Westkanada im Sommer mit Kiddies..und noch viele Fragen...
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Hallo Kanada-Fans,
ich bin neu hier und wollte, nachdem unser Reiseziel für den Sommerurlaub wohl feststeht, die Meinung der Spezialisten einholen.
Wir - das sind meine Frau und meine beiden kleinen Kinder (4 Jahre und dann beinahe 1 Jahr) - wollen für ca. 7 Wochen nach Westkanada (Gegend Calgary, Vancouver und Richtung Alaska).
Da man mit Kindern sowieso langsamer reist und meist weniger sieht als geplant (was ansonsten auf die Urlaubsqualität geht...), hatten wir uns überlegt, ob vielleicht ein one-way-trip sinnvoll wäre. Also bspw. nach Calgary/Vancouver fliegen und vom Norden zurück. Stimmt es, dass man in Alaska sein in Kanada gemietetes Auto nicht zurückgeben darf...? Was wäre eine sinnvolle Alternative im Norden für die Rückreise - und wie sieht es da mit den Verbindungen aus?
Vielleicht gibt es aber auch sinnvolle Round-Trips von/nach Vancouver (bzw. Calgary), die ihr schon erlebt habt...Man hört öfters, dass Wohnmobile/Camper das ideale Fortbewegungsmittel in Kanada sind. Spricht - vor allem wegen der Kinder - irgendwas dagegen? Wird es denn nachts richtig kalt bzw. gehört Standheizung zum Equipment? Was muss man denn so preislich kalkulieren für ein Wohnmobil/Tag?
Alternative wäre Mietauto und dann in B&Bs bzw. Hotel/Motel zu nächtigen. Ich weiss aber nicht, wie es da mit dem Angebot aussieht. Hat da jemand schon Erfahrungen gemacht?
So das war´s erstmal. Vielen Dank fürs zuhören.
Andromedo
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Grüß Gott, Andromedo 73,
naja, ein Quentchen mehr in Deiner Identitätsbeschreibung wäre auch gut, selbst für brühwarme Neueinsteiger.
Ja, es ist richtig: ein in CDN angemietetes Auto oder RV kann nicht in USA/Alaska zurückgegeben werden; schon garnienicht als Einwegmiete. oder du blätterst Einwegmietzuschläge ohne Ende in GreenBacks auf den Tresen ! Alt: Start-up in Seattle vs Anchorage oder umgekehrt, je nach AirLine für den Gabelflug.
Aus gleichwertigen Überlegungen haben wir unserem mehrwöchigen Alaska - Canada -Trip vor einigen Jahren "gebrochen" in drei Wochen Alaska ab Whitehorse incl. Yukon-Territory & Skagway, anschl. per Linienschiff die Inside-Passage nach US-Bellingham, per AMTRAK nach CDN - Vancouver und weitere 6Wochen mit RV in BC & Alberta mit zahlreichen Grenzübertritten US-Washington / Idaho / Montana, zB im Bereich des WatertonGlacierNP, weiter via Galgary & Icefield-Parkway quer gen´Westen rüber nach Vancouver Island etc.
Als fahrbaren Untersatz -da nicht immer Sonnenschein gegeben ist- käme nur ein RV C 25, besser 27 in Betracht; als Pkw nur !! ein Mini-Van a la Ford Windstar. Bei den RV must du insbesondere dergestalt aufpassen, daß nicht jeder in jeden NP reinpaßt / zugelassen ist wg. Längen- und Höhenmaßbeschränkung. Alle RV haben Standheizung und die haben wir auch im August am Road-House 100 auf dem Cariboo-HW dringend gebraucht: Kälteeinbruch mit Schneefall.
Als Einstieg zum Warmlaufen der jeweiligen "Parameter" in jedweder Richtung kann ich Dir den Kontakt zur website "canusa" empfehlen. Allerdings: wenn Du erst jetzt für den diesjährigen Sommer ein kostengünstiges Timing für einen fahrbaren Untersatz erwartest, dann laß dir sagen, daß der Anbietermarkt bei dem günstigen Dollarkurs leergefegt ist. Du wirst schwer bluten müssen oder wie schon eingangs erwähnt: GreenBacks ohne Ende auf den Tresen legen !Good Luck
JP -
Hallo,
ich muss schon sagen, ihr seid ja mutig - mit einem Baby und dann gleich 7 Wochen.
Unsere Tour von Vancouver nach Calgary geht Mitte Mai los und dauert 3 Wochen. Die beiden Jungs sind 4 und 6 Jahre alt.
Ich denke, ein Wohnmobil ist in jedem Fall sinnvoller. Man hat vieles gleich zur Hand und muss nicht immer die ganzen Sachen wieder einpacken.
Für die Kinder ist es allemal interessanter.Viele Grüße
Katrin
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@JoachimPabsch: sorry - wollte hier nicht den Geheimnistuer geben...
vielen Dank für Deine Antwort. Mit den Fahrzeugmöglichkeiten muss ich mich mal in Ruhe beschäftigen. Sind der C25 bzw. C27 nicht ein wenig groß? Denke da so an Bezinverbrauch und Fahrspass. Meine 2 Kinder sind noch klein. Mein Sohnemann wird sicher bei Mama und Papa im Bett nächtigen und das Töchterchen braucht auch großes Bett.
Wichtig ist mir der direkte Durchgang von Fahrerkabine zum Rest. Gibt es da Modelle, die ich ausschliessen sollte?Da hast ja glücklicherweise ne Menge Zeit in der Gegend verbringen können.
Ich habe die Befürchtigung, dass die Zeit von 5-6 Wochen Wohnmobil (da 1 Woche Vancouver City geplant) vielleicht ein wenig knapp bemessen sein könnte für Vancouver Island, ein paar NPs bei Vancouver und Calgary, sowie den Norden und ein wenig Alaska.
Vielleicht ist es sinnvoller, auch vor dem Hintergrund der Aufpreise für Gabelflug und Einwegmieten, BC und Alberta intensiv zu bereisen und weniger km abzuspulen....solange meine Frau und ich noch das Sagen haben, wohin es in den Urlaub geht, muss man das doch ausnutzen...irgendwann ist dann sowieso nur noch strand angesagt

