Arbeitslos geworden - deshalb auf Urlaub verzichten ??
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das habe ich schon so verstanden, aber ich meinte nicht holzwurm sondern holzmichel mit seinem letzten beitrag
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holzwurm wrote:
Und wenn ich verpulvern müsste dann wenigsten für einen gescheiten Urlaub als für sonstiges sinnloses Zeugs.Also so sinnlose Sachen wie Speisen, Getränke, Heizung, Miete, Strom, Kleidung, ja?
Mein lieber Herr Gesangverein, welch eine verquere Einstellung!
LG Adriana
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Hallo Adelaide,
Holzwurm meint sicher nicht diese Sachen, diie du hier aufgeführt hast.
Ich sehe es wie er. Sinnlose Sachen sind für mich z.B. das tägliche Bier trinken (oder -saufen), in Gaststätten oder Café´s rumhängen, tägl. 2 Schachteln Zigaretten rauchen (rauche leider zwar auch, aber nur etwa 10 Zigaretten/Tag. Ich weiß, noch zu viel!). Wir verzichten da lieber auf neue Möbel (so lange die Alten noch nicht auseinander fallen). Solche Sachen halt. Da wir in unserer Familie, inzwischen ja nur noch meine Frau und ich (Tochter hat selbst eine kleine Familie) das Jahr über recht sparsam (nicht geizig) leben, ist es uns eben möglich noch einen preisgünstigen Urlaub (keinen Luxusurlaub) zu machen! Also wir schädigen damit keine anderen Personen und dann ist es wohl meine (unsere) Sache ob wir in Urlaub fahren oder nicht! Wobei ja außerdem meine Frau noch einen Volltagsjob hat und Geld verdient (wenn auch nicht die Masse. Liegt aber nicht an ihr, sondern am AG oder besser unseren lieben Bonzen die es durch ihr geeiere ermöglichen das nicht mehr gezahlt werden muß für gute u. anstrengende Arbeit!!). Wie schon geschrieben, essen und trinken, Wasser und Strom verbrauchen usw. würden wir zu Hause auch!
LG und einen schönen Sonntag allen! -
@ Adelaide
Ich möchte dich einmal sehen, wenn du nach einem Jahr Arbeitslosigkeit mit ALGI dann ALGII bzw. Hartz IV bekommst bzw. dann nichts oder wenig bekommst, weil du noch Gespartes hast, wahrscheinlich würdest du dann auch erstmal Urlaub machen, damit du aufgrund deiner vorherigen Sparsamkeit nicht auch noch bestraft wirst.
Übrigens, bei Bedürftigkeit deiner Eltern und inzwischen auch deiner Schwiegereltern, bist du unterhaltspflichtig!!!
Viel Spaß beim Sparen für schlechte Zeiten für dich oder deine Eltern wünschtMoni
@ Glückskind
Genau das meinte ich, genau wie du. Aber ich glaube, Adelaide wird das erst verstehen, wenn sie mal in die Lage kommt.
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Brenni2000 wrote:
@holzmicheldu meinst also das durch staatliche Förderungen Urlaube ermöglicht werden sollen?
Zwar mit Einschränkungen, aber genau genommen "ja" !
Das hat jetzt zwar nichts mit meinem eigentlichen Thread-Thema zu tun, auch nicht mit der geschilderten Situation bei meinen Bekannten, aber mit der Sache "Urlaub".
In der ersten "Phase" einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit ist klar, dort bekommt man das ALG, hat noch ev. Rücklagen etc.. Was jetzt jeder Einzelne mit seinen, zur Verfügung stehenden Mitteln macht, sollte ihm überlassen werden. Und ich bin da der Meinung, daß da auch Urlaubsreise gemacht werden können - ist jedem seine Entscheidung - entsprechend kluges Verhalten setze ich da voraus.
Anders sieht es bei Hartz4-Empfängern aus, die bis auf Grundbeträge keine eigenen Rücklagen mehr haben, die monatliche Unterstützungsbeträge wirklich nur wir den Grundbedarf reichen.
Wenn jetzt diese Situation so ist, daß man in die "Stufe Hartz4" deshalb "abgestiegen" ist, weil keine Angebote an Arbeit gegeben waren - also nicht deshalb, weil man seinen "A..." nicht hochbekommen hat und lieber mit Bierbüchsen getränkt hat - , dann bin ich dafür, daß diesen Familien Zuschüsse oder gestützte Angebote für einen jährlichen Familienurlaub gemacht werden sollten. Natürlich alles im Rahmen.
