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  • RSD-Reise Service Deutschland Teil I
    aleksander2011A aleksander2011

    Ich und meiner Frau haben vom 28. April bis 05.Mai 2011 bei einer Kappadokien-Reise von RSD teilgenommen. Erst vor ein paar Tagen habe ich unsere nachfolgende Reiseerfahrung an den Veranstalter gesendet. Hier ist die ungekürzte Schilderung:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich danke Ihnen für Ihre freundliche Anfrage, ob wir mit der Organisation der Reise, dem Ablauf und der Qualität etc. zufrieden waren.

    Zuerst möchten wir Ihnen die positiven Aspekte mitteilen:
    Die Reise war grundsätzlich gut organisiert, die Besichtigungsorte waren sehr interessant und aufschlussreich, der Busfahrer "Mustafa" war ein netter Spaßvogel. Der Reiseführer "Sinan" war fachlich sehr kompetent. Die lange Busfahrt nach Kapadokien wurde einem, durch die informativen Erzählungen über die Geschichte und die Kultur des Landes, zumindest subjektiv verkürzt. Wir haben, mit Ausnahme eines Menschen (dazu kommen wir gleich), sehr angenehme und freundliche Türken erleben können. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bemerkenswert.

    Hier hören leider die positiven Seiten unserer Urlaubsreise auf. Die angenehmen Erfahrungen wurden durch die nachfolgenden Erlebnisse ziemlich überschattet.

    Die Ankunft und der Sinan:
    Vor dem Einchecken im Hotel in "Belek" haben wir dem Reiseleiter, Sinan, mitgeteilt, dass wir das Abendessenpacket nicht buchen möchten, weil wir dadurch außerhalb vom Hotel das Essen und die Menschen besser kennenlernen würden. Der noch zuvor sympatische Sinan, wurde plötzlich barsch und hat uns mit u.a. folgenden Kommentaren unfreundlich abgewiesen:

    "Ihr wollt andere Menschen kennenlernen? Außerhalb vom hotel findet ihr eh nur Turis ...", "Ihr habt euch somit aus der Gruppe ausgeschlossen... Ihr gehört nicht mehr dazu... ich werde mich um euch nicht mehr kümmern" und als Nachsatz kam noch: "Ihr seid ab nun an für mich nur noch Luft..."

    Nach dem wir den Schock verarbeitet und nach einem Spaziergang uns mit der Situation abgefunden hatten, hatten wir das Glück, zufällig ein Taxi gefunden zu haben, welches uns in ein nahgelegenes Dorf gefahren hat. Dort konnte wir sehr gut türkisch essen und hatten trotz allem einen netten Abend. Anschließend kamen wir bei einem Tagestourenanbieter vorbei, bei welchem wir eine eigene Tagestour für den nächsten anstehenden freien Tag gebucht haben. Denn die von Sinan (bzw. RSD) angebotene Bootsfahrt haben wir uns nicht mehr vorstellen können.

    Eine kleine Sinan-Schikane:
    Nach dem freien bzw. am dritten Tag starteten sämtliche Busse zur angekündigten Fahrt nach Kapadokien. Als wir nach dem Frühstück zeitig vor dem Hoteleingang auf unseren Bus gewartet haben, lief der Sinan an uns ein paar vorbei, ohne jegliche Begrüßung oder Anmerkung, dass unser Bus etwas weiter unten in der Einfahrt steht. Als wir den Bus letzendlich selber bemerkten, hatten wir uns ungefähr fünf Minuten verspätet. Im Bus ernteten wir hierfür ein paar "Kommentare".

    Der traurige Reiseführer:
    Nach der Besichtigung der interessanten Teppichknüpferei und der amüsanten Verkaufsveranstaltung durch einen sympatischen Verkäufer, wurde die Fahrt fortgesetzt. Im Bus hatten alle Beteiliegten bemerkt, dass Sinan etwas Wortkarg geworden ist. Etwas später hat er uns durch das Aufzählen der Umsatzzahlen mitgeteilt, dass unser Bus verglichen mit den anderen Bussen, den schlechtesten Umsatz erzielt hatte. Deswegen sei er sehr traurig und nicht mehr so gesprächig. Die negative Stimmung nahm bei den Mitreisenden ihren Lauf.