Bis jetzt hat es mit dem Töchterchen richtig gut geklappt. Waren schon als Backpacker auf Cuba und in Schottland. Alles halb so wild. Da ich aber noch nie mit kleinem Baby war, will ich mich vorher gut informieren... -
Servus Andromedo
na´, g´schenkt !- Vorweg ... ein MH (Mobilhome) oder RV (RecreationVehicel) vor dem Hintergrund Spritverbrauch zu selektieren, ist nicht sinnvoll !! Die Dinger saufen Superbenzin (seltenst Dieselmotoren) zu 100/Km = 16 + xx Liter und die Gallone zu 3,xxx Liter kostet in US & CDN auch inzwischen mehr als 1,50 $$. In dieser Richtung fang erst garnienicht das Kalkulieren an. Allenfalls ab C 30 und mehr geht´s in die Dimension 22L + xxx.
Der Durchgang Fahrerkabine zum Rest ist allgemein üblich. - Dein Jungfuchs mit vier Lenzen und wird vsl. im Alkoven Platz nehmen zu 1,30 x 1,80 Liegefl. / Platz; s´Kloine im Gräble bei Vater & Mutter = nicht unbedingt "eigenes Reich". Allenfalls wäre da noch der C 22 in Erwägung zu ziehen. Kleiner keinesfalls: es ist nicht immer Sonnenschein da draußen !! Ihr würdet Euch am Tag X auf den Keks geh´n, wenn´s wettermäßig mal für zwei/drei Tage nicht so ganz nach Wunsch abgeht.
- Anmietzeitraum: ab 25 oder 30 Tage gibt es in der Regel Langzeitrabatte, die selbst das einwöchige Standquartier in Vancouver rentabel gestalten.
- Wenn Gabelflug und Einwegmiete dir die Planung im finanziellen Part zerschießen, dann -richtig- konzentriere Dich auf BC und AL. Auf dem Cariboo-HW nach Alaska must du die vor Augen halten, daß es teilw. dermaßen durch öde, eintönige und ermüdende Landstriche geht, wo mann / frau sehr schnell die Lust am Fahren verliert, von Fahrspass ganz zu schweigen.
- Galgary i.V.m. Vancouver sind fast gängige Airports, die als Gabelflug schier null bis minimalen Aufpreis abverlangen. Nicht aufgeben, AirLine wechseln !!
- Side-Tip: Sucht Euch eine bezahlbare Kombination von Anmietstation vs AirLine. Die Tour selbst, ob ab Vancouver oder Galgary ergibt sich von selbst. Erst danach finetuning der Route.
LG
cu
JP
- Vorweg ... ein MH (Mobilhome) oder RV (RecreationVehicel) vor dem Hintergrund Spritverbrauch zu selektieren, ist nicht sinnvoll !! Die Dinger saufen Superbenzin (seltenst Dieselmotoren) zu 100/Km = 16 + xx Liter und die Gallone zu 3,xxx Liter kostet in US & CDN auch inzwischen mehr als 1,50 $$. In dieser Richtung fang erst garnienicht das Kalkulieren an. Allenfalls ab C 30 und mehr geht´s in die Dimension 22L + xxx.
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Nochmal Hallo,
wenn ihr mit den Kindern immer solche Urlaube macht, sind sie dran gewöhnt und kennen nichts anderes.
Ich freue mich, dass unsere Jungs mit 4 und 6, nun doch schon mal größere Strecken mitlaufen können. Klar muss man auch manchmal
etwas locken.
Aber wenn sie so groß sind, dass sie bestimmen, dann sind sie auch alt genug, allein zu Haus bleiben zu können oder bei der Oma.
Wir waren natürlich auch schon am Strand, doch dort wird es nicht nur
uns, sondern auch den Kindern zu langweilig.
Also, ich bin da guter Hoffnung für kommende Urlaube!Katrin
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@ Andromedo73
Moin, moin!
Sorry, aber ich bin leider eben erst und auch nur per Zufall auf "Deine" Seite gestossen. :?
Wenn Ihr mit 2 kleinen Kindern für ca. 7 Wochen - und zum ersten Mal - in Westkanada unterwegs seid, dann nutzt diese Zeit, um Euch nur dieses wunderschöne Land anzusehen. Dann bieten sich die schon fast üblichen Flüge ab/bis Vancouver bzw. Calgary an.

