Beste Tageszeit zum Fotografieren?
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Hallo allerseits,
Habe noch kein ähnliches Thema gefunden, daher stelle ich mein Anliegen einfach mal so in den Raum...
Mit meiner Nikon Spielgelreflexkamera bin ich immer auf der Jagd nach dem perfekten Foto... leider passiert es mir gelegentlich, dass ich bei der entsprechenden Sehenswürdigkeit zur "falschen" Tageszeit auftauche - ergo, ich schaue/fotografiere genau gegen die Sonne und das Gebäude wird auf dem Foto extrem dunkel und das ganze wirkt extrem unnatürlich...
Meine Frage daher: gibt es irgendeine Möglichkeit, herauszufinden, zu welchen Tageszeiten sich solche Pannen vermeiden lassen, also man die Sonne hinter sich hat? Vielleicht eine Karte-Himmelsrichtungen-Sonnen-Taktik oder so etwas in der Art?Fliege demnächst nach Paris und möchte unbedingt schöne Fotos - hat vielleicht jemand Tipps zu dieser Stadt im Speziellen? Wann sollte ich welche Sehenswürdigkeit aufsuchen?
Das Ganze mag vielleicht komisch klingen und erfahrenere Fotografen unter euch werden sich wohl bei meinem Beitrag an die Stirn fassen... aber bitte habt Erbarmen
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"Im Osten geht die Sonne auf,
im Süden ist ihr Mittagslauf,
im Westen wird sie untergeh'n,
im Norden ist sie nie zu seh'n."Diese Information plus ein wenig Recherche (z.B. mit Hilfe von Google Maps) , dann hast Du immer die Sonne im Rücken.
Und wenn nicht, dann machst Du halt diese millionenfach fotografierten Postkartenmotive nicht, kaufst Dir eine Ansichtskarte und machst bewusst ganz andere Fotos: https://www.flickr.com/photos/nodurians/8341787894/in/set-72157630192342328
Paris vom Sacré Coeur am frühen Morgen - am besten vor dem Frühstück - ist sehr schön:
https://www.flickr.com/photos/nodurians/7401231418/in/set-72157630192342328Flickr ist generell zur Vorbereitung ein Segen. Man sieht ja in den EXIF-Infos der Bilder die Uhrzeit und das Datum. Ist mühsam, aber das "perfekte Foto" macht man eben nicht so im Vorübergehen.
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Hallo allerseits,
Danke chriwi, sowas in der Art habe ich mir auch schon gedacht. Bin nun seit ein paar Tagen wieder zurück und muss sagen, dass die "Google Maps" Taktik relativ gut geklappt hat. Sacre Coeur ist sich morgens leider nicht ausgegangen, aber am späten Nachmittag hatte ich auch tolle Fotos bekommen.
Manche Motive, wie den Eiffelturm, kann man ja Gott sei Dank von mehreren Seiten aus fotografieren - da muss man sich nicht ärgern, wie schön
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Zuerst muss man anmerken: es gibt nicht das perfekte Rezept für ein "perfektes" Foto. Fotografieren ist keine Mathematik, die nur ein korrektes Erlebnis erlaubt. Das "Auge fürs Motiv" ist entscheidend für ein gutes und vor allem interessantes Foto.
Generell muss man sagen, dass die hochstehende Sonne zur Mittagszeit mit hohem Blauanteil eher ungünstiger ist als eine schräger stehende Sonne am Morgen oder Abend. Heute sind wir sehr verwöhnt von wirklich hochprofessionellen Fotos in Werbung und in Zeitungen und Magazinen, so dass wir erwarten, solche Aufnahmen mal eben so im Vorbeigehen machen zu können. Die Fjorde Norwegens erstrahlen stets unter blauestem Himmel und das tut auch der Turm von Pisa oder das Kolosseum in Rom so. Dass aber hier Fotografen oft tage- oder auch wochenlang auf solche Gelegenheiten warten mussten, manchmal sogar die Ergebnisse von mehreren Reisen zu einem Fotowerk zusammengefasst werden, macht sich der geneigte Betrachter selten bewusst.
Begegne ich auf Reisen einem besonderen Bauwerk, dann versuche ich es mir fotografisch zu "erarbeiten". Ich teste verschiedene Entfernungen und Blickwinkel, nach Möglichkeit umrunde ich es und widme mich dann noch intensiver den Details. Alles in der "Totalen" zu fotografieren ist sicher für den ersten Schnappschuss ganz nett, aber die Schönheit und die Detailversessenheit der Erbauer eines Gebäudes offenbart sich oft erst bei genauem Hinsehen. Oft kehre ich auch zu anderer Tageszeit an einen Ort zurück, um weitere Fotos zu schießen. Den Lauf der Sonne kann man dann vor Ort schon abschätzen und sich vorstellen, wie es ein paar Stunden später aussieht.
Wenn ich an bestimmte Motive denke, die ich in letzter Zeit intensiv fotografierte (Tower-Bridge - London / Radioteleskop Effelsberg / Teatro Romano - Malaga etc...) - da kommen pro Motiv schon mal -zig bis hunderte Fotos zusammen. Wie schön, dass man heute keine Filme mehr kaufen muss g
Für das "geschulte" Auge empfehle ich eine guten Foto-Kurs unter Anleitung eines Profis. For so etwas gibt es auch spezielle Reiseangebote.
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Das mit den oftmals 100 Fotos kenn ich nur zu gut. Schau sie mir dann am Laptop immer ganz genau an und waehle das beste aus, waehrend meine Freunde dann oft meinen, die Fotos wuerden sowieso alle gleich aussehen

Aber ja, auch ich habe Sehenswuerdigkeiten schon zu verschiedensten Tageszeiten besucht und aus mehreren Perspektiven fotografiert. So ist der Eiffelturm von der Trocadero Seite aus am Nachmittag sehr gut zu fotografieren, waehrend sich die Suedseite eher am Morgen fuer ein tolles Foto eignet... -
Hallo

Das mit der besten Tageszeit ist so eine Sache... Ist ja alles 3D quasi . Man kann sich ja in eine andere Position begeben. Mach ich auch. Bilder können auch bei wenig Sonne, Nebel oder Wolken ( Je nachdem was man eben fotografiert) Toll sein.
Ich bin echt kein Spezialist/ Profi. Persönlich finde ich, Fotos die eben nicht nach Postkarte aussehen viel toller.Mich stört die Tageszeit nicht. Nur Menschen vor der Linse

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Huhu, wollte mich nochmal zu dem Thema melden

Uuuund zwar bin ich seitdem immer mit der Google Maps Methode relativ gut gefahren, und meist mach ich mir noch Notizen bei meinen Stadtplänen

Allerdings habe ich mir kürzlich eine neue Kamera zugelegt, die hervorragende HDR Einstellungen erlaubt, was mir mittlerweile auch ermöglicht, auch gegen die Sonne passable Schnappschüsse zu schießen
Lg Jana