Organisierte Reise oder auf eigene Faust
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Hallo,
wir wollen nächstes Jahr eventuell die USA kennenlernen - nur waren wir noch nie überm großen Teich. Wir würden eventuell eine 3 Wochen Rundreise buchen. New York und Westen - ich will möglichst viel sehen.
Lieber würd ich aber selber auf eigene Faust einfach losfahren - nur mit nem groben Plan.
Unser Englisch ist nicht so der Hit - in London haben wir aber überlebt. Wir waren noch nie drüben und haben überhaupt keine Ahnung vom American Way of Life. Kann man es wagen einfach ein Auto zu nehmen und drauf los fahren oder ist das ne schlechte Idee?? In welche Fallen kann man besonders tappen und was muß auf jeden Fall geplant sein.
Dreu Wochen im Rudel schrecken mich nämlich doch ein bißchen ab.
Gruß
Mole
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Ich würde es auf jedem Fall wieder mit einem Mietauto machen, aber hier teilen sich die Meinungen genauso, wie bei - Motel vorbuchen oder nicht. Es gibt schon unzählige Threads, die dieses Thema behandeln - such doch mal ein wenig durch.
Hier einige, die ich in der Schnelle gefunden hab:
Erstbesuch
und noch einmal
das passt bezüglich Ost und WestUnd für die Planung der Rundreise gibt es auch schon viele, viele Threads, falls Ihr es auf eigene Faust machen wollt. Ich kann Dir auch gerne noch einmal den Link zu meiner HOMEPAGE geben, da ist unser Reisebericht mit allen möglichen Daten von 2007.
Viel Spass beim Durchwühlen
Eva-Maria -
Hallo,
New York würde ich separat machen, dafür braucht man schon 5-7 Tage.
Dafür würde ich die Südwestrundreise ausbauen.
Mit passablen Schulenglisch schlägt man sich hier ohne Probleme durch. man bedenke die USA sind ein Vielvölkerstaat und Einwanderungsstaat, auch dort gibt es Menschen, die kein Wort Englisch sprechen oder nur gebrochen. Die Verständigung war nie ein Problem, da schon eher das Verständnis für den "american way of life". Durch amerikanische TVSerien geschult, denkt man oft, das Leben dort, wäre wie hier. Weit gefehlt, man merkt daß man sich auf einem anderen Kontinent befindet.Das Reisen und damit das Autofahren, Essen und übernachten ist eines der leichtesten Dinge. Das kann man noch nicht mal in Europa haben. Jeder Amerikaner, der um Mitternacht in einer deutschen Stadt einträfe, hätte ein Übernachtungsproblem und auch ein Essensproblem, zumal er noch nicht mal ein Hotel finden würde, da die amerikanischen Städte immer nach dem gleichen Muster aufgebaut sind. Ein und Ausfallstrassen jeder Stadt werden u.a. von Motels und Esslokalitäten beflankt, man kann sie gar nicht verfehlen und es ist klar, daß sie auch geöffnet sind.
Das Abenteuer USA muß man LIVE erleben. Das sich treiben lassen ohne jede Sorgen um Unterkunft und Essen ist eines der vielen Vorzüge der USA Reisen. Das sich nach wenigen Tagen einstellende Erfolgserlebnis bezüglich der Sprache und das sich langsam einstellende Verständnis für den "american Way of Life" ist das, welches man neben den unsäglich vielen Eindrücken mit nach Hause nimmt. Um nichts in der Welt, würde ich das gegen eine geführte Rundreise eintauschen.
"no risk no fun"
Gruß Hans
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Hallo Hans,
toll geschrieben, besser kann man es nicht formulieren
Gruß
Frank -
Hallo,
schließe mich an. Würde nur den Südwesten machen, aber die Hotels von hier aus vorbuchen. Wenn ihr euch nicht so gut auskennt und nicht sicher in der Sprache seid, ist das erheblich einfacher. Generell werdet ihr dennoch gut zurecht kommen. Aber es schadet nicht, wenn ihr euch einen Reiseführer zu legt. Viele Infos bekommt man aus dem Internet, aber es ist nicht schlecht, alles auch während der Reise nochmals nachzulesen. Ich mag gerne die Reiseführer aus dem Know-how Verlag, als Beispiel.
Ihr werdet u. U. nie mehr was anderes machen wollen.....

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Ich bin auch dafür, alles auf eigene Faust zu machen. Auch ich war vor 12 Jahren zum 1. Mal in den USA. Hab nix geplant, außer den Rückflug 6 Wochen später... Das war mein absolut genialster Urlaub!!!
