Unsere Steuergelder für Freikäufe ??
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Hallo,
wie sicher bekannt, hat es diesmal ein deutsches Paar getroffen, daß mit ihrer Jacht auf dem Weg von Ägypten nach Thailand war.
Und natürlich in Nähe der somalischen Küste langschippern mußte und natürlich von Piraten entführt wurde.Nun verlangt man Lösegeld!
Das Auswärtige Amt hat schon informiert, daß sie in dieser Angelegenheit aktiv werden.
Nun ist es sicher Verpflichtung nach unserem Grundgesetzt, Schaden von deutschen Bürgern fernzuhalten - egal, wo sie sich befinden.
Nur kann ich mich nicht richtig damit anfreunden, daß nun auch ein paar Cent meiner Steuergelder dafür draufgehen, obwohl man ja weiß, in welcher Gegend man dort rumgesegelt ist oder in welcher Problemregion man sich gerade befindet.
Will also sagen - daß sowas nicht sein mußte, wenn man verantwortungsvoll handelt.
Kurz - ich gebe für derartige "Rückkäufe" nur unter "Zwang" Teile meiner gezahlten Steuern hin !!Wie seht Ihr sowas ?
Erwin
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Muss dir da zustimmen. Es kann nicht sein, das jemand Urlaub in einem Krisengebiet macht und dann bei Vorkommnissen dieser Art wie selbstverständlich damit rechnen kann, das man ihm mit Steuergeldern aus der Patsche hilft. Es gibt nicht umsonst die Warnhinweise der Auswärtigen Amtes.
Meiner Meinung nach sollte man den Leuten gerne helfen, aber das Geld im nachhinein wieder zurück fordern. Wird bestimmt nicht komplett zu realisieren sein, sollte aber dem Betreffenden zumindest finanzell etwas weh tun, damit er das nächste mal darüber nachdenkt.
Ist ja nicht das erstmal, das man etwas über Piraten vor der Küste Somalias hört. Wenn mich nicht alles täuscht ist dort doch auch die Bundeswehr im Einsatz, oder?
Gruß
Stefan -
...aber das Geld im nachhinein wieder zurück fordern.
Keine Sorge, in manchen Fällen tut der Staat das sogar. Und zwar immer dann, wenn die Betreffenden nach ihrer Rückkehr mit ihrer Story Geld verdienen (also z.B. für Interviewrechte Geld nehmen usw.).
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Hallo,
soweit ich weiß wird eventuell gezahltes Geld ja, zumindest teilweise, zurückgefordert. Ansonsten bin ich aber der Meinung, daß unter gar keinen Umständen Geld gezahlt werden soll. Nur so wird die Masche uninteressant für die Kidnapper!
Die Frage wäre hier aber, inwieweit die Entführten unvorsichtig gehandelt haben. Bekannt ist es ja, daß es dort zu Entführungen kommt. Es kann aber auch kaum verlangt werden, daß die Yacht darum um ganz Afrika segeln muß. Konvois bzw. eine Begleitung wird ja, soweit ich weiß nicht angeboten.
Daher wäre erst einmal zu klären, ob die Leute hier etwas falsch gemacht haben. Dann versuchen zu helfen, aber niemals Geld zahlen.
Gruß
Berthold
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sicherlich muß/soll diesen Leuten geholfen werden. Niemals Geld zahlen kann auch unter Umständen den Tod zur Folge haben. Hat man bei verschiedenen anderen Entführungen schon gesehen. Ansonsten kann ich mich den Ausführungen von AEVFranke anschließen u. fände eine solche Handhabung gut.
LG -
Ich denke man muss einfach unterscheiden, unter welchen Umständen die Entführung passiert ist. Wenn jetzt jemand in Frankreich entführt wird, sehe ich das anders, als wenn sich jemand mehr oder weniger bewusst in so eine Gefahr begibt. Es gibt einfach Länder auf dieser Welt, in denen man mit Entführungen von Touristen rechnen muss. Da muss man dann auch selber abwägen, ob man solch ein Risiko eingehen will.
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@AEVFranke
eben, da muß man abwägen. Wenn sich jemand in solch gefährliche Gebiete begibt, muß er mit solchen Dingen ganz einfach rechnen. Nachher ist man immer schlauer. Aber so ist es mit vielen Dingen im Leben. -
Jackfruit wrote:
OK Holzmichel, wenn Du entführt werden solltest, werd ich keinen Cent für Dich locker machen. Versprochen!Wenn ich mich mal auf eine Bergwandertour in den Kaschmir oder per Motorrad durch den Jemen begeben werde, weiß ich um das vorhandene Risiko und habe das Testament vorsorglich schon vorbereitet!
Und werde von Niemanden was für meine "Befreiung" verlangen.
Da ich aber viel zu gerne lebe, richte ich mich nach den Vorgaben des Außenministeriums und werde dort eben nicht hinreisen !
Darin sehe ich auch verantwortungsbewußtes Handeln.Sollte ich natürlich auf einem Autobahnrastplatz in Frankreich und Co. entführt werden - o.k., dann würde ich auch gerne "befreit" werden....!

