Kulinarischer Höhepunkt in Krabi!
-
Hallo zusammen
Kulinarisch ist in Patong Beach auf der Halbinsel Phuket alles zu haben. Vom Hamburger mit Pommes, über Pizzas, “Züri-Gschnätzlets“ mit Röschti, Schnipos, Deutsche Wurst von Weiss bis Curry, exklusive französische, italienische oder indische Gerichte, Thai & China-Food wobei unter Thai: “scharf, schärfer am schärfsten!” zu verstehen ist und noch vieles mehr, bis zu Fisch und Meeresfrüchten in allen Variationen.
Ein individueller Trip führt uns ans Festland nach Krabi. Es ist Mittag und ein Hungergefühl macht sich bemerkbar. Am Krabi River sticht uns ein etwas baufälliges Pfahlbaurestaurant ins Auge. Ich bin mir sicher, in dieses Lokal verirren sich keine “Touris”. Touristen haben wir in Patong Beach zur Genüge, also hinein in die gute Stube. Und so ist es. Lediglich Thais sitzen an wackligen Holztischen und genießen, so wie es aussieht das Essen. Wir nehmen Platz an einem Tisch und fragen auf Englisch nach der Speisekarte. Das Serviermädchen schaut uns verdutzt an. Hier spricht man anscheinend nur Thai. Mit Gesten versuchen wir ihr klar zu machen, dass wir Hunger haben und gerne etwas bestellen würden. Jetzt geht der Kellnerin ein Licht auf. Strahlend bringt sie uns eine A4 große Speisekarte, eingehüllt in einem Plastikmäppchen mit herrlichen Menuvorschlägen -- nehmen wir mal an! Die Thai-Küche gehört schließlich dank ihrer Vielfalt und raffinierter Würzkunst mit zu den besten der Welt. Jetzt haben wie ein kleines Problem: Auf der Speisekarte sichten wir lediglich seltsame Schriftzeichen!
Und wie schon angedeutet, die Serviererin spricht kein Wort Englisch. Jetzt habe ich eine Erleuchtung und entschließe mich für ein Gericht mit besonders schönen Schriftzeichen. Auch meine Frau Bedi entscheidet sich nach eingehendem Studium der Karte für ein Gericht mit Schriftzeichen, die noch schönere “Bögli” aufweisen. Als Genießer bestellen wir schließlich keinen 0/8-15 Food. Wir werden nicht enttäuscht. Meine Frau erhält eine herrlich schmeckende mit Fleisch und Gemüse gefüllte Omelette und ich ein exzellentes Huhngericht mit Reis. Einmal mehr stellen wir fest: Am besten speist man in unscheinbaren, mehrheitlich von Einheimischen besuchten Lokalen.
Gruss
Pesche -
Pesche wrote:
Einmal mehr stellen wir fest : Am Besten speist man in unscheinbaren, mehrheitlich von Einheimischen besuchten Lokalen.Gruss
PescheIm Prinzip richtig !
Aber,wisst Ihr ,WAS Ihr gegessen habt ? .... egal ?

.... und , man muss "spicy" mögen und vertragen ! .... sonst !

Gruß Uwe
-
ja das stimmt SIMCARPUS. deswegen gehen wir immer nur mit thai begleitung (gut englisch spricht) typisch thai essen da kann man dann nicht viel falsch machen

