Mehr Bio-Produkte auf`s Frühstücksbüffet ?
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Hallo !
gegen Mittag werde ich an den Rand eines Spargelfeldes fahren, und vom am Morgen frisch gestochenen Spargel einkaufen.
Das Besondere daran ist, daß sich hier 4 Bauernfamilien zusammengeschlossen haben und Spargel unter ökologischen Gesichtspunkten anbauen - diesen dann sogar selber stechen (also keine polnischen Stecher beschäftigen) und ab Feld verkaufen.Nun hatte ich dieser Tage mittags in einem Hotelrestaurant zusammen mit Geschäftspartnern ebenfalls Spargel gegessen. Nach meiner Frage, wo der Spargel herkommt, erhielt ich lediglich die Antwort, daß es deutscher Spargel wäre...!
Für mich eigentlich eine unbefriedigende Antwort.Deshalb habe ich jetzt mal so nachgedacht, wie wichtig es den Hotels überhaupt ist, ökologisch erzeugte Produkte aus der nahen Region des Hotels in die Speisepläne aufzunehmen.
Ich kann da jetzt nur von einer Reihe deutscher Hotels berichten, wo wirklich z.B. auf dem Frühstücksbüffet Bio-Produkte zu finden sind, oftmals mit Vermerk des Erzeugers.
Finde ich sehr gut, werde deshalb gerne wieder in solche Hotels fahren.Bei ausländischen Hotels hingegen habe ich eher den Eindruck, daß darauf wenig wert gelegt wird. Zumindest ist es mir nicht so bewußt geworden.
Natürlich ist es dann auch eine Frage des Preises.
Wir sind aber gerne bereit, mehr zu bezahlen, wenn ich weiß, daß es den Bauern aus der unmittelbaren Region des Hotels zugute kommt.
Könnte mir da gut vorstellen,daß z.B. gerade in solchen Ländern wie die DomRep oder in Südamerika es eine enorme Hilfe für die arme Landbevölkerung wäre ?? -
Holzmichel wrote:
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Das Besondere daran ist, daß sich hier 4 Bauernfamilien zusammengeschlossen haben und Spargel unter ökologischen Gesichtspunkten anbauen - diesen dann sogar selber stechen (also keine polnischen Stecher beschäftigen)...Würde also ein Pole den Spargel stechen, wäre er nicht mehr ökologisch? Ich glaub es geht los...

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Fände ich nicht gut.
Ich geb zu, ich bin generell kein BIO - Fan. Ich esse ausschließlich Vollkornprodukte, hab aber mit Bio nichts am Hut. Die Vereinheitlichung Europas soll ja ua. auch das Biosiegel betreffen. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass jedes Land diesen (unseren deutschen) Standart erreicht bzw. überhaupt halten kann. Wie ist das dann über die Grenzen Europas hinaus?
Ich bin ehrlich gesagt nicht bereit mehr zu zahlen. Weiß ich denn auch überhaupt, ob das überhaupt den Bauern zugute kommt, die sich da abrackern? -
kirschii wrote:
Holzmichel wrote:
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Das Besondere daran ist, daß sich hier 4 Bauernfamilien zusammengeschlossen haben und Spargel unter ökologischen Gesichtspunkten anbauen - diesen dann sogar selber stechen (also keine polnischen Stecher beschäftigen)...Würde also ein Pole den Spargel stechen, wäre er nicht mehr ökologisch? Ich glaub es geht los...