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Holzmichel wrote:
Jackfruit wrote:
OK Holzmichel, wenn Du entführt werden solltest, werd ich keinen Cent für Dich locker machen. Versprochen!Sollte ich natürlich auf einem Autobahnrastplatz in Frankreich und Co. entführt werden - o.k., dann würde ich auch gerne "befreit" werden....!

OK dann erübrigt sich ja die Diskussion ab jetzt!
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warum willst du partout nicht in deutschland entführt werden?

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Die waren wohl auf dem Weg von Ägypten nach Thailand in internationalen überwachten Gewässern. Da fahren auch Kreuzfahrschiffe und Öltanker herum - nix also mit "Urlaub in Somalia"
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Die deutsche Regierung ist verpflichtet unterstützend einzugreifen
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Kostenersatz ist auch gesetzlich geregelt
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Euch wollt ich hören wenn Beispielsweise in Ägypten oder Kenia oder anderen "beliebten" Urlaubszielen Unruhen ausbrechen und SELBSTVERSTÄNDLICH der deutsche Staat für sorgen muss dass die armen Touristen ausgeflogen werden.
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Nicht einfach ohne genauere Kenntnis der Faktenlage drauflosposten ...
LG Adriana
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Ein Artikel aus der FAZ:
"Die Gewässer vor Somalia gehören für die internationale Schifffahrt zu den gefährlichsten der Welt, weil Piraten immer wieder Schiffe und Boote überfallen. Wegen der Piratengefahr warnen internationale Behörden vor Schiffsverkehr in der Region. Auch die Bundesmarine ist dort im Anti-Terror-Einsatz Enduring Freedom eingesetzt".Und dies aus den Nachrichten zur Klarheit:
Deutsches Seglerpaar in Somalia entführt
Erneut ist vor der somalischen Küste eine Yacht von Piraten angegriffen worden. Dieses Mal nahmen die Täter ein Paar in ihre Gewalt und flüchteten mit ihm auf das Festland in die Berge. In ersten Berichten der somalischen Behörden war von einer dreiköpfigen deutsch-französischen Familie die Rede gewesen.
Somalische Piraten haben das Segelboot eines deutschen Paares gekapert und die beiden Urlauber in das Bergland der halbautonomen Region Puntland verschleppt. „Die Ausländer sind in unsere Gewässer eingedrungen“, sagte ein Sprecher der Piraten am Dienstagabend. Die Gruppe wolle „Steuern und Lösegeld“ für die Freilassung des aus Süddeutschland stammenden Paares, das mit seinem Segelboot von Ägypten unterwegs nach Thailand war.
In ersten Berichten der somalischen Behörden war von der Entführung einer dreiköpfigen deutsch-französischen Familie sowie eines französischen Kapitäns der Jacht die Rede gewesen.
Zur Höhe des geforderten Lösegeldes machten die Piraten zunächst keine Angaben. Den entführten Deutschen gehe es gut, sie sorgten sich jedoch um ihre Freilassung, hieß es. Die Piraten haben nach eigenen Angaben mit der Familie des Mannes telefonisch Kontakt aufgenommen. -
Adriana,
soweit ich aber gelesen habe, wurde von einem "Sprecher" dieser Piratenorganisation behauptet, daß die Jacht in "ihre" Gewässer eingedrungen wäre....!
Außerdem wurden sie in das Bergland von Puntland verschleppt, was meines Wissens irgendsoeinen Status der "Halbautonomie" hat !!Ich weiß jetzt nicht, wie breit die Wasserstraße an dieser Stelle ist, aber ich glaube schon, daß man sicher zu nah an oder in deren Gewässern war.
Wenn da soviel internationaler, bewachter Schiffsverkehr stattfindet, hätte es sicher auch Möglichkeiten gegeben, eine sichere Durchfahrt zu organsieren.Außerdem geht`s mir nicht prinzipiell um dieses deutsche Paar.
Es geht mir darum, daß es immer wieder Touris gibt, die offizielle Warnhinweise negieren, den entsprechenden "Kick" suchen und oft auch finden.Und dafür bin ich eben nicht bereit, mein Geld mit für die Rückkäufe ausgeben zu müssen - auch wenn´s das Grundgesetz so vorschreibt!
Und diese neuerliche Entführung gab mir nur den Anlaß, einfach mal "draufloszuposten" !!