Der Abstecher in das südliche Alaska (und für mehr reicht Eure Zeit ganz sicher nicht!) ist mit erheblichen Mehrkosten verbunden, da das Auto von dort aus irgendwie nach CAN zurück muss. Außerdem bietet sich für diese Kombination eigentlich nur die Inside Passage (ebenfalls traumhaft schön!) an .. und das wird mit Wohnmobil richtig teuer => wenn, dann Reise splitten und das Schiff jeweils nur als Passagiere nutzen, aber das mit 2 kleinen Kindern :?.
Aber vermutlich werdet Ihr Euch ohnehin schon für irgendeine Variante entschieden haben .. denn geeignete Autos kosten ab Jahresanfang so richtig Geld!
Viele Grüße und have fun!

Andreas
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Hallo Andromedo
Ich gebe jetzt auch noch meinen Senf dazu, auch als Nichtexperte ( ;), war nicht böse gemeint Andreas ). Habe aber auch schon 3 Westkanada-Reisen hinter mir.
Auch ich bin der Meinung, dass ihr Euch besser auf Alberta & British Columbia konzentrieren solltet. Zwar ein grosses Gebiet, aber in 7 Wochen könnt ihr sehr viel sehen. Genau aus diesem Grund, und vorallem auch wegen der Mehrkosten, würde ich einen Roundtrip und keine Einwegmiete empfehlen. In 7 Wochen müsste dies locker machbar sein, selbst wenn ihr Vancouver Island noch dazunehmt. Die Gebühr für die Einwegmiete kann unter Umständen nämlich ziemlich hoch sein, ausser diese fallen bei Langzeitmieten weg...
Was ich aber leider nicht beurteilen kann, da unsere Reisen meist nur 3 1/2 Wochen dauerten.
Bei einem Roundtrip könntet ihr für den einten Weg die nördliche Route (BC) und für den Rückweg die südliche wählen. Da habt ihr dann auch ganz verschiedene Landschaften dabei. Verschiedene Routenvorschläge findest Du hier im HC zuhauf, oder wir Kanadafans helfen Dir auch gerne.Betreffend Reisen mit Kids kann ich Dir leider nicht viel helfen, da wir kinderlos sind. Vorallem kann ich nicht so genau einschätzen welche Attraktionen für welches Kindesalter ideal sind. Zwei Sachen die mir aber spontan einfallen ist der Dinosaurierpark in Drumheller (www.dinosaurvalley.com) und der Heritage Park (www.heritagepark.ca). Beides in der Nähe von Calgary. Schau's Dir doch mal im Internet an.
Wie meine Vorschreiber schon gesagt haben, freu Dich auf Kanada. Es ist einfach wunderschön.......
Gruss aus der Schweiz
Iris -
@ kaydog
Liebe Iris,
.. weshalb sollte ich sauer sein. Ich freue mich über jeden sinnvollen & hilfreichen Beitrag. Außerdem kann/muss ich mich als "Experte" auch nicht bei allen Themen ausreichend auskennen. Für den Leser macht es ganz sicher Sinn, sich verschiedene Standpunkte & Meinungen anzuhören bzw. diese zu lesen.

