlichen Kontakt zustande kommen. Und diese Liste dann auch noch in eine Statistik einfließen lässt, die dann veröffentlicht wird. :?Danke, genau das ist wieder so ein Baustein, den ich nüchtern ohne Ausschmückung verwenden kann: Statistiken sagen, soundso viele Buchungen seien "Online" und definieren, was sie unter "online Buchung" verstehen und zählen.
So, hier hat nun ein Praktiker mitgeteilt, dass er nie eine Meldung gemacht hat.
Was schließt jetzt ein anderer Statistiker daraus?
Ja, die Online-Veranstalter behaupten von ihren eigenen Buchungen soundso viel online getätigt zu haben. Aber soundso viele andere Veranstalter haben ihre "Statistik" (=Stricherlliste) gar nicht eingereicht.
merkt an
Peter -
chriwi wrote:
mosaik wrote:
Zunächst einmal grundsätzlich: diese "Anfrage" wird in den Statistiken als "online-Buchung" geführt. Pervers, aber so ist es.Ich wusste gar nicht, dass mein kleines RB eine "Stricherlliste" führt, wo gezählt wird, wieviele Buchungen per Mail reinkommen und wieviele durch persönlichen Kontakt zustande kommen. Und diese Liste dann auch noch in eine Statistik einfließen lässt, die dann veröffentlicht wird. :?
Aber ich kann den Chef mal fragen, ich glaub aber, davon weiß er selber nix.
stricherliste ist gut....
aber mal im ernst, keiner wird so eine liste führen mangels zeit, es sind nur statistische daten die zu diesem verhältnis führen, wie z.b. wieviel onlinebuchungen zu offline usw. es geht nur um % und nicht um tatsächliches -
maximax wrote:
Gibt es überhaupt noch unabhängige Reisebüros? Unabhängig im wahrsten Sinne des Wortes.Ja!
Denn nur darum arbeite ich in der Branche! Anders könnte ich das gar nicht. Dem Kunden ein Angebot vorenthalten, obwwohl man weiß, daß dies für Ihn besser und/oder billiger wäre? Never!
Wie schon erwähnt habe ich ein mobiles Reisebüro. Da nirgends meine Kontaktdaten vorhanden sein sollten (hoffe ich wenigstens) , kann ich das so posten.
Über meine Buchungszentrale habe ich über 135 Reiseveranstalter direkt im Programm. Benötige ich dennoch einen mehr, so frage ich dort an, ob dieser buchbar ist. Erhalte ich dort eine Absage, so gehe ich in ein lokales Reisebüro (Kette) und frage dort. Ist dies dort auch nicht möglich, dann schließe ich mit dem Veranstalter selbst einen Agenturvertrag.
Meine Unterschiede, was ich buche sind auch, allerdings nur in sehr geringem Umfang, provisionsabhängig. Die Differenz beläuft sich auf maximal 2 Prozent. In seltensten Einzelfällen auch mal 4% vom Reisepreis.
Diese Unterschiede haben aber alleine die Veranstalter zu verantworten. Manche wollen halt nicht wirklich, daß man unabhängig verkauft.
Ich habe übrigens auch keinerlei Bonus oder Malus zu befürchten, wenn ich einen Veranstalter nicht oder weniger verkaufe.
Und bevor jetzt alle sagen, daß man dann nur noch im mobilen Reisebüro buchen soll:

Auch hier gibt es Konzerneigene und Konzernangelehnte! Auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt!Gruß
Berthold
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Hallo,
ich bin gerade auf diese Seite aufmerksam geworden und habe mal eine Frage an die Profis der Reisebranche. Wir sind Veranstalter im Ausland und haben bisher unsere Gäste durch Direktvermarktung via Internet erreicht. Nun würden wir unsere Angebote gern auch Reisebüros anbieten. Damit wir aber nicht unseren Profit schmälern müssen, schlage ich die Provision für die Reisebüros drauf.
Inwiefern, kann das für die Reisebüros interessant sein, wenn Sie dem Kunden den Reiseveranstalter mitteilen müssen? Der Kunde kann ja dann bei uns direkt anfragen und den günstigeren Preis bekommen.
Freu mich auf eure Antworten.