Oder zumindest den Kindern aus diesen Familien würde ich einen fast kostenfreien Ferienaufenthalt ermöglichen, denn sie können nun garnichts dafür, daß ihre Eltern in diese Lage gekommen sind.Also so gesehen, zahlt der Staat dann einen Zuschuß für einen Urlaub für unverschuldet in Hartz4 gekommene Familien.
Und somit hast Du recht, daß wir diesen Urlaub finanzieren würden.Aber ich denke mal, daß in unserem reichen Land das Geld dafür übrig sein müßte - und wenn´s wir bei den Ausgaben "am Hindukusch" wieder einsparen !!
Meine Meinung mag sicher bei Vielen als reaktionär links und unbezahlbar gelten - aber wenn man selber Menschen in solchen Situationen kennt, fällt die Fordeung danach viel leichter !!
Ist jetzt aber tatsächlich stark OT, weil es nix mit der geschilderten Situation meiner Bekannten zutun hat.
So, nun macht mich fertig!
Und trotzdem allen einen schönen Sonntag !
Erwin - vielleicht ein Visionär
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Holzmichel wrote:
Erwin - vielleicht ein VisionärNein, ein Träumer, aber ein sympathischer, dessen Ansichten unsere Politiker sich zu Herzen nehmen sollten.
LG von Moni
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warum tut man hier immer so, als ob es diese angebote für bedürftige nicht gibt? ferienaktionen der arbeiterwohlfahrt, sehr preiswert, attraktive ziele! angebote vom kreisjugenring etc. im übrigen organisationen, die ich mit meinen FREIWILLIGEN beiträgen seit 2 jahrzehnten finanziell gut unterstütze!
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das hatte ich ja auch ganz weit vorne schon mal geschrieben, daß es sowas Ähnliches - auch für die Kinder - regional schon gibt.
Und das ist gut so !
Nur in meinem konkreten "Traum" ginge es natürlich darum, daß anspruchsberechtigte Familien tatsächlich jährlich einen gewissen "Unterstützungsbetrag" (in welcher Form auch immer) vom Staat erhalten.
Klar könnte man sich nun streiten, ob "Urlaub" auch zu den förderfähigen Grundbedürfnissen einer Harzt4-Familie gehört....!
Zumindest gehört es aus meiner Sicht - insbesondere dem Mitteilhaben in unserer Gesellschaft - für eine Famlie mit Kindern dazu !
Alles natürlich immer unter dem Blickwinkel, was sonst so alles hier im reichen Deutschland möglich ist (freue mich da schon auf unser neues wiederentstehendes "Berliner Schloß" - man gönnt sich ja sonst nix !
)Erwin
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gastwirt wrote:
nach 17 stunden arbeit am stück: zerpflückt bitte mal den beitrag von erika1!ZITAT OBEN)
ALLES EGAL? DIES IST EINE LEGITIMATION FÜR JEDE ART DER GELDBESCHAFFUNG!Falsch.
Und warum schreist Du?
Lässt Du Dir vorschreiben, wie Du Dein Geld auszugeben hast?
Für diese Versicherungs- und Sozialleistungen haben Bezieher Auflagen zu erfüllen, Nachweise zu erbringen u.ä.
Aber noch nie kam jemand auf die Idee, diesen Leuten vorzuschreiben, wo sie einkaufen müssen und wofür sie ihr Geld auszugeben haben.Von zusätzlichen staatlichen Leistungen, die den Leistungsbeziehern Urlaub ermöglichen, halte ich nichts. Vermutlich würde dann die Gerechtigkeit bald auf der Strecke bleiben.
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Erika1 wrote:
Vermutlich würde dann die Gerechtigkeit bald auf der Strecke bleiben.das muß nicht sein, Erika.
Bei meinem "Traum" gehe ich natürlich davon aus, daß wir zum einen ein Solidargefühl haben und natürlich auch alles auf nachprüfbarer Grundlage gerecht entschieden wird.
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Aber noch nie kam jemand auf die Idee, diesen Leuten vorzuschreiben, wo sie einkaufen müssen und wofür sie ihr Geld auszugeben haben.
Doch gab es mal.
Da bekamen sie kein Bargeld, sondern Einkaufsgutscheine, die konnten nur bei Aldi und Co. eingelöst werden.
Damit konnten nur Lebensmittel gekauft werden.
Die Mieten und Heizkosten wurden damals voll bezahlt.
Kleidergeld gabs auf Antrag. Ebenso Wohnungseinrichtungsgegenstände.
Die Totalsummen waren dadurch damals höher.Und es wurde kein Alkohol abgegeben.
