Fliegen mit Rollstuhl?
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Hallo!
Kennt sich vielleicht jemand mit dem Fliegen mit Rollstuhl aus?
Wie läuft das ab? Mein Vater ist auf einen teilweise angewiesen, kann kurz Strecken (100-200 Meter) mit Krücken laufen aber sonst benötigt er ihn. Wie ist das beim einsteigen ins Flugzeug ...kann der Rollstuhl bis zum Einstieg mitgenommen werden u dann direkt in der Kabine verstaut werden? Oder muss er beim Check-In als Gepäck abgegben werden? Den Weg vom Gate ins Flugzeug (meistens durch diese unebenen Einstiegsbrücken) würde er nämlich nicht mit Krüken schaffen!
Und wie ist es bei der Ankunft? Er könnte z.B. nicht ewig an der Passkontrolle stehen oder gar den Weg zum Gepäckband laufen?!?Hat irgendjemand Erfahrungen damit und kann mir ein paar Tips und Infos geben?
Vielen lieben Dank
summerrain -
Der Rollstuhl wird ganz normal als Gepäck (aber kostenlos, jedenfalls bei den mir bekannten Fluglinien) eingecheckt. Dann bekommt man einen Leihrollstuhl , mit dem Dein Vater ins Flugzeug gebracht wird. Das ganze dann wieder Retour. Einfach mal bei der Airline anrufe. Im Normalfall sind die sehr hilfsbereit. Du musst den Rollstuhlfahrer sowieso vorher anmelden.
Gruß Birgit
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Hallo,
also mit in die Kabine nehmen, halt ich eher für unwahrscheinlich, wo sollte man ihn verstauen? Weiß es aber nicht genau. Vielleicht gibt es auch extra Stauraum dafür. für die Ablage über den Sitzen dürfte er zu sperrig und zu schwer sein)
Es müsste aber auf jeden Fall so sein, dass der Flughafen Dir einen Rollstuhl ausleiht sozusagen. Mit diesem kannst Du dann Deinen vater bis ins Flugzeug bringen und ihn dann zurücklassen (den rollstuhl natürlich
)
Ich hab auch schon mal gesehen, dass beim Einsteigen ein Rollstuhlfahrer vor den anderen Gästen ins Flug gelassen wurde, so dass es da keine Probleme gab mit ungeduldigen anderen Passagieren (denn die wollen ja alle als Erstes ins Flugzeug, warum auch immer).Bei der Ankunft hängt es vermutlich vom Zielflughafen ab, aber solche Rollstühle msste eigentlich fast jeder Flughafen haben.
Am besten setzt Du Dich einfach mit der Airline in Kontakt, die können Dir auf jeden fall die Antwort geben un eventuell am Zielflughafen schon einen Rollstuhl anfordern, der dann direkt zum flugzeug gebracht wird (hab ich auch schon mal gesehen)
hoffe ich konnte Dir helfen
gruß
Marc
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Also wir haben das ganze Prozedere An fang des Jahres auch mit meinem Vater "durchgemacht..."
ich kann Dich berühgen... Der Service ist wirklich Klasse........
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Du musst den Rollstuhl bei der Airline vorher anmelden...
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Beim Check in wird Euer Rollstuhl mit aufgegeben..,
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Dann "übernimmt" Euch ein Mitarbeiter des Flughafens mit einem Leihrollstuhl...
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Ihr geht alle gemeinsam durch einen separaten " VIP - EIngang " zur Kontrolle....
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Dann werdet Ihr mit einem separaten Fahrzeug zum Flieger gebracht ( Wenn dieser auf dem Rollfeld parkt ) oder aber Ihr werdet durch das Gate zum Flieger gebracht und steigt als die ERSTEN in den Flieger ein....
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Im allgemeinen bekommt Ihr Sitzplätze mit mehr Platz ( zumindest der Vater und EINE Begleitperson ) im vorderen Teil der Maschine...
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Bei der Ankuft verlasst Ihr als LETZTE die Maschine. Parkt diese auf dem Rollfeld, steht im allgemeinen schon eine Fahrzeug und ein Mitarbeiter des Flughafens bereit um Euch in Empfang zu nehmen...
Am Gate holt Euch dieser an der Flugzeugtüre ab. -
Bei der Gepäckausgabe wird dann der Leihrollstuhl wieder getauscht
Wie gesagt es ist ein kleines Abenteuer.... man kommt sich fast vor wie VIP´S.....