Grüße Madeleine
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Gar nicht.
Auf dieser Grundlage wird kein Reisebüro mit Dir zusammenarbeiten wollen!
Stand der Dinge sind aktuell Agenturverträge auf der Basis Handelsvertreter/Handelsherr. Daraus hervorgehend gilt regelmäßig die Preisgleichheit auf den diversen Vertriebskanälen der Veranstalter.Für die Praxis heißt das, dass die meisten RV die Provision eines RB´s vorher in die Preise hineinkalkulieren und diese Preise auch z.B. über Onlinevertriebsformen oder den Direktvertrieb kassieren.
Wenn es ein RV also schafft direkt über seine HP zu verkaufen ( und daran scheitern schon die meisten RV ), dann streicht er sich die nicht gezahlte Provision selbst ein. ( Allerdings ist der Online-Vertrieb wegen höherer Reklamtionsraten, höherer Marketing und Werbeaufwendungen etc. für die meisten Veranstalter vielfach teurer als der Vertrieb über die RBs )Viele Grüße!
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Vergleiche bitte hierzu meinen Beitrag in einem anderen Thread.
Hier geht´s lang!
Die Reklamationsquoten sind z.B. deshalb höher, weil sich Urlauber "auf eigene Faust" für das für sie falsche und ungeeignete Hotel entscheiden und anschließend reklamieren oder z.B. auch vorab beim Buchen einfach einen "Fehler" machen und diesen korrigieren wollen. Siehe hierzu auch diesen Thread hier!
Das alles erhöht die Prozesskosten eines RV ganz erheblich. Und auf diese und weitere Folgekosten kann er bei einem Abverkauf über RB´s in der Regel verzichten.Viele Grüße!
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Was @CaptainJarek anschneidet hat schon seinen Wahrheitsgehalt:
Gehen wir - in beiden Fällen: Online und stationär - von soliden, guten Reisebüroanbieter/vermittler aus:
Im Internet wählt der Kunde a) nach Preis oder b) nach der Reisezeit oder c) nach der Aufmachung des Angebots oder oder. Er erhält die von ihm angeklickten Informationen. Natürlich kann er bei den Informationen auch sich jene eines anderen Urlaubslandes oder Hotels uws. anschauen.
Aber in keinem Fall wird er Hinweise beispielsweise auf Unterschiede dieser beiden Länder oder Angebote finden können. Der Kunde wird sich also für ein in seinen Augen "ideales" Angebot entscheiden.
Geht er nun aber in ein stationäres Reisebüro, so kann er zumindest im Sortiment der vermittelten Reiseveranstalter auf Unterschiede hingewiesen werden. Gute Berater erkennen in der "Angebotserhebung", was der Kunde (wahrscheinlich) sucht und kann ihm helfen, beispielsweise falsche Vorstellungen zu korrigieren und daher auch ihn vor ungewünschten Urlaubserlebnissen bewahren.
Ich erinnere mich, in diesem Sommer hier einen Hilferuf aus Tunesien gelesen zu haben - die waren total am falschen Ort.
So betrachtet ist die Vermutung, dass online-Buchende eine höhere Reklamationsquote haben könnten, durchaus nachvollziehbar. Zahlen habe ich jedoch noch keine gesehen.
Meint
Peter -
Ja, Peter, ich glaube wie Du und CaptainJarek es schildert, so sollte es sein, so ist es aber nicht. Gleichwohl habe ich für Eure pro-domo-Darstellung Verständnis, weiß sie aber richtig einzuordnen.

Ich sehe jetzt keinerlei Sinn darin, erneut eine womöglich dann wieder ausufernde Diskussion über die Beratungsqualität in deutschen Reisebüros anzuzetteln. Aber Hauptgrund neben der Geiz-ist-geil-Arie, warum Urlauber die etablierten Reisebüros meiden, scheint mir zu sein, daß die Beratungsqualität tendenziell zu wünschen übrig läßt. Wenn die Dame oder der Herr im Reisebüro nicht zufällig schon mal da waren, wo jemand hin will, können sie doch auch nur die Katalogtexte ablesen. Das heißt, die Beratungsqualität hängt doch sehr stark von den speziellen Kenntnissen des Gesprächspartners im Reisebüro ab. Wenn man z.B. auf die Kanaren will und zufällig jemanden antrifft, der sich dort auskennt, ist das prima. Wenn nicht, ist Hängen im Schacht.
