Umweltsünden Hurghada
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Für einen Bericht an das auswärtige Amt Ägyptens in Berlin sowie unserem Außen- und Umweltministerium möchte ich andere Gäste Hurghadas um Mithilfe bitten, Umweltsünden (offene Müllverbrennungen, Bauschutt- und Fäkalienentsorgung) am Roten Meer auf zu decken.
Nachdem meine Familie im Zeitraum vom 28.06. bis 12.07.09 in der Region um das neue Jungle Park Resort massiv durch offene Müllverbrennung mglw. gesundheitl. geschädigt wurde, möchte ich es nicht damit beruhen lassen, dass dies evtl. ein Versehen oder gar ausnahmsweise geschehen ist.
Hier gehört endlich öffentlich informiert, was dort täglich an Umweltsünden passiert und das oft zitierte Sterben der Werte des Roten Meeres hervor ruft. (sachlich, informativ-Fakten-Fakten
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Finde ich gut und richtig! Eventuell eine Protestnote an die Botschaften Ägyptens in A,D und der CH verfassen. Oder eine Unterschriftenaktion,....
Bin gerne bereit da mitzutun!Lg,
TomPS: Das Rote Meer muß man genauso schützen wie andere Gebiete. Wir wollen ja noch viele Jahre dort Urlaub machen, oder?!
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...der beste Schutz für die Region wäre es, wenn man die Hotelpreise verdoppelt und pro Tauch-/Schnorchelgang zudem 1000 LE gezahlt werden müßte. Dann bleibt der Massentourismus aus und die Umwelt wird dadurch enorm entlastet.
Das wäre sicher konsequenter und wirkungsvoller als eine U-Schriftenaktion o.ä. an die Botschaft eines Landes zu senden, das gerade auch vom Massentourismus lebt. Davon abgesehen halte ich die Verschmutzung der Umwelt allein schon durch die zahlreichen Flüge der Touristenbomber nach und von Ägypten für weitaus tiefgreifender als die temporäre Verbrennung von Müll und das herumstolzieren auf fast abgestorbenen Riffdächern.
Auch wenn es vielleicht zynisch formuliert sein sollte, aber Fakt ist doch, daß hier Ursache und Wirkung ein wenig fehlinterpretiert werden...
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Da hast du schon recht, doch ich finde kleine Schritte sind auch Schritte. Das die Flugzeuge mehr anrichten als diese Verbrennungen ist auch klar, doch ohne Flugzeuge kein Tourismus. Aber vielleicht könnte man mit Hilfe anderer Länder (EU,...) umweltfreundlichere Abfallentsorgung in Ägypten fördern bzw. einfordern und unterstützen?! Es wäre ja schon geholfen wenn man ein "Müllabfuhr oder eine kontrollierte Mülllagerung " in der Zukunft zustande bringen würde, denn an der Küste sieht es ja fürchterlich aus(auch dank der Touristen!).
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...es wird ja schon viel in Ägypten u.a. auch mit deutscher Hilfe getan, eben an Orten in denen es wirklich notwendig ist. Hurghada ist da aber verhältnismäßig modern und sauber, das sollte man bei aller "direkter Betroffenheit" als dort verweilender Tourist eben nicht vergessen...

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Hallo zusammen,
habe gerade mal in den Hotelbewertungen gestöbert in dem wir dieses Jahr unseren Urlaub verbringen.Hier ist ein kleiner Auszug aus einer Bewertung....
""""""""
Links und rechts sind Seile verankert ( vor dem Riffdach )
und hier ist dann auch das Schnorchel verboten. Selbsternannte "Riffwächter" sorgen mit Trillerpfeifen für Einhaltung dieses Gebotes. """"""Derjenige fand das überhaupt nicht gut.... das man nicht direkt über das Riff schnorcheln dürfte.
Ich sehe das etwas anders......und sehe es zumindest als ein kleiner Beitrag um das Riff zu schützen.
Einen sonnigen Start ins Wochenende wünscht
stiftl -
danke ersteinmal an diejenigen, die nachvollziehen können, dass Müllverbrennung in der heutigen Zeit kein Kavaliersdelikt in einem Drittland ist.
Dass Hotelpreise etwas höher sein könnten, damit dieser Müll (der auch aus den Hotels stammt und verbrannt wird) nicht einfach auf Deponien landet, sondern auch wie in Europa einem ordentlichen System zugeführt wird, ist sicher ein Weg. Aber würde das Geld tatsächlich dafür verwendet, coriosus??? selbst ist der Mann...
