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Hüftgelenksarthrose

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Meinungen zu Gesundheit & Medizin
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  • KowoK Offline
    KowoK Offline
    Kowo
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Hallo,

    hat von euch evtl. jemand Erfahrung mit der neuen
    Operationstechnik?
    Soll ja nicht mehr wie früher der Muskel durchtrennt
    werden und nach einer Woche soll man wieder fit sein.
    Ohne Reha.

    Kann mir das gar nicht vorstellen. Nach der alten Methode
    war man ja wochenlang krank.

    LG Konni

    Der beste Sinn für Humor ist der,
    der einem rechtzeitig sagt, worüber
    man besser nicht lachen sollte

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    • carstenW.C Offline
      carstenW.C Offline
      carstenW.
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      @Kowo
      dies gehört eigentlich denke ich ins Gesundheitsforum. Wie soll die Operation durchgeführt werden?

      1 Antwort Letzte Antwort
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      • clouC Offline
        clouC Offline
        clou
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Hallo Kowo

        es gibt mehrere Arten einer Operation:

        TEP=Totalendoprothese mit künstlichen Gelenkkopf und künstl.Gelenkspfanne

        1. TEP mit Zement

        wird bei menschen meist über 60 gemacht mt fortgeschrittener Osteoporose

        das gute daran ist du kannst das operierte Bein bereits nach ein paar tagen wieder voll belasten

        1. TEP ohne Zement

        bei jüngeren ,rüstigeren Menschen,hier soll der Knochen in die Prothese einwachsen,hier musst du mit mehreren Wochen rechnen das du das Bein nicht belasten kannst

        1. HEP= Kopfendoprothese=ohne künstliche Gelenkspfanne

        wird nur bei sehr alten menschen gemacht meist bei Oberschenkelhalsbruch

        vielleicht konnte ich dir ein wenig helfen 😉
        lg

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • portvendresP Offline
          portvendresP Offline
          portvendres
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          Hallo Kowo, die neue minimal-invasive Technik beim Hüftgelenksersatz bezieht sich tatsächlich auf die Art des Zuganges, wobei sehr vorsichtig die Muskeln "beiseite" gedrängt werden, um an die Schenkelhalsregion zu gelangen. So bleibt die gelenkumgreifende Muskulatur unverletzt und das "im Kopf programmierte" Bewegungsmuster ist post-op viel schneller wieder vorhanden und zu nutzen - also viel einfachere Mobilisation, schnellere Gangsicherheit und besseres Gangbild. Viele unserer Patienten gehen tatsächlich bereits nach wenigen Tagen ohne Unterarmgehstützen umher und bewältigen nach 1 Woche in aller Regel auch schon eine Treppe.
          Die Art der Prothese ist dabei nicht so entscheidend, auch nichtzementierte Prothesen können heute SOFORT mit Vollbelastung beübt werden. Nichtzementierte Prothesen stützen sich nämlich zunehmend im Markkanal des Oberschenkelknochens an mehreren Stellen ab und "verklemmen" so (z.B. Mayo-Prothesen) - das frühere Entlasten zum "Einheilen" ist nicht mehr der Stand der Dinge. Die Pfanne läßt sich häufig auch durch präzises Fräsen und einen speziellen Außenaufbau selbstverankernd einbringen (pressfit). Vorteil einer nichtzementierten Prothese ist vor allem, dass der Markkanal nur schonend aufgeraspelt werden muß und somit viel Knochensubstanz verbleibt, die für einen späteren möglichen Prothesenwechsel zur Verfügung steht. Wenn Du noch spezielle Fragen hast, dann melde Dich bitte per PN bei mir. Viele Grüße von Jörn

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • KowoK Offline
            KowoK Offline
            Kowo
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            Guten Morgen,

            ich hatte diese Frage ins Fun-Forum gestellt, weil es ja
            keine Reisekrankheit ist.

            Vielen lieben Dank für eure Antworten.
            Hallo Jörn,

            das hört sich doch schon mal gut an.
            Bei diesem Wetter ist es besonders schmerzhaft.
            Werde dann doch noch mal zum Arzt gehen.

            Ich melde mich dann nächste Woche mal bei dir.

            Liebe Grüssse Konni

            Der beste Sinn für Humor ist der,
            der einem rechtzeitig sagt, worüber
            man besser nicht lachen sollte

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • carstenW.C Offline
              carstenW.C Offline
              carstenW.
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              @clou
              auch bei der A Version gibt es viele Kliniken, die die sofortige Belastung empfiehlt.