Viel Spass im Urlaub....
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Vielen lieben Dank für die schnellen Antworten!
Das beruhigt mich wirklich das das alles so problemlos abläuft! Habt mir echt weitergeholfen

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Diese Schilderung von Kruemel kann ich nur voll und ganz bestätigen und so unterstreichen.
Die Fürsorge für behinderte oder in einigen Bereichen eingeschränkte Personen ist für die Fluggesellschaften ein großes Aushängeschild, das sehr gepflegt wird.Ab dem Moment des Eincheckens ist diese Person schon ein VIP (very important person).
Vorher bei der Buchung anmelden, die regeln alles für euch!
Und das klappt!
Das ist absolut problemlos!Gruß Dieter (noki)
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Vielen Dank Noki - für die Blumen....

Es stimmt wirklich selbst - auf kleineren Flughäfen ist der Service für Behinderte ganz hervoragend......

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...dazu sind noch einige sachen zu beachten.
wichtig für die airline ist es zu wissen, ob es ein manueller oder batterie-betriebener Rollstuhl ist. letzterer sollte mit trocken-batterien ausgestattet sein. nass-batterien werden von den meisten airlines nicht mehr akzeptiert.
und, falls es sich um einen langstreckenflug handeln sollte, sollte geklärt werden, ob es an Bord besondere Vorrichtungen gibt (z.B. behindertengerechte Toiletten etc.).

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@jaykaham,
das sicherlich gut so wie Du es nochmals hier in Erinnnerung bringst!
Aber, .... Ein gutes Reisebüro sollte auch diese Umstände erfragen und entsprechende Vorkehrungen treffen.
Ich bin zuversichtlich, dass alles getan wird um diesem Passagiert seinen Flug so angenehm wie nur möglich zu machen.
Jedenfalls habe ich noch nie Gegenteiliges erlebt, außer den Motzern, die sich aufregten, dass diese Fluggäste als erste an Bord kommen dürfen.Das ist doch die beste Werbung!
Dieter
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noki wrote:
@jaykaham,das sicherlich gut so wie Du es nochmals hier in Erinnnerung bringst!
Aber, .... Ein gutes Reisebüro sollte auch diese Umstände erfragen und entsprechende Vorkehrungen treffen.
Ich bin zuversichtlich, dass alles getan wird um diesem Passagiert seinen Flug so angenehm wie nur möglich zu machen.
Jedenfalls habe ich noch nie Gegenteiliges erlebt, außer den Motzern, die sich aufregten, dass diese Fluggäste als erste an Bord kommen dürfen.Das ist doch die beste Werbung!
Dieter
@noki
nun wir sind zwar nicht die besten Freunde, aber hier gebe ich Dir Recht. Ich habe Respekt vor Menschen die eine Behinderung haben und ich mag es auch nicht wenn man über diese in der Öffentlichkeit lacht oder Sie hänselt.
Zudem finde ich es völlig normal wenn diese Menschen zuerst den Flieger betreten dürfen, um das sogenannte Fußvolk nicht zu stören. Den Motzern sei damit gesagt, dass man immer nur hoffen kann, das es einen selber nicht trifft.Gruss
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Du solltest dich ca. 1 wiche vor abflug an deine fluggeselschaft wenden die besorgen für deinen vater alles was er braucht sie bringen ihn in den flieger und du kannst auch für die begleiter deines vaters kostenlos eine sitzplatz reservierung machen.
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jaykayham wrote:
benyffm wrote:
Du solltest dich ca. 1 wiche vor abflug an deine fluggeselschaft wenden...Das ist defintiv falsch...