Ich glaube darum ging es Erwin nicht.
Nur kurz zur Erklärung.Immer wieder zur Spargelzeit tritt doch das Thema auf das Deutschland sich " Leiharbeiter " aus anderen Ländern holen muss weil " der Deutsche " sich zu Schade und Fein ist diese Arbeit zu machen. Sie ist ihm körperlich zu anstrengend und der Deutsche will dann auch noch mehr Geld dafür haben als ein ausländischer Spargelstecher. Damit drücken wir selber die Preise runter und wundern uns über das Lohndumping.
Ich denke eher das es Erwin in Ansätzen darum ging und nicht um die Wertigkeit WER den Spargel sticht.LG
Sandra
( mal wieder am eigentlichen Thema vorbei
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Entschuldigung - so habe ich das mit den polnischen Arbeitern nicht gemeint.
Natürlich spielt das keine Rolle, wer den Spargel sticht.Aber es ist schon eine Besonderheit in Deutschland, wenn die Bauern oder Familienmitglieder ihren Spargel selber stechen und eben keine polnischen Arbeitskräfte beschäftigen.
Da müssen wir uns nicht streiten, Ihr wißt doch genau, daß nur sehr wenige deutsche Arbeitskräfte bei den Spargelstechern anzutreffen sind.Und nein, lieber juanito - es gibt sehr wohl Unterschiede in der Spargelproduktion. Nicht immer ist sie ökologisch.
Da kommt oft ordentlich künstlicher Dünger drauf und beim Waschen wird eine Art Lauge verwendet.
Die angesprochenen Bauern verwenden eigenen, natürlichen Dünger, den sie aus ihrer Rinderanlage holen. Und der Spargel wird i.R. nicht gewaschen, sondern so, wie gestochen am Feldrand verkauft.Außerdem geht es mir in diesem Thread garnicht um Spargel, sondern um die Frage nach Bio-Produkten im Speiseplan der Hotels.
Also nochmals Entschuldigung, falls meine Bemerkung mit den polnischen Spargelstechern falsch verstanden wurde !!
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Hallo zusammen
Ich komme aus dem Lebensmittelbereich,und arbeite seit 11/2 Jahren in einem Bio-Feinkostladen.Die Lebensmittel die da verkauft werden,sind reine Bio.Auch aus den Ausland(vorallen,Spanien,Israel,Italien,Brasilien u.s.w.)sind aus extrem kontrolierten Anbau.Ihr könnt euch nicht vorstellen wieviele Auflagen es in diesem Bereich gibt...(Anbau darf nur in Erde erfolgen die etwa 3-5 Jahre nicht mit Giften behandelt wurde.Kontrolle erfolgt durch Fachpersonal,das vor Ort die Herstellung und Anbau kontrolliert u.s.w.
Schulungen des Personals im Verkauf werden regelmäßig durchgeführt.
Natürlich sind diese Lebensmittel teuer,aber der Aufwand der betrieben wird,
rechtfertigt diesen Preis.Außerdem finde ich das bei bestimmten Lebensmitteln man schon einen besseren Geschmack feststellt.
Grüße Kamari -
Ich kann den ganzen BIO Hype nicht nachvollziehen.
Das sich das Bewusstsein der Verbaucher in den letzten Jahren stark gewandelt hat, ist klar. Dass das die Lebensmittelproduzenten ausnutzen ist auch klar.
Nur, korrgigiert mich wenn ich irre, haben wir die Zeit ohne Biosiegel und ohne die teuer angepriesenen BIO Produkte auch überstanden und sitzen heute nicht mit einem Zucken am Auge am Tisch, weil wir jahrelang keine mit BIO-Siegel deklarierten Produkte gegessen haben. Wirklich geschadet hat's wohl keinen.
Ich seh's wie Mujer, ich seh es nicht ein mehr zu zahlen, wenn sich andere als der Bauer eine goldene Nase verdienen. Und für mich ist dieses BIO Siegel nichts anderes als Geldschneiderei.
BIO Food im Urlaub?
Da geht doch dann wieder alles über den Preis. Und dass die wenigsten bereits sind auch hier wieder ein paar Euro mehr auszugeben ist auch klar.
LG Kirschii

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Wenn ich an die Menschen auf den Bananenplantagen denke, die täglich mit Gift besprüht werden, nur dass wir Bananen billiger als Äpfel beim Discounter kaufen können, würde ich mir schon mehr BIO wünschen.
Ich möchte auch nicht wissen, wie in diesen AI Hotels die Qualität der Speisen aussieht.
Gruß mirius
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@ mirius
dann muß aber erstmal der Verbraucher komplett umdenken, nämlich das der Apfel eben mal braune Stellen haben darf und die Banane auch noch gut ist, wenn sie braune Stellen hat.
Bio ist meiner Meinung nach nur sicher, wenn man soz. um die Ecke einen Bauern hat, der 100% auf Bio anbaut. Ansonsten ist das in meinen Augen alles nur Geldmacherei.
Beispiel :
2 Müslis jeweils ohne Zucker.
Das mit Bio Siegel 3,79 .. das ohne Siegel 1,19.
Beide volles Korn und mit Früchten.Ich möchte nicht wissen, wie da die Preise für HP oder AI steigen, wenn Hotels auf Bio umsteigen

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mirius wrote:
Wenn ich an die Menschen auf den Bananenplantagen denke, die täglich mit Gift besprüht werden, nur dass wir Bananen billiger als Äpfel beim Discounter kaufen können, würde ich mir schon mehr BIO wünschen.Ich möchte auch nicht wissen, wie in diesen AI Hotels die Qualität der Speisen aussieht.
Gruß mirius
Es gibt ja fast überall jede Menge Bio Bananen und Bio Äpfel.
Bei Bio Bananen ist beim Preis ein Unterschied von ca -,70 bis 1 Euro pro Kilo.
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muahhaa..was das wieder für TammTamm geben würde, wenn ein Apfel mit braunen Stellen im Buffet liegen würde und der Urlauber auch noch mehr bezahlt hat weil er in Hotel mit BIO Buffet reist. Dann bekommt das Hotel gleich wieder 'ne Kritik die jehnseits von gut und böse ist.
Solange der Verbraucher nicht umdenkt und bereit ist mehr Geld (das viele nicht haben) auszugeben, werden die wohlgeformten und makellos aussehenden (weil vergiftet, gedüngt und weiß der Kuckuck was noch alles) Produkte wie Obst und Gemüse weiter reißenden Absatz finden.
Da lob' ich mir doch mein Birnenbaum, mein Apfelbaum und mein Kirschbaum im Garten...
...die kommen erst gar nicht dazu braun zu werden..vorher alle gepflückt und gegessen..LG

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Ich finde es kompliziert, wenn Bio aus Brasilien oder China kommt, weil es dann nicht mehr ökologisch ist.
Wenn es dennoch ökonomisch ist, muß ich mir die Frage stellen, ob es nicht zu teuer ist.