Ungefähr die Route zurechtlegen, viele Reiseberichte lesen, Reiseführer kaufen und eventuell noch ein kleines Zelt einpacken, da kann dann bestimmt nix passieren!!! -
Hallo,
danke schonmal für die Tips. Habe nun schon einge Reiseberichte durchgelsen und es steht fest, wir machen die Westküste - wenn wir es bezahlen können G Die Rundreise wäre nur eine Alternative, falls auf eigene Faust einfach zu teuer wird.
Gibt es hier irgendwelche Anhaltspunkte nach denen man ein wenig rechnen kann??? Uns reichen sehr einfache Motels und Fast Food - wir haben also keine hohen Ansprüche. Braucht man zwingend einen 4-Rad???
Gruß
Mole
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Hallo!
Leider liegt meine Amerika Reise auch schon ein paar Jahre zurück, aber wir waren mit dem Flugzeug unterwegs.
Von Deutschland aus haben wir uns die Städte herausgesucht, uns dort Zimmer gemietet und sind dann mit einem Flugticket von einem Ort zum anderen geflogen. Es gab damals ein Flugticket, welches man 30 Tage nutzen konnte für einen einmaligen Betrag. Innerhalb der Städte haben wir den Rest dann per Bus oder U-Bahn bewältigt.
So konnten wir viele Städte sehen und hatten nicht so lange Anfahrtswege.
Wenn Du natürlich mehr von der Landschaft sehen möchtest, wäre Auto, Motorrad oder Bahn schon die bessere Alternative.
Natürlich gibt es auch noch den Überlandbus (Greyhound) doch da bist du natürlich stundenlang unterwegs.
Kommt also ganz darauf an, was ihr möchtet.LG
Lukkida -
Hallo Mole,
bezüglich Deiner Fragen zu den Kosten findet man in anderen Threads auch schon eine Menge Hinweise.
Eine selbst organisierte Tour muß keineswegs teurer sein, aber Du weißt natürlich nicht so genau, wieviel es am Schluß tatsächlich kosten wird, zu knapp sollte man da nicht kalkulieren, zumal der Dollar in letzter Zeit wieder teurer geworden ist.
Aus meiner Sicht gibt es eine Falle, in die die meisten USA-Ersturlauber tappen: sie unterschätzen die Größe des Landes, die immensen Entfernungen, die man zurücklegen muß. 3 Wochen hört sich ja erst mal viel an - bei den Dimensionen des amerikanischen Westens sind aber 3 Wochen sehr wenig. Ich rate Dir daher dazu, Dich mit der Lage der Städte, Nationalparks usw. mit Hilfe einer guten Karte gut zu beschäftigen, damit Du eine Vorstellung davon bekommst, wo alles liegt und wie weit Du jeden Tag fahren kannst - in 3 Wochen ist natürlich nur ein Standartprogramm mit einigen der Hauptsehenswürdigkeiten möglich.
Einen 4WD brauchst Du nicht, es sei denn, Du möchtest in besonders abgelegene Parks usw.(bei einen Erstbesuch eher unwahrscheinlich), in denen man schon mal nur unasphaltierte Straßen vorfindet, aber auch diese sind in den meisten Fällen mit einem normalen PKW befahrbar. -
Hi,
habe mir jetzt erstmal einen großen Reiseführer der Westküste bestellt. Sind wohl auch viele Karten und Planungshilfen dabei.
Schwierig ist es für mich halt schon ein wenig, die Kosten abzuschätzen. Da hätte ich mit der Rundreise halt mehr Sicherheit - allerdings die Vorstellung 21 Tage mit einem Rudel unterwegs zu sein......gruselig - bin eher nicht so der gesellige Typ.
Könnt Ihr mit denn einen Tip geben, zu welche Zeit man am günstigsten wegkommt. Wenn man sich neu mit dem Thema beschäftig ist es halt doch alles recht umfangreich und man bekommt schnell kalte Füße.
Gruß
Mole
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Warum bekommst Du kalte Füße?
Du wirst hier doch von allen ermuntert, es auf eigene Faust zu machen - die USA sind das ideale Reiseziel dafür, vorausgesetzt man kann zumindest einigermaßen englisch.Ich würde die Reise dann planen, wenn die Jahreszeit dafür geeignet ist, und nicht dann, wenn Du am billigsten wegkommst. Mai/Juni ist z.B. eine gute Reisezeit. Las Vegas solltest Du nicht an einem Wochenende besuchen, dann sind die Hotelpreise zu hoch.