Also: nur weiter so!!!!

Liebe Grüße von der momentan stümischen Nordseeküste

Andreas
PS: Habe gerade in Deinem Profil gesehen, dass Du auch Afrika-Fan bist. Vielleicht kann ich Euch da irgendwann 'mal mit ein paar Tipps bei der Planung helfen!?

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@ Andromedo
Ich schließe mich den Ausführungen von Iris uneingeschränkt an und empfehle Euch - erneut - lediglich British Columbia und Alberta zu bereisen.
Alles andere macht sicherlich keinen Sinn und ist deutlich teurer! Plant dann lieber eine zweite Tour, die Euch schwerpunktmäßig nach Alaska führt .. auch das ist im September ein absolutes Highlight. Mit ein wenig Glück kann man dann sogar selbst in Anchorage im T-Shirt herumlaufen.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Andreas
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Hallo zusammen,
mittlerweile haben wir uns für den Hin-und-zurück-Flug nach/von Vancouver entschieden und einen - vor dem Hintergrund, dass wir mitten in der Hochsaison reisen (müssen) - relativ preiswerten WoMo-Vermieter gefunden.
Insgesamt sind wir jetzt 5 Wochen im Wohnmobil und abschliessend noch 4 Tage in Vancouver.
Unsere Reiseroute steht noch nicht ganz fest. Vielleicht gibt´s hier noch ein paar Tips... Da die Inside Passage mit unserem Schwertransport wohl etwas zu teuer ist, frage ich mich, ob der ursprünglich geplante Abstecher nach Stewart/Hyder den Umweg lohnt, da wir ja auch ein Teilstück den gleichen Weg zurück müssen.
Bereisen wollen wir jedenfalls Vancouver Island und eine Auswahl der bekannten und (weniger) bekannten NP´s in der UmgebungViele Grüße
Andy
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@ Andromedo
Hallo Andy,
.. das Grobraster für eure Tour klingt jetzt deutlich besser! Die Flüge ab/bis Vancouver machen in eurer Situation durchaus Sinn.

Ich habe in den letzten Tagen einige Tipps für eine Rundreise durch das westliche Kanada, aber auch für Vancouver und Victoria gegeben. Schau' bitte einfach 'mal auf die letzten Themen. Bei weiteren Fragen stehe ich dir/euch aber natürlich gern zur Verfügung.

Von dem von dir angedachten Abstecher nach Stewart/Hyder würde ich euch ausdrücklich abraten. Dieses Teilstück der Inside Passage kostet mit Wohnmobil richtig Geld und in der Region Stewart/Hyder gibt es nicht so fürchterlich viel zu sehen (insbesondere dann nicht, wenn das Wetter nicht mitspielt und alles nur trübe aussieht => viel Matsch und Dreck auf den hier nicht so toll ausgebauten Straßen). Selbst die Gletscherregion, die man auf einer Stichstraße des ehemaligen Bergbaus befährt, ist nicht sonderlich spektakulär. All das gibt es auf dem Icefields Parkway auch zu sehen!

Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß bei eurer Planung und richtig viel Vorfreude. Es ist einfach eine tolle Region, die ihr jetzt dann in aller Ruhe bereisen könnt!
Viele Sonntagsgrüße von der ebenfalls trüben Nordseeküste
Andreas
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"in der region stewart/hyder gibt es nicht so fürchterlich viel zu sehen"
-..................
.......... -dies liegt selbstverständlich immer im auge des betrachters, ohne frage.
demjenigen, der überlegt, dorthin zu fahren, sei folgendes empfohlen:
da das setzen von links ja recht elektrisch ist:
man googele "nicht träumen, machen"
dort werden keine lebensmottos veröffentlicht
, sondern die reiseberichte einer dame, die südlich von köln lebt. unglaublich lesenswert sind sie alle; man muß sich nur durchklicken und wird einen ganzen abend lang nicht vom bildschirm wegkommen. insbesondere ihre erzählungen über die reise nach stewart/hyder hinterläßt ein anderes bild als "nicht so fürchterlich viel zu sehen"so schön kann ich das gar nicht schreiben..........