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Klar ist vieles Geldmacherei. Auch glaube ich nicht, dass überall die Kontrollen für Bioprodukte greifen.
Zu den Hotels: Ich bin schon froh, wenn ich für den Preis anständige Qualität bekomme, und nicht "mariniertes Gammelfleisch"
.Aber irgendwie macht mir das doch ein schlechtes Gewissen, wenn die Menschen, um unseren Wohlstand zu erleichtern unter unwürdigen Bedingungen leben und arbeiten.
Aber das ist ein anderes Thema......und hier OT
Gruß mirius
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mirius wrote:
@Aber irgendwie macht mir das doch ein schlechtes Gewissen, wenn die Menschen, um unseren Wohlstand zu erleichtern unter unwürdigen Bedingungen leben und arbeiten.Gruß mirius
Dann musst du auch in Deutschland ein schlechtes Gewissen haben. Derm einen ist das Feinste vom Feinen aus dem Feinkostgeschäft gerade gut genug, der andere muß sich bei einer "Tafel" anstellen.
Aber zurück zum Thema: Ich schließe mich Mujer und Kirschii an. Wo Geschäfte unter dem Deckmäntelchen "Bio" gemacht werden können, werden sie gemacht. Was die Hühner bei einem Biobauern tatsächlich picken, weiß nur der Bauer selbst (oder hat sich vielleicht selbst mit angeblichen Bioprodukten veräppeln lassen).
Verschrumpelte Bio-Äpfel auf einem teuren Buffet - passt irgendwie nicht. 2 x pro Woche frische Handtücher
Oder Recycling-Papier auf einem "5-Sterne-Klo" 
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Hallo!
Mit diesem ganzen "Bio" - Sachen, ist auch schon eine Menge Schindluder getrieben worden. Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht über verschiedene Kontrollen bei denen man draufgekommen ist, daß gar nicht überall Bio drin war - wo auch Bio draufgestanden ist.
Und wenn man es schon so genau nehmen will, dann sollte man sich darauf beschränken, Obst und Gemüse aus heimischen Anbau zu kaufen. Denn alle Obst und Gemüsesorten die von weit oder nicht so weit her importiert werden, werden in den Ursprungsländern mit irgendwelchen Konservierungsmitteln behandelt, damit sie den Transport unbeschadet überstehen.
Ich für meinen Teil muß z.B. im Winter keine exotischen Früchte essen. Mir reicht da schon ein guter steirischer Apfel.Lg Ingrid
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Urlaub mit Bio Garantie.
Da braucht man nur auf der Homepage von Biohotels (mit Sicherheit genießen) schauen. Gibts sogar in Spanien. Dort kann man dann Bio-Urlaub machen. Ich denke mal das genügt.
Da weiß man dann auf was man sich preislich einläßt. Ich möchte jedenfalls nicht bei meiner Pauschalreise für Bioprodukte zahlen, die ich garnicht brauche, nur weil andere drauf Wert legen. -
Mujer wrote:
Weiß ich denn auch überhaupt, ob das überhaupt den Bauern zugute kommt, die sich da abrackern?Natürlich wissen das sehr wenige Verbraucher, aber es besteht auch die Möglichkeit sich zu informieren.

So bekommen Bio-Bauern von vielen Molkereien für ihre Milch 5 Cent extra Pro Liter.Einen wie ich meine sehr guten Artikel zum Thema Milchpreis gibt es hier .
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Auf meinem Urlaubshotel-Frühstückstisch wünsche ich mir Käse, Schinken, frisch gepressten Saft, frisches Brot, Tomatenscheiben, Obst und eine Kanne mit aromatischem leckeren Kaffee.
Bio-Produkte oder nicht, es muss nur gut schmecken.
Ich kaufe zu Hause keine Bio-Produkte - sondern beim Metzger/Bäcker meines Vertrauens.
Im Urlaub verlasse ich mich darauf, daß mein Hotel mir einwandfreie Gerichte serviert und gut ist's.
Gruß Reisemarie
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tja, und ich ganz umgekehrt
bei uns gibt es fast nur BIO, vor allem Obst, Gemüse, Fleisch(nur sonntags), Gewürze usw.
für Lebensmittel ist mir Geld nicht zu schade und wir geniessen es uns gesund zu ernähren
und ich freue mich wenn ich im Urlaub auf BIO Produkte treffen, oft ist es so in Österreich z.B. im Skiurlaub
für mich ist es kein Hype sondern eine Lebensweise