Hallo Günther,
Du beziehst Dich auf meinen Beitrag, ich erlaube mir dazu Fakten zu nennen die ich selber erlebt habe und immer wieder erwähnt werden:
Kulinarik – der größte Schwachpunkt des gesamten Resorts:
So schön Insel, Zimmer und Natur auch sind – beim Essen beginnt das eigentliche Problem. Das Hauptrestaurant ist aus meiner Sicht unter jeder Kritik und für diese Preisklasse eine massive Enttäuschung.
Das angebotene Essen hat nichts mit einem Malediven-Resort dieses Niveaus zu tun, sondern erinnert eher an billige All-Inclusive-Anlagen (Ägypten um 500€ für 7 Tage).
Frühstück:
Ein schlichtes internationales Standardbuffet ohne Abwechslung oder Highlights: Baked Beans, Eierstation, Pancakes, günstiges Weißbrot, Fruchtsäfte aus Kanistern. Obst beschränkt sich meist auf Wassermelone und Ananas – also das billigste Minimum.
Mittagessen:
Trockener, günstiger Rifffisch, Pasta, Burger, etwas liebloser Salat, Fast-Food-Charakter. Kein Anspruch, keine Raffinesse.
Abendessen:
Nicht besser. Der viel beworbene „Seafood-Corner“ bestand überwiegend aus trockenem Rifffisch. Gelegentlich Garnelen – ungeschält, ungeputzt, mit langen Wartezeiten und minimalem Ertrag. Krabben wurden halbiert serviert: viel Schale, kaum Fleisch.
Eine Paella war kulinarisch kaum als solche erkennbar: gelber, trockener Reis mit Schalenresten – ungenießbar.
Das kleine Strand-À-la-carte-Restaurant ist die einzige kulinarische Ausnahme: Hier wird gut gekocht, hier stimmt die Qualität. Leider ist es sehr klein, Termine sind rar, die Karte minimal.
Sonderbuffets und gutes Essen werden teuer extra verrechnet (100–200 USD pro Person).
Besonders negativ fiel das offene Zwei-Klassen-System auf:
Gäste ohne Armband gelten sichtbar als zweite Klasse, Gäste mit grünem Armband (Wiederholer) als erste. Stammkundenpflege ist legitim – aber Erstgästen das Gefühl zu geben, weniger wert zu sein, ist fatal.
Am Buffet wurden Gäste mit grünem Band offen vorgereiht, eines Abends gab es einen netten empfang am Strand -> Cocktails am Strand waren „nur für Gäste mit grünem Band“ erhältlich -> Stammgastparty / geschlossene Gesellschaft. Und das bei „Premium All Inclusive“. Das ist schlicht respektlos.
Getränke – ebenfalls enttäuschend:
Positiv: Marken-Softdrinks.
Negativ: Das Bier ist kaum genießbar (Ausnahme: Heineken aus der Minibar).
Frisch gepresste Säfte: wenig Auswahl, stark verdünnt.
Cocktails bestehen überwiegend aus Fertigmischungen. Eine „echte“, frisch gemixte Piña Colada kostet 8 USD Aufpreis.
Die Insel ist traumhaft, die Natur außergewöhnlich – doch bei Essen und Getränken wird massiv gespart, um den Profit zu maximieren. Für ein Resort in dieser Preisklasse ist das nicht akzeptabel.
LG
Vadder