einen anderen reisebericht findet man, wenn man einfach eingibt: "wann kommen die lachse zum fishcreek", dann findet man die seite eines schweizers, der nebenbei bemerkt, daß es sich beim fishcreek in hyder um einen von zwei einmaligen plätzen auf der welt handelt - da man alle anderen plätze nur mit dem flugzeug oder helicopter erreicht.
auf der seite des schweizer erzählers finden sich auch viele bilder, die die atmosphäre dieser speziellen gegend wiedergeben.
ich war mit meiner frau bereits selbst zweimal in stewart/hyder und umgebung.......... es war beeindruckend und unvergeßlich!!
bei einer fünfwöchigen reise ist der abstecher nach stewart/hyder für viele kanada-reisende ein absolutes must. natürlich hat man bei vancouver-vancouver die strecke prince-george - stewart doppelt "an der backe", aber die läßt sich bei der vielen zeit, die man hat, durchaus erlebnisreich für große wie kleine reisende gestalten.
hier einige highlights:
fort st. james/stuart lake
..... wer einmal dort oben gestanden und die nase in die duftende luft gesteckt hat, wird in jedem verkehrsgeknubbel europas mit gehupe und getöse plötzlich daran zurückdenken...... von dem tollen living-museum über den außenposten der hudson-bay company einmal abgesehen.....
den bulkley-river entlang fahren, der weite teile der strecke begleitet, wo man bei moricetown beobachten kann, wie die native people dort in den stromschnellen mit gaffs fische fangen....
und die drei hazelton-orte mit ihren first nations totems und den museumshäusern sind auf dieser strecke quasi neben der straße!
natürlich ist es ein bißchen fahrerei, wie es nun einmal in kanada jenseits der route calgary-icefields-parkway-vancouver immer der fall ist.
diese doppel-whopper-route ab/bis prince george kann man jedoch bestens so kurzweilig gestalten, daß man eigentlich gar nicht merkt, doppelt zu fahren, zumal auch das hinterland von smithers wunderschön und garantie für naturerlebnisse abseits der ganz ausgetrampelten wege ist.
der icefields-parkway ist zweifellos grandios - ob es sich tatsächlich lohnt, mit den schneemobilen aufs columbia-icefield zu fahren (superteuer, extrem lange wartezeiten, und man kann einmal auf den gletscher tappsen, um dann wieder einzusteigen), ist auch jeweils individuelle einstellungssache.
dort fährt im sommer allerdings wohnmobil-an-wohnmobil stoßstange-an-stoßstange, dessen muß man sich immer bewußt sein. und auch die bilderbuch-seen rechts und links stehen auch in reiseführern von japanern und hongkong-chinesen und werden in dort angebotenen"canada in 1,5 days"-reisen in neuschwanstein-manier "abgearbeitet".
genauso eine individuelle geschmackssache ist es jedoch, daß, gerade wenn man aus dem dicht besiedelten europa kommt, die weite des landes und das, was von europa unterscheidet, kennenlernen will.
die inside-passage ist mit wohnmobil wirklich sehr teuer, ich habe sie einmal gemacht und würde es nicht wieder tun, weil der preis wirklich im magen liegt......
dennoch bietet es sich für land-leute-weite-fans an, die "runde" so zu fahren, daß man von vancouver über hope richtung banff fährt, den icefields-parkway "von unten nach oben" macht, von jasper nach prince george fährt und sich dann auf die strecke nach stewart/hyder macht, um später in prince george nach süden abzubiegen, in barkerville bleibt, was auf jeden fall gerade mit kindern ein must ist und dann nach osten rüber in den wells gray park. und dann zupp!! über okanagan-valley (oder auch nicht, wenn die zeit drängt) zurück nach vancouver fährt.
barkerville ist auch ein "living museum" - museen werden in kanada, da man ja nicht sooooooooooo viel lange geschichte aufzuweisen hat, besonders liebevoll gestaltet. das BC-museum in victoria muß man gesehen haben, aber sicher!!!! aber nur, wenn man dort war, wo die "geschichten" des museums spielen, kann man sich auch handfest etwas darunter vorstellen.
barkerville war eine goldgräberstadt und das groß der häuser wurde originalgetreu restauriert. die postkutsche fährt durch den ort, schauspieler geben die goldwäscher und hie und da wird auch einmal ein kleines wortgefecht auf der dorfstraße ausgetragen...... nett, wirklich nett und ohne in barkerville gewesen zu sein, wachsen die cariboo-mountains einem auch nicht ans herz.....