Da habe ich als Online-Bucher über das Internet doch ganz andere Möglichkeiten, Vorab-Informationen über meine in der engeren Wahl stehenden Reiseziele zu bekommen.
Ich kann meine Behauptung genau so wenig belegen wie Ihr die Eure.
Und...es steht außer Frage, daß es exzellent beratende Reisebüros gibt.
Aber wenn man sich alleine hier in diesem schönen HC-Forum die Fülle der unzufriedenen Berichte über die Beratungsqualität der Reisebüros ansieht, dann noch die relative Ohnmacht der Reisebüros bei Vertragsstörungen hinzu addiert, dann kann man schon verstehen, warum sich so viele Urlauber für das Netz entscheiden. -
holzwurm wrote:
Es gibt eine Ausnahme und das ist Berge und Meer.Übers deren Homepage bekommt der Kunde 3 % Rabatt. Übers RB gibt es nix.
Es gibt schon noch ein paar mehr Ausnahmen. Mag auch sein, dass die in der Lage sind entsprechend schlank zu produzieren und glauben oder wissen, dass Ihre Vertriebskosten online günstiger sind als im RB.
Jedem steht es ja frei sein Geschäftsmodell frei zu wählen.
( Genauso wie es mir freisteht mit solchen RV zusammenzuarbeiten oder nicht. Berge und Meer kriegt da ggf. ein Schmunzeln, wenn es einen Agenturvertrag mit mir abschließen möchte )
Aber wie Du schon sagtest, es sind Ausnahmen. Die breite Masse der RV ist schlichtweg nicht in der Lage diesen Weg zu gehen. Sie würden es sich bestimmt wünschen, aber sie können es nicht.maximax wrote:
Ich kann meine Behauptung genau so wenig belegen wie Ihr die Eure.
Und...es steht außer Frage, daß es exzellent beratende Reisebüros gibt.
Aber wenn man sich alleine hier in diesem schönen HC-Forum die Fülle der unzufriedenen Berichte über die Beratungsqualität der Reisebüros ansieht, dann noch die relative Ohnmacht der Reisebüros bei Vertragsstörungen hinzu addiert, dann kann man schon verstehen, warum sich so viele Urlauber für das Netz entscheiden.Es steht in der Tat außer Frage, das es auch katastrophale Reisebüros gibt. Ebenso katastrophale Online-Portale und auch katastrophale Reiseveranstalter.
Du mußt allerdings beachten, dass Du hier im HC-Forum zum Großteil sehr internetaffine User findest. Für die breite Masse der Verbraucher spricht dieses Forum sicher nicht.Ich möchte Deine Aussage bzgl. "warum sich so viele Urlauber für das Netz entscheiden" vielleicht mal ein wenig relativieren.
Letzte Woche ist die führende statistische Übersicht über alle relevanten Kennzahlen deutscher Veranstalter im letzten Geschäftsjahr ( Nov.-Okt. ) in der Fachzeitschrift "fvw" erschienen.
Ich habe sie jetzt gerade nicht vorliegen, bitte also um fachkundige Korrektur falls ich die Zahlen nicht mehr richtig im Kopf haben sollte.In dieser Statistik werden unter anderem die Online-Buchungsquoten der einzelnen Veranstalter angegeben. Ich meine die Zahl des drittgrößten deutschen Reiseveranstalters, der Rewe ( Tjaereborg, ITS, Jahn ) noch im Kopf zu haben.
4,4%
Und auch die anderen Massenmarktveranstalter sind so in etwa im mittleren einstelligen Bereich +/- ein oder zwei Prozent.
Klingt nach Jahren der Internet-Buchungsboom Propaganda schon etwäs kümmerlich, oder? Wenn ich mir überlege welche Unsummen da seit geraumer Zeit ins Marketing geblasen worden sind ...
Und bitte jetzt nicht mit "getürkten Zahlen", befangener Quelle etc. kommen. Die Zahlen aus der Statistik der fvw stammen von den Veranstaltern selbst.