-weiterhin für Schnorcheltripps mehr Geld zu verlangen ist sicher der Ruin fürs Rote Meer und deren Landsleute, wovon lebt es denn??? (übrigens müssen sich die Einheimischen selbst erst einmal an die Nase fassen, denn viel zu oft stelle ich bei solchen Ausflügen fest, dass die einheimischen Schnorchelbegleiter sich auf die Riffe stellen-erst kürzlich wieder gesehen
)Jeder Passagier zahlt an die Fluggesellschaften derzeit 5% mehr wegen der Auflagen der letzten Umweltratssitzung "der Großen 6", diese haben dieses Geld mit der Flughafensteuer zusätzlich abzuführen. Was den Regionen für eine sauberere Luft aber auch nicht hilft. Eine Kerosinbelastung ist schädlich für das Ozon, denn diese Restgase verflüchtigen sich nach oben, nicht auf die Erde! Also ist das unmittelbar für die Urlauber jetzt noch nicht das Große Problem-sicher später, wenn die Ozonschicht einem schw. Käse gleicht, wird´s eng. Aber lassen wir diesen Aspekt vorerst unberücksichtigt, denn ohne dies - kein Torismus.
Die hier angesprochene Umweltschädigung des direkten "Roten Meer Gebietes" liegt wohl eindeutiger bei den Ägyptern selbst. Wo sind denn die meisten Schäden an den Corallen-im Meer draußen? oder eher in Strandnähe? Bauschuttentsorgungen und Fäkalieneinleitungen direkt ins Meer sind doch "gang und gebe".
Die vor ein paar Jahren bekannten "Riffpolizei" ist an vielen Stellen nicht mehr präsent, warum das?
Warum ist es notwendig Müll offen zu verbrennen. Noch dazu Plastikabfälle, die überall recycelbar sind, Autoreifen, Möbel usw. verursachen nicht nur Dioxine, sondern schweben in der Asche3 als Schwermetalle ebenfalls umher. Hier geht es um viel mehr als dass man die Augen vor dem Abgrund schließt.
Schändlich ohnehin, da Europa an Ägypten micht unerhebliche Hilfen für derart Probleme beistellt.
Unser Anliegen ist es doch, das Rote Meer mit all seiner Pracht zu erhalten, den Torismus auf gutem Niveau zu halten und für uns persönlich in der besten Zeit des Jahres als Urlaub zu genießen, ohne nachzudenken was atme ich den hier ein.
Sicherlich gibt es viel zu tun. Wir fangen bei der nicht akzeptablen Müllverbrennung an! Wie "Thomas" richtig bemerkt nicht als Einzelner".
Allein die Fakten vom 10.7. und 11.7. (im Übrigen derzeit auch durch mehrere Chater bestätigt) werden nicht reichen, dem auswärtigen Amt die augen zu öffnen. also bitte ich weiter um jede Aufdeckung oder Mitteilung solcher Sünden.

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bebe88
Es ist schon seit Jahren gängige Praxis teilweise den Müll auf den Nachbargründstücken zu sammeln oder gar dort zu verbrennen, sofern das Gründstück noch nicht einer weiteren Bebauung gewichen ist.
Es ist ja nicht so, als wenn dies ein neues Problem in Hurghada darstellt.Es wird schon so einiges getan s.u.
Hier mal ein kleiner Auszug der HPCA, die solche Umweltsünden aufdeckt und versucht Abhilfe zu leisten:
Der Gouverneur des Regierungsbezirks Rotes
Meer, Magdi Kubeissi, hat es sich zum Ziel
gesetzt: Ab dem 1. Januar 2009 sollen
Plastiktüten im Bezirk nahezu der
Vergangenheit angehören, und die HEPCA will
diese Verordnung mit einer neuen Kampagne
unterstützen. Die ungeliebten Plastiktüten
belasten nämlich nicht nur das Land, sie
bedrohen auch viele Meereslebewesen, wenn
sie ins Meer geweht werden. Hier stellen sie
eine massive Gefahr für Vögel, Schildkröten,
Delphine und andere Meereslebewesen dar.
Nun soll es der Plastiktüte an den Kragen gehen, wofür noch mehrere
Vorgehensweisen diskutiert werden - darunter auch Gebührenmodelle, wie wir sie
aus Teilen Europas kennen. Die HEPCA erarbeitet für Ägypten umsetzbare
Lösungsvorschläge, wie zum Beispiel die Entwicklung von wiederverwendbaren
Einkaufstaschen und Alternativen zur Plastiktüte, sowie verschiedenste
Aufklärungsinitiativen. Weitere Infos dazu HEPCA.com/Info:
Die Hurghada Environmental Protection and Conservation Association (HEPCA) wurde 1992 von Tauchbasenbesitzern als von der Regierung unabhängige Organisation und 1995 offiziell anerkannt wurde. Inzwischen ist aus der kleinen Initiative die größte Umweltschutzorganisation am Roten Meer in Ägypten geworden.