wenn man vor den toren barkervilles abbiegt, gelangt man zum bowron lake park - wo 7-tage-touren mit dem kanu angeboten werden, die man prima bepaddeln kann, da die seen ein (zwar etwas verbeultes) quadrat bilden. auch wenn die kanutouren u. u. nicht kindgerecht sein mögen - der campground dort ist traumhaft schön - wunderbar, um die erlebnisse des tages in barkerville aus einer früheren welt, die noch gar nicht soooooo lange her ist, zu verarbeiten.
..... dies mein kleines plädoyer für den "richtigen" westen kanadas

schließlich sei angemerkt, daß hinter dem fish-creek für wohnmobile auch "schluß" ist, da die straßen in der tat dafür nicht geeignet sind. aber lediglich von der langweiligkeit der gletscher hinter hyder (wegen derer dort sowieso niemand hinfährt) vom besuch der ganzen region abzuraten, ist meiner meinung nach......... uuuuuups........
- lieber andreas:zumindest mutig.
ein winziger tipp zur eigenen meinungsbildung noch zum schluss:
im michael müller-verlag ist seit neuestem auch ein west-kanada-reiseführer erschienen. ich habe ihn noch nicht gelesen, aber da sich diese reiseführer bisher für alle gegenden europas, in denen ich so war, als spitzenklasse erwiesen haben, empfehle ich den ganz einfach mal blindlings als top-lektüre "zum thema".gruss harryhh
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@ harryhh
@ AndyHallo Harryhh,
damit kein Missverständnis aufkommt => ich kann jeden deiner Sätze ohne jede Einschränkung unterschreiben! Es ist eine tolle Ecke dort im südlichen Alaska unter mindestens drei Voraussetzungen:
a.) man sollte Zeit mitbringen und nicht nur Stewart & Hyder auf dem Programm haben. Dort beginnt ja eigentlich erst dieser Teil der Reise, für den nach meiner Auffassung ein paar abgezwackte Tage nicht reichen!
b.) man sollte wissen, dass man relativ große Entfernungen, davon längere Strecken auf nicht besonders guten Straßen/Wegen, zurückzulegen hat. Auch das kostet Zeit .. und wird für kleinere Kinder vermutlich irgendwann langweilig, oder?
c.) das Wetter sollte ein wenig mitspielen. Hier hat man bekanntlich am wenigsten Einfluss ..
Bei meiner Empfehlung bin ich davon ausgegangen, dass ihr, Andy & Familie, insgesamt nur 5 Wochen unterwegs seid, kleine Kinder dabei habt und aus finanziellen Überlegungen wohl nicht die uneinge- schränkt empfehlenswerte Inside Passage nutzen werdet.
Unter exakt diesen Prämissen würde ich nach wie vor von diesem "Abstecher" abraten. Diese Region sollte eher das Ziel einer zweiten Rundreise sein .. dann aber bitte inklusive der kompletten Inside Passage!
Viele Grüße von der Nordseeküste
Andreas
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@ andy
du siehst, die meinungen gehen auseinander............
@ catsegeler
zu a)
es ist hinlänglich bekannt und jedem reiseführer auch einfacherer art zu entnehmen, daß hinter hyder "schluß" ist - da sich (nach ein bißchen zufahrtsstraße zu einem verlassenen bergbaustädtchen) dort ca. 600 km unpassierbare gletscher anschließen. dies ist auch der grund, warum die grenze kanada/usa bei stewart/hyder insbesondere von den us-amerikanern so relaxt gehandhabt wird ---- > schlicht und ergreifend:
sackgassenlage!!!!wie in stewart/hyder ein "eigentlicher teil der reise" beginnen kann, erschließt sich mir aufgrund vorbeschriebener geographischer lage stewart/hyders derzeit nicht, mag aber von abenteurern auf die probe gestellt werden.
zu b)
der yellowhead-highway - neben dem transcanada-highway die wichtigste west-ost-verbindung kanadas: "keine besonders gute straße/weg"???