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gastwirt wrote:
warum willst du partout nicht in deutschland entführt werden?

Gute Frage - über ein derartiges Szenario habe ich noch garnicht nachgedacht !
Ist ja schon vorgekommen, insbesondere auf AB-Parkplätzen ! -
Da es sich wohl auch um französische Staatsbürger handelt, wird der französische Staat federführend in den Verhandlungen zur Freilassung der Entführten sein.
Steuergelder: Für anfallende Kosten die das AA mit Sicherheit hat und sei es nur ein Dolmetscher der irgendeine Stammessprache der Wüste spricht sind gewisse Gelder in den Etat eingeplant.
Selbst wenn diese Gelder nicht ausgegeben werden fließen sie mit Sicherheit nicht zurück an den Finanzminister zur Senkung der Lohnnebenkosten.Das Geld ist im Grunde ausgegeben wenn der Etat des AA beschlossen wird.
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Hallo Freund,
in vielen von uns steckt eine erhebliche Risikobereitschaft.
Manche sind sich des Risikos nicht bewußt.
Andere reden es klein.
Man sollte ruhig mal zuhören, wenn darüber gesprochen wird,
wohin es im Urlaub geht und was man im Urlaub alles vorhat.
Argumente gegen einen solchen Urlaub werden nicht akzepiert.
Andere werden schnell zu Spielverderbern degradiert.
War froh als meine Tochter von einer Traveltour durch USA wieder
da war.
War damals alles Super. Heute, Jahre danach, wird schon ab zu mal
darüber gesprochen, daß man hier und da doch recht riskante
Situation überstanden hat.
Ich meine, wer in Risikogebiete reist, dem sollte wohl geholfen werden
aber die Kosten soll er auch voll erstatten.
Wenn der Betroffene dabei arm wird, selber schuld.
Die Gemeinschaft ist nicht dafür da, witzige Ideen zu finanzieren.
Einen schönen Tag noch
kurt -
Ich sehe das genau so wie du...es ist ja bekannt das dort piraterie herrscht...
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.....Ich meine, wer in Risikogebiete reist, dem sollte wohl geholfen werden
aber die Kosten soll er auch voll erstatten.
Wenn der Betroffene dabei arm wird, selber schuld.
Die Gemeinschaft ist nicht dafür da, witzige Ideen zu finanzieren.Leider werden aber auch Deutsche in nicht Risikogebieten entführt. Was machst Du mit diesen Kosten.

Jeder Deutsche hat das Recht zu erwarten das der dt. Staat mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dem Opfer zur Seite steht und der dt. Staat tut dies auch.
Vergesst mal die spektakulären Bilder und Meldungen von Geiselbefreiungen, die nur veröffentlicht werden wenn's klappt, und denkt eher an die ganze Arbeit im Hintergrund.
Witzige Ideen von Reisenden werden nicht finanziert, es werden "witzige Ideen" zur Rettung der Reisenden finanziert.