Tipp für Minarettbesuch!
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Hallo zusammen
In Luxor wollen meine Frau und ich ein Minarett besteigen. Auf dem Schiff informiert uns der einheimische Reiseleiter: Für “Touris” Tabu!
Gleichwohl setzen wir uns von der Gruppe ab und suchen ein imposantes Minarett in der Nähe des Luxortempels auf. Besichtigung leider für “Ungläubige” nicht möglich, teilt uns der Wächter mit. Jetzt muss ich mir etwas einfallen lassen. Und ich werde fündig: Dank frommer Mine und einem Bakschisch ändert er seine Meinung. Ob dank frommer Mine oder Bakschisch sei mal dahingestellt! Also die etwas kriminelle Wendeltreppe rauf. Oben angelangt, erwartet uns ein herrlicher Blick über Luxor. Wir dürfen allerdings nicht zu nahe an die Fensteröffnungen. Man hätte uns von unten sehen können. Und wir waren ja “Ungläubige”. Für uns, aber auch für den Wächter hätte eine Nichtbeachtung schwerwiegende Folgen ausgelöst. Und einige Tage Knast in Luxor und zusätzliche Überzeit-Arbeit für den Schweizerkonsul in Kairo wollten wir nicht herausfordern. Also wieder die Wendeltreppe runter.
Bei der Verabschiedung hält der Wächter unmissverständlich seine hohle Hand hin. Ich schüttle den Kopf und sage: <
>. Darauf antwortet der Wächter treuherzig: < > Diese Antwort hat mich restlos überzeugt und ich überreiche dem Wächter noch einen zweiten Bakschisch -- in der Hoffnung, dass Allah den Betrag angemessen findet, mit uns zufrieden ist und uns nicht bestraft! Gruss
Pesche -
Den ganzen Aufwand und das Risiko nur um auf einen Turm zu steigen?
Seid ihr abenteuerlustig? -
Vor Jahren war ich auch schon einmal in einem Minarett oben auf.
Das war in Edirne in der Selim Cami erbaut 1569-75 vom großen Baumeister Sinan, der viele Moscheen in der Türkei und Süd-Jugoslawien erbaute.
Kostete mich damals 2 DM Trinkgeld.
In Istanbul war es nicht möglich.
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Abgesehen davon, daß Christen und auch Juden keine Ungläubigen sind, da deren Religionen sowie der Islam Buchreligionen sind und den selben Stammvater haben - nämlich Abraham - finde ich solche "Tipps" bedenklich.
Gewisse Verbote, insbesondere wenn sie religiösen Ursprungs sind, sollten respektiert werden, sowohl im Ausland als auch im Heimatland.
Gruß
Shiva -
ich hätte dabei in so einem Land schlicht und einfach Angst