aber ich habe festgestellt am besten thailändisch isst man teilweise am strand auf klappstühlen und plastiktisch direkt am wasser mit original thai preisen....
-
Hallo Pesche,
wieder mal toll beschrieben.
Ein ähnliches Erlebnis hatten wir auch vor 3 Jahren in einem Pfahlbaurestaurant am Krabi River, muss nicht das gleiche gewesen sein. Unsere Betonung war immer "Chicken", fleissiges Nicken und auf Zettel schreiben die Reaktion. Die servierten Gerichte waren mit unterschiedlichen Saucen, beide unglaublich gut und das Fleisch schmeckte nach Hühnchen, oder???!!!
-
Pesche, so was wünsch ich mir auch für meinen Thai-Urlaub!
@SIMCARPUS: wenn ich nicht weiß was ich da esse ist mir egal-Hauptsache es hat geschmeckt und niemand klärt mich hinterher auf wenn es z.B. Hund war
-
@ SIMCARPUS
Zerknirscht muss ich gestehen, dass wir auf unseren Reisen Speisen mit Genuss konsumiert haben, die uns “eher mehr weniger”geschmeckt hätten wenn ....!! Grundsätzlich gilt für uns: Entweder es schmeckt oder es schmeckt nicht. So einfach ist das. Und detailliertes Nachfragen haben wir uns abgewöhnt. Eine zwar etwas egoistische Einstellung -- aber wir sind nun mal kleine Sünderlein! Mit wenigen Ausnahmen essen meine Frau und ich alles. Aus Prinzip verzichten wir allerdings auf Froschschenkel und Leber von gestopften Gänsen in unseren Breitengraden. Kulinarische Höhepunkte hin oder her! Auch auf geröstete Käfer und flambierte Würmer aus der chinesischen Küche können wir locker verzichten, auch wenn die Chinesen mitleidig feststellen, dass wir kulinarische Banausen sind!
Zugegeben, wir haben irgendwo auf unserem Planeten auch schon Speisen konsumiert, die uns alles andere als geschmeckt haben. Aber wir hätten unsere einheimischen Gastgeber tödlich beleidigt, wenn wir eine Einladung zum Essen im Familienkreis ausgeschlagen hätten. Da half nur eins: Augen zu und mit einem tüchtigen Schluck (es muss ja nicht unbedingt mongolische Stutenmilch sein -- Bää!!) runter damit!
Und betreffend “spicy“: Ich habe in Mexiko einen längeren Lehrgang besucht (sprich Geschäftsreise!) inklusive Zusatzlehrgängen, z.B. in Sri Lanka, Thailand etc. und mein “Mägeli” entsprechend trainiert. Als bescheidener Mensch stelle ich fest, heute sind entsprechende Spitzenleistungen möglich.
Sorry, ich muss abbrechen, schließlich befinden wir uns hier nicht in einem Kochseminar!
Gruß
Pesche -
Pesche wrote:
@Sorry, ich muss abbrechen, schließlich befinden wir uns hier nicht in einem Kochseminar!
Schade! Ist doch ein interessantes Thema!Betreffend "Spitzenleistungen". Scharf essen kann man trainieren. Der Körper gewöhnt sich ans Capsaicin. "Scharf" ist übrigens kein Geschmack sondern ein Schmerz.
-
Ein höllischer Schmerz - und mein Körper schreit schon seit Tagen nach neuen Schmerzen . Ich freu mich auf päd päd päd. das geht dann schon am Morgen zum Frühstück los
Thema Kochseminar ist immer schön. da könnte ich mich nun auslassen was Kochkurse in Thailand angeht.
wenn Du Interesse hast bring ich Dir im Sommer eine DVD vom Centara Samui Village mit..ich hab da eine Koch-DVD
-
aus Wiki:
Zunächst scheint es unsinnig, Speisen scharf zu würzen, wenn dadurch Schmerzempfindungen ausgelöst werden. Der eigentliche Abwehrmechanismus gegen Freßfeinde, den einige Pflanzen ausgebildet haben, wird aber ausgenutzt, um das Geschmacksempfinden zu erhöhen. Tatsächlich wirken die scharfen Anteile der Gewürze als Geschmacksverstärker: Die gereizten Rezeptoren in den Schleimhäuten werden besser durchblutet, somit auch die benachbarten Geschmacksnerven, welche dadurch wiederum empfindlicher für die eigentlichen Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter, salzig und umami sind.
Da hohe Schärfegrade ebenfalls die Hautporen am ganzen Körper öffnen und damit das Schwitzen fördern, kann durch Essen scharfer Speisen auch die Körpertemperatur gesenkt werden. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum gerade in Ländern mit warmem Klima gern scharf gegessen wird. **Ein weiterer Grund, Speisen scharf zu würzen, ist die mit der Schmerzreaktion verbundene Ausschüttung des Glückshormons Endorphin. Scharfe Gewürze, vor allem Chili gelten somit als eine Art Naturdroge.**Zusätzlich hemmen die Inhaltsstoffe vieler scharfer Früchte das Wachstum von Bakterien. Man kann annehmen, dass aus diesem Grund viele Speisen in solchen Ländern scharf gewürzt werden, in denen das Wachstum von Bakterien (also auch Krankheitserregern) durch das Klima besonders begünstigt ist.