    Die Sinan-Hetze, der Anfang:
    Auf dem weiteren Tagesprogramm stand der Tanz der "Derwische". Da wir bis Dato sämtliche Eintrittskarten immer separat kauften, nahmen wir an, dass auch bei der kommenden Attraktion wir dies tun können. Eine Dame im Eingangsbereich hat uns zu verstehen gegeben, dass es hier keine Eintrittskarten im klassischen Sinne gäbe, wir können eine Art Spende hinterlassen. Welche wir dann abgegeben haben. Im Nachinein haben wir erfahren, dass für diese Veranstaltung eine Voranmeldung mit 25 € pro Person notwendig gewesen wäre. Dies haben wir(zwei) und weitere sechs Mitreisenden leider nicht mitbekommen d.h. der Bus 327 war mit 32 Personen gemeldet (32 Reisende hatten das Vollpakett mit der Tanzdarbietung), beim Tanz waren allerdings alle anwesend. Nach Programmende hat Sinan auf der Weiterfahrt dem ganzen Bus diese Problematik geschildert und meinte, dass er dem RSD-Veranstalter diese Peinlichkeit vorhin erspart haben können, indem er für die übrigen acht Personen beim Ausgang bezahlt hatte. Anschließend kam die Bemerkung, dass er von den "Nicht-Angemeldeten" enttäuscht sei und dass er nun den fälligen Betrag von 25 € bei den acht Personen einsammeln wird. Wir haben ihm mitgeteilt, dass wir bisher alle Eintritte vor Ort selber gezahlt haben und hier ebenfalls eine Spende hinterlassen hatten. Wir sahen keinen Grund den Betrag auch ihm zu bezahlen. Darauhin wollte er von uns eine Quittung sehen, welche uns in diesem Fall nicht vorlag. Uneinvernehmlich gingen wir auseinander.
    Auf der Weiterfahrt sankt die Stimmung im Bus um einige Grade.

    Die Sinan-Hetze, Fortsetzung:
    Auf darauf folgenden Tag war bereits die Rückfahrt Richtung Antalya geplant. Beim Auschecken des Hotels erlebten wir ein unvergeßliches Szenario. Als wir unsere Hotelverpflegung an der Rezeption bezahlen wollten (der leider nur türkisch konnnte), meinte Sinan zu uns, dass wir zu dem Verpflegungsbetrag von 125€ noch die 50 € für die gestrige Veranstaltung gleich addieren sollen und nun den Gesamtbetrag von 175 € zu entrichten haben. Das ganze war bereits in einer ziemlich gehobener Stimme. Nach dem wir ihm mitgeteilt haben, dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun hat und dass wir im Hotel nur die Verpflegung bezahlen werden, hat Sinan dem Rezeptionisten etwas auf türkisch mitgeteilt. Anschließend hat der Mann uns mit bedauerendem Achselzucken zu verstehen gegeben, dass er unsere Zahlung nicht annehmen kann. Als wir unentrichter Dinge uns dem Hotelausgang näherten, schrie er im Foyer lauthals, dass wir Betrüger seien, dass wir nicht bezahlen wollen und dass er gleich die Polizei rufen wird etc. etc. !!! Da der Mann an der Rezeption uns lediglich die Unschuldsmine zeigte, blieb uns nichts anderes übrig als in den Bus einzusteigen. Sämtliche Mitreisenden hatten den Vorfall von Draußen mitverfolgen können, allerdings nur bruchstückhaft, wie es sich später herausstellen sollte. Die Fahrt ging ohne Polizeieinsatz weiter. Im Bus herrschte eine unangenehme Stimmung.

    Die Sinan-Hetze, der Höhepunkt:
    Beim nächsten Zwischenstopp stand die Besichtigung der Unterirdischen Stadt im "Mönchstal" auf dem Programm. Als ich aus dem Bus ausstieg und nahe dem Kassenkäuschen etwas nach Luft schnappte, da kam Sinan auf mich zu und meinte mit ziemlich erhobener Stimme, dass ich mich unerlaubter Weise auf diesem Teretorium befinde, weil ich keinen Eintritt bezahlt habe, weiterhin brüllte er, deswegen müsse ich sofort das Gelände verlassen!!! In diesem Moment vorlor ich die Fassung und brüllte zurück, ob er nicht völlig bescheuert sei und mit seinen spielchen aufhören soll!!! Mit dem Nachsatz, dass ich gerade ein paar Meter vor der Kasse stehe! Zwischenzeitlich versammelte sich vor mir eine Schar von Leuten aus unserem Bus. Einige von Mitreisenden fingen mit wüste Beschimpfungen an den Kopf zu werfen,begleitet mit Vorwürfen etwa, wie können wir so etwas tun oder wir würden ihnen den Urlaub vermasseln täten etc. etc.
    Nach der Besichtung der unterirdischen Stadt, welche mit ihren engen und dunklen gängen, einen nur noch düsterer stimmte, ging die Busfahrt schließlich weiter. Im Bus herrschte eine sibirische Kälte.