Solche "sonderreservierungen" sollten zur Erleichterung der Airline SOFORT mit der Buchung angegeben werden.
So ganz falsch ist die Antwort nicht:
LTU: spätestens 3 Tage vor Abflug
Condor: 7 bis 14 Tage vor AbflugBei Air Berlin und TUIfly konnte ich keine Angaben zu Fristen finden. Daher gehe ich mal davon aus, daß dann bereits bei Buchung solche Sachen angemeldet werden muß.
LG
holzwurm -
holzwurm wrote:
So ganz falsch ist die Antwort nicht:LTU: spätestens 3 Tage vor Abflug
Condor: 7 bis 14 Tage vor AbflugBei Air Berlin und TUIfly konnte ich keine Angaben zu Fristen finden. Daher gehe ich mal davon aus, daß dann bereits bei Buchung solche Sachen angemeldet werden muß.
LG
holzwurmHi, hast recht mit der "minimum"-anmeldezeit...

Ich bezog mich auf den beitrag, wo gesagt wurde, dass es eine woche vorher der fluggesellschaft mitgeteilt werden sollte. zur erleichterung der airlines sollte dies bereits mit der buchung werden...

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Bin mit meinem behinderten Sohn schon ein paar mal mit Luxair geflogen unter anderem Palma Tunesien Tuerkei Lanzarote und mann wird wirklich vom Einchecken an wie ein VIP behandelt einfach super auch am Zielflughafen bei Luxair hat mann auch noch ein Taxi dass einen zum Hotel faehrt Kompliment an Luxair aber ich denke das ist bei anderen Fluggesellschaften auch so. Ich gebe immer bei der Buchung an das ein Kind im Rollstuhl mitfliegt. Danke auch an mein Reisebuero.
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Fliegen für Rollstuhlfahrer. Unsere Erfahrung.
Wir haben unser Flug bei Flug.de telefonisch gebucht und gleich angegeben das wir Hilfe benötigen von Check in bis zu Check out.
Man muss per E Mail noch mal das alles eingeben mit Größe des Rollstuhls und Grad der Behinderung und was für Hilfe man benötigt. Man bekommt eine Bestätigung. Paar Tage vor den Abflug habe ich telefonisch noch mal nachgehackt.
Wir sind mit Lufthansa geflogen von Hamburg nach Zagreb und umgestiegen in Frankfurt.
In Hamburg wurden wir abgeholt vom Service und wurden begleitet bis zum Flieger. Vor dem Flieger wurde mein Mann von sein Rollstuhl umgesetzt auf ein schmales Rollstuhl und bis zu Platz gefahren dann wieder auf dem Sitz umgesetzt. Er saß am Gang weil wegen seine schwere Behinderung nicht anders möglich ist.
Wir wurden zu erst in der Flieger gebracht. Erst wo wir fertig waren mit umsetzten kamen andere Passagiere rein.
Der Rollstuhl kam in Frachtraum.
In Frankfurt mussten wir sehr lange ( 1 Std.) warten das wir rausgeholt werden wegen Personalmangel. Es sind nur 2 Sanitäterteams für ganzen Frankfurter Flughafen. Aber es hat noch gut geklappt. Wir bekamen unser Rollstuhl wieder und wurden mit Begleitung zum andere Gate durch Schleichwege gebracht und mit dem Bus zum Flieger.
In Zagreb sind die Sanitäter sofort gekommen und uns mit ein Lifter vom Flieger runtergebracht. Es ist ein geschlossenes Fahrzeug mit Rampen, der uns auch zum Flughafengebäude fuhr.
Am Flughafen wartete ein Angestellter auf uns und begleitete uns durch die Passkontrolle bis zum Gepäckausgabe und halfte uns dabei. Rückflug war das gleiche, wir mussten aber 3 Stunden in Frankfurt warten weil unser Flug ausgefallen ist wegen Wind.
Wir haben mein Mann auf die Stühle hingelegt das er nicht so lange im Rollstuhl sitzen muss. Das ist blöd das man nicht dafür geeignete Liegen hat.
In großen und ganzen waren sie alle nett und es hat alles ganz gut funktioniert. Es war unsere erste Flugreise als Behinderte. Ich hoffe , ich kann jemand mit mein Bericht helfen.
Guten Flug!