Yosemite Nationalpark 1 TAG
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Guten Morgen,
ja ich weiß, 1 Tag ist sehr wenig, aber mehr Zeit haben wir leider nicht.
Trotzalledem würden wir gerne der Zeit entsprechend viel mitnehmen.Wir suchen die perfekte "Route" im Yosemite Nationalpark für einen Tagestrip.
Unser Hotel liegt in Oakhurst und wir würden sehr früh morgens über die 41 in den Park fahren.
Was müssen wir sehen und was können wir zeitbedingt auslassen?
Hat jemand eine gute Idee für uns?Uns wäre der Glacier Point, Yosemite Fall und Mariposa Grove mit den Mammutbäumen wichtig.
Ich würde mich sehr über ein paar Ideen und Erfahrungungen eurerseits freuen.
Vielen Dank im Voraus,
Tina
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Hallo,
Von Oakhurst aus kommt ihr an Mariposa vorbei. Ehrlich gesagt würde ich aber nicht allzu viel Zeit dort verbringen. Im Yosemite Valley gibt es jede Menge zu sehen.
Danach dann Glacier Point. Bis hierhin liegt die reine Fahrzeit allerdings schon bei 2 Stunden. Bis ins Valley braucht ihr sicher noch mal 1 gute Stunde. Tunnel View ist ein schöner Aussichtspunkt. Dann könnt ihr den kurzen Spaziergang zu den Bridalvail Falls machen. Wann seid ihr dort? Richtig lohnenswert sind bei der derzeitigen Dürre die Wasserfälle nur im Frühjahr. Im Sommer und Herbst kommen nur noch Rinnsale runter. Bei den Bridalvail Falls dürfte fast nichts mehr zu sehen sein.
Ich finde die Wanderung zu den Vernal Falls und Nevada Falls richtig nett. Hier haben wir mal einen Bären unterwegs gesehen.
Entlang der Valley Road gibt es recht viele Aussichtspunkte und am Merced River kann man an einigen Stellen schön picknicken.
Im Valley hat man auch unzählige Möglichkeiten für Wanderungen.
Damit ist der Tag mehr als ausgefüllt. Zurück nach Oakhurst braucht ihr knapp 2 Stunden.
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Ui, Ende Oktober besteht sogar schon die Möglichkeit, dass der erste Schnee kommt. Die Glacier Point Road wurde in den letzten Jahren erst im November für den Winter gesperrt, aber die kann auch zwischendursch schon mal für einen Tag geschlossen werden. Auf jeden Fall solltet ihr euch im Internet schlaumachen, bevor ihr morgens losfahrt.
Die Yosemite Falls können im Oktober komplett trocken sein. Die Vernal Falls und Nevada Falls können sehr, sehr dünn werden. Ich habe Fotos aus dem letzten August gesehen, auf denen nur ein Bruchteil des Wasser zu sehen war, das wir im Mai dort gesehen haben. Wenn die Dürre weiterhin anhält, ist nicht viel zu sehen.
Die Wanderung an sich finde ich trotzdem sehr schön, aber ich würde die Zeit dann eher in eine Wanderung zum Sentinel Dome z. B. investieren. Oder dann eben doch länger in Mariposa Grove bleiben.
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Servus,
ergänzend zu MsCrumplebutton möchte ich Glacier Point unbedingt empfehlen -> zum Sonnenuntergang. Da Ihr im Oktober dort sein werdet, geht die Sonne nun ja auch etwas eher unter. Vorausgesetzt, das Wetter passt, ist es wirklich spektakulär, wenn der Half Dome in warmes Sonnenuntergangslicht getaucht wird.
Nur, kann man die Wetterbedigungen für dann jetzt noch nicht voraussehen.
Auch die Wanderung zu Vernal und/oder Nevada (oder als Rundtour) ist phänomenal.
Jedoch vorab schon der Hinweis, wenn Ihr bis ganz rauf, also Kante der Nevada Falls wandert, sind das vom Parkplatz unten gute 600 Höhenmeter und die streckenweise etwas steil.
Mag man die Vernal Falls teils noch mit normalem Schuhwerk schaffen (wie viele der Touristen trotz glatter Felsen), sollten die oberen Fälle nur mit gutem Wanderschuhwerk erklettert werden, da der Weg natürlicher wird.Grüße
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Kann ich mir das eigentlich so vorstellen, wie beispielsweise in den Everglades?
Man fährt in den NP ein, bekommt eine Karte und fährt auf eigene Faust los in Richtung der Standorte die einen interessieren?
Der von euch vorgeschlagene Wanderweg zu den Falls ist z.B. auch auf dieser Karte bzw. auch ausgeschildert?
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Hallo Tina,
Ja, das ist in fast allen Nationalparks mehr oder weniger gleich. Du fährst durch die Einfahrt, zahlst den Eintritt oder zeigst deine Jahreskarte vor. Dann bekommst du eine Karte und die Zeitung, in der aktuelles über den Park steht. Manchmal muss man da nach fragen, denn vor allem wenn man eine Jahreskarte hat, bekommt man die Sachen nicht unbedingt automatisch.
Da sind dann die Wanderungen grob drauf eingezeichnet, sowie die Aussichtspunkte. Allerdings sind auf der Yosemite-Karte nicht alle Punkte drauf. Wenn du entlang der Valley-Straße fährst, siehst du jede Menge Ausbuchtungen, an denen du halten kannst.
Wenn du genauere Infos brauchst, fährst du am besten zum Visitor Center. Die Ranger dort empfehlen gerne Wanderungen und wissen über alle aktuellen Ereignisse (z. B. wo Bären sehen wurden) Bescheid. Dort kann man auch detailliertere Wanderkarten kaufen. Aber die braucht man nicht unbedingt. Die Trails sind in den Nationalparks immer sehr gut markiert. Der Yosemite NP ist sowieso so gut besucht, dass es auch auf den Wanderwegen nie richtig einsam wird. Im Zweifel also immer den Leuten nach.

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Servus Tina,
Glacier Point, bzw. die Anfahrt, ist außerhalb des direkten Parks (rein räumlich gesehen).
Wenn Du von Oakhurst (41) kommst, biegt man da ca. 10 km vorm Valley (ist ausgeschildert) mal rechts ein und fährt ca. 30 min nur bergauf bis zum Parkplatz.
Die Straße direkt ins Yosemite Valley ist eine Sackgasse.
Und wie schon MsCrumplebutton sagte, da gibt`s links und rechts Einiges zu sehen.
Schlussendlich kommt man dann weit hinten auf mehrere große Parkplätze, von denen Du entweder auch loswandern kannst, oder aber mit einem Shuttle-Bus noch zwei, drei Kilometer fährst, um dann direkt in den Zuweg zu Vernal und Nevada einzusteigen.Grüße
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Der Glacier Point außerhalb des Parks? Also vor wenigen Wochen bin ich noch dort gewesen und da war er immer noch, wie auch schon zuvor, mitten im Nationalpark :?
Der südliche Einfahrt in den Nationalpark befindet sich ca. 2 km nördlich von Fish Camp, die Abzweigung zur Zufahrtsstraße zum Glacier Point liegt ca. 25km nördlich des südlichen Parkeingangs innerhalb des NPs.
Die Straße durch das Valley ist teilweise zwar als zweispurige Einbahnstraße geregelt, ist jedoch keine Sackgasse (wenn man bspw. von der ganz am hinteren Ende befindlichen kurzen Abzweigung zum Ahwahnee Hotel absieht), sondern führt in einer Art langgestreckten Kurve durch das Tal.
Die Regelung verwirrt auf den ersten Blick zwar etwas, aber die Straßen sind gut ausgeschildert. Wenn man z.B. vom Tiogapaß kommt und Richtung Glacier Point/Wawona usw. weiterfahren möchte, muß man nicht durch das ganze Tal fahren, sondern kann vorher abzweigen in südliche Richtung.
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Yosemite gehört zu den Nationalparks, die immer geöffnet haben.
Solche Infos (auch Hike-Beschreibungen, Karten usw) findest du hier: http://www.holidaycheck.de/thema-Yosemite+Nationalpark+1+TAG-id_512868.html?page=2#paginateAnchor
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Da, bitteschön, mit noch vielerlei Information drumrum:
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Genau den Link wollte ich auch posten. Sorry, bei mir gab's einen Copy/Paste-Fehler und ich kann den Beitrag nicht mehr ändern, weil schon geantwortet wurde.
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Hallo,
dieMariposa Grove sind leider bis zum Frühling 2016 geschlossen wegen Umbauarbeiten, das solltet ihr wissen! Wollte ich jetzt im September auch hin, habe es aber leider auch streichen müssen.
Infos über aktuelle Schließungen findet ihr auf den jeweiligen Nationalpark-Seiten, am besten vorher mal alles checken...
/edit: Korrektur, geschlossen sogar bis Frühjahr 2017!
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Hallo Tina,
ich weiß nicht wo du genau unterwegs bist. In der Nähe vom Kings Canyon ist der Sequoia N.P. hier findest du u.a. den General Sherman Tree.
Oberhalb von S.F. als Tagestour gut zu fahren findest du den Muir Wood N.P. mit den Redwoods.Zum Teil stehen in den Parks Bänke, da kannst du dich auf den Rücken legen und die Bäume betrachten ohne dass dir schwindelig wird und du umfällst

LG
Bine -
Sequoias kannst du sonst nur noch im Sequoia NP zu sehen.
Redwoods kannst du im gleichnamigen Nationalpark sehen, in den Muir Woods oder sonst auch entlang der Küste am Highway 1. Z. B. im Julia Pfeiffer Burns State Park. Oder sonst auch im Kölner Königsforst. Ernsthaft.

Die Redwoods sind die schlankeren Bäume, dafür sind sie größer, als die Sequoias. Sequoias sind nicht so hoch, haben aber dafür mehr Volumen.
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Hi Tina,
die größten Mammut-Bäume siehst du natürlich im Sequoia Nationalpark (Riesenmammutbaum(Sequoiadendron giganteum) . Die Bäume dort sind noch mal ganz erheblich größer als die Riesen in der Mariposa Grove, was mir selbst mein Bruder nach seinem Besuch im Yosemite NP nicht glauben wollte.Toll sind aber auch die Küstenmammutbäume(Sequoia sempervirens) oder Redwoods, die zwar vom Volumen und von der Dicke nicht so gigantisch sind wie die Riesen-Mammutbäume des Sequoia NP oder des Yosemite NP, die aber dafür immerhin die höchsten Bäume der Welt sind. Ich fand die Redwoods ebenfalls sehr beindruckend und erhaben. Du findest sie nahe bei San Francisco im Muir Wood National Monument.
P.S.
Ah, ich sehe gerade, dass sich mein Beitrag mit dem von MsCrumple überschnitten hat. Ich lass meinen trotz des nahezu identischen Inhalts dennoch mal stehen, quasi als Bestätigung.