In Hurghada, dem Gründungsort der HEPCA, ist auch das Hauptquartier und dem Board of Dirctors sitzt Dr. Samir El Sombati vor.
Die HEPCA wird ihr Engagemnet zum Riffschutz weiter verstärken: Mit Coca-Cola, USAID, Egyptian Enviromental Affairs Agency (EEAA), The National Parks of Egypt und mit der Unterstützung des Gouverneurs der Rotes Meer Region soll eine große Abfallverwertungsanlage südwestlich von Marsa Alam entstehen, die auch Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung entstehen läßt.Gruß
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Es ist schön zu lesen, dass es einige Projekte zum Umweltschutz gibt. Ich war in der Region Marsa Alam und ich bin zumindest froh, dass sie dort sehr auf die Riffe achten. Leider ist das Küstengebiet zwischen den Hotels dennoch total verdreckt!
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Hallo Werner,
ich wollte eigentlich zu diesem Thema nichts schreiben, aber du hast es auf den Punkt gebracht.
Viele Urlauber scheinen vergessen zu haben, dass es in D bis zur Einführung des Flaschenpfandes für Plastikflaschen ebenso war.Warum wird von den Ägyptern ein Umwelt-Bewusstsein erwartet, dass sich bei uns auch erst nach und nach entwickelt hat?
Es gibt schon etliche Ansätze dafür unter anderem auch neue Regularien für Schnorchelausflüge.
**Fakt ist:**wer als Urlauber deutschen Wirtschafts-, Lebens- und Umwelt-Standardin Ägypten erwartet, der hat definitiv das falsche Land gewählt.
LG
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nun ganz so würde ich das Thema nicht umlenken wollen, dass wir das mit unserem 100%-deutschen Kaskoversicherungsdenken zu hoch bewerten. Bereits in den 80er war es in Deutschland verboten (unter hohen Bußgeldern) Müll offen zu verbrennen. Vor der "Grüne Punkt" Aktion wurde auch vorher schon Plastikmüll nur in geschlossenen Anlagen unter Zusatz von Katalysatoren verbrannt. Diese Anlagen mußten seinerzeit schon Filteranlagen besitzen.
Hauptsächlich geht es aber auch darum, wie im Thread des Jungle Park, AlF LEILA WA LEILA , Dana-Beach und Sunrise zu lesen, dass in unmittelbarer Nähe von 4-Sternehotelanlagen riesige offene Müllverbrennungen regelmäßig stattfinden ohne Verbrennungsanlage und ohne Filter einfach ein riesen offenes Feuer. Und diese Qualmwolken stundenlang in den Anlagen vorherrscht!
Bauschuttentsorgungen ins Meer...
Ich denke, dass es so lange weiter geht, bis eine ganze Reihe von Menschen dies anprangern - keiner ändert anderweitig sein Verhalten!
Ich verstehe teilweise die Ignoranz, bzw. die Toleranzschwelle nicht, inwie weit sich Einige damit abfinden lassen, bzw. Geld ausgeben, um dann in Ihrem Urlaubsgebiet sich schädigen lassen. Ich glaube auch in den 80ern hätte es keiner in einem Deutschlandurlaub hingenommen, oder?
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Ja , bis sie es "gelernt" haben.

Dann können sie auch - wie von Dir angeregt - "die Hotelpreise verdoppeln" .
Aber nur dann !
Liebe Grüße
Waltraud -
Und ich verstehe deine Hartnäckig-/Blauäugig-/Begriffsstutzigkeit nicht, denn was ist an nachfolgendem Beitrag ignorant, bzw. intolerant?
Bei wem willst du bewerkstelligen, dass sich an diesen "Umweltsünden" etwas ändert?
- Bei den Millionen von Touristen?
- Bei den Ägyptern und ihrer Regierung?
- Beim Auswärtigen Amt? oder etwa doch
- bei den Reiseveranstaltern?Du schreibst ja selbst, dass es in D seit den 80ern verboten ist, vergisst aber dabei, dass sich der Tourismus am Roten Meer erst in den 80ern entwickelt hat, die meisten Ägypter einen sehr niedrigen Lebens-Standard haben, (wer soll denn d. M. nach diesen Aufwand bezahlen, damit die Urlauber in den bereits genannten Hotels qualmfrei bleiben?) unddie Wirtschaftslage in Ägypten ohne Urlaubernoch mieser wäre, als sie jetzt schon ist.