Aber es musste dann gespart werden, daher gibt es heute nur den Satz
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Wenn jemand arbeitslos ist und vom Arbeitslosengeld und seinen eigenen Ersparnissen noch einen Urlaub finanzieren kann, soll er es machen. Essen und Trinken muss man schließlich auch zu Hause. Wie diese Familie mit ihrem Geld auskommt, geht niemanden was an. Ich halte es aber nicht für richtig, zusätzlich vom Staat dafür eine Zuwendung zu bekommen. So wichtig ist Urlaub dann doch nicht. Urlaubsreisen sind etwas schönes für die Freizeit, aber kein Grundbedürfnis wie Essen, Kleidung usw. Man kann nicht alles vom Staat finzanzieren lassen, irgenwo muss es Grenzen geben. Die Generation unserer Eltern ist nie in den Urlaub gefahren und hat es auch überlebt. Es gibt auch zahlreiche Familien mit Kindern, die es sich nicht leisten können, jedes Jahr wegzufahren.
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Meiner Meinung nach wäre es viel wichtiger, als stattlichen Urlaub zu fördern, das Geld dafür zu investieren, das Kinder satt werden. In Form von kostenlosem Mittagessen in Schulen und Kindergärten.
Welchen Sinn soll es machen, bedürftigen Familien einmal im Jahr einen Urlaub zu bezahlen und den Rest des Jahres weiß die Mutter nicht, wie sie was zu Essen auf den Tisch bekommen soll.
Ich kann mir auch nicht so richtig vorstellen, das Menschen die von Hartz-4 leben müssen, nichts dringenderes im Kopf haben als in Urlaub zu fahren.Gruss Rosi
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@rosi
wie hier schon abermals erwähnt (so auch das Eingangsposting) geht es um Leute, welche ALG 1 beziehen. Das diese nicht gesondert einen Urlaub bezahlt bekommen, versteht sich von selbst. Sie haben 18 Tage wo sie in den Urlaub können, aber diesen finanzieren sie dann selbst wie sie es schaffen durch Ihr ALG 1 Geld. Wenn eine Familie dies finanziell nicht kann, wird sie es mit Sicherheit auch nicht machen. Ansonsten sind doch die Folgen ganz klar absehbar, denn da nimmt auch ein Amt weiterhin keine Rücksicht. Und Harz 4 Leute, werden dies mit Sicherheit auch nicht können, logischerweise. Es sei denn es sind sonst irgendwelche Machenschaften im Spiel.
LG -
Wenn alle Gelder so speziell den Bedürftigen gegeben werden sollten, wie es hier teilweise schon angeklungen ist, dann müßten einige Staatliche Gelder hinzukommen, nicht nur das ALG und das Hartz4- Geld. Wie oft sieht man, oder kann man sich vorstellen kommt das monatlich gezahlte Kindergeld nicht bei den Kindern an 8sprich wird für die Kinder ausgegeben). Auch hier ist es leicht vorstellbar, dass die Eltern ihre Bedürfnisse (Alkohol, Zigaretten u.a.) damit finanzieren und wenn man sich die Kinder anschaut-
!?!?! Alles klar?
Also, ich denk mal, es gäbe da viel zu tun, für unsere Herren und Damen Politiker! Aber denen ist es ja wichtiger Rauchverbote auszusprechen, ihre Diäten zu erhöhen u. mehr oder weniger sinnlos in der "Weltgeschichte" herum zu fliegen!
Soll natürlich nicht heißen, dass ich es für richtig hielte, wenn alle Zuschüsse speziell nur für bestimmte Dinge ausgegeben werden können, denn dann wären wir wieder bei den Lebensmittelmarken (ältere Teilnehmer des Chat´s werden sie sicher kennen)! Wer will das schon???
Für bestimmte Sachen, z. B. beim Kindergeld gäbe es da sicher Möglichkeiten, z. B. Rabatte oder kostenlose Einkäufe bei Windeln, Kinderkleidung/ Kinderschuhe und Kindernahrung und dafür weniger Bargeld. Für die Betriebe die diese Leistungen erbringen müßten die eingesparten Gelder dann zur Verfügung gestellt werden! So oder so ähnlich könnte ich als "Normalsterblicher" Bürger das vorstellen. Darüber zerbrechen sich unsere Bonzen den Kopf aber nicht!
Ich glaub, ich bin schon wieder etwas vom Thema abgekommen?!?!
Sorry!
Ist halt ein Super Thema und soooooo vielseitig zu besprechen!
