Routentipps für Ostkanada
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hallo zäme
wir haben nach langem sparen unsere flüge und das motorhome für kanada gebucht (mit kids 10/11 jahre). folgendes ist fix:
3.7. flug nach montréal
5.7. übernahme motorhome montréal
3.8. abgabe motorhome montréaldie städte ottawa und toronto bereisen wir nach der rundreise mit einem mietauto.
nun zu meiner frage:
wir haben reiseführer gewälzt, google rauf- und runtergefragt, reiseberichte gelesen und sind dennoch nicht schlauer... ursprünglich hatten wir geplant von montréal via québec - gaspé - p.e.i. - cape breton - nova scotia wieder zurück nach montréal zu reisen. je näher die reise nun kommt, desto unsicherer sind wir, ob das nicht eine zu grosse tour ist. die einen schreiben, gaspé könne man getrost auf der seite lassen, die anderen finden nova scotia überlaufen im sommer, p.e.i. zu europäisch, einzig bei cape breton island haben wir nichts negatives gefunden
... wir möchten vor allem die natur geniessen mit den kindern, ab und zu zweimal am selben ort übernachten und ich fotographisch auf meine kosten kommen. kann uns hier jemand tipps geben zur länge der route oder ob wir getrost etwas weglassen können um mehr zeit für anderes zu haben. ach ja, unsere kinder sind lange autofahrten gewöhnt, da die fahrten zu unseren verwandten jeweils 1 1/2 h dauern...herzlichen dank bereits jetzt für eure tipps
sonoeggel -
Hallo,
also, erstmal hab ich bei der Tour ein wenig geschluckt... Das sind Pi mal Daumen 4000 Kilometer, ja nach der Zahl der Schlenker unterwegs auch noch mehr. Dann hab ich bei nochmaligem lesen gesehen, dass Ihr vier Wochen Zeit habt. Das wären dann im Schnitt ca. 1000 Kilometer pro Woche oder 150 Kilometer pro Tag. Das lässt sich schon machen, auch wenn man ab und zu mal zwei Tage oder drei Tage an einer Stelle bleiben möchte und die dann nicht gefahrene Strecke auf die anderen Tage verteilt - sofern man das nicht all zu oft macht.
Das gute an Eurer Strecke: Ihr könnt jederzeit verkürzen und den Umkehrpunkt vorverlegen, wenn Ihr merkt, dass es zu viel wird. Zwar seid Ihr in der Hauptreisezeit unterwegs, und man sollte eine Vorausbuchung in Betracht ziehen. Wie voll die Campingplätze in Ostkanada um diese Zeit sind, kann ich aber nicht wirklich beurteilen.
Zumindest für PEI dürfte es aber ziemlich knubbelig werden, da das wegen seiner schönen Strände sozusagen die "Badewanne" der Ostkanadier ist. Insofern wäre es vielleicht ein guter Kompromiss, die ersten Tage vorzubuchen und dann mittels Smartphone oder Tablet die Buchungen immer ein paar Tage vorab entsprechend des Reiseverlaufs nachzuschieben.... Falls Ihr Euch damit nicht auskennt - ich bin mir sicher, die beiden Kids können das...
Und am Ende kann man dann auch mal auf dem Rückweg ein wenig "Kilometer fressen" und sich ein paar Stunden auf den Highway setzen....Zu der Frage, was sehenswert ist und was nicht... Das ist halt immer seeehr subjektiv und schwer zu raten! ICH würde am Nordufer des St. Lorenz (ist zumindest am ersten Teil weitaus schöner und mit tollen Nationalparks im Hinterland!) rausfahren bis Baie Comeau und dann nach Matane auf die Gaspé ans Südufer übersetzen. ICH finde die Gaspé wunderschön und sehenswert, jemand anderes kann das sicher auch ganz anders bewerten. Tja - und PEI zu europäisch??? Nun, GANZ Ostkanada ist irgendwie "europäisch"... Eher französich in Quebec, eher britisch in Ontario, ziemlich gemischt in den sogenannten "Maritimes", also PEI, New Brunswick, Nova Scotia und New Foundland and Labrador. Aber ich finde, gerade das macht, gemischt mit nordamerikanischer Freundlichkeit, den Charme aus. Insofern würd ich mich da nicht schrecken lassen!
Fazit: Geht's einfach mal in Ruhe an und schaut, wie weit Ihr kommt. Und nicht traurig sein, wenn Ihr am Ende Cape Breton nicht schafft: Das ist zwar wirklich wunderschön, aber Ihr habt dann mit sicherheit bereits jede Menge andere herrliche Landschaften an der Strecke entdeckt, die Euch den "Verlust" verschmerzen lasen... In keinem Fall solltet Ihr Euch deswegen unter Stress setzen...
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Hallo sonnoeggel,
zunächst herzlich willkommen im Kanada Forum. Zuerst kann ich die Ausführungen von "struppi" nur unterstützen.
Zum buchen, bzw. vorreservieren von Campgrounds kann ich nichts brauchbares beisteuern, da wir zu der Mietwagen/B&B Fraktion gehören. An den Nationalparks bzw. der Küste (insbesondere P.E.I.) kann es im Sommer schon mal geschäftiger zugehen, so das man dort ggf. doch besser ein paar Tage reserviert.Beim Umfahren der Gaspé Halbinsel müsst ihr bedenken, dass dort nur einfache kurvige Landstraßen sind, so da ihr im Mittel nicht über eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas über 5o km/h hinauskommt. Gleiches gilt für Cape Breton. Die beiden Nationalparks auf der Gaspesie lohnen aber schon allemal die Anreise.
Beim Thema P.E.I bin ich etwas befangen, da wir uns seit dem ersten Mal in diese kleinste kanadische Provinz verliebt haben. Also europäisch? Immer wenn wir dort angekommen sind kam es mir so vor das wir eine Zeitreise gemacht haben und hundert Jahre zurückgegangen sind. Hier geht alles seinen eigenen (nicht unbedingt europäischen) sehr ruhigen Gang. Ein wenig erinnert mich P.E.I an das Auenland. Rund um Cavendish wird es im Sommer tagsüber etwas rummelig, da viele Tagestouristen Anne of Green Gables besuchen wollen. Die Strände sind schon traumhaft schön.
Vielleicht solltet ihr Euch mal überlegen ob ihr in New Brunswick die Bay of Fundy besucht, dieses Gezeiten-Naturschauspiel gibt es sonst kaum woanders auf der Welt.
Die beiden einzigen 'überlaufenen' Punkte in Nova Scotia sind nach meiner Beobachtung nur Halifax und Peggy's Cove. Schon in Lunenburg ist man wieder fast allein.
Viel Spaß beim weiterplanen
Joe
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hallo struppi2209, hallo 4traveller
vielen dank für eure beiträge. ich habe sie mir ausgedruckt und werde mich in den nächsten tagen mit landkarte, ipad und reiseführer und euren tipps hinsetzen und unsere route planen. ich werde mich dann mit dem ergebnis wieder hier melden

liebe grüsse
sonoeggel -
Viel Spaß!!! Mir macht das Planen immer (fast) genauso viel Spaß wie die Reise selbst....

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hallo zäme, da bin ich wieder

so, nachdem wir an der ferienmesse mit unserem reisebüro die verschiedenen routen besprochen haben und die reiseführer noch einmal gewälzt wurden, haben wir uns für folgende route entschieden:
montreal-quebec-baie comeau- fähre nach matane-forrilon np-kouchiboucuac np-moncton-havre boucher-cape breton highlands np-cape smokey pp-whycocomagh pp-sherbrooke-tangier-halifax-kejimkujik np-digby-fähre nach saint john-grand falls-montreal.
wir ihr seht, haben wir pei gestrichen. falls das wetter mies ist und wir deshalb nicht länger an einem ort bleiben, haben wir ja die option immer noch. und irgendwie gefällt mir die routenplanung mit mehreren zwei-tage-stopps doch viel besser. und der tipp vom reisebüro, uns die 700 km um die bay of fundy zu sparen und direkt mit der fähre nach saint john zu fahren, finden wir tip top. hat jemand von euch auf der strecke saint john-montréal (über kanada) noch einen geheimtipp ausser grand falls. wir werden auf dieser strecke wohl kilometer "fressen", aber vielleicht gibts ja noch etwas, dass man angucken kann. dieser teil ist in unseren reiseführern sehr dürftig beschrieben

liebe grüsse und danke für eure tipps, sie haben uns sehr geholfen!
sonoeggel -
hui, schon bald fliegen wir ab nach montréal und verbringen fünf wochen in ostkanada. routentipps haben wir auch bekommen, danke

ich habe noch zwei "klitzekleine" fragen:
hat jemand von euch auf der strecke saint john-montréal (über kanada) noch einen geheimtipp ausser grand falls. wir werden auf dieser strecke wohl kilometer "fressen", aber vielleicht gibts ja nochetwas, dass man angucken kann. dieser teil ist in unseren reiseführern sehr dürftig beschrieben

hat jemand erfahrung mit den campgrounds in der hochsaison juli/anfang august? findet man ohne probleme schöne campgrounds oder sollte man besser ein zwei tage im voraus reservieren? wir reisen mit zwei kindern und brauchen schon ab und zu waschgelegenheiten und voll-service.
liebe grüsse
sonoeggel -
Hallo,
mmmm - außer den Grand Falls fällt mir da auch nicht so sehr viel ein...
Man könnte in Riviere du Loup einen kleinen Bummel machen oder einen Abstecher in den Lac Temiscouata-Nationalpark. Dort gibt es auch einen Campground, der sich eventuell für eine Übernachtung anbieten würde, da der Park so ungefähr auf halber Strecke zwischen Saint John und Montreal liegt. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass Ihr die Strecke nicht an einem Tag durchfahren wollt, oder?
Ein sehr hübscher Ort ist auch Saint Andrews by the Sea, ca. 100 km westlich von Saint John direkt an der Grenze zu den USA. Wenn Ihr die Zeit noch übrig habt, würde sich dieser Umweg durchaus lohnen.
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Wir sind gerade von einer 4 wöchigen Tour durch New Brunswick, Nova Scotia und PEI wiedergekommen. Allerdings mit einem Geländewagen.
Als Vorschlag außer Grand Falls hätte ich noch die Hartland Bridge anzubieten. Die längste überdachte Brücke der Welt. Man kann auch durchfahren. Für einen kleinen Zwischentop ganz schön.
Auf dieser gesamten Tour haben uns Cape Breton, PEI und Halifax am besten gefallen.
Viele Grüße und einen tollen Urlaub!
Sabine und Tom -
hallo Bine321
Vielen Dank für Deinen Beitrag, er kam gerade rechtzeitig, am Freitag ist take off
Wir werden PEI aus zeitlichen Gründen auslassen, dafür bereisen wir die Nordseite des Lorenzstroms und die Gaspé. Cape Breton und Halifax stehen jedoch auf der Routenplanung ;-).Wart ihr mit oder ohne Kids unterwegs? Wie viele km seid ihr gefahren in den vier Wochen? Habe immer noch das Gefühl, wir fahren zu weit...
Liebe Grüsse
sonoeggel -
Hallo sonoeggel,
wir waren ohne Kinder unterwegs,, ich bin aber Rollstuhlfahrerin, was es auch nicht immer einfacher macht. Wir sind 5300 km gefahren. Das war auch nicht zu stressig für die Zeit. Aber bitte beachte auch, dass die Straßen sehr schlecht sind und sehr viele Schlaglöcher haben.
Viel Spaß
Sabine und Tom -
Hallo Bine321
Vielen Dank für Deine Antwort. Da bin ich beruhigt, wir sind bei geplanten 3800 km. die beiden Tipps betreffend Cape Breton und Halifax habe ich mir aufgeschrieben. mein Mann liebt ja solche anlagen

Wir freuen uns sehr auf die kommende Zeit und sind gespannt auf Ostkanada!
Liebe Grüsse und danke für deine Tipps!
sonoeggel -
hallo zäme
ich war ja froh um eure vielen tipps rund um unsere ostkanada-reise. bereits ein halbes jahr ist es her, aber immer noch schwelgen wir in erinnerungen! hier unsere erfahrungen:mit dem rv-vermieter canadreams hatten wir keinerlei probleme. tip top sauber, gute instruktion, teilweise sogar auf deutsch, nette abwicklung unseres unfalles (backswing olé
). können wir also gut weiterempfehlen.unsere route war (kurzbeschrieb) montréal-québec-gaspé halbinsel-kouchibougac np-cape breton island-nova scotia ohne südspitze - fredericton - montréal. wir würden bei einer nächsten reise nach halifax reisen, dann cape breton island und nova scotia bereisen und danach via gaspé halbinsel nach quebec und montréal fahren. dies, weil new brunswick aus unserer sicht nicht viele höhepunkte hat und einmal durchfahren reicht. der kouchibougac np war sehr schön und auch die hopewell rocks waren eindrücklich, aber das wars dann schon bald (aus unserer sicht natürlich ;-).
nach vier wochen rv haben wir auf einen kia gewechselt und uns die städte ottawa und toronto angesehen und die niagara falls besucht. beide städte haben uns gefallen, ottawa mit dem flair, toronto mit der grösse, es war beeindruckend. die niagara fälle waren ebenfalls schön, bei einer zweiten reise kann ich sie jedoch getrost beiseite lassen, gesehen habe ich sie, ein zweites mal ist nicht wirklich nötig

sodeli, das war das fazit unserer organisation. nun bleiben uns die erinnerungen und die planung des nächsten abenteuers, auch wenn es im sommer 2017 nicht mehr ganz so weit weg geht

liebe grüsse
sonoeggel