Wenn du in einem Umweltsünden**-freiem** Land Urlaub machen möchtest, dann tue es in einem, wo dies alles gesetzlich geregelt ist und sich keiner eine goldene Nase am Müll holen kann.
Ich lasse mir z.B. in Hurghada schon seit einigen Jahren meine Einkäufe nicht mehrin die Plastiktaschen, sondern entweder in die Strandtasche, oder den Rucksack packen, das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es heißt ja: "steter Tropfen höhlt den Stein".
Das hat mich aber schon einiges an Überredungskunst gekostet. -
Aber "direkt" neben dem Hotel muß man es auch nicht verbrennen , oder ?
Grüße
Waltraud -
Hallo Waltraud,
ob der Müll direkt neben dem Hotel auf einem Grundstück oder in einer MVA verbrannt wird, entzieht sich meiner Kenntnis und wird auch nirgendwo exakt beschrieben oder ist durch Fotos bewiesen worden.
Wenn die Sachlage so wäre, dann sind doch die Reiseveranstalter verpflichtet, das in der Hotelbeschreibung zu erwähnen.
Grüßle
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ich merke schon am Unterton, dass Vereinzelte diesen Thread hier nur als "Nörgelseite" sehen, selbst mglw. jedoch nicht mit einer Belästigung aus derartigen Müllverbrennungen wie am 10.07. und 11.07.09 im Raum um den Jungle Park konfrontiert wurden. Auch scheint einigen erst Bilder des Ausmaßes die Augen zu öffnen. Ich kann damit dienen, sofern sie frei gegeben werden.
Mich selbst interessiert auch nicht, ob anderen durch die Mitteilungen über das "arme Drittland" dazu bewegt werden, alles zu tollerieren. Da jeder für sich und seine Kinder eine eigene Verantwortung trägt, ist es nur billigend zu informieren. Und zwar allen, die damit zu tun haben.
Neuesten Informationen zu Folge kümmert sich nunmehr das Managment der Pick Albatros Kette um eine Lösung. Wie die ausschauen mag, kann man sich vorstellen, aber ein erster Weg, anderen Urlaubern des JPR eine solche Belästigung zu ersparen.
Im Übrigen ist es gar keine so üble Idee, Kosten für eine ordentliche Müllentsorgung auf die Urlauber umzulegen. Schließlich liest man hier in einem anderen Thread, dass Reiseleiter gern 25 € pro Nase für das Einreisevisum nehmen. Es wird größten Teils auch bezahlt, obwohl es max. 12-13 € kostet (je nach Kurs). Sollten bei 25 € Visum der Anteil von 12 € je Person als Umlage für das Müllproblem nicht ausreichen, um eine Müllentsorgung ordentlich zu organisieren. Wer gut rechnen kann, weiß was da für eine Summe sich da zur Verfügung stellen würde.
Somit denke ich nicht, dass ich hier nörgeln und "schlecht machen" möchte. Lösungen sind angesagt...
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Jaja, die Kosten.

Ich empfinde deine Beiträge nicht als Nörgelei, denn das Geschriebene entspricht ja leider den Tatsachen.
Nur nenne ich deine Sicht davon naiv und blauäugig, da du die ägyptischen Verhältnisse mit denen in Deutschland vergleichst und erwartest, dass diese auch so in Ägypten funktionieren.
Mach dich doch mal im Internet schlau und informiere dich, welche politischen Strukturen es in Ägypten gibt und beharre nicht immer auf deiner Sichtweise der Dinge, die wir als Urlauber nur indirekt beeinflussen können, denn auch wir Deutschen wurden dazu (mit Strafen) erzogen.
Ich würde sofort freiwillig mehr fürs Visum bezahlen, wenn das Geld in den richtigen Kanal fliessen würde ( also dem Staat Ägypten zu Gute käme).
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Hallo Bebe,
ich finde es gut, dass du uns informiert hast. Jetzt kann Jeder entscheiden, ob er in der Nähe der Verbrennungsdeponie Urlaub machen möchte. Wir waren schon mehrmals in Ägypten habe aber von der Deponie nichts mitbekommen. Aber auf unbebauten Gründstücken sieht man viele "wilde Deponien". Ich glaube, durch den Urlauberboom in Ägypten, wurde das Problem der Müllentsorgung nicht berücksichtigt. Dieses ist aber vielen Ländern so z. B. in der Domrep. Der Bevölkerunng ist es egal, denn wenn man überlegt wieviel diese Menschen verdienen, wenn sie arbeit haben.
Ich meine, dass von den Hotelgruppen u. der Regierung mehr ökologisches Denken u. Handels abverlangen muß.