in kitwanga geht es "north to alaska" (jedem, der an diesen schild vorbeikommt, blüht auf immer das herzchen auf) auf den cassiar highway -
bis medizian junction bestens asphaltiert und befahrbar. auch die strecke von medizian junction bis stewart weist nicht einen millimeter gravelroad auf.darüber hinaus gibt es auf der strecke kitwanga - medizian junction die brücke über den hannah-creek, eine der absolut wenigen stellen, von der aus man die ganz seltenen sockeye-lachse in freier natur beobachten kann (das sind die, die es bei aldi in scheibchen zu kaufen gibt)

zu c)
frei nach ulli wickert: das wetter.in den sommerferien? nebelschwaden, wolken, dampf, trübsinn......

.... eher selten zu erwarten.
aber ich möchte mich einer experten-meinung nicht entgegenstellen -
vielleicht sind einschlägige reiseführer hie und da doch die verläßlichere informations- und meinungsbildungsquelle.in diesem sinne
herzlichstharryhh
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@ harryhh
... es ist ja nur gut, dass unsere Auffassungen für eine möglichst optimale Tourenplanung weit auseinander liegen! Stell' dir vor, alle Touris würden immer nur an die gleichen Stellen fahren ...
Leider gehst du mit keinem Wort auf eine aus deiner Sicht angemessene Zeitplanung für die Rundreise von Andy & Familie ein. Da wäre ich doch sehr gespannt, in welchem Verhältnis du den Westkanada-Teil zu dem Südalaska-Teil empfehlen würdest. Hast du dabei auch noch vor Augen, dass bei dieser Tour zwei Kleinkinder dabei sind?
Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Infos von dir. Auch wenn ich in dieser Ecke schon einige Male - allerdings überwiegend mit Gruppen - war, lerne ich - auch als "Experte", der du ja zweifelsohne auch zu sein scheinst -gern noch etwas dazu ...
Auch hinsichtlich der Infos zum Thema Wetter in Reiseführern aller Art bin ich immer etwas zurückhaltend. Ich habe hier schon traumhaft schönes, aber mehrfach auch absolut besch... Wetter erlebt ... und dann war es in dieser Region eben nicht so toll, wie du es beschreibst. Aber auch das ist sicherlich Geschmacksache!
Bin sehr gespannt ....
Viele Grüße von der heute sonnigen Nordseeküste
Andreas
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@catsegeler
lieber andreas,
meinen tourvorschlag habe ich dem andy schon im januar per pn mitgeteilt...
ich habe hier auch nur auf dein erstes posting antworten wollen, da schreibst du, dass hinter prince george die strassen und das wetter nicht so dolle ist......und das es da auch nix zu sehn gibt.....
das dem so nicht ist habe ich geschrieben...
ich denke, dass man mit 2 lütten die tagestour auf max 200 km begrenzen sollte.....ist nur meine meinung! also max 2 bis 3 stunden fahrzeit....
das wären bei 35 tagen immerhin 7000km.........
zum wetter in bc im sommer:
dazu sollte man wissen das von der us-border bis hoch nach prince george künstlich bewässert wird.....
das bedeutet ja nicht das es auf vancouver island oder in den rockies mal regnen kann.....
andreas, nu hab ich auch fertig damit...............@andromedo
noch n kleiner tipp, nehmt n melitta-kaffefilter und die tüten mit........wenn ihr keinen kaffe trinken solltet, dann natürlich nicht

andy, es dauert ja noch n büschen

freut euch drauf
gruss harryhh -
@harryhh
@catsegelervielen Dank für die Infos. Ich habe Eure Diskussion mit Hochgenuss verfolgt

wie unserer Route letztendlich aussieht, wird die Zeit zeigen. Ich gehöre nicht zu den urlaubern, die ihre reise minutiös planen und das dann auch so durchziehen. Letztes Jahr haben wir in Schottland (damals noch mit einem Kind) weniger gesehen als vermutet. Dafür war es dann insgesamt entspannter...
Es wird desahalb auch sicher Tage geben, wo wir das RV keinen Zentimenter bewegen werden, wenn das Umfeld passt.Also nochmals Danke für die Tipps, ich habe eifrig Notizen gemacht und die Kaffeefilter habe ich auch schon auf die Liste gesetzt

Viele Grüße in den hohen Norden
Andy