              @portvendres
              unsere Klinik hat sich auch auf Hüft u. Knie Tep spezialisiert. Was wir in der Vergangenheit bemerkt haben ist, daß natürlich der operative Zugang eine große Rolle in der postoperativen Nachsorge spielt, im Bezug auf die Schmerztherapie. Daher machen wir bei den Hüft Teps recht kleine Zugänge (ca. 10 cm Schnitt). Aber als Arbeitsfreiraum braucht man dies schon. Ich hatte mir dies schon gedacht, daß es sich hierbei um minimal invasiv handelt. Habe es selbst noch nicht gesehen, aber geschieht dies mittels Optiken? Wenn ja würde mich mal interessieren wie groß die Schnitte sind bzw. wie das überhaubt arbeitstechnisch geht. Gewisse Freiräume braucht man ja zum Absetzen des alten Hüftkopfes, Fräsen der Pfanne, Bohren des Schaftes bzw. Einbringen des Probekopfes mit Luxationsversuchen. Ist diese neue Technik denn überhaubt ausgereift?
              LG

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • gutenmorgenG Offline
                gutenmorgenG Offline
                gutenmorgen
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                ...., da würd ich doch mal den operateur in deiner klinik fragen 😉

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • portvendresP Offline
                  portvendresP Offline
                  portvendres
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  @carsten: Im Gegensatz zu den laparoskopischen OP´s mit Videounterstützung sind die MIC-TEP´s im technischen Ablauf der Implantation natürlich immer noch klassische "Handarbeit", das minimalinvasive Vorgehen besteht in erster Linie aus der Kombination von kleiner Schnittführung in Verbindung mit extremer Muskelschonung durch die Wahl des Zuganges. Hier wird peinlich genau darauf geachtet, die hüftumgreifende Muskulatur ausschließlich im Faserverlauf zu spalten und anschließend durch Hakeneinsatz zu verdrängen, ebenso wie der Umgang mit der Faszie. Neben einem deutlich geringeren Blutverlust erreicht man so eine später ungestörtere Propriozeption, d.h. das Bewegungsmuster im Zusammenspiel der Muskelgruppen funktioniert nach der OP ähnlich wie vorher und die Patienten sind viel sicherer und schneller mobil. Die Hautschnittlänge kann man durch Lagerungstechniken während der OP ebenfalls begrenzen, aber 6 - 8 cm sind eben allein aus den technischen Gegebenheiten nicht wirklich zu unterschreiten. Nach Einführung der MIC-Technik bei Hüft-TEP´s konnten wir die Mobi- und Liegedauer deutlich reduzieren, entlassen wird in der Regel am 8.-10. Tag (sicheres Gangbild ohne UAG auf Ebene vorausgesetzt), wir haben aber auch schon Musterpatienten am 5. p.o.-Tag nicht mehr halten können...
                  Fröhlichen Vatertag wünscht Jörn

                  1 Antwort Letzte Antwort
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                  • piscatorP Offline
                    piscatorP Offline
                    piscator
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Hallo!

                    Ich bin zwar etwas überrascht, dass dieser Thread überhaupt hier bei Holidaycheck steht (ich dachte bisher immer, dass sich hier alles auf Reisemedizin beziehen muß), aber als Betroffene habe ich Eure Ausführungen mit großem Interesse gelesen.

                    Ich hatte als Kind eine Hüftgelenks-Dysplasie, die mein lieber Kinderarzt leider zu spät erkannt hat. Bis zu meinem 3. Lebensjahr mußte ich eine Schiene tragen, danach war eigentlich alles gut. Jetzt, mit 40, kommen aber doch langsam die Beschwerden und ich fürchte, dass sich eine Arthrose bildet. Zwar denke ich noch lange nicht an ein neues Gelenk, aber es tröstet mich doch sehr, wenn ich von diesen tollen Fortschritten lese. Wenn ich alleine an die Meganarben denke, die man bisher hatte... - furchtbarer Gedanke, ganz zu schweigen von der langen Rekonvaleszenz-Zeit! Da hört sich das von Euch Erläuterte wirklich gut an!

                    LG

                    Barbara

                    Das Glück beruht oft nur auf dem Entschluß, glücklich zu sein!
                    (Lawrence George Durell)

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • carstenW.C Offline
                      carstenW.C Offline
                      carstenW.
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      @portvendres
                      und man kann bei dieser schonenden Methode wirklich gut am Gelenk arbeiten? Wie lange dauern diese OPs?
                      LG

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • portvendresP Offline
                        portvendresP Offline
                        portvendres
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        OP-Dauer ca. 60 - 90 Minuten. An die OP-Technik kann man sich gewöhnen...

                        1 Antwort Letzte Antwort
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