LG -
@Holzmichel
Ich denke, der eine oder andere fühlt sich in diesen '"Kreisen" unheimlich wohl, und will gar nicht dort hinaus. Sicher können einem die Kinder leid tun, die in diese Kreise hineingeboren werden. Aber wenn die Eltern kein Interesse haben, etwas zu tun, um ein besseres Leben führen zu können, die Chancen nicht ergreifen, werden auch sie bis zum Lebensende irgendwo unten herumkrebsen. Anders herum haben viele Schnapsideen, um schnell an Geld zu kommen, ohne viel dafür tun zu müssen. Mal eben selbstständig machen, Klamotten aus Indien online verkaufen, ohne sich Gedanken über Gewinne/Verluste zu machen. Hartz IV lässt grüßen. -
Hallo Carsten,
wie Du schon sagst steht einem ArbeitslosenUrlaub zu. Dieser wird im vom Arbeitsamt genehmigt. Also muss jeder der Arbeitslosengeld 1 bekommt selber wissen was er macht. Hier wurden aber schon des öftern Hartz-4 Empfänger angesprochen. Und nur darauf bezog sich meine Aussage.
Holzmichel hat sogar einmal über Grundrecht auf Urlaub gesprochen!
Gruss
Rosi -
Wir sind uns also jetzt einig, ALGI, ALGII und HartzIV Empfänger erhalten ihre Leistungen aus der Solidargemeinschaft, in die auch die meisten Betroffenen mal mehr oder weniger selbst eingezahlt haben.
Nun mal ein provokativer Gedanke
:Alle diejenigen, die noch über Einkünfte aus Arbeit, Renten oder Vermögen verfügen dürfen, zahlen für ihren daraus finanzierten Urlaub neben dem Treibstoffzuschlag der Airlines oder der Ökosteuer an der Tanke, noch einen speziell erweiterten Solidaritätszuschlag o.ä.
Dieser wird Erwerbslosen und Bedürftigen zugeführt, damit auch sie und ihre Kinder sich einen wohlverdienten Urlaub gönnen können.
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rosi0808 wrote:
Holzmichel hat sogar einmal über Grundrecht auf Urlaub gesprochen!das hatte ich aber in Bezug auf generelle unverschuldete Arbeitslosigkeit bezogen, daß jeder die Möglichkeit hat "Urlaub" zu machen, also auch mal nicht erreichbar sein für`s Arbeitsamt.
Urlaub will ich dann auch nicht nur mit Verreisen, daß kann genauso gut im Garten sein.
Und diesen "Urlaubsanspruch" gibt es ja als Arbeitsloser - wie in vielen Beiträgen geschrieben.Und liebe Rosi, es ist doch gar keine Frage, daß erstmal die Kinder bei Hartz4-Familien ordentlich satt werden müssen und man sicher ganz andere Gedanken als Urlaub hat.
Wenn das alles durch die gegebene, staatliche Unterstützung gesichert werden kann - leider ist es nicht immer so - was hindert uns denn daran, wenn wir als Staat mehr Geld für die Menschen zur Verfügung stellen, die schon fast am Ende des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Abstiegs angekommen sind.
Und da können - aus meiner Sicht - mal 14 Tage gemeinsamer Familienurlaub sehr viel mit beitragen vorallem für innere Gemüt dieser Familie, weil sich die Mutti mal keine Gedanken ums tägliche Frühstück machen muß, weils vielleicht auf dem Reiterhof in MeckPom im Frühstücksraum hingesetzt wird.Natürlich hilft das nicht aus dem Dilemma heraus, aber es schafft für Augenblicke bzw. ein paar Tage Lebensglück !
Ich sehe das doch so ähnlich immer wieder bei unseren Weihnachtsfeiern und Familienfesten unserer hiesigen Tafel.
Was denkt Ihr, was da für ein Lebensmut und Freude bei Kindern wie Erwachsenen herrscht, dort zusammen am gedeckten Tisch zu sitzen...!Natürlich weiß ich, wo und wie der Staat die zur Verfügung stehenden Gelder besser einsetzen müßte und könnte, um zu vermeiden, daß Menschen überhaupt in diese Situation kommen.
Nur zum einen habe ich mit meiner Meinung bei den verantwortlichen, machthabenden Stellen keine Lobby, daß das im ausreichenden Maße auch getan wird und andererseits sind es immer Mittel- oder Langzeiterfolge, die wir erreichen können.
Den Menschen, die jetzt keine Arbeit haben und in Hartz4 leben müssen, trifft es nicht.
Deshalb meine Meinung oder meinetwegen Traum, geeignete Urlaubsangebote auch für eine Hartz4-Familie erreichbar zu machen.Ich sage dabei auch garnicht, daß das klug und der "letzter Weisheit Schluß" ist, aber vielleicht ein schönes Beispiel, was man z.B. mit den Vorstands- und Diätenerhöhungsbeitragen oder den Kosten am Hindukusch auch machen könnte !!
Aber Ihr habt schon recht - es bleiben Träume !
liebe und versöhnende Grüße
Erwin