    Die Aufklärung:
    Die eiskalte Atmosphäre im Bus war nicht auszuhalten. Das Gefühl ungerechtfertigt als Sündenbock gedemütigt zu werden und die scheinbare Machtlosigkeit dem Vorwurf nichts entgegen wirken zu können, gab mir den Anlaß nach vorne zu gehen und eine Art Klärung abzugeben. Nach Sinan's anfänglicher Weigerung, sein Mikrophon aus der Hand zu geben, nutzte ich schließlich die Möglichkeit dem Bus die bisherigen Vorkomnisse aus unserer Sicht zu schildern. Die Leute begriffen. Trotz Sinan's anschließendem Versuch mit seinen Schilderungen sein Verhalten zu erklären, hat sich die Stimmung verwandelt. Beim nächsten Stopp hatten sich sogar Einige für ihr ursprüngliches Verhalten entschuligt. Sinan war nun wortkarger denn je.

    Sinan, das Leder und der Schmuck:
    Am Tag vor der Abreise Stand auf dem Tagesprogramm die Besichtigung eines Juweliers und der Lederwaren. Vor dem Eingang des Juweliergebäudes hielt Sinan überraschenderweise einen Vortrag. Er hat auschweifend erklärt warum diese Urlaubsreisen, bereits ab 149 € angeboten werden können. Einige der aufgeführten Punkte, dass die Reisen vom Kultusministerium (sprich vom türk. Steuerzahler) bezuschusst werden, um zu einem die vielfältige Kultur an den Mann zu bringen, oder zum anderem um Devisen in das Land zu bringen, insbesondere zu den Jahreszeiten, in welchen sonst den Hoteliers nach hohen Verlusten auch Schließungen drohen oder dass die Menschen bis zur Touristenhauptsaison sonst keine Arbeit hätten etc. etc. waren für die Anwesenden nachvollziehbar. Allerdings ging er dann so weit, den Zuhörern klarzumachen, dass es doch für uns alle selbstverständlich sein sollte, bei so einem günstigen Reiseangebot, hier Waren einzukaufen, um das Land zu unterstützen. Das würde uns gut betuchten doch nicht finanziell weh tun mal einen weiteren Teppich o.ä. in der Türkei kaufen. Dazu kamen weitere Kaffee-Fahrt-Argumentationen, die es aber nicht wert wären hier aufzulisten.

    Der Höhepunkt seiner Rede war jedoch, als er verkündet hat, dass die Teilnahme an solchen Verkaufsveranstaltungen zwar freiwillig sei, aber man solle bedenken, dass er die Namensliste mit den "Verweigerern" an RSD weiterleiten wird. Dies würde dazu führen, dass diese Personen auf eine Art "Schwarze" Liste landen und künftig nicht mehr mit RSD reisen dürfen!!! WOW ... da war aber der Bus begeistert!

    Fazit:
    Laut RSD-Werbebroschüre werden diese Reisen (u.a.im Architektenblatt) als Bildungsreisen deklariert. An Bildung und Erfahrung haben ich und meine Frau tatsächlich reichlich mitnehmen können, allerdings werden Sie vestehen, dass wir diesen Erfahrungsschatz nicht unbedingt weiterempfehlen können.

    In der Hoffnung, dass es sich hier um einen Einzelfall oder besser gesagt um einen Einzelgänger handelt, der mit Konsequenzen zu rechnen hat, verbleiben wir

    mit freundlichen Grüßen

    ............

    PS: Sie müssen mir glauben, ich habe nicht beabsichtigt hier einen ganzen Roman zu verfassen. Es hat sich beim Schreiben einfach ergeben.

    PPS: Das Bedürfnis diese Reiseerfahrung an eine Freundin, die als Journalistin für FOCUS-TV arbeitet, weiterzuleiten ist momentan noch sehr groß, die Privatsender mögen doch solche Geschichten ... Auf der "RSD"-Liste sind wir ja schon sowieso, oder?

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