Unterkünfte direkt in den Nationalparks sind auch teuer und in der Regel nur mit langer Vorausbuchung zu bekommen, daher kannst Du hier sparen, wenn Du jeweils eine längere Anfahrtszeit in Kauf nimmst, z.B. beim Besuch des Grand Canyons in Williams oder Flagstaff übernachten. Auch in den Großstädten sind gut gelegene Hotels meistens teuer, dann mußt Du halt abwägen, was Dir wichtig ist. In San Francisco ist eine gute Lage mM nach sehr wichtig, in LA kommt es nicht so darauf an, da man soweiso weite Strecken mit dem Auto fahren muß.
Bitte bei der Kostenplanung auch berücksichtigen, dass in den USA die Preise in der Regel ohne Steuer ausgeschrieben sind und hohe Trinkgelder gezahlt werden (mindestens 15%).
Falls Dir die finanzielle Seite zu unsicher ist, würde ich die meisten Übernachtungen doch vorausbuchen. -
Also bei den Motels musst du mit ca. $50.- pro Nacht und Zimmer rechnen (also man zahlt fürs Zimmer, nicht für die Personen!!).
Wir haben immer unser kleines 2-Mann Zelt dabei. Campen in den Parks ist ein tolles Natur-Erlebnis und auch sehr günstig (ab $ 10.- pro Zeltplatz). Und die Campingplätze sind mit den europäischen nicht mal annähernd zu vergleichen und wirklich wunderschön!!Essen, wenn ihr auf Fast Food steht, ist mit etwa $10-15.- pro Tag, pro Person möglich.
Was teuer ist, sind "schöne" Restaurants a la Europa.
Eine Alternative zum totalen Fast Food sind die "Family-Restaurants" wie IHOP oder Dennys...
Teuer kommt auch, sich im Supermarkt mit schönem Obst, knusprigem Brot, Salaten oder gutem Schinken/Salami (für ein Picknick z.B.) eindecken zu wollen. Da fahrt ihr echt am Billigsten mit Fast Food! -
Motels für 50$ gibt es aber nicht gerade oft. Selbst in primitiven Unterkünften im 1-2-Sterne-Bereich habe ich im Westen in den letzten 1-2 Jahren so gut wie nie unter 80 bis 100$ + Tax für ein Zimmer gezahlt.
Dieses Jahr hatte ich in New Mexico einmal ein Zimmer für diesen Preis, das war aber die allerletzte ********, weil ich in dem Ort nichts anderes mehr finden konnte. -
Je nach Anspruch möchte ich doch sagen, dass eine selbstorganisierte Tour günstiger kommt. Ist ja logisch, wenn man jemand für mich die Tour plant, möchte dieser + das Reisebüro auch dafür bezahlt werden. Eine Bekannte von mir hat schon häufiger feste Rundreisen mit Pkw aus dem Katalog gebucht, ich habe unsere Rundreisen in erheblich besseren Hotels zum günstigeren Preis geplant bzw. durchgeführt.
Um die Kosten besser überblicken zu können, empfehle ich deshalb auch die Hotels von D aus vorzubuchen. Die Angebote in den Katalogen sind preislich wirklich ok. Man kann die Route nach Routen im Katalog planen und kann dann (was ich empfehle) öfter noch eine Übernachtung einlegen, damit man an einem Tag nicht mehrere Parks durchfahren muß. Da hat man ja wirklich nichts davon.
Die Flüge sehr früh buchen. Die Preise werden nicht günstiger. Im Internet oder in den Katalogen sind Preise für Mietwagen drin. Man braucht wirklich kein Allrad, damit darf man sowieso nicht außerhalb der geteerten Straßen fahren. Das steht so im Mietvertrag. Sollte man es dennoch tun, auf eigene Gefahr und Kosten. Wenn du Flug und Mietwagen hast, fehlt noch Hotel. Sieh dir die Preis im Katalog an. Dann fehlt noch Bezin, das ist abhängig von den Entfernungen. Essen gehen = haben die anderen schon was geschrieben, da kann man recht günstig essen. Bitte das von Susanne erwähnte Trinkgeldthema beherzigen!
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Susanne xyz wrote:
Motels für 50$ gibt es aber nicht gerade oft. Selbst in primitiven Unterkünften im 1-2-Sterne-Bereich habe ich im Westen in den letzten 1-2 Jahren so gut wie nie unter 80 bis 100$ + Tax für ein Zimmer gezahlt.
Dieses Jahr hatte ich in New Mexico einmal ein Zimmer für diesen Preis, das war aber die allerletzte ********, weil ich in dem Ort nichts anderes mehr finden konnte.Da hat Susanne recht. Ein anständiges Zimmer Kategorie Motel 8/Days Inn kostet das. Natürlich haben wir eine solche Kategorie auch schon für 60 -70$ bekommen. (In Page, In Las Vegas, in Reno, in Tucson, in Yuma) In Williams kostete ein Motel 8 bereits 100$ und am Sequoia 200$ für ein Best Western. Am Wochenende haben wir immer zwischen 100 und 200$ bezahlt. Daher ergibt sich ein Schnitt von 100$ täglich, sowie nochmals
100$ täglich für Benzin, Essen, Telefonkarten und sonstiges. Dazu kommen Leihwagen und Flüge. Unter 5000 Euro muß man bei einer solchen Reise schon Abstriche in Kauf nehmen. Eine Rundreise mit dem Bus + Flüge, ist nicht günstiger und bei einer geführten Tour, hat man zumindest die Unterkünfte vorher klar beziffert. Trotzdem bleiben auch hier die Nebenkosten und das ein oder andere möchte man auch vielleicht mit nach Hause nehmen. Ich denke mal eine Reise unter diesem Preis macht nur Stress.Gruß Hans
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Selbst Motel 6 ist kaum für 50$ zu bekommen, und das ist low budget Motel. Zum schlafen reichts, aber manchmal möchte man schon was netteres ab und zu. Auch wenn man dann nicht soo flexibel ist, an manchen Orten lohnt es sich vorzubuchen bzw. es so zu legen das man nicht ausgerechnet am Wochenende dort ist. (Insbesonder Nationalparks und Las Vegas).
Wie schon gesagt wurde, kann es sich aber auch lohnen am Grand Canyon in Williams oder Flagstaff zu übernachten. Für den Bryce Canyon (falls das mit in der Planung ist) kann ich den Ort Tropic empfehlen, nur 10 Minuten weg und einige Übernachtungsmöglichkeiten die günstiger sind als direkt am Bryce Canyon. Für Yosemite eignen sich Lee Vining und Groveland (sofern man den Tioga Pass fährt). -
Wenn man in Hotels der Kategorie Motel 6 / Motel 8 möchte, dann reicht das vor Ort buchen, auch möglich übers Internet, wenn man gerne Planungssicherheit haben möchte. Ich möchte meine Aussage von weiter oben deshalb relativieren. Diese werden in den Katalogen nicht so häufig angeboten (kann mich nicht erinnern, da diese für uns nicht wichtig waren).
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Hallo,
dane für Eure vielen Ratschläge. Wenn ich mit 5000 Euro hinkommen würde, wär das für uns in Ordnung.
Wie sieht es denn im September aus? Kann man da noch gut gehen??? Was ist eigentlich zu Übernachtungen auf Campingrounds zu sagen? Wie läuft das ab und ist das so wie hier auf den Zeltplätzen - wir könnten uns auch gut vorstellen, die eine oder andere Nacht in einem Zelt zu verbingen. Wie gesagt wir sind nicht anspruchsvoll und wenn man einen guten Zeltplatz hat, kann das besser sein als manch gammeliges Hotel.
Hat jemand Erfahrung mit Camping. Wie ist das eigentlich mit dem Mieten eines Wohnmobils - da ist man in den Städen doch ein bißle blöd dran oder???
Gruß
Mole
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Ein Wohnmobil mieten kommt euch keinesfalls billiger als in Hotels zu schlafen! Mietpreis, Benzin, Campingplatz, da kann ein Motel günstiger kommen!
Für uns war das Zelt immer eine tolle Alternative. Wunderschöne Campingplätze gibt es in den National Parks und State Parks (Preis ca. $10-30). In den National Parks sind sie in der Hochsaison aber meist ausgebucht, da haben wir oft von hier aus schon telefonisch reserviert (z.B. Grand Canyon). Allerdings wenn ihr im September fahren wollt, wird es nicht mehr sooo voll sein!
Dann gibts noch private Campgrounds (KOA, Preis ab $25), die meist sehr gut gelegen sind und gute Infrastruktur haben (Restaurants, Shopping, sehr saubere Waschräume, Waschmaschinen...). Dort sind aber meist die Zeltplätze nicht so schön und einsam wie in den Parks.