3287 Ergebnisse für Suchbegriff Brasilien
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Irgendwie, irgendwo, irgendwann...
Nein, das soll kein Werbethread für Nena werden und ich arbeite auch nicht für HolidayCheck...
Mich interessiert, ob sich Eure Reisegewohnheiten langfristig wegen Corona ändern werden. Bleibt Ihr nun lieber in Deutschland oder sagt Ihr Euch "Nun erst recht!". Wenn wieder Normalität eintritt, geht's erst einmal nach Australien, Brasilien, Curaçao, Dänemark oder doch lieber nach Eckernförde?
Ich hatte im letzten Jahr wirklich Glück.
Unseren Skiurlaub konnten wir Anfang Februar noch völlig unbefangen in einem zugegebenermaßen eher ruhigem Ort genießen. Im März brach dann Corona mit aller Wucht über uns alle ein.
Unser Flug nach Zypern wurde für den Sommer 2020 ersatzlos gestrichen. Da das abzusehen war, konnten wir aber unsere gebuchten Quartiere ohne Kosten vorher stornieren. Kurzentschlossen buchten wir die Flüge um nach Chania, Kreta und verbrachten dort zwei tolle Wochen in einem Ferienhaus. Wir fühlten uns dort sicherer als zu Hause. Mit Maske einkaufen war für uns schon selbstverständlich, als sich die meisten anderen Touristen noch nicht daran hielten. Strände und Restaurants waren leer, man fand immer einen Platz.
Nach langem Bangen konnten wir dann unseren Herbsturlaub nach Zypern antreten. Auch hier kam es zu Flugumbuchungen. Dieses Mal für uns Glück im Unglück - statt 11 Tagen "mussten" wir nun 14 Tage auf der Insel verbringen. Aufgrund der Situation war es auch kein Problem, für die zusätzlichen Tage ein Quartier zu finden. Meine Tochter ist der Meinung, dass das "der beste Urlaub ihres Lebens war". Das Nervenaufreibenste war, dass man den "Flight Pass" erst 24 Stunden vorher beantragen konnte. Danach hatte ich den Urlaub auch bitter nötig...
Wir waren jedenfalls froh, dass wir an unserer Flugreise festgehalten hatten. Bei der Einreise mussten wir einen Corona-Test machen. Klar, dauert und nervt. Wenn man als "Belohnung" allerdings zwei traumhafte Sommerwochen im Oktober auf einer gastfreundlichen Insel verbringen kann, dann ist es das wert.
Zumal Freunde und Bekannte, die auf Empfehlung hin ihren Herbsturlaub in Deutschland gebucht hatten, in die Röhre guckten. Die Berliner mussten zu Hause bleiben, die Kollegen, Mitschüler und Verwandten aus Brandenburg durften hingegen fahren...
Doch was ziehe ich daraus für 2021?
Als Familie mit schulpflichtigem Kind bucht man eigentlich schon immer ein Jahr im Voraus. Das haben wir auch im vergangenen Jahr so gehandhabt. Wir saßen 2020 im Urlaub auf Kreta und haben für 2021 die Flüge nach Zypern gebucht. Ich muss Euch nicht sagen, dass die schon verschoben, storniert und umgebucht werden mussten. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich bin ein absoluter URLAUBER, gerne auch Fernreisen, seit Kind aber mehr Europa. Aber inzwischen ist bei mir eine kleine Buchungsmüdigkeit eingetreten. Ich habe nach wie vor Lust auf Reisen, aber wie viele andere auch bin ich inzwischen verunsichert. Es macht mir gar keinen Spaß mehr, nach neuen Destinationen zu gucken, weil ich gar nicht weiß, wie sich die Reisebranche zukünftig entwickelt.
Dabei habe ich noch etliche Wunsch- und Wiederholungsziele auf der Liste!
Wie sieht's bei Euch aus? Abwarten und Traumziele sichten? Aufschieben, aber nicht Aufheben? Oder ein totales Umdenken?
3 Monate als Studentin durch Südamerika
Hallo Janika
Bei der Planung deiner Südamerika Rundreise solltest du auch Venezuela in Betracht ziehen. Venezuela ist für mich das schönste und abwechslungsreichste Land Südamerikas. Und das in jeder Beziehung. Bedingt durch meine langjährigen Tätigkeiten als Projekt-Ingenieur in verschiedenen südamerikanischen Staaten, kann ich das einigermassen beurteilen. Vorausgesetzt allerdings, man meidet die, vom Massentourismus leider überlaufenen AI-Destinationen wie z.B. die Isla de Margarita & Co. Ein Venezolaner sagte mir einmal: “Auf diese Insel kannst du verzichten, es gibt schönere Orte!“ Und ich musste ihm Recht geben. Aber die Meinungen gehen diesbezüglich diametral auseinander. Und das ist auch gut so.
Individuelles Reisen kreuz und quer durch das Land auf eigene Faust, mit dem gut ausgebauten Flug- und Bussystem und den günstigen Sammeltaxis bis in die hintersten Winkel sind mit ein wenig Flexibilität und einer Portion Abenteuergeist problemlos möglich. Herbergen von einfach bis luxuriös findet man überall.
Noch etwas zum Thema: Sicherheit. Überfälle auf Touristen gibt es wie auch in unzähligen weiteren Ländern in Europa und Übersee, leider auch in diesem Land. Nicht selten von den Medien aufgebauscht. In der Regel sind aber die “Touris” mit ihrem Verhalten selber schuld. Allerdings würde ich nach Einbruch der Dunkelheit gewisse Quartiere mit schlecht beleuchteten einsamen Strassen in größeren Städten, allen voran Caracas meiden. Man muss dass Schicksal ja nicht unbedingt herausfordern.
Aber dieses faszinierende Land hat einiges zu bieten. Traumhafte Karibikstrände, alte Kolonialstädte, die Andenregion mit schneebedeckten „Hügelchen!“, die Llanos, auch in der Regenzeit ein Erlebnis, der geheimnisvolle Dschungel, das Orinoco-Delta und natürlich die Tafelberge beim Salto Angel, um nur einige Ziele zu nennen, faszinieren mich immer wieder.
Auch ein Trip zu den verschiedenen Indiostämmen, die Neckermann & Co zum Glück noch nicht entdeckt haben, hat seinen Reiz. Ich denke dabei an die Motilonen im Grenzgebiet zwischen Venezuela und Kolumbien und an eines der letzten Naturvölker der Erde, den Yanomami im Grenzgebiet zwischen Venezuela und Brasilien. Allerdings benötigt man dazu gute Beziehungen zu staatlichen Organisationen zum Schutz der indigenen Bevölkerung und eine entsprechende Begleitung und Zeit. Viel Zeit! Die Zivilisation ist jedoch auch bis hierher vorgedrungen. Mit negativen Folgen -- denn Goldgräber Abenteurer haben sich nie um das Heil der lokalen Bevölkerung gekümmert. Und es ist leider auch nur eine Frage der Zeit, bis der Druck auf die Regionen angesichts ihrer Bodenschätze wieder zunehmen wird.
Abschliessend noch ein Tipp: Solltest du Venezuela bereisen, besuche die Standorte von Schweizer- und Deutschen Unternehmen. Erkundige dich via Internet und Konsulate, wo sich die über das Land verteilten Niederlassungen, Zweigbüros und je nach Sparte auch die Produktionsstätten befinden. Wir haben interessierten Landsleuten, die uns hin und wieder besuchten, vorausgesetzt die gegenseitige Chemie stimmte, gerne mit Rat und Tat weiter geholfen. Viel Glück!
Sorry, meine Antwort, enthaltend auch die indigene Bevölkerung ist etwas lang ausgefallen, aber ich bin nun mal ein Fan von Venezuela.
So oder so, Südamerika, egal ob Venezuela, Peru & Co, ist immer wieder eine Reise wert!
Gruss
Pesche