Sprache und Kultur
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Hallo zusammen,
wie haltet ihr es mit Sprache und Kultur im jeweiligen Urlaubsland?
Für mich ist es so, dass ein großer Teil der Vorfreude eines Urlaubs für mich darin liegt, möglichst viel über die jeweilige Kultur eines zukünftigen Urlaubslandes zu erfahren. Und falls ich irgendwie die Möglichkeit habe, dann versuche ich mir auch zumindest rudimentäre Sprachkenntnisse anzueignen.
Bisher war das eigentlich relativ einfach:
Für Frankreich nen 2-Wochenkurs und den Ponds.
Für Italien meine Lateinkenntnisse sowie diverse Urlaube.
Für Griechenland nen VHS-Kurs miit dem Erfolg, dass ich griechisch lesen und schreiben kann, aber mein Wortschatz nach wie vor beschränkt ist.
Für Sri Lanka mein Schulenglisch, das ich etwas aufpoliert habenIn der Zukunft steht noch irgendwann Kaliningrad aufm Programm. leider fiel der Russischkurs mangels Beteiligung aus. Aber ich bleib am Ball.
Wie sieht das bei euch aus?
Ist es bei euch so wie bei mir auch ein Teil der Vorfreude auf den Urlaub, sich nicht nur kulturell usw. über das jeweilige Land zu informieren, sondern auch a bissle in die Sprache „reinzuschmecken“?
Für mich hab ich einfach festgestellt, dass Sprachkenntnisse – und seien sie auch noch so gering – einem Tür und Tor und die Herzen der Menschen öffnen und man auf einmal die Chance hat ein Urlaubsland auf eine ganz andere und viel privatere und für mich interessantere Art und Weise kennen zu lernen.
Gruß, MariaM
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Hallo
Du,dieses Thema besteht schon auf Seite 15

mit reger Anteilnahme.Trotzdem spreche ich nur mein Schulenglisch und die Muttersprache.
Für irgendwelche Urlaube habe ich seither außer englisch auch nichts gebraucht.Hat immer wunderbar geklapptGrüßchen Silke
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So was ähnliches besteht schon,aber egal.
Ich kann nur englisch und das reichte mir seither im Urlaub immer.
Über die Kultur und das Land vorher allerdings Infos einzuholen,finde ich recht wichtig.LG Silke
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Hallo,
der Sprache paß ich mich im Regelfall nicht an, englisch muß im nichtdeutschsprachigen Raum ausreichen. Das max. was ich in der jeweiligen Landessprache lerne ist "Hallo" und "Auf Wiedersehen".
Kulturell wird sich vorinformiert in Bezug auf Sehenswürdigkeiten, spezielle Verhaltensregeln sowie speziell auf Hotelbedürfnisse zugeschnittene Regeln wie Trinkgeldgabe etc. Die Geschichte des Landes aber bereits im voraus zu kennen, halten wir persönlich für unnötig...dazu sind wir aber auch zu sehr Erholungsurlauber denen ein paar Ausflüge genügen um kulturelle Highlights zu ergründen.
Gruß
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"MariaM" wrote:
Wie sieht das bei euch aus?Für mich hab ich einfach festgestellt, dass Sprachkenntnisse – und seien sie auch noch so gering – einem Tür und Tor und die Herzen der Menschen öffnen und man auf einmal die Chance hat ein Urlaubsland auf eine ganz andere und viel privatere und für mich interessantere Art und Weise kennen zu lernen.
Gruß, MariaM
Hallo Maria,
ich sehe das ähnlich wie Du. Neben dem Erholungs-Effekt fahren wir auch gerne durch das Land, machen Ausflüge, entdecken Land & Leute.
Für mich wäre es undenkbar mich nur in englisch zu verständigen. Ich besuche zwar keine Sprachkurse, eigne mir aber schon die wichtigsten Floskeln und kurze wichtige Sätze auf der Landessprache an. Es ist genaus wie Du sagst: Die Leute freuen sich unheimlich darüber und man erntet nur positives!Englisch ist zwar die "Weltsprache" und wird überall gesprochen, aber besonders in englischsprachigen Ländern ärgert mich immer dass die Leute da überhaupt kein einziges Wort in einer anderen Sprache sprechen wollen und auf ihre Sprache so dermaßen eingebildet sind!
Besonders auf Paris war ich sehr gespannt, weil viele Leute mir berichtet haben dass die Franzosen nur ihre Sprache sprechen wollen und man sich mit denen überhaupt nicht verständigen könnte. Ich hatte mein kleines Wörterbuch dabei und habe es immer erst mal mit französisch versucht - die Leute freuen sich einfach darüber und dann sind sie auch bereit auf englisch zu antworten! Wir hatten dort überhaupt keine Verständigungsprobleme und alle Leute waren zu uns sehr, sehr freundlich und stets hilfsbereit!
Viele Grüße
Soluna -
Speziell habe ich in Frankreich (Monaco)auch erlebt,dass die Franzosen entweder kein englisch können oder es einfach nicht sprechen wollen

Wir waren letzten Nov kurz mal ein Wochenende da unten und suchten spät abends ein (bezahlbares) Hotel.
Mein Mann wollte in ein spezielles Hotel,in dem er vor Jahren schon mal war.Das war in der unmittelbaren Nähe des Bahnhofs.
Er wußte den Namen nicht mehr,sondern nur,dass es direkt am Bahnhof liegt.Wo dieser allerdings wieder war,wußte er auch nicht mehr genau.Nach ner halben Std Irrfahrt durch Monaco,wollte ich nach dem Bahnhof fragen,das natürlich auf englisch.
Weder die jüngere Genaration noch die etwas betagteren Leute verstanden ein Wort und schüttelten nur den Kopf.
Nicht mal die Polizei (fast an jeder Ecke stand einer rum)konnte uns weiterhelfen.Durch Zufall trafen wir nen deutschen,der uns dann den Weg erklärte.Sonst würden wir vermutlich heute noch suchen
Wahrscheinlich lernen die Kids dort in der Schule kein englisch.Ich weiß es nicht.LG Silke
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Wir haben einen VHS Kurs in Türkisch gemacht.
War erstens wahnsinnig lustig mit den Teilnehmern, auch mit meinem Mann, weil wir dann beim Lernen zu Hause rumdebattiert haben, wer bei welcher Grammatikfrage recht hat.
Und Pfingsten konnten wir die ersten Kenntnisse schon anwenden: Es war super!! Die Türken haben sich so gefreut und auch immer mal wieder versucht, uns aufs Glatteis zu führen. Wenn wir was in Türkisch nicht wussten, haben sie es uns beigebracht.
Jetzt geht es bald wieder los und wir büffeln schon fleißig Vokabeln.
Macht natürlich im Urlaub umso mehr Spaß, dass man es dann endlich auch mal anwenden kann. Wenn ich morgens in der Firma meine Kollegen täglich mit Guten Morgen auf Türkisch begrüße, grinsen die immer und sagen "du mich auch..."
Gruss
Marion -
Ich beschäftige mich auch mit der Kultur und besonders mit den Sehenswürdigkeiten des jeweiligen Reiselande, die Sprache lerne ich aber nicht (dazu fehlt mir die Zeit und die Lust). Für den Urlaub muss mein Schulenglisch reichen und das hat es bis jetzt auch immer.
LG Mareike
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Ich bereite mich auch enstprechend vor für die Gegend bzw. dem Land, wo wir im Urlaub hinfliegen.
Meine vorhandenen Sprachkenntnisse (Englisch, Deutsch, Flämisch und Französich) müssen reichen, weil ich beruflich wenig Zeit habe, um noch weitere Sprachen zu lernen.
Und die wichtigsten Brocken schnappt man sowieso vor Ort auf, wenn man auf die Einheimischen zugeht und sich auch nicht unbedingt wie ein Tourist benimmt.
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Wegen 1 mal Urlaub im Jahr,tue ich mir nicht an,nochmal ne Sprache wie Spanisch (käme nur in Frage für mich) zu lernen.
Meine Englischkenntnisse reichten bis dato immer aus.Zumindest wo ich seither war.Ich hatte noch nie Verständigungsschwierigkeiten.
Würden wir jetzt jährlich mindestens 2-3 mal verreisen,würde ich event. doch nochmal die Schulbank drücken.
Ich kann englisch zwar nicht mehr perfekt,habe auch teilweise Grammatikprobs,für den Urlaub reichts aber allemal.
Solange man bitte,danke oder hallo in der Landessprache kann,reicht das für mich komplett aus.ciao
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Tja, solche Sachen passieren wohl leider. Da wäre ich dann froh wenn ich mein Wörterbuch dabei habe, und das französische Wort für Bahnhof kann.

Ich weis nicht inwiefern die Franzosen Englisch lernen, aber wir hatten Glück dass in Paris (Tourismus pur) uns jeder mit Englisch weiter helfen konnte. Bzw. wir fragten auf Französisch und man antwortete und auf Englisch.Englisch Weltsprache hin oder her, ich kann einfach nicht erwarten dass alle diese Sprache können!
Grade Zimmermädchen (regen sich ja auch viele Leute drüber auf) oder manche Kellner in südlichen Ländern sind da sicher nicht so arg "gebildet" (sorry!) oder begabt in Sachen Sprachen, obwohl man in der Tourismusbranche natürlich einige Sprachen beherrschen sollte, zumindest 2 oder 3. Aber ich freue mich immer unheimlich wenn jemand mit mir auf Deutsch spricht, erwarte es aber nicht, und genauso finden die Leute es auch toll und freuen sich, wenn man es in ihrer Sprache versucht.Ich weis nicht warum, aber ich lerne gerne was ein bestimmtes Wort auf einer anderen Sprachen heist, und spreche auch z.B. unheimlich gerne Spanisch weil es mir sehr leicht fällt...
Obwohl ich in Paris hätte auf Englisch nach Briefmarken fragen können, habe ich mir das Wort aus meinem Wörterbuch raus gesucht, bin dann auch irgendwie stolz, wenn ich es auf einer anderes Sprache kann!

Grüße
Soluna -
Hallo, liebe user,
ich halte es immer so, daß ich die "Zauberworte" desjenigen Landes erlerne in das ich reise. Bei mir sind diese Zauberworte:
Guten Tag, Abend, Nacht
Bitte
Danke
Entschuldigung
und einige mehr, je nach GefallenUnd das in den Sprachen der Länder in denen ich Gast bin!
Damit bin ich immer gut angekommen. Außerdem informiere ich mich vorher über die Kultur, die Sitten und Gebräuche des Landes in das ich reise.Grüße Dieter
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Ich kann einen Teil Russisch (mit dem komm ich leider nicht wirklich weiter im Urlaub) und einen anderen Teil an englisch, eine Zeit lang hab ich noch ein klitzekleines bisschen französisch gelernt, aber heute fehtl mir zwischen Arbeit und meinen 3 Kids einfach die Zeit mich großartig mit den Sprachen der Länder auseinanderzusetzen.
Ich genieße die kulturelle Vorbereitung auf das Land oder die Gegend und versuche dann im Urlaub viel Kontakt zu den Menschen des Landes zu halten und dann von ihnen zu lernen.
Der Unterschied meiner Urlaube und dessen Vorbereitungen hat sich in den letzten 15 Jahren gravierend unterschieden, aber momentan schaut es so aus, wie oben beschrieben.
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Ich kann behaupten, daß ich sehr gut Englisch spreche (und auch schreibe, eh klar!).
Seit letztem Jahr habe ich begonnen, richtig intensiv Italienisch zu lernen. 1. weil mir die Sprache sehr gut gefällt, 2. weil es mir viell. beruflich auch einiges bringt.
Durch meine Lateinkenntnisse habe ich schon einen gewissen Vorteil, Französisch hätte ich auch mal gelernt.Mir gefällt es, mich im jeweiligen Land in der Sprache verständigen zu können, und wenn es nur ist, wenn ich nach dem Weg fragen kann.
In Portugal war das für mich schon schwieriger, weil ich zum Portugiesischen so keinen Zugang hatte. Ich wollte es dann auch lernen, aber das Italienische hat gewonnen.
Nach Italien komme ich auch öfters im Jahr, also war die Entscheidung nicht wirklich schwierig.Auch für die Türkei Urlaube machen wir uns vorher schlau. Ein paar Brocken sollte man schon können. Ich freue mich ja auch, wenn AUsländer in Deutsch bei uns hier was fragen! Man kann immer auf Englisch ausweichen.
Über Kultur und Sehenswürdigkeiten durchforsten wir natürlich schon immer vorher das www, in der Hoffnung, tolle und vor allem für unsere Tochter interessante Ausflüge und Destinationen zu finden.
Sie war mit 3 Jahren in Pompeji und schwärmt noch heute davon!
Wahrscheinlich wird sie eine weibliche Form von Indiana Jones! Bücher über Bücher stapeln sich in ihrem Schrank, jetzt wird sie 7, also kann sie schon ein bisschen schmökern...
Auch sie kann die wichtigsten Begriffe in englisch und italienisch, falls wir uns einmal verlieren sollten.Für mich ist das keine Anstrengung, sondern Hobby, also fällt es mir nicht schwer!
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Ich kann ganz gut englisch, nen paar Brocken gebrochenes Französisch und hatte in Latein nie gute Noten, hab aber 5 Jahre Latein gemacht.
Mein Lieblingsurlaubsland ist Großbritannien und ich sprech genug Englisch um mich zu verständigen und informier mich auch über einige regionale Eigenheiten, ich fahre gern links und komm mit den Leuten meist gut klar, und über meine ellenlangen Recherchen über Sachen zum Angucken, Geschichte des Landes etc wollen wir gar nicht reden.Als wir die ersten Male mit Oma weg sind hat man sich auch noch nen paar Brocken Spanisch rausgesucht - so Sachen, wie danke,bitte, rechts links, hallo, tschüsss, guten abend, bestellungen, Höflichkeitsfloskeln , Zahlen- ich erinnere mich an nichts mehr - war aber auch vor mehr als 10 Jahren.
Als wir nach Tunesien sind hab ich nicht recherchiert, gar nicht. Ich war 14 meine Eltern hatten sich grad getrennt und Muttern war am Ausziehen, hat mich nicht sehr interessiert.
Als ich geplant hab mit ner guten Freundin in ihre Heimat zu fahren - ist wegen der Konflikte in der Ecke nie was geworden - Makedonia, hab ich mit ihr seitenweise Makedonisch und auch das Alphabet gepaukt. Aber hängen geblieben sind wieder nur wenige floskeln. Bilder und so haben wir auch geguckt und sie hat erzählt.
Bei der Türkei beim ersten Urlaub wusste ich erst Tage vorher wohin es geht - Last Minute halt, und da hab ich auch nur noch die Region und ganz bisschen Kultur recherchiert, beim zweiten Mal drei vier Worte, die auch nicht hängen geblieben sind.
Ibiza recherchiere ich jetzt schon nen bissl werd mich mit Spanisch auch mal wieder beschäftigen- wenn das Semester zuende ist.
Also kann ich nur sagen, wie es grad passt, mal recherchiere und lerne ich mehr mal weniger, mal gar nicht, hat sehr viel mit den äußeren